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Israelitische Wochenschrift · 1892-11-04 · 45 (4.11.1892) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
23 (1892)
Issue
45 (4.11.1892)
Date
1892-11-04
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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gfttbfof »irr Me VIIL ftasferes* lei Serei«* ler iir. Lehrer «I K»ktaSbe««1e» lei Ls»dnl»M,at» Emde». k- Zweite Sitzung am 3t. August, morgens 8 Uhr. Kolleg« Apt-Wittmund hält mit den Kindern der Ober« klaffe zu Emden eine Probelektion über den ersten Theil der dritte» Beracha. מחקי Pi pil de- SiebmgebeteS für die hohe» Feiertage Der Vorsitzende sagt de« Herrn Apt den Donk der Konferenz. Rach Eröffnung der Debatte kritisirt Dr. Fink dal vorgeführte Verfahren und zeichnet mit kurzen Strichen seine eigene Methode. Nachdem noch die Kollegen Selig, PioukowSki u. A. lebhaft in die Discussio» ringegriffen, bemerk! Apt im Schlußwort, daß er sich durch di« Debatte überzeugt habe, wie unter 16 Kollegen 17 Methoden zu finden seien. ES wird au» in die Besprechung des R e u ß "scheu Bortrage! eiugett'ten. Dr. Fink freut sich, daß der Referent ein mannhafter Wort zur ernsten Zeit geredet und wünscht, daß «S der nächsten Zukunft Vorbehalten sein möge, solche Lehrer, wie sie dem Referenten vorgeschwebl haben, in den Gemeinden «iikeu zu sehen. Er ermahnt jedochzurMSßigung bei Farderungeu und warnt vor de« Vielerlei. Blmsitzender Levy betont, daß allerdings methodische andbücher für die jüdischen ReligionSsächer ehlrn, daß aber die erhobene» Vorwürfe nicht auf all« Seminarien paffen, und ist Meinung, daß die in Deutschlaud bestehenden jüdischen Lehrerbildungsanstalten recht gut auf drei rrduzirt wer den könnten wodurch mehr Mittel dea einzelnen zur Verfügung stehe» würde». Weher-Benthern bemerkt, daß der Referent an die Ausbildung der jüdischen Lehrer und an di« Befähigung der Scminurlehrer so hohe Ansprüche stelle, daß diese mit deu Gegenleistunpnt der kleinen Gemeinden resp. Seminarien in gar keinem Verhältnisse stehe» würden. Tr. Fink vermißt in dem Bortrage die Erörterung der Frage, vre die Semiuariea sich zu dem religiöse« Leben-׳ wandel der Zöglinge zu stellen habe». Im Schlußwort sucht det Referent manche Angriffe zu widert-gem «Statt der »msangreicheu vom Referenten aufgestellteu Thesen findet riuc von Dr. Fink entworftne Resolution Annahme. Diese lautet: Nie acht« fdtmfoaferenj zn Caifon erklärt, 1. kaß drr an■ geteilte f*ljKr mir griinrvch««. znr selbstständigen ,sortbildnng ihn befiihftenken relig. Aemrtniße« an»znrststrn iß, r. kaß veranftaltnngen jk Fi«»«««, kar revgiöfen Fsrtbilknng jikischer kehr» dringend nöthig find. — (H folgt eine Pause von 20 Minutem BraunSberg- Papenburg erhält darauf zu seinem Bortrage: Der Vater- Uwdilche GeschuhtSvuttrruht nach den kaiserliche» Erlaffen", dal 8Ä»rt. Er sagt, seine heutige Aufgabe sei, über Zweck und Au»- wähl des Stoffes beim Unterrichte in der vaterländischen Geschichte zu sprechen. Die Geschichte der Entwickelung des deutschen, besonders aber des preußischen Volkes i» kulturell«, sozialer uud wirthschaftlicher Beziehung soll beim Kinde Sinn für kZahrhrit, Reiht, Heldenmuch uud sittliche Kraft pflegen, Bürger- und Grmnnsinn fördern, vornehmlich aber Vaterlandirliebe ttcrftti und den Glaube» a» den Bergelter und Leiter der Geschicke der Mensche» «ad Böller »ähre». Die neu« und neueste beschichte muß viel eingehender als bisher behandelt werde» und zeige», daß Preußens Herrscher von jeher rechte LaudeSväter waren und eine besonders warn!