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Israelitische Wochenschrift · 1892-10-06 · 41 (6.10.1892) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
23 (1892)
Issue
41 (6.10.1892)
Date
1892-10-06
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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s וד unb die Letkogrnheit von ta paar Ia^rhunLegteir ja׳, -nmemwschleppt hat: ,Der Gebrauch de» Lhrtstrublot» zur -«tD»d>M«»8 rfl auch heute noch bei de« r«ha(ta6tgtn S«de« der ganzen Welt überall verbreitet'. .. Die Lehre »!0« rituellen Schächten christlicher Binder ist nicht allen Juden bekannt; sie ist daS Oieheimniß einebesondere» Stamme» (Lrvy?) und pflanzt sich vom Vater immer auf :a Sohn fort״. . . . Daß rin« derartige Behauptung die jüdische Religion bei jenen Leuten beschimpfend ver» ächtlich macht, die ans einem Niveau stehen, um ihr Uriheil von der Hefe der Antisemiten beeinflasirn zu laffen, rrschem: uns zweifellos. Gleichwohl werden in antisemitischen Zeitungen drrorriae Aussprüche immer und immer wieder abgedr, ckt, oh 1« baß für dir Versosier Unannehmlichkeiten daraus entständen. . . . Für den Liberalismus wäre es eine!>u«e Aufgabe im Parlamente, das Trierer Lrkennttüß mit einen rmpfiodlchen Strafen der Straflosigkeit gegenüber zu stellen, welche die vehementesten antisemitische» Angriffe gegen jüdische religiüse Gebräuche erfahren haben, und daraus die Folgerung zu ziehen, daß Paragraphen, welche durch ihre schnenkrude Auslegung die Rechtsgleichheit in solcher Weis« verdunkeln, sehen auS diestm einen Grunde beseitigt werden müssen.״ t erli», 2. Cct. (Or.-Con) Wenn man dir Wahrheit über tand des Orden» der B'nai Berith in Deutschland wissen will, muß man die jüd. Blätter in Amerika lesen, denn da» ist der Fluch der Geheimthueiei und des Verhüllen«, daß man schließlich oie Wahrheit vor de« eigenen ,Brüdern״ auch verhüllt und sic im Dunkeln toppe» läßt. Di« heute hier eingelroffere Nr. 1 (vom 23. Ceptbr.-, de» .Hrbrew Äandard״ in Nlw-Aork, dieses in Logrn-Sachen destnnter» richteten Blattes, bringt folgenden Artikel (ausnahmsweise in dmlscher Sprache) an hervorragender Stell«: , »In Berlin fand in diefrr Woche eine Versammlung statt, dir für den B'nai B'riih Orden in Deutschland von roeittragrvper Bedeutung werden dürste. Unter dem Vorsitz« des ersten Ex-Präsidenlen in deutschen Landen, der Br. M. Jablonslv, tagten eine großer« Anzahl prominenter Mitglieber sümmtlicher Beilincr Logen,- um die gegenwärtigen traurigen BerhäUmffe der Lo^rn und de« Ordenin Deutschland zu besprechrn. Da» «»leitende Referat des Vorsitzenden zeigte der Lersammlung, daß die deutschen Logen von ihre« Mitgliedern pr. Kopf einen Jahrrsbeittag von 40 bis 60 Mark*) erheben, »Md baß diese Jahresbeittäge zum grüßten Theil durch die Verwaltung»kosten und Steuern ausgezehrt werde«. Ein-;*Ine Logen, die Jahrrseinnohmen von 12,000 resp. 18,000 M. lprbev, reichen mit diesen Summe» lange nicht au», di« Ausgaben-zu tcckrn, c» wird seit einigen Jahren stets mehr <«»geg - en als vereinnahmt worden rsr. Hierbei sei bemerkt, daß erhebliche Summen pnvatim nebenbei aufgebracht werden, ine hier nicht in Betracht kommen und niemals in den Büchern Erwähnung finden. .Alle» dieses aber reicht nicht aus, um sür btc eigentliche Ordeuswerke etwas zu schaffen. In den sehr lebhaften Debatten wurden mancherlei llebelsttade besprochen, zunächst der erschreckende IndrfferentiSmuS der Mstglieder im allgemeinen, sodann die zahlreiche» AustrittSerkläruugen sthr her- ^orragrnder, sonst eifriger Mitarbeiter, die fast gänzlich in'« Stocken grratheue Ausnahne neuer Mitglieder, un!«r Vertzütttnß zu Auwrcka und die gegenwärtige Verwaltung »es deutschen 'Distrikts. Di« meistr« Redner machten für all« Mißstäade und den Rückgang des Ordens» ganz aSet« das General-Eomit« verantwortlich. Genu auch «ch» bestritte» werden kau», daß verschiedene Maßnahme» sthr stärrnd in Ordeuslebea wirten und dotzpst» Sparsamkeit mit de» von den Loge« geMlteu - " ebht »och tagt »tcht, «**tau» nrn» ICO «.jtchttichrr wer tn Steuer1i si!