Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1892)
- Issue
- 45 (4.11.1892)
- Date
- 1892-11-04
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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•tra*. inzwischen pm ffnffni ]tm *psbbiivsswix pnwiiii^ _ mm tot Mid höh« HchMck» «HM Wc «tat- 18tv9ffimMM es sich «ach Ar!ist«» mm äaaclcgm fein Idfan, lach« )» Alaae« Utt M• QaaMas0*0«iK manch« ftmer Olandeniaenetzin naHnforsch«» «nd denselaen mit de« geriaprtrn MM« a*)ui}t(ftn, f* ist damit nicht «ehr a»»gesprochen all ein« ,niotflinrinrnd« lindiailtrrftchr Mahninz, det «elllpr nicht» fern« lag -»i» der Gedanke, den nnmitteldar «eher »»aesprochenen schärfste» tladel der gegen die ZaraeLN!« «richteten Angriffe naderen all«- pichst» lNHlmugnng »neder 2nf»»h«i>«n »der and! nur adzaschwLchen nnd de« so gekennzeichneten Venred»«-«» irgendwelche Berechtig,»« , ,«ns Organen der Stäatsreaiernng da» Nnftrete« «ad verfahr«« -er »ater mehrfachen Name» bekannt«« antisemitisch«« p«leien öffentlich «ist- HUKgt «erden, s» daff de« ihr «nierffehende» Beamten znr Gmiiig« Bekannt ist, welch« Stellnng die »d«rst« Staatsbehörde de» fortgrsegten Antrrntnngrn der israelitische» Staatimigehdrigen gegenüber ^nniramt, insbesondere de« Bestreb«»-«» Sraatmmgehdrigen dir " b« Rechte wie»« » ׳ . . . . . sich «chmnswerth fein kann, im iiffentllchen leien Seffrebengr״ zn sst« stützen, welch« reia und ahn« Nebenabsicht,« di« Erhaltung »ad ^«t«»g dewtschen lvesens an-christlicher Sitte biywecke«, so verwerf- -», wen« dieselben, »i« die» bi»l« fast an»»ahm»io» bei che« Beweg«»g im Großherzogthilm hervsrgeirete« ist. m« weferrtttch dari» gipfeln, chaß und Bosdeil gegen die israelitisch« Bevölkern»- z» «rege« n»d «ehr »der wenig« offen z»r Verfolg»«« »«d Beeinträchtig»»- der letztere« t« ihre» Lechten anz«reiz«n »ad * * v w. Dt« groffherzogllch, Staat««!gier >«g kann ta der Bevon Loamten an solchen Bchrebim.^« nor «ine »,stattachtlaff««- der von ihr mit allerhöchst« Billig»«« befolgten bezüglich -er Sehanbl»»- der wr.wlitifche« Staat,«»-«- hört««««blick««, welch»-««»möglichfernerhir dulde«darf, ^,»dem dteselb» dies» ihr« Aaffaff»«- zm Aemitaiß d«! ihr nntergeorineten Baainten bringt, mahnt st« yo» jed« Beihätij««- von Ldeilrmhm« 4M den bezeichnetrn Bestreb»»«» ab, »nd «rivartel geanffe»hafl» Lef»ig»na dieser Mahn»»-. Soilien -egrn all« Erwarte« gleiihwohl in Zmanst Amvidirhaükmge» i« d« anaa^benen Mchtuaa vorkommen, so würde« sich bi« Bet heiligte» ftids »;»schreib«» habe», wen» disziplinarische» El«schr«1te» di« ,fotz« davon arä,.* E» wäre )11 wünschen, daß der .Deutsche XeiihSandiesem Erlaß durch Abdruck eine AuSLehnmrz auf r> iger' ämmtliche Beamte Deutschland» gäbe, daun wäre die »Schmach de» Iahrhuntert»" von nuferem Vaterland« Dar bald genommen. Vielleicht sind die weithin hallenden herrlichen Worte, die der deutsche Kaiser heutr in Wittenberg gesprochen von der ^Nächste nlirtze, die ,uch gegen »«Her». glnnHige zu üben sei", in diesem Sin«! zu deuten. 31. Oktober. Der Dirrk or der Physikalisch, technischen Reichöanstalt ü! Lharlotterburg, Dr. Leopold Löwenherz ist gestern an Darmverschlingung verstorben. I« blühenden Manoesaltrr (im < 13. Lebenüjahrr) stehend, nahm er in der wifsenschaftlichen Welt ein, hervorragende Stellung rin. Die Erfolge, die er erzielt hatte, vermag aber erst der ganz zu »ürdrgeu, der die uugewöyi'lichen Schwierigkeiten kennt, mit denen der Verstorbene zu kämpfen hatte, um sich einen wissenschastlicheu Bildungsgang zu ermöglickpn. Au« eiurr achtbaren aber dürftigen jüd. Familie in Tjarwkau (Posen), war -er als Steinmetzlehrling und hinter dem Tische «inet» Kaufmanusladen« tbätig gewesen, ehe er e« dnrchsetzte, sich für die Universität vvrbereiten zu dürfen. Darin endlich bezog er die Berliner Hochschule. Hier lenkte er di« Ansmerksamleit de» Leiter» der Sternwarte, Prcfefsor Förster, auf sich, aufdeffm Aurrgnug hi» er späte: zum Mitglied der