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Israelitische Wochenschrift · 1893-04-14 · 16 (14.4.1893) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
24 (1893)
Issue
16 (14.4.1893)
Date
1893-04-14
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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ft« SSttbct trab QMtcr — ba*/ bartet4 tarnte fciae ffürluna trifft öftfe^bii. D1RiRi1(1titt1l1t8Mtifknn} :MW. Gerade Hi«, als Oesternicher, könnten rsmit Erfolg beginnen: Sie Hab«, ja da» Glich ei» «!»rborbe«!, an 'Gesinnnng «ob Sitten vornehm« Aristokrat w zn besitzen. ׳ welche ihren Namen verdient and ihre Traditianen ehrt and allen Versuchungen des Antisemitismus tapstr widerstanden, V nicht gezögert hat. sich in bas erste Trefft« des großen Kampfes für die Freiheit yi stellen. Sie könnten so für diesen Protest manchen stolzen Namen gewinnen, von dem niemals seit Jahrhunderten der Ruhm gewichen ist. Das brächte am Ende viLricht doch Einen oder den Anderen zur Besinnung, und wenigsten« wäre unsere Ehre vor de» Enkln -gerettet, wenn wir ihnen rin Documeut lasten könnte», bas alle Guten aller Völker im Bunde gegen dir schimpfliche Krankheit der Zeit zeigt.- (Wir glauben, daß beim jetzigen Strnde der Sache auch das n,cht viel nützen wird, di« Pest läßt sich durch Worte noch so vieler und tüchtiger Aerzt: nicht heilen; aber der Bersuch müßte doch gemacht und eh: solcher Welt- Protest den Fürsten aller Staaten z,gleich mit dem Ersuchen üben eicht werden, energisch« Maßregeln zur Bekämpfung der Pest zu ,rgreiscn. Red.) A. Berttn. 31. März. iCr^ton.) >m 26. 11. M. ist hl« der *Mal. Hosbuchdind.rmeister »ilfciia Coli Ir in sein«« 78. Jnhrr zu Grobe -et,»gen worden. Mt Ihm Ist »Irdrrnn ein« der Zierden •ul dem Kreise »er einflußreichen jüdischen Hon dwertt meist er, noch »ehr •t» ÜOjLdrigec e-nfioer edrllcher Arbeit geschieden. lies betrauert von den keiniaen und seinen Lolleoen, denen er oll« Zelt «in Muster von i-Vescheidenheit und Strebsomteit war. Wegen seiner Leistungen auf s siMstgenurbiichen Gebiet« wurden ihm vieleAnerkenoongen und ShreuöezeuguRgen gezollt. Prinz Heinrich von Preußen Han« den HimertUebeven in einem Schrei den durch den Hofmorscholl Frecheren , von Seckend-rsf seine Theitnahm« «uldrücken lassen. Der verstorbene bildete viele «audstumM« und jüdisch« Lehrling« «ul. Drob des großen Umsangl seines Geschästl fand er immer noch Zeit die ihm in großer Unzahl übertragenen städtischen Ehre-ämt« ans dal gewtffenhafteft« HA zum letzten Augenblicke zu vermnllea. Der Sara mar mir Kränzen geschmückt und begleite, von Deputationen des Maos tratl von Korps- «Nonen. Vereinen und vom Geschtstlpersonal. Naob.ner Dr. Mahboum tzieit die Gedächtvißred«, in der er schildert« wie der verstorben« fich «io Mann der Arbeit «ul kleinen Anfängen empergearbetir», m«lche - Verdienste er fich um dal deutsch« Kunstgewerb« »rrwrden und wie er ieineWrrtstatt zu einer der ersten in der Vuchbindeitunst erhoben hat. Der Verstorben« hinterlaßt zwei tüchtig sachlich anigebtldele Söhn«, die ihm sron seit längerer Zeit beistanden und »1» seine« Vorbild di« Werkstatt weiter führen Merkst», 9. April. (Or^Eorr.) Wern Herr Hirsch Hilbesheimer. der sich jetzt als jüdischtr Papst gerirt, in sein km Blatte über di« »Isr. Wochenschrifthersällt und sie wegen des Artikels tu Nr. 13, worin den Juden der stchenlnh gutgemeinte, patriotische Rath rrtheilt wird, für die vom Kaiser und seinen Bet bündeteu ^wünschte Heeresteform einzntreien, beschimpft und der politischen Heuchelei" bezichtigt, fo mögen Sie' das, geehrter Herr Redakteur, mit dem heuchlerischen Blatte» dessen kampfeslustige: Redakteur jetzt die Manie hat, die Lutisemiten zu Prozessen g:gen ihn heraus- «der» — er hat deren, glaub' tch, wie er reelameahaft tet. bereits mehrere — selbst auskämpftr, wen» aber der- ^telbe Dozent am orthodoxe» Rabbiner-Seminar schreibt, baß Me ganz« Frage mit dem Judenthum uicht« ,u schaffen habe, ist mir das gauz unbegreiklich. Ich dark« bwher, daß sam gegen das Staatsoberhaupt und iile Obrigkeit «ine religiöse Pflicht sei, die bas Jubeuthnm lehrt — nun en die verbündeten deutschen Negierungen, baß di« gegenärtigr Herresverfaffuug nicht aeuüg«, um reu* europäischen 'en aufrecht zu erhalten: ist dieErhaltnng des g rieben« auch «ine reitgivse Pflicht, die bas J tdeuthum lehrt? sollen unsere antisemitischen Feind« brzu segey, wenn Wie jüdische Blätter über de» Rchäkteur einer isr. weil bgcht.Aflerdstgs «ft wenig Reich », halte«. Ich denk, baß- «es sch: »»«fl «rach .mit dem Jnbenchnm zu fchaffruhat. Kchra» O-/S. im April. (Or.