Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1893)
- Issue
- 23 (2.6.1893)
- Date
- 1893-06-02
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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*errffti(prüfet. Ccfttniaa lo«,-in «rüder er von darin: «iemal» in on zmn zweken erklären, da«» ich nicht zur «mal» die Ehre deanstwnchthake, da denlsch» : und de» erachung. meinen Gegners bn den weniger eins in die Hand zu geben. So kurz vor der Verratb an der antisemitschrn Var i gehöre. Diese it mir den Zweck, j! Wählern Waffen hl D da» einfach ___ _____ de zu «unften der Reakttonäre und I»« Konservativen, die in ihrem Wahlaufruf jetzt auch den letzten Schein de» «utisemiti»mu» haben fallen lassen. Sie patzt besonders gut zu da Fein am Hermanns-Denkmal und da» Wort ״Segen" ist sehr zu rechta Zttt gefallen. Hoch bedaunlich ist e», daß sich unta den Hauptrednern i . aegm mich auch diejenigen befinden, welche e» für angezeiat gehalten haben, vir für den Ahlwardt-Fond», resp. iur " 'tische Wahlen, gesammelten Gelder trotz Mahnung und ׳Ilten, so besonder» iat Lied von der nannr-Denkmal von Leuten, antisemitische Madien. gesammelten Gelder n Klageandrohung ihrer Bestimmung vorzuentha -Dr. Erwin Bauer in Leipzig. . . . . D ^deutschen Treue, gesungen am HermannS-Denkmal von Leuten. ' die ihrem Mitkämpfer da» Schwat in demselben Augenblicke in den Rücken bohren, in welchem n mit dem gemeinsamen Gegner kämpft und nach eina ״anscheinenden" Schlappe eben zum neuen Angriff vorgeht, klingt wie grausama Hohn, und muß den Mitseiernde« die S ch a m r ö t e in» Gesicht kerben! ... Datz dieser antisemitische Ober-Elowu in seiner Erklärung wieder nf seine bekannten Schwindeleien zurückkommt, »er- «ht. ־ . rag; die Bereinigt!!!« aller iü . Preutzen» zu ernem all, hält seine sämmtliLen Behauptungen derjenigen bezüglich I steht sich von selbst, . t« Reichstage mit Au».^ dme Briefe», für welche der Zeug« von schafft ist. v oll a ü»r e cht und ist bereit, das B . material herbeizubringen". Man sieht,Ahlwardt schleppt nicht mrr Makulatur zrntnerwei« zusammen, er redet auch viel Makulatur. __ de» zerrissenen unbekannter Seite w r g a e- " r w e t»- Breslau, '29. Mai. Den! Protokolle der am '23. und '24. hier stakgehabtcn 15. Versammlung des Vereins jüdischer Lehrer in Schlesien und Polen und der NnterstüvongSkaffe. entnehmen wir da» Nachfolgende, da» von allgemeinem Interesse ist: ES waren 40 Mitglieder anwesend, darunter aus Breslau 18. Nachdem der Vorsitzende Dr. Samuelsohn in der 1. - Sitzung. (Dienstag. Abend» 8 Uhr,) die Erschienenen begrüßt hatte und dem Schrift- und Sassenfübrer H erb st-Liffa nach erstattetem Bericht über die Kassenverhältnisse de» Vereins — rS verbleibt rin Uebrrschuß von ‘2,65 Mk. — Entlastung ertheilt worden, erhält Dr. Guttmann-Breslau da»Wort und empsiehlt das im vor. Jahre erschienene Brann'sche jüd. Geschichtsbuch. Tr. Sam urlfohn meint, datz das Buch von Tertia ab mit sehr großem Nutzen verwendet werden könne; doch habe ha» Buch den Fehler, datz eS für die allgemeine Einführung zu kheuer sei. E» sei nicht blo» als Handbuch für den Lehrer, sondern auch al» Lehr- . buch für die vorgeschrittenen Schüler zu empfehlen. — Dr. B rau n meint, ihm sei c» zunächst darum zu thun gewesen, der Schult ein brauchbares Buch zu bieten. Da diese» für höhere Schulen besttmmt ist und man den Besuchern dttselbcn schon ein Geldopfer -umuthen dürfe, so könne er nicht zngcben, datz da» Buch zn theuer sei. Doch werde er sein Möglichstes thun, in der neuen Auflage den Preis niedriger stellen zu lasten. Er beabsichtige übrigens, in nächster Zeit einen Auszug in pragmattscher Verbindung herau-zugeben, welchen auch die Schulen mit weniger vorgeschrittenen 'Schülern mit Stutzen verwenden können. Prot. Dr. Badt em- :»stehlt ebenfalls das Buch; auch rr rith. für die Verbilligung derselben zu sorgen. der L Sitzung-iMittwoch, vormittag 11 Uhr) stellt der "" Hannöverscheu Lehrerverein», betr. . _ ״ . en Lehrervereine Deutschland« resv. .rn» zu e-nem allgemeinen deutschen Lehrerbunde, zur Bexathung. Hierzu ergreift Dr. Brann-Bre-lau da« Wort: Schon vor in Hannover dies« Anttaa geftrllt worden, hoch war er L^it. die dem Projekt mchi gimstia war. Inzwischen die allgemeinen Berhältuist« so geändert, daß eine allerbiichuag noch««»» erscheine, stamrntlich sei die « mientbebrlich. wenn die Krag« de» o b l ig qt ori sch e n » in der Religion aufketen werdemittflb *ff schließ««, datz sie oe« Plane Sympathie entgegen bring reit sti, Abgrordnrte zu entsenden,um ein« gemeinsame? 