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Israelitische Wochenschrift · 1893-07-01 · 27 (1.7.1893) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
24 (1893)
Issue
27 (1.7.1893)
Date
1893-07-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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gtitulftgex bestätig« a rafi durch»«,. b«k der A «geklagt, hat Nach ihm «insötnditzer der Wräfldeilt. Landgerichts- DK Zenae,eu«sa«r» best bekkdhendea AeoHerungen pecho» Beentßnn, de« Gericht«,»!«, verktadete bkettor Brausewetter solgendes Urtheü: ,Der Gerichtshof hat aus Grund der V«v«t»aus rabme dk Uebergnn, arlangt, daß der Anarklogie sich der veleidiguna de« ßischen Värmtenstand«» sckmbig ,«macht hat. Der § 163 de« gesetzbuch« steht de« Angekloate» wohl zur Grstr. Allein der aeva^e hott« zwetklla, dk, Abftchl der Velettignn,. Del Ab- UM, de« Lttafmaßel stad die schnrählichen Veieidtgunaen, mir de««» der Angeklagte den ganze» prenbische» Beamte niiand überhänst hat, «rwoaen worden. Dir Vorstrafen de« Arrgellage» konnten nicht N> Betracht kommen, da di« eine noch nicht rechtdnhsti, ist und dk «der« nach der esse»« Versammlung ersolgt ist. Au« allen diesen Grtlnde» hat der G-rtchlshaf auf 3 Monate GesSngntß erkannt, dem ' Angeklagten die -open de« Verfahren« ankrkgt und da dk Veleidi- ' m, «ffeutlich war, dem Präsidenten de« preußischen Ltaat«minii»eum» und dem preußischen Juftizminifter die Pudlica»ion«befuguiß |Wt98Rnt.* * Der, Staatsanwalt hatte 6 Monate beantragt Au» HmmaAer, 22. Juni, erhalten wir den nach- . folgenden Artikel zur Veröffentlichung mit einem Begleitschreiben, au» dem wir Einige«, da» von Interesse sein dürfte, hvr unten ebenfalls mittheilen*). In die neue Erziehungsanstalt Ahlem bei Hannover sind Anfang diese» Monat» die ersten Zöglinge eiugezogen. Da» außergewöhnlichttockene Wetlttdiese-Frusjahr« war furdi« völlige Au»ttocknuna de» Gebäudes sehr günstig: dahinnegen baden die 6!»«« Anpflanzungen gelitten, obgleich durch sorgfältige Pflege « Mehrzahl der Bäume, namentlich die wrrtbvollern bis jetzt Hallen sind. Wollte der Sllwütige un» jetzt den allseitig ersehnten egen in genügender Menge senden, so wurden fch die Pflanzen ..ld erholen. Bi» jetzt bennden sich 11 Zöglinge in der Anstalt. Ädihreod weitere 8 angemcldet sind und in nach sie, Zeit eintreffen. Bon den Zöglingen stammt einer au« Posen, einer au« Schlesien, einer vom Rhein, einer au« Frankfun a׳H, ein« au» Hannover, Tttn» "sechs au« Leipzig, vou den weit« angemeldrten und in den Ken Lagen eintreffcnden Zöglingen sind 4 au» der Provinz nnover und 4 aus Memel. Da die Anstalt für 60 Knaben Ichtcl ist. so bleibt allnding» immer noch Raum für 40 Zöglinge. Die gesammten Unterhaltungskosten für die 6 Leipzig« Knaben trägt Herr AlvbonS Jacobson au» Leipzig, ein Monn der inFolge - feine» WohUhätiakeitSsina«» gegen Bekenner all« Eonfesstonen und seine» B«standnisse» für die richtigen Mittel die Lage unser« armen Slaubenöacnosien bauernd und wirksam zu besinn, von Juden uod Shristen geehrt und geliebt ist. Dieser brave Mann da nicht durch Äiücksfäll^ sondern durch!ft Arbeit und einfach« sparsame Lebensweise seinBermögen en bat. drsien Höbe von dem um inanchrr unser« tdn dienen^ Her dem rühmlichst bekannten Herrn Jacob Israel, der » neben einen unermüdlichen Fleiß und einer wahrhaft " וי ־--־,-' *י־־■“־־"־ ”־ ein offenes Herz und eine offene und der ko«»sit -um Wohl-; Geheim-Rähin Meyer-Sohn, ” verneint)( Ijjtn reichen!isung von Zöglingen unters »strn In dies« Anstalt sich billig ä»lang für die von ihr uataaebrao. _ _ lab eine ganze Anzahl Gesuche an« Berlin eingeluufen, Zöglinge י kostenfrei aufzunehmen. Daß die nicht wie die altern tute mit reichen Mitteln au»geftattete sung, Anstalt solche de unberücksichtigt lassen muntt, wird Niemanden in Sren setzen, d« sich amiähernd ein Bild von den Kosten de» CTO-־ *) »Sehr geehrter Herr AebatienrI Anbei übersend: ich Ihnen ei neu Artikel üb« die rrziehnnasanftalt za Ahle« det H,nnover mir den ׳Vhu an Wiedergabe bessttbe» in de» »oa Ihnen relägkte« Zeitnng. Atlich benjenioen Lheil des Anikel«, wri>h«r Hk Lau »eit unserer Berliner »tan»«»«,«,»«, gegenüdrr der “ bnrck bnnzt» nnoerkArz, ^Anstatt und deren Veftrednn,«» ,um *usdr ,MkSeegntzebe«. »«ist bk Ansicht »kkr unser« best«« und h«r»orrau«ndsten Aämpfer ■fir »a» Iudenthn», baß bk inbolente« ad« protz«, haften glenreat« ' rnenasien. »an bene» ei» ,ratz« Penentsntz in