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Israelitische Wochenschrift · 1893-07-07 · 28 (7.7.1893) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
24 (1893)
Issue
28 (7.7.1893)
Date
1893-07-07
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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)graft, welche sie «u!caaärtia durchlaufen, von ihre« geistigen Ober Haupte vorläufig keine ideal« oder wiffenschaftlüh«, vielmehr oder eise couerete. ich möchte saaen, gtrifwue, jedermann in dir Vag» fallende Wirksamkeit. Eine solche Wirksamkeit war «» eben, die die Lage der Juden in Bulmmen anzutreten mich »eranlastte. Diese aber, sowie die alljährlichen 3—4 Monate »Shrenden «m Aufträge de- Eultn-nnnisterinmau-gefühtten Insvertion-reisen im Lande haben mich voll in Anspruch genommen und mein« Zeit ganz au-geMt. UedrigenS gehöre ich nicht zu denjenigen,' die über jedevon " - - - — - - "־ ' sozuhmauS- »u _ Kl» |HI MHW V Vf|VllWIU| HHV V4*WHgtUI JU wirken. Mit vorzüglicher Hochachtung Dr. S D an ko w itz." X. Ans Ungarn, 3. Juli. <Orig-Eorr.) Unsere Regierung ist wacker b^ttebt, dalieberale ttrchentzaömjche Programm durchzusuhren. Bor dem Eintritte der Ferien wurde dem Pariamente ein Gesetzentwurf über die Rellgionsfreiheit unterbrettet. Trotz der »todten Saison" kann man von Ungarn nicht sagen: ״Üeber allen Wipfeln ist Ruh". Vielmehr regt es sich auch in der Ferienzeit in den Eomitaten lebhaft, um durch Berttauenskundgebungen für die Regierung der Kirchenpolitik derselden durch Reform de- Oberhauses tMagnaten-HauseS) zum Siege zu verhelfen. In Basa hielt der Obergespan Dr. v. Bajnich seinen festlichrn Einzug, der wie sein Vorgänger iSandor Lela> versprach, liberal und gerecht allen Eonfessionen gegenüber des Amtes zu walten. Die Bajarr Israel. Gemeinde verlor in dem ehrmal. Borsteher H. Karl Justiz, eine ihrer Zierden. Der Lerstorbene war auch im Jüdischen intelligent und mr das Wohl der Gemeind« ■in redlicher Arbeit bestrebt. Er ruhe sanft! Budapest. Der Unterricht-minister Graf C s a k n hat in Bettest der Enthebung iSr. Schüler vom samstägigen Unterrichte an sämmtliih« Schultnspectoren und kirchlichen Oberbedörden einen Erlast folgenden Inhaltgerichtet: ״Die iSr. Schüller können an Samstag« n vom Schulbesuch« nicht enthoben werden, doch können ne an diesen Tagen vom Schreiben, Rechnen und Zeichnen befreit werden, wenn btt Eltern (Vormünder :c.) um die Befteiung in einem Gesuche mit behördlich legalifirter Unterschrift ansuchen. Tie Befreiung ertheilt in Elementar-, höheren Kolks- und Bürgerschulen dos staatlich« Schulcuratorium und der Gemeindeschulstuhl, in Lehrer-, Lehrerinnen- und Kinderbewahr- Bildung«! nstalten der kdn. Schulinspeftor. Ter solchermahen defreite schüler Hot am Samstag in allen Unterrichtsstunden zu- £zu sein und kann beispielsweise aus Arithmettk zu münd- Antworten, aus Zeichnen zur Erklärung de- Gegenstandes rufen werden. Wenn die Anzahl der jüdischen Schüler eine grohe ist, so must noch Thunlichkett darauf geachtet werden, dah die Zeichen- und Kaliigraphiestunde nicht aus den Samstag falle. Wenn dagegen die helreffende Elaste am Samstag in einer Stunde blos mit dem Schreiben von Ausgaben oder Zeichnen beschäftigt ist und Erklärungen nicht Vorkommen, so ist der befreite schüler während dieser Zeit aiiszufraaen oder mit der Wiederholung seiner Lectton zu beschäftigen. Tie befreiten Schüler sind rn den übrigen Unterrichtsstunden umso eingehender zu prüfen und vorausgesepr, dah Schönschreiben am Samstag erfolgt, ist die Schrift solcher Schüler aus ihren anderen Arbeiten zu beurtheilen." Hollaud. X.Xli. Rotterdam» 26. Juni. Die Generalversammlung der Niederländischen Eomitee's der Alliance Israelit« hat in voriger Woche unter das Präsidium des Herrn Profeffor Dr. L. vanHartogim Haag stattgcsunden, und war von einer groben Anzahl Mitglieder mit Ihren Damen besucht. In seiner Eröffnungsrede wies d«r Herr Vorsitzende darauf hin, daß man ftübrr durch Autc-d.-f<• * die Menschen auf den Scheiterhaufen vari—unsec-^nto-är-k׳- tGlaubeusthat) besteht darin, unseren unglücklichen Glaubensgenossen Hülfe zu bringen und sie von Elend und Bedrückung zu befreien. Herr A. C. W e r t h e i m. hielt hierauf eine Rede über das Seelenleben und die Geistesttast der Israeliten in früheren Jahr» Hunderten. Er führte geeignete poetische Stellen aus der Bibel an. zählte eine lange Reihe jüdischer Denker und Dichter im Mittelalter auf und cittrte bei dieser Gelegenheit die herrlichen Stellen au» Heine'» Fragment über Jrhuda Holevi. Als bester« Lage!,erannahten, ivaren grohe Männer im Jndenthum aufgestanden, die durch die Arbeiten ihres Geisteden groheu Bau :r Menschen-Eulrur und der Eivilisation förderten. Er wier..:5 '׳arpch Spinoza hin, hem im Haag ein Marmordentmal errichtet sei, auf Mose« Mendelssohn, der durch seine «isi lichen Leistungen uiid humane Lrben-anschauung un« au- < und En ttachung zu erbehen verstand. Hi«ranf schilderte der Btowr] wie nach der ftanzöstschen Revolution die Emancipattpn durä drungen sei, und welche bedeuttndr Minner in J-rael für diej selb« muthig gekämpft hatten. Auch dir zahlreichen bedeuttuden G«»1 ehrten u. Philanthropen unter den Juden der letzt« Jahrzehnte und der Gegenwart haben bewiesen und beweisen, dast die Macht de- * Geistes und dir Kraft der Seele nicht abgenommen im Iudenthum.