Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1893)
- Issue
- 21 (19.5.1893)
- Date
- 1893-05-19
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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verlohnt es sich in tz» Mit d» Zeit und!um, auf bat Umwrt)te, Halbmchre von bmen sttotzen, hier näher einzupehen. Teldstverständlich ist nie» i« Tone jener Tcheinwisstnschaf lichkrit «halten, die dem Organ de» Herrn Moste so wohl zu GesiHtt steht. Lei da» große Jnseratensammelblatt kennt nnd die tiefsinnige Begründung liest, mit welcher in Moste'« Lata og der W-Vh und <die Bedeutung derRerlameim Allgemein,!«, und derjenigen "durch seine Bermittelung im Besonderen, auseinander,«setz» -»ird. wer sich der Zuver'" '-it erinnert, mit welcher der Moniteur Most?« heute sein.!. .-,.rn eine srnsati,melle ״Rouvauttz" Iwrsetz«, uni sie morgen au« Reverenz für den bösen KU kleinlaut, min, <wch wieder initeinein gewiffen ״Aber' zurückzunrhmen, idem wird der Ton und die wistenschastliche Belreutung und jener Echeinwahrheitsftyl, denm wir im 9.1״." so oft beaegnen, -wicht« Auffallende» sein, ter wird sie sich vorstellen können, »hne daß wir sie in ihrer Hohlheit ur d Plumpheit de«!Breiteren zerpflücken. Und welchen Nutzen könnte e« haben? "Da» Unbehagen, die Entrüstung unserer Le׳» könnte«« wicht erhöhen und die Selbstzufriedenheit!»nd Anaiaßung de« i." nicht verringern. Genug daher für heute de« uner- Huicklichen Geschäft«, indem wir nur noch hinzufüge«, daß die Ulk-Illustration da» Moustö de» ״Ulk" hat und da», wa« -Herr Moste den ״Zeitgeist" nennt, — wie wir gesehen haben — im Grunde de« Herrn eigner Gestt ist in deui sich leider Huch die Zeiten spitzeln. Auf dir ״Brie "kästen"-Andeutung, )worin sogar die Uneigennützigkeit de« würdigen und voirvielen "Tausenden verehrten Menschenfreunde« angetastet wird, be» .halten wir uns Weitere« vor. Berli», 12 März. Die hiesige & lltral-Fleischer Zeitung" vom 8. d. Mt«, berichtet über eit. Borkommniß» daß b׳e Leser diese« Blatte» interesfiren und besonder» die HH. Babbln» näher angrhen dürfte. Da« Batt schreibt: «u» der Üretzschmer'schen Konkursmasse wurden 15 Lentnrr Gäusqchmok, da« Pfund kn 2t Pf., verkauft. Diese» Schmalz fst volizrilicherieit« c o n fi »ziert worlx n. Einem Freund« «ickae» Blatte« wurde nun die Frage voraelezt. wie e» gekommen, "baß diese» kosch»e Schmalz, welche» nach d-r Ansicht de« Fragestell»« doch entschieden nicht gelundbeit»sch«idlich sein könne, na- S'ch da die Kretzschmersche Schlächterei untn Aufsicht de» n Rabdinat« gestanden haben, conf »ztrt wnden tonnte, ntwort auf diese Frage, welche, wie v>ir bi« vorautzschicken wollen, von dem Inhaber einer Schlächt»«i gegeben worden ist. da gleichsallt koscknr Fleischwaren verkarst und darum maßgebend sein muß, glauben wir unserm Lesnkreise nicht vorent- Da» consi»- welche k—8 worden, ausgenommen find. ״Die Rabbtna »aufsicht hat *darüber Harnicht« zu sagen. Wenn Sie glauben, das hindurch die Waare Hut sein muß, so irren Sie sich. Im Wetteren wird auSgeführt, "daß die sog. ״Lcharren-Eommisston" au» Männan besteht, die keine Ahnung von da Sache haben, und daß e« schon sorgekommen sei, daö Fleisch von Thirren, l,ie auf dem hiesigen Schlachtbose ״koscher" geschlachtet wurden von da Betennär- Jolizei spät» verboten worden sei. Zum Schluß bemnkt die edaktion jener Zeitung: ,.Wozu ist denn die Rabbinattaufficht und da« Abstcmveln alb koscher dar" Darauf ist nun zu erwidern: Tie SiabbinatSaufficht erstreckt sich allcrding« nicht auf dir G ü r e de« Fleische», sond»n nur auf die religiöse Beaufsichtig« ig da Schächt», daß dies« ihre Funktion gewiffenhast auSübni und gewisse innere 'Krankheiten und Dcfeke de« ThiereS grrau untnsuchen. Da« schließt nicht au«, daß da« Fleisch weg:n Urberttetung eine« "Polizeigrsetze» seiten» der Fleischer polizeilich consi»,irt wird. -Gegen die Gewiffenlosigkeit oder aesetzvüdrig« Manipulation ׳und Verheimlichung kann die Rabbinatt aufficht nicht schützen. Der jüdische Fleisch» weiß, daß e» strmg verboten ist. über 8 mal 24 Stunden alte» Fleisch für koscher zu verkaufen. W«! n » e» doch thut, dann täuscht » und verfällt al» Betrüger d» gerechten Strafe. Dsettmmv, 9. Mai. D« Eleve» Buschhoff-Prozeß tte heute vor d« hiesigen Strafkammer eia Rachsviel, indem " "damalige verantwort!. Redakteur l er antst:witschen.West- "Eugen Michel», weg»! Beleidigung