Verlftr schveren Zetl tznrch «neegifch» GrmelARnnen 0» jtzre de» «äffe». Anmenitst, »»,bht«,r,e «A«>»»a Baue« und der Einrichtung einer so großartig angelegten Anstalt machen kann. Bon Frankfurt a.M., einer Stadt wo unsere Glaubende» nassen mindesten» ebensoviel in Anspruch genommen werde 1 wie in Stalin, ist die Zusage «theilt für 10 Zöglinge zu zahlen, wovon bi« jetzt allerdmg« «ft e t n e r in der Anstalt ist. Die von H«rn A. tfacobjon an» Leipzig auSgewählten 6 Knaben, obglerch vou armen Eltern, zeichnen sich wie die übrrgen Zöglinge durch gute« Bettagen. Anstelligkeit und Lu t zur Arbeit au«. SS ist ein wahre» Vergnügen zu beobachtet , mit welchem Eifer die jünaern sowohl wie die ältern die ihnen unter Anleitung ihrer Boraefetzten aufgetraaenen Arbeiten auSftibren, bei ihrer Beschäftigung im Garten nur mir gebildeten und gefitteten Gärtnern und nicht mit weniger bebilderen Arbeitern und Tagelöhnern zusammenkommen. Man steht e» den Kleinen auch an, wie gern sie in ihrer neuen Umgebung sind und obgleich sie alle direkt au» dem Hanse der Eltern oder lieben Berwandten kommen, so har doch noch kein eiziger Heimwe, vcrspürt — Wir haben alle Ursache unsere Gönnern für die vortreffliche Auswahl zu danken. Gebe der Allgütige, daß der gurr Geist, welcher mit den ersten Zöglingen in die Anstalt ringezogen ist. dort immer gewahrt bleibe. Vielleicht steht mancher dem iungen Unternehmen noch skevlisch gegenüber, da dasselbe eine bi» jetzt in jüdischen Erzieh ung»- anstalten Deutschland» noch neue Erziehungsmethode einfüdrt. .rch «' Besser al» durch alle Beschreibungen und Schilderungen kann sich ein intelligenter Mann durch einrn persönlichen Besuch von dem Werth oder Unwetth einer solchen Anstalt überzeugen. Wir richten deshalb an alle drejenigen, welche sich dafür interessiren» die Bitte der der jetzigen Reisezeit ein paar Stunden in Harmoo« zu verweilen, wenn sie in die hiesige Gegend kommen. — Mit du elektrischen Bahn, welche su wenigen Wochen vollendet fein wird, kannn man vom Mittelpunkt der Stadt au», Bad Lt!nmerbrunnen in 10 Minuten «eichen. Bon dort gelangt man zu Fuß in 5-10 Minuten zur Arstalt. Uebrigens bemerke ich noch, daß der HandelSministrr von Berlepsch bei seiner Anwesenheit in Hannover vor wenigen Lagen sich über die Anstalt eingehend erkundigt hat. Wahrscheinlich hatte der Odervräsident von Benningsen «hm vorher davor Mit» theilung gemacht. Nachdem die Sunde von der Begründung einer Anstalt zur Erziehung jüdisch« Knaben für Bodencullur und Handwerk in solche Kreise gelangt ist, wird e« für dir gesrmmte deutsche Iudenschaft eine Ehrenpflicht dieselbe möglichst bald zur Blüthe zu bringen Ohne Hülfe der Preffe wird die» kaum möglich sein, da leid« noch zu wenig Lcrständniß für diese Angelegenheit unter unsere Glaubengenoiseu vorhanden ist. GPratta», 25. Juni (Orig.-Eorr.) Daß d« Antiscmirismu« doch noch nicht ü berall die verständigen bürgerlichen Kreise »«giftet hat. davon haben wir hier ein nfteuliche» Beistiel gehabt Kürzlich batten wir hier die erste «mttsemitisch« Bersammlung. in welcher ein AmtSdruder de» geliebten Stöcker, der ia augenblicklich parlamentarisch obdachlos geworden ist. in ber dekannten Weise unsere Mitbürger gegen die Juden verhetzen wollte Tag» darauf, fand die Wahl »nm KreiSdeputirten statt und gewähll wurde — ein Jude, Herr P. Ollendorf, der bereit« seit einer langen Reih« von Jahren mehrae städtische Shre tämttr bekleidet und zugleich Borsteher d« Sqnagogengemetnde ist. — In den Reichstag gewählt ist Dr. M ü l l er von der freisinnigen Volttpartei. LH«»«, 5. Juni. Heute wurden die sterblichen Ub«- reste deam Sam»stag Morgen nach kurzem Krankenlager im Alter von 62 Jahren verstorbenen hiesigen Groß-Rabbiner» I. R. Wurmser zu Grabe aettagen. Die Synagoge, in welche die Leiche gebracht worden war, war btt auf den lehren Platz gefüllt. Auß« sech» Amt»brüdern det! Berstorbeven und d« gesamten jüdischen Gemeind« au» Thann und Umgegend erwiesen d« Äemelnderat und eine große Anzahl von Beainren und Bürgern aller Lonfesfionen, die Lehrercollegten de» Progymnasium» der Mittelschule und Elementarschulen, svw « die Schstl« de» Progymnastum», an weichem der Berstvrdene den Relistion»- unterricht erteilt«, dem Berbitchenen die letzte Ehre. In der Synagoge hielten OberrabbtnerW e i l au» Colmar und Ralrbiner Mosa an» Molhause« — erste«! in ftmMchtt «Pvache - Tr

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