« Für««« dea ar beitenden Klaffe» entgegen brachte». DwKriegSgesihicht«, von der bebauend« Pädagoge» brr zeit behaupten, sie trage eine» Theil der vchnld 2» dem ^«iudschsft der Völler, muß »eua sie rLt» soll, S»f ein Minimum und an ihre SMr «ehr KultMgeWchte tteten. rungSgrundsttze dir Herrscher film Ma Llüter kenvl» l und erfahre», daß die preäßisckM Monaröses ,(WJ »eS Reiches, nicht an kriegerische« Erobern »gen, fächern m de» Güter» uud Gabe« de« Friede»« ans Mm Gebiete v nationaler Wohlfah.ch Freiheit und Geflttn» g »»arm '• Auch da« Familieuleber der Herrscher, die Gerb: der Bonnherzigkett und Nächstenliebe feiten» der Landes«!lütter, <m»e baS Leben verdienstvoller Männer, welche die.'Herrscher in ihre» Bestrebungen unterstützten, sind ausführlich zu bchindein. Der Vorsitzende dankt dem Referent«!! für sei ae Arbeit.' Auf di« Eröffnung der Generaldebatte r»ird allseitig »er-?? zichtet. Die These: ,Der vaterländische Geschichtranterrstht soK Hirt« stertm^ fyiupci» auf da» walten ein« höher«» tttadfi, <5otte»ßarch^! Nächstenliebe ank noch besonder» kies« «nd Leen« ]1 Vaifa an» Reich fffatign Buk fördern, findet Annahme. — ' ^■־ ES folgt der Rechenschaftsbericht über den GaijenvevktU. durch Kollege Selig, der zunächst bedauert, daß Herr ®tri Buchholz laute leider nicht in der Lage jei, benfdi geben zu könne«. Die Entwickelung de« Verein« habe a i» verflossene» Jahre erfreuliche Fortschritte stasacht, I die Zeit sei nicht mehr fern, in wetchrr mit der Unterbringung eine« Waisenkindes begonnen »!erden b'mrre. Inka Debatte»» der fich D:. Kink, k« V>:te» »akSchmettzer i bei$cUTgm, Haubelt *• sich hautzesächlich um ke Krage über kte «- eignete Zeit znr UataMaaiwg. So« Schrtstsätzrer tont! karauf «wirsen, ba| kaö Statut die Brfii«»nn> ein Helle, katz vit der Ünrtv» bring»«« eine« Kindes erst da»« keaanae» u»»tzm tön»«, «am Mk Zinse» tes «״gesammelte» Kapital« sich ans *OO nt betaitfaa. .. Damit ist die Tagesordnung erschöift. Schweitzer dankt dem Borfitzende» für dessen am. sichtige, unparteiische Leitung der Geschäfte und fordei Berfammelte» auf. diesen Dank durch Erheben;,» Die« geschieht. Der Borsitzende schließt daimuf die H. Kons! An km nun folgenden tlKitteadmatzke, » welche» «u Mitglieder sich bet heiligen, gvift «ine sehr aemLttziil-» Vti! Platz, wezu dt« vielfache» Irlitiprüche, »o» «lchen der erste des fitzenden »usere» «hatkrästigm Katser aal«, tzai! ihrige leitragen. Versammelte» trennten fich mit ke« Sachche: »Auf r* fratzeS! . «melten trennten fich urit ke« dersrhen t» nächsten Jahre!'» Anrich, im Keptemier 1892. Der Schrlftkltzirr V. Wolfs., Berichte ««d Corresp>n»de«.tese. MagdeSnrg, unter,. Darmstadt' DemtfchlM». 31. Oktober. Der in vor. Nr. von - kurz erwähnte Erlaß, welcken das . ן* - - - . . _ herPwlich hessische SwatSministerin« in vetkch t kemmschen Bewegung unterm Lv. October an di. lNvil oeS GroßherzogthumS ergehe» lieh, lautet nach seine« TroßherzogthumS ergehe» lieh, laut wie folgt: ,Sei einem kesonkerem Anlaß» ist zn unserer A enNtniß kaß «in« größer« Anzahl von Beamten, ießbesonkm« ker! nnd unteren -vtenstttaßen, sich knrch Wort «»tz.schrtst, dnrch i schast von Vereinen nnd Sesnch von verfommdmä,« an nannten antisemitischen Vestreknngen bethelld^n; tzaviz ist n» bekannt gemorden, kaß a felkst Beamt« gjebt, welch« fftr ein solche» Verhalten aas ben f. H. in »er »Var «st. 31».' zirte«, in allerböchste«Aaftrag« ankenRadtim«Vr.in» als den Levrösenüuiten einer von Sr. königstchen Lach« ' seligen Großherzog empfangenen Abordnnag israrstn schrr : h-rigm. gerichtrte» Lrlaß bernsen zn kiirfen mnk n.t. ken gegebenen allerhöchsten, Anschannnge» and Abstchlr» in ßimmnng ja sein. Nicht» könnt» mrkehrtrt: sei», al»! wöbntr Anffasnng jene» in allerhöchstem Atrtbcag» «,« viesm latzrtr« kmnt var allem, daß Sri Idemlich« kamen »an ken seit einigm Zeit in mehrewuLheilch: 1 thnm» stattstnkenbra, von «che» hemstlstMlst« kann«, Akerhöchstiheer istmWstchm «Ullchimm! kies»

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