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Israelitische Wochenschrift · 1893-05-26 · 22 (26.5.1893) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
24 (1893)
Issue
22 (26.5.1893)
Date
1893-05-26
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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ונד ki fSHntann «umcrn » ״ftRuUtitung" W*!um fo, ׳*»steflr »iUiCi1>m mrgt k«r krematakc« Z««t|fr«M ^0t(ralcntacB»|len .-f•. bawiWü wirb. wie er tot Jet oat Nr. btt ^JB»lfl«3eUw111" grfchetzea ist." -*•. Zur beffern SBftttoitMg M gan»» httckEerifchen Treib«* *er ,Züd> Presse" sei die AuSlaffung de» M41er»der orchodorim Zubeuschaft P> eußäw in seine» 8l. vom L». Mär, 1i:bcr den Sahlartikel ven S. A in Nr. 18 der »3«r. r»och«nschr!ft" hier wieder argeben. Da* fromm« Matt schrie* vrr 8 Wcxbei: ״Der Artll!1 einer fttttschen ,Wochenschrift", der sich «ft Stell»»-- m*■« »0irrer *iondwo-eaosse» >»r Müitllrnorleg« beschattet, hat in de» Politisch«» DlSttern a t l« r Partei«», »m, der ,«rktionlrr» sozialdemokratische» , Ännnärt»", die leb- «* so' »efter. Unser Bert»Ito« zu kan» kei» andere« sei» al« filzende«: Zn »»lerer.Et,,enschäst' ais Inden Hab»» »tr »eder verrnlass»»- 4ß vnnpea, »och 1a llnaunsien der Mllütrno,lage tmsenn Standl pnnft za wähl«»: die illlüftilrooilaae hat mit unserem I idenlhvm nicht« z» thmr. 8ir Jade»find frriftch »ach d«»tsh« Staatsbürger, k. aber »i« «in jeder von ans «1« Staatsbürger 1■ dieser bel entungl-?.'־'Mltn Frage Strllnng nehme» »ird, da« darf rhu allein fein« Liebe t% J» »njtrem deetschen Salerlande arid fein« politisch« Einsicht »or- L. schreiben; anderen Atünchten irgend »elcher A-i and unn gar Vs *er Speenlalion aas ein dadnrch za erhoffende« ,!!»gischerr« Vorgehen 0׳ der Negiernng gegen den ftntisemilidmu« in >tgen, ist polnische l chenchelä." . Auf welch:r Seite ist nun die Heuchelei, auf der, die £•' offen ihre politische Ansicht auospricht und offen durch Angabe f- Jet Gründe zv überzeugen sucht, oder auf dir, dir offen in der ״Presie"d<m ähnlichen Standpunkt verurthiilt und fütthüricht hält und im Geheimen Briefe versendet, die jener Stand- Punkt zum ihrigen macht? Dab möge der unbefangene Leser selbst beurtheilen. »attatoih. tü Mai. Die andauernden UuSweisunjen von Juden au* dein Innern Rußland» fangen nah gerade an, den preußischen Behörden eine gewaltige Last von Arbeit und Soften «ufzubürden, sowie auch sonst zu C-Wit*. So wird jetzt au» Satto A« 12. d. Mt».-saßen in eineri_ Poiiztt-Sewah rsam» 22 Juden au» Rußt und Sinder, welche auf preußischem Gebiete aufaeariffen worden wäre», theil« weil ihre LeMmation»vaviere nicht ln Ordnung befunden worden, thell« well sie sich nicht im Besitz« ausreichender Geldmittel zur Reise nach Amerika sich befinden Tie Leute bterdrn von der Station, wo sie aufgegriffen werden, hierher -eiugeliefert. wo ein Sreuzkommissar ftanonirt ist, welcher die Auft, die Aufgegriffenen über Sosnowice!ach Rußland zu- 1־en. Die russischen Behärden sind ivenia geneigt, die ene» zurückzunehmeu, und so entsvii nt sich ei!t langer