de« Ansicht ausgesprruK«, daß sowohl d» Staatsanwalt von vornherein auf ein __ hiiuielten. Landgericht»- Direktor Sluth, und Erster Staat»«»« walt au» Eleve waren heute al» Zeuge» amoesend. Beide bestritten ttgead welche Bfllcht»»l«tzung od» Bneingenommeuhett und gab«» tu dm «tuzelnm Punkten di« nöthigen Erklärung«». Sin »ritt» Zeuge, da Redakteur der Staattburger-Zettung tu Baliir Dr. Bachler, der den Llrv» B»haudluugm al» Beri -lerstitttr belgewohnt hat, »klärte dagegen, ״« habe vonsoruhaeiu m dn Lerhandluu« dm Eindruck gewonnen, al« tveu» mau mit Absicht und Neb»lezung auf die Freisprechung Busch» hoff» htuztelr". D» Staarsaiiwalt Oettiug beanttagte srch« Monate Gefängntß gegen den Angeklagten. Da Gerichtshof war jedoch, mild» und erkamcke auf einen Monat Sefäugnrß sowie Beröffentlichung de» Urthftl». GwIMirg, tu der Oberpfalz, 10. Mai. (Or.-Sorr.) Eine seltene und erhebende Feier wurde am 4. Mai (Lag be — Omer) in dem sonst so stillen Marktflecken begangm. He» DisttiktSrabbin»Dr.M. Loewenmayer wurde an seine» 80. Geburtstage nach einer 55 jährigen rühmlich«» Amt«thä» tigkeit in diesm seinem Gehurt-orte von Sr. Kgl. Hoheit, de« j Prtnzregenten Luitpold mit dem Berdienstknuze de» Michaels» t orden» ausgezeichnet. Die ganze B« ölterung: Israeliten, Pr»«! lestonten und Katholtkrn, dir Geistlichkeit, und Lehr» all«! Kulte, der Bürgermeister und di« Lerwaltuug der Marttge» meinde, sämtliche Lereiue in corpore, die Borstände der zum! Rabbinat»de,irke gehörigen israelit. Gemeinde Sulzbürg. Neu- ' markt und Thalmäsiing (die i»rael: Gemeinde Regen«burg gehörte früh» über 20 Jahre lang ebenfall» dtesem Rabbtdate! an) und zahlreiche auswärtige Freunde wohnteu der Feier au, j zu deren Lerherrlichung d» Ort in Flaggenschmuck praugtt,! und jede Berufsarbeit ruhte. Nachdem der ehrwürdige geistig | und körperlich noch rüstige Iubelgrei» in feierlichem Zuge ן unter vorantritt einer Musikkapelle in da« reich dekorierte Fest- | lokal geleitet wurde, überreichte ihm,Herr R«gte,ung»rat und > Kgl. B«zirk»amtmann Roder au» Neümarkt nach einer schwang-! vollen, warmen Ansprache unter Betonung, daß er nicht nur al» Kg>. Kommissar funktiouiere. sondern auch al« Freund mitfühle, die allerhöchst verftehrne OrdenSauSzeichnuug. Sr schloß! mit einem dreifachen Hock auf S. Kgl. Hoheit, den Prtngrr-! gcnten, ln va» die den großen Saal di» auf den letzten Platz - auSfüllend« Festvrcsammlung begeistert etnstimmle. Hierauf | erwiderte »er ehrwürdige Jubilar tief gerührt in beredten! Worten, ehrfurchtsvollen Dank Sr. Kgl. Hoheit, dem Prinz»! rezenten, innigen Dank hem Kgl. Herrn Regierungtzrat u. allen I Anwesenden aussprcchrnd. Hieran reiht« sich ein-: herzliche | Ansprache des Herrn Pfarrer- F c l s c n st e i n von Sulzbürg, ן sowie solche der Borstand der isract. KultuSgemcindc Lulzbürg, | Nenmarkt, und Thalmässln t und der Üraelit. Lehrer de» Bej zttke», die wertvolle Ehrengeschenke überreichten, .׳jahllose tt* , legraphisch« und briefitchc Gratulationen liefen von nah und fern ein. Eine Glückwuuschadrefl« des Konfnenzvcrbant» der datz- I rischen Rabbiner wurde von dem Schwiegersöhne d«S Gefeierte», - Hcrrn ReligionSlchrcr Friedmann au» München, überreicht ‘ und verlesen, der auch in tief empfundenen Worten den I»<! buliar als mustergültigen Familienvater feierte. Dasselbe >1»! schah auch in gebundener Rede von Herrn Levrer Oppenheimer in Sulzbürg. In freudig gehoben» FefteSstimuuing verbrachte . die paritätische B»sammli«ng den schönen Tag, bis zur späte»! Abendstunde »»weilend und bekundete, daß der konfessionelle! Friede in Tulzbürg feste Wurzeln gefaßt habe, ein Berdftffst 1 das ,um nicht g»ingen Teile dem segensreichen und achtuagb» ׳ gebietenden Wirken des Jubelpriefter» zuzuschreiden ist. Rüge j ihm ein schöner LebenSab nd noch beichicden sein sck rnultc« LNN08! j RniU»! Der unrühmlichst bekannte Dr. Da u»eil , war auch herber aekommeu, um sürdeu AutisemitiSwu« zu agtttt«: doch haben wtt ihm gründlich drimgele»chtrt. Nach Beeudipur.-t seiner Hetzrede machte — wie da» htefiu». Woche--dlatt dftichtet — Herr Stich den Borschlaa, daß He» Daimetl. al» ftüd»» Geistlich» und dah» best« Berttettr h» Nächstenliebe, auf sein eingenommene» Sntreeaeld -u Gunsten der Armen Re»d«durg« v»»lchte: St) Pf. wäre sei« Bortrog ohuetztu dicht werth. Unt» vütheodem Vrctrst erklärtt Hen Dauaeu» dc»