^ Zum Schlust behandelte der Redner di« Frage: Welche Stellung die > Juden in der heuttgen Gesellschaft einnrhmen, welche Rechte und J Pflichten sie hätten? Er betonte, dast die Juden ihren Glauben; Hochhalten mühten und sich gesellschaftlich nicht in den Bordet») grnnd drängen sollten, stets als tteue und freie Bürglr lebe«, ohne sich ihrer Herkunft zu schämen. Dem Anttsemitt-mugegen»/ über, der unsere Gesammtheit nach den Fehlern von Einzelnen Z beunheile, gebe e» nur eine Waffe: Wir müffen durch unsere'! T h a t e n zeigen, dast wir eine Religion haben, die Humanität und Opserfreudigkeit für die edelsten Güter der Menschheit u!4r zur heiligsten Pflicht mache. Der Herr Vorsitzende sprach dem Redner den Dank der Ber»! sammlung für seine vortreffliche Rede aus. Sin Abgeordneter d:S Centtal-Eomitee'S zu Pari» hatte der Lersamnlung beige-. wohnt. Nachdem der Lorfitzendr ihn in ftanzösischer Sprache willkommen'gehkihen hatte, dunste Herr B igard für die Sgmpathie, die die Alliance in den Niederlanden finde, und den fteundlichen Empfang, den er hier gefunden habe. Er machte! sodann Mittheilungen über die austerordentliche ThätigkeitH der Alliance, sowie über die ttaurige Lage, in der sich׳ die russischen Juden befänden. ׳In den letzten zwei Jahren wären in Paris 156» russische Familien angekommen, denen man Arbeft' und Brod verschafft hätte. Mtt Wärme empfahl er der sammlung, die Alliance in ihrer unausgesetzten Arbeit um diel Verbefferung de« Looses der so vielfach bedrückten Glauben-» brüder kräftig zu unterstützen. Der Redner wurde lautapplaudirt. Herr Tr. G. Polak Daniels wurde als Mitglied in dad Pariser Eenttal-Eomitee gewählt, und die abtrrtenden Mitglieder > de« Niederländischen Eomitee's wiedergewählt. Nachdem dem Borsitzenden für seine vorzüg.ichr Leitung den Tank der Versammlung ausgesprochen worden war. wurde diese durch ihn geschlossen. Palästina. Jerusalem, im Juni 1863. iOrig.-Eorr.) Die geschätzten: Leser Ihres Blatte« werden wohl selten Gelegenheit haben etwas I zu erfahren, was hinter den Eoulissen des heiligen Panorama'- ׳ .Palästina" vorgeht, da die kommen GlaubenSbrüder in ihrem ׳ Eigendünkel, in dem Gefühl ihres Wohlbehagens, in dem Bewiistt'ein der ihnen zugewicsenen oder auch »eldst annectirtk» höheren Stellung die Hauptsäulen eines Gemeinwesen«, Wahr-ä heit und Gcrechttgkeit, ganz und gar außer Acht lassen. Da schreibt» man dr Fürsorge für die Armen des heuigen Landes auf eine Hohe -8 Fadne, aber die wahre Lage sucht man zu bemänteln, für gerechte 9 Vorstellungen und Hinweise hat man absolut kein Ohr und daa durch werden nicht allein allerhand Auswüchse grostgezogen, son- «l dern auch viel unverantwortliches Elend geschaffen. In erster f '־ muh das Verfahren mit dem deutschen Ipendengeld an'S TageSlst gezogen werden. Dasselbe fließt in zwei Hauptkaffeu, nach l e i m u. W ü r z b u r a, und von dort au« wird rS bchuft Verteilung» an die Armen in Palästina nach altem Brauch an ein Komiteeg nach Amsterdam geschickt. Die hierdurch verursachten Unkosten! werden jährlich mit 8—16660 Mk.m Rechnung gebracht. Solange. die Herrn Lehren sel. And. als Verwalter de- Geldes für Pa-/ lastina lebten, war die Verteilung eine ganz gerechte und voll- ׳ ständig im Sinne unserer deutschen Spender: zumal auch in-i Deutschland einsichtsvolle gerechte Rabbiner und Notabilltäten, v Rabbiner E t t l i n g e r m Altona, Jakob RoöS in Frankst a. M, Rabbiner Seligm. Bär Bamberg er in Würzburw kin Ungerechtigkeiten zuließen und warmes Jnteresie für die Arnrenj und Bedruckten des heiligen Landes bekundeten. Nach dem leben dieser edlen Herrn tn Deutschland und in Amsterdam gann eine Aera der Willkür und Mistwtrtschaft Platz zu greife die jetzt leiber^ Jo wett gediehen ist, hast Unglaubliches darin leistet wird. Di« Herren, dir in Ämsterd Spitze wollen von Gerechtigkeit nichts mehr wissen: die gerechtesten.- heiligen Lande kaffen sie « und Vorstellungen aus dem Wörter und selbst aus die Er , igen Lande... Mahnungen der in DeutschK

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