Schriftwechsel, während drsien die Ilermsten hier im Gewahrsam verbleiben. E» ist daher k rin Wund« r. wenn jenen 22 Znternirren Leute waren, welche schon an fünf n in diesem schrecklichen Raume zubrachdn. Da diese Untchen aU» rituellen Rücksichten die Hesänanißkok zurückweisen, so nähren sie sich während der Zeit ihrer Intcrmrung lediglich von trockenen. Brod Am jüngsten Freitag diang ihr Hilferuf au» dem Sefänaniß an die vtesigen Glaubensgenossen welch« sofort Sorge dafür trugen, die Aermften wenigsten» wiedet einmal ordentlich zu speisen. Daß da» Zusammenpierchen so vieler Nenfchen in einem so enaen Raume bet solche c Ernährung mit «tcht zu unterschätzenden sanitären Gefahren fit dir Stadt ver- Hunden ist, daß sich sehr leicht ein Seuchenherd bilden kann, läßt nicht in Abrede stellen. Wenigsten» müßten diese Unglückn am Tage über in einem Raum unter frei :m Himmel'unter- _ acht werden. Diese Unzuttäglichkeiten find erst so große ge- »«den, seitdem di« Mitwirkung der Hilftkomitre« seiten» der erung abgelehnt worden ist. Al» vor etwc zwei Jahren in ir der massenhaften Au-weisungnt von Iu!»en au»!*ufjlanb In Berlin da« deutsche Ceuttal-Somitee gellldet hole, von welchem 12 an der russisch-preußischen Grenze mtlang crrichtete Hilfskomitee» refforsirten, nahm der damalige Minister des Innerin (Herrfurth- Beraulassung, dir Behörden aozua eisen, bei der Brftrderung der auSaewiesenen russischen Juden d> rch Preußen nach Amerika bezw. bei Ihrer Rückbeförderuna nach Ru bland dirThäsirkeit der Somftecs für den staatlichen Zweck zu oerwertlun und di« jüdischen Durchwanderet an diese zu weifen So wurde die BehSrd« sördersamst unterstützt, indem die Hilft kowller» an der Grenze, welch« mit den örtlichen Berhältniffen besten» verttaut waren, unter Auswenduag bedeutender Geldmitt:l für dir Weiterbeförderung der Auswanderer ohne Aufenthalt sorgten und wenn c» nothwendig geworden, für die Zurückjchaffung n »ach Rußland. Auf diese Weise «urt en den Behörden Arbeit und Losten abgenommen und den U »glücklichen selbst, .. Rath wußten, wesentlich: Erleichterungen towirknng diese Sonnten nicht n-, ouuor,? i gevraö ii .sich inen bedeutende Erfolge gezeitigt hat. wieder zurückzukommen. chichtpO». 18. Mas. (Ot.Torr ) Die .Hohenzoll. Blätter" schreiben: »Im Gastdof »um Adler in Stettin bei Hechtugen fanden sich gestern die Lehrer de» Bezirk« Hechingen zu einer GesangStouferenz zusammen. Rach derselben haben die Lehrer ihrem Kollegen Herrn L-Leoi, Lehrer u. Rabbinatsverwese'r i nHechingen,der sein2sijähriges Dienstjubiläum letzten Sonntag in allerStille feierte, eine kleine Ovatton dargebracht. Reden und GesangSvorttäge wechselten ab. Der Gefeierte donftr frftrrn Kollegen in eindringlicher, herzlicher Ansprache für die ihm gezollte Aufmerksamkeit. Bom Borftande de» Hohen». Lebrerorrein» war ein herzliche» GratulattonStrlegramm ringettosten. Einen recht angenehmen Eindruck machte da» au» dem Sabintt Sr. Sgl. Hobest den Fürsten Leopold von Hohenzollern dem Jubilar zugegangrne schmeichelhafte Gratulationsschreiben, da« der Herr