311 pnqjtn. .׳ / Alera»der»Breslau verspricht sich die vom Vorredner er». de» Mische-! ReligionSunterrich!» in den nicht-öffentlichen Schulen. vorherrsche. Professor Dr. Badt meint, daß die Gegeugründe de» Bor» reduer» gerade für den Ankag Braun sprechen. Der Natur der Sache nach dürften die Wünscht eine» LanbeSverein» eher auf Berücksichtigung rechnen. Er befürwortet die folgende Resolutton: »Der Verein israelitischer Lehrer in Schlesien und Posen ״begrüßt die vom Verein jüdischer Lehrer der Provinz Han- ״nover auSacganaene Anregung, alle jüdischen Lehrervereine ״des deutschen Reiches dezw. Preußens zu einem allge- ״meinen Lehrerbunde zu vereinigen, mit Freude, und ״erklärt sich bereit, an der vcrathung über die Art, wie eine ״solche Organisatton unter Wahrung der Selbständigkeit ״der bestehenden Elnzelvrreine ins Leben zu rufen sei. theil- ״zunebmen." Dir Versammlung erklärt sich damit einverstanden. Es folgt nun der Vortrag des Herrn Dr. Areudenthal׳ . Breslau: ״Romantik und Judenthum". Der fesselnde Vortrag wurde mit stürmischem Beifall belohnt. Derselbe wird binnen Kurzem im Druck erscheinen. Rabb. Dr. Wreschner-Samter bringt zur Sprache, daß der Vorstand seiner Gemeind« bei der königlichen Regierung zu Posen beantragt Hab«, auch den hebräischen Unterricht für die schulpflichttgen jüdischer: Sinder obligatorisch zu erklären. Hierauf habe die Regierung verfügt, daß sie solchem Anträge nur nachgeben könne, wenn fortan die Zahl der hebräischen Unterrichtsstunden so eingeschränkt werde, daß die Schulttnder ihren Pflichten in der Volksschule auch ganz genügen könnten. Er findet hierin eine . Beeinträchtigring und beankagt eine dahingehende Resolution. Von einigen Lolttschullehrern der Provinz Posen wird betont, daß dieser hebräische Unkrricht durchaus nicht. >vie da» so häusig geschehe, mit dem Religionsunterricht verwechselt werden dürfe. Kolk«- ....... ..verweä amentlich bebt Herbst-Lista hervor, daß in den jüdische» Volk schulen der Provinz Posen nach den ״Allgemeinen Besttmmungen" unterrichtet und genau wie in den christlichen Volksschulen in wöchentlich 4 Stunden Reliaionsunterncht, nämlich in Katechismus und in der bibttschen Geschichte, ertheilt werde. Ueber die in de» allgemeinen Bestimmungen festgesetzte Stundenzahl hinaus werde auch dir Regierung Zwang nicht aurüben können. Die Annähme der vorgeschlagenen Resolutton könne nichts schaden: sie. werde aber zur Erreichung de» vom Ankagsteller'verfolgten Ziele» w e n ia nützen. Die Versammlung ninimt folgende Resoluttoo an: ״Wir erachten e» für unerläßlich, daß die schulvflichtigeMische Jugend wöchentlich etwa 4 Stunden lang (?) hebräischen unterricht erhalte. Dieser Unterricht ist nothwendig zur reliiiösen Vorbildung und zum Lrrständnlß des öffentlichen und häustichen Gottesdienste»." Dr. KönigSberarr-Breslau ineldet für die nächste General- Versammlung einen Lorttag an: ״Die Engelslehre im alten Testament." Mt Dank de» Vorsitzenden schließt die Sitzung ״m 2'״ Uhr. Ueber die UnlerstützungSkasse sei noch mitgetheilt, daß dieselbe drei Legate besitzt, und zwar von den verstorbenen Ehrenmitgliedern - Jona» Hirsche! ein Kapital von 1000Mark, Ikommerzienrath ' Joseph Moll eine JahreSrente von 100 Mk. und Israel Litsauer, sämmtlich au» Breslau, ein Kapital ron 1500 Mark. Der Sapitaloekaa de« Verein» hat demnach 80000 Mark überschritten. — An Pensionen wurden im letzten Jahre gezahlt: an drei verheiratbete Lehrer ü 800 Mark und an zwei Lehrerwittwen, welche keine Kinder unter 15 Jahren mehr haben, je 200 Mark, zusammen 1800 Mark. Der Verein zählt '20 ordenlliche und an ' 100 Ehrenmitglieder welche 1182 Mark an JahreSbetkägen zahlen. Sämmtliche Mitglieder de» Vorstand» wurden einsttmmig wieder» gewählt. 8. •tettiK, 28. Mat (Or.-tforr.). Am 24. :mb 25. d. M.< . tagte hier der ״Provtnzialveröand der Rabbiner von Ost-׳ Preußen. Westpreußen und Pommern", dessen Verhandlungen der Gemeindebehörden und Mitglieder der Gemeinde . Die erhebenden Anregungen, welche diewerbe« nicht nur den Rabbine!« selbst, sonden Verhandlungen mit großer Aufmerksamkeit gefolgt sind, noch lange in wohlthueader Erinnerung blriSru. Rach einer herzliche« Begrüßung seiten» de»!DrtSrabbüier» Herr« Dr. Boaei stein und de» ersten Borstsser« der Se- «einde Herrn I. Samuel, dankte Herr Dr. Werner imd^ . gab der gvnrde «ex die Lswesncheit brr beide« .... . ein Teil