Normal-Aichong». ^—isston berufen wurde. In dieser Tbütigkeit hatte er di« Mängel kennrr zu lernen, an denen die wissenschaftlich« AuögejitaÜung der Technik in unserem nd« litt. Da» matht« ihn zu« eifrigsten Agitator für Idee, i« Reiche ei» ltznstittit brg!Laden zu helfe», daß .. So cntskack-^Msentlich unter (r N der wie sozsttleu i, diese» beiden dieses Betnfes zn ihm» . . unterstütz« ihn in der LrsÜllmrg alkr dieser Aufgaben, auch in allgemein menschlicher Hinsicht, in der!Zürderuna auf. strebender Talente, in der Untrntützung vor! Armen suchte Löwenherz die Stellung di« rr sich zu erwerben verstanden^ mutzbar;u machen. So belieutet sein Tod «inen schwere» Schlag für seinen Beruf unk, seine Wissensck-nft, «inen u»- nsctzlichen Verlust für seine Zfamilie, seine Fieunde mit .tat großen ftrri» derjenigen, denen sein meuschenstmmdliche» Hertz so warm geschlagen bar. Er blieb 'in seiner hohen Stellung . ein treuer Sohn seine» angestammten jüdkjchen Glaube»», lieber die solenne Beerdig ung-seier ist unter .Neueste achrichttn" kurz berichtet.) Vas«», 2 . Oktober. 5)er durch seine Fleisch-Extrakt- Fabrikation bekannte Dr. Papil»ky von hur, der mit de» russisch-jüdischen Berhältnisse« genau vertraut ist, konferirte mit Baron Hirsch auf seinem Schloß Eichhorn bei Brünn in Betreff der jüdischen Kolonisation in Argmtiniea. Barn« Hirsch entwickelte seiura neuesten Plan, nach welche« zunächst nur russisch^üdische Landwirlhe und zwar in Gruppen von je fünfzig Manu, nach Argentinien befördert «erden snllea. Ir fünfzig bewährte russisch-jütische Landwirlhe vereinigen sich zu einer Gruppe, in welcher sie solidarisch für einander hast« bar sind und wählen einen Delegirten, welcher mit der vo» Baron Hirsch in» Leben gerufenen und unter seinem Borfitz in Pari» aekeitrteu ckawind-Ooloniantion-^Iaooiation kon-- trahirt. Die allgemeine Leimng der Kolonisation in Argen-.!! tinien verbleibt bei dem Otrrstrn Goldschmidt au» London. ' Sollte da» KolonisationSwerk in Argentinien sich in größerem Maß, nicht schnell genug durchführen taffen, dann will Baron Hirsch die Kolon'.sati m in geeigneten Gebieten Nordamerika» in größerem Umfange organistren, aber.in keine« Fall« «ach Palästina verpflanzen. Dir umsichtige Leitung der Kolonien in Argentinien seiten» de» jetzigen SeneralbeiwllmLchtigten de» Baron v. Hirsch, dr» Iiekanntrn englischen Otersten Goldschmidt und die jetzige sorgfältige Au<wahl der Kolonisten geben eine Bürgschaft für da» Gelingen de» groß angelegten Plaue». Gatztraz. (Or-Lor.) In hiesiger G;m«inde bestand feit 1851 der dreijährig« Sncln», d. h. e» wurde die LLorah in fortlaufender Süihenfolge in ft drei Jahren fertftgelefe». Schrn vor fünf Jahren mach« Herr Rabbiner Dr. Singer ׳ darauf ausmerffam, daß man sich durch Aendernna ter Name« der Stdroß von aller Weit isolire; rr krnate die Wiedrrein« führung de» einjährigen Tyclu« nicht eriarige», erreichte jedoch, da» seitdem ter treijährit^ Tyclu» derart behandelt wurde, . daß stet» ein Stück an» derselben Sidroh gelesen wurde, dir in ganz Israel üblich war. Inzwischen wurde anerkannt, daß dieser Modus nur zur noldürftrgen Ausljülft ausreichtr, und . in voriger Woche hat Heir Dr. Singer — unter frrudizrr einhelliger Zustimmung von Vorstand und Repräftnta»»» — den einjährige n Tyclu» in hiesiger «Jemeinde «ich« ei׳»- geführt. Dieser Berichr!ei nur als Beispiel angeführt für da« numüthigrZusammenB'irkrn. welche«Iper zwischen Rabbiurr und der Gemeindeverwaltung stet» obwaltet. Oester refch.U«g»v«. Win». Dreihundert Aerztr, »ckche sich durch di« jüngst von antisemitischer Seite a« Landtage gefalleaen Aeußerung» verletzt fühlten, haben un Hofrath Nochnagel, der bekaautbchz solche« unwürdigen Berhe-zi is!, «ine Dankadreffe »erich einleitrude» stützW. heißt: »Eft ' Sta ftltroe» «rnscha!, »wUt dach «I Mnm es vir sewer tritft. HW*■ lett» 6« m» M■ M Mt Z-kit-ft »ird Pta!nagen »H Energie entgegengttrkt«^ chte(, in welcher e< nach einig»