^»trl zu »81. .. , wie so Oft im Leben, das richtige kst der! Groß-Präsident ist -war sthr brmütlj, das zu erholten und zu fördern, aber er hat durch LnflüsterUnge» feiner Umgebung, (?) in seinen Voror setzuuge t und Schlüsstn oft geirrt; dennoch sind zeugt, toß er stet» das Beste gewollt hat. <Si wurde sodann allerseits betont, daß Verordn»«^ di« für den Süden sehr zweckmäßig sein ,rüge«, für bot Norden störend sind und im Osten sich absolut nicht dorr^" führe« laffen. Mau war daher einstimmig der Ausiö daß Dutschland fortan in drei Distrikte getheist woch müsst, w«1m der Orden nicht bald seiner »ülltge» Auflüsuul, entgegen gehen soll. Rur durch eine Theilong kamr^ unsere Sachewieder nrubelebt und vielleicht «in regeres Jntereffo herbeig, führt werde». Die Selbstverwaltung du emzelu« Provinzen wiro dem Ganzen zu Gute komweu. Die Vor» bedingungen für eine Dreitheilung de» S. Distrikts si»td außerordentlich günstig. Tie Verwaltungskoste« der Distrieb» Groß-i oge die jetzt 12,000 Mart erfordern, werden durch l ־ Crlbstierwoliung der Provinzen uuc solch' geringe sein, alle Logen ein Stück Geld an Steuern spaie« könne,u wurde auch noch besonders hervorgrhoben, daß da« Exrcat Somit, (die «berste Behörde, die in New-Umt ih,en Sitz h, 'nur einseitig informirt ist und von den berufenen Factaren^ aus Gründen, die wir heu.r hier nicht wic vergeben wollen im Unklaren geholten wird. (Hört bürtl) 2>i« Versammlung war einig i» dem Punkte, daß die- Theilrng des Distticts mit aller Kraft und mit Energie, angesti ebt werden muß; es wmb« sofret eine neu« Versammln»- - anberaumt. Der Vorsitzende, Bruder Jablonskh, drffe». prattis׳»er Blick und drffrn unermtdliche, qrstrfreudige Hi»-- gebunj; im Orden schon Große« geslhaffer! hat, will ttotz aller Schwierigkeiten die Sache zum Ziele 'Ähren.״ (Wir fürchten es ist zu spät! Wir haben frühzeitig Die Irrritheilung wird allerdings neue Äentrr" schaffe» und die Zahl der Streber verwehren. aber in der Sache uienitabu״. Die Quelle des Uebel« liegt tiefer, es giebt nur ein. Heilmütel, das wir in einer spätem Nr. angeden wollen.);?tili». Eine Anzahl von Mtanrrnund Frauen m* sandte in diesen Tagen Einladungen zu einer vom 18. bi» 21. Oktober anberaumtm Versammlung in der .Reffource״ ' (Komiaandantrustraße 87), in welther «in« ,Gesellschaft für ethische Kultur״ begründet werde« soll. Dem beigefügte» SatzuiigSentwurf entnehmen wir M 1 und?: ft. ,. Öl)(« itotd der Gesellschaft, «,» «reise ihrer Ml glieder un» a»ßerhatd desselben ab da» «»«einsam» »nd verbindend^ ' »nab,Lngtg »an «tle« Verschiedenheiten Wr r»den»v«rh,»ltntß», wie de: religiöse» und xelitischen rlnschannn,»», di« Getwirkwn» ethischer Anltnr ,» psbgen. Unter ethischer Autt« ab Mel ihr« Beßre! «ngen verßeht db Gesellschaft »ine« m Welche, GerechNgkeit und Wahrhaftigkeit, Menschlichkeit »nd gegenseitig« Acht»«- walte». — tz. S. Jur Erreicht»«- de, fand** »n Seftllschast stse», znnschß folgend« BethStignnge« dienen: ,. verenstatange» zur ^e> bnng wr ethischen Iugendeqiehnng in allen ih»»n Sinsen »nd znr pfleg« de» «ahrhaft Menschlichen und G«««t» Hainen im ethische» Unter» icht, unabhängig von den trennenden lehreii der reügidsen Ve». fessbnen «nd der Parteien; vernnstalinnge« »an Vorträgen «■> LedeNrangen «der rthisch« Fordernngen »nd prtblem« im «nist dm Mitglied« »nd pfleg« der weihevollen Virknn^n »er wißrnfchaft: »nd Imnst ans di« iveiteßen Areise de» Volke»; ,. veebrritnng oe» ethisch sSrderlichen ErSeternngen dnrch Vschm, Keitschrtfbn, Fln^ dlättv , z«it»»g»artik»l ». s. ».; S- Vecheiiignn,, an btx ksednng der lobe» »lag» »er tanemn vetkfchichtrn, sovi« m de» Schutz» »nd fcr fir all« Leidenden nnd Vertagte» gegr« jed« Art ve» A»- glLck Unrechts Unter den EiMadeudeu befinden sich «vtrr anderen Ao» ryphtru di« HH. Geh. SauitütsvUh Dr. S- KrifteliT

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