Inbilar in seiner Bescheidenheit nicht blo» iür seine Pers in, sonde.ft auch für den ganzen Hohenzoll. Lehrerstand al» geltend brzeichntte." — Bei brr heutig«» Zeitftröuiung ist e» doppelt erfteulich, zu sehen, wie rin Lehrerverein, der unter 200 Mitgliedern nur 2 I«raeliten zähll, auch gegen diese kollegialtsch uud fteundschaftlich gesinnt ist. Es ist dies für beide Lheile ein ebrrnde» Zeichen. — Nicht minder bemerkeniwerth ist da» Gratulattou«- schreiben Sr. Kbnigl. Hoheit de» Fürsten von Hohenzollern, der unseres Wissen« zum erstenmal einem Lehrer anläßig seine» 2ftjährigen Dienstjubiläums solche Ehre erwiesen. Allerdings hat sich Herr Levi speziell um Hohenzollern verdient gemacht und zwar durch Herausgabe eine« Schulbuchs (»Geographie und Geschichte von Hohenzollern)", da« in Regierung»- und Schulkreisen große Anerkennung gefunden hat. Den Reinerttag hat der Berfaffer der Lehrervrreiuskasse zugrwiesen. Auch existiri von Herrn l'evi rin Leitfaden für den iSr. Religionsunterricht, der in vielen Schulen Anklang gefunden hat- Möge eS dem Jukilor gegönnt sein, noch eine lange Reihe von Jahren in ungeschwächtet Kraft weiter zu wirken. l. . . . Lefterreich-Ungaru. Wie«. 21. Mai. Gustav Frey tag tritt der Antisemitenbewegung in der heutigen Nummer der ״N. Fr. Pr." mit einem warmherzigen, vom Geist der Nächstenliebe durchwehten Artikel enrgegcn. Anknüpsend an da» Pfingstfest skizzirt er di« geschichtliche Rolle, welch« die Israeliten in Europa gespielt, und ihre soziale Lage in Deutschland. Indem er dann zur neuesten Anftsemitenbewegung kommt, stellt er die Frage: ״WaS soll daraus werden?" und beantwortet sie selbst wir folgt: ״Nicht» wird da raus! Für den Eifer und Haß der- Feindseligkeiten durchaus nicht«. Auch dem tüchtigsten Bolke bleibe» Erkrankungen des Semüthes nicht erspart, welche Fitbern und Phantasien vergleichbar, das Uriheil verstöre», - leidenschaftlichen Haß aufregen. Solche Krankheiten habe» s» der Regrl einen akutcn Perlauf, aber die Nachwirkungen werden nur langsam überwunden. Die antisemitischen Schreier und Ankläger dieser Tuge gleichen in vielen Einzelheiten den unholden Gesellen, welch, in England zur Zeit Karl» II. di« Menge bis nahe an den Wahnsinn brachten, Richter und Geschworene in Angst um da» eigene Leben versetzten. Damal» wurden nicht die Inden, sondern die Katholrkcn al» Feind« der Ration verklagt und durch falsche Zeugen auf da» Schaffst gebracht. Die beschränkten und die argen Gesellen» welch« jetzt die Wege der englischen Angeber, der Ti tu» Late» uud Dangcrfield, wandeln, werden in Lerachtung vergehen wie diese. Me die Juden sich aber in ihrer unzerstörbaren Volk»- kraft seit 150 Jahren gehoben, und Schritt »m Schritt bei jeder Steigerung der Bildung uud HumanitÄ der deutsche« . Natiion enger verbunden haben, da» ist einer der schönsten Erfolge, »velchr unsere Geschlchte zu verzeichnen hat. In dieser Zeit wurden sie gllmäl-gBerbimdete, Freunde, Mitarbeiter aufjedem «ediere nnsenS -rraleu, iptb idyglen^tt,^*. , WM M

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