-Eor.) — Unlieb verspätet.) Am 1L Schebat b. I». wurde unserer Gemeinde eia G>> denklag seltener Art festlich begangen. Der israelitische Frauenverrin, welcher im Jahre 1843 gegründet wurde, feierte da« Jubiläum seine« 80jährigen Bestehens. Ihm schloß sich der Mraelitische Krankenpflege- und Leichenbestattuagsoerein a». Für Krankenpflege nab würdige Leicheabestattung nach isr. Ritus wurde allerdings schon mel früher in unftrer Geweindr Sorge getragen. Besitzt doch dir Gemeinde, deren Hingeschiedene früher in der Nachbarschaft Nicolai zur letzten Ruhe bestattet werbe» mußten, ftit etwa 7» Zjahren ihre« eigenen Friedhos- Der Berrin •d hoo mirbc aber erst vor VS Jahren cvnstituin, r«sp. reorganisirt. Ja, festlich decorirten, Saal« nahmen am Äebesmahlc etwa 100 Personen, Männe, und Frauen, Theil. Büste fanden sich aus der Näh: und Fern« ein. Bäsch erschienen au« den Gemeinden Rybnit. Pleß, Saltowitz, König-Hütte, Antonienhütte, Orzesch« Bleiwitz, Beuthen, Oppeln. Breslau u. a. Zumeist waren es die in der Fremde lebenden Sohruucr, welche ihr persönliche« und werkthätige» Jntereffe für il!re Mutter«, meinde bekundeten. Schon vorher und am ssesttage selbst liefen zahlreiche, zum Thrile ganz beträchtlich, Lrrbcsgabe» und Geldsp-ndetr ein. Herr Slempitermeister H e i m a u « Schiller.KSnigshütle siistrte für die Friedhrfshalle seiner Muttergemeinde eine» fthr elegant au-gesührtca, sehr sinnreich eonstruirten Waschapparat, an welchem 7 Personen zu gleicher Zeit die Hände waschen können. Das Wasser verschwindet sofort von der Grsichtsfläche. Der Apparat leitet es srlbstlhätig in sein« Reservoirs. He,r Schiller besitzt «in Patent für den von ihm erfundenen, ebenso werthvollrn wie sinnreichen und schönen Apparat. H.rr Heinrch Steiner- _ wiedergeben. Diese Tafeln gereichen der Friedhosshalle zum Schmucke. Im Eingänge ftiner Festrede, welch, die Beschuhte und Liebesthätigkeit der Jubelvereine würdigte, weihte Herr Rabbiner Dr. Deutsch seinen ersten Spruch und Trunk unserem edlen Lanb.svatrr. Die Musik intoniite darauf die Rationalhymne, welche dir ganze Festversamialung stehend ן anharte und begeistert mitsang.! Da« ältest« Mitglied des Frauenvereins» dir 88 jährige! Frau Bertha Knopf, ged.Loew«, welche dem Frauenverem | seit seiner Gründung als thätiaes Mitglied anaehvrt, wurde zum Ehrrnmitgliebe ernannt. Frau Rabbiner Dr. Deutsch' überreichte der Jubilarin im Namen des Borsttndes feierlich «in« kalligraphisch ausgrführre und elegant ausgestattete Adresse. Die situationsgemüße Festrede des Herrn Slabdiner Dr. Deutsch schloß mit der Auffirdecung an die Fes'tversommlung, zur dauernden Erinnerung a«׳ diese« erlesenen Festtag der VoPthätigkritsvereine gleichkam >:ine Denkmünze zu prägen und das Fest zn -kröneu durch Gründung eine,: Jubiläumsftiftung. Herr Knopf-Antonienhütte spendete sofirt eiren namhafte» Betrag für dies« neue Stiftung. Auch volle bei: den Bereisen gewidmeten Liebesgabe« und Geldspenden nurtai den Fonds der Jubilsumstiftung zugrwiesen. Die Stiftung wurde perfect durch Bereinsbeschluß vom 19. Februar 1898. Da« Fest »erlief in würdiger, bitterer, gemüthlich» Weise ohne jeden störenden Zwischenfall. Nach! aufgehobener Taftl belustigte sich bei den Klängen der Musik das junge Volk durch Tanz und Reigen bis zum Anbruche des Morgens. Ma«. darf hier van «ine« Bolksftste der ganzen Gemeind« in des Wortes deftem Siua« red«. — Dm Tr ge vor diese« Stiftungsfeste verschieb Frau Bertha Cen tawer. ged. Stern, welche nahm» 40 Iah« als Vorsteherin de« Fraueuverrine "8. Un die materiell« fläudirung des Tp^igreit ^^Eethatd:

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