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Israelitische Wochenschrift · 1892-10-06 · 41 (6.10.1892) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
23 (1892)
Issue
41 (6.10.1892)
Date
1892-10-06
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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:«Ser der Großag» nicht zu «k» ch, versteH-wkefi aäfe Jefnuit ist. bat, viele «ertrrtft, I nur de» Wunsche mehrerer $ entsprachen, -u denen Fredericht _ .״ , v sä« dürste. Es wird sich ft iiald — 1893? — ob die Gesinnungen sich inzwilche« geändert haben, ans die jjrofee Landes!oge. welche «ach schwedischem System beitet", »st aarnicht hierbei zu zählen. «»S schon der un« -ßliche Kaiser Fnedrich 1879 »n demselben Angelegenheit erfahren hat, was chn veranlaßte» sofort den Hammer rzulegen, — vorläufig jedoch habere wir die g^ründetste Ursache, de« Geh. Rath Settegast nn) seiner Schöpfung wärmsten Sympathieea entgegen z«1 bringen. Berichte «tttfe Correfpoiitdevze». Dentschl«»». Magdeburg, 2. Oktober. Die l«11tige »Magd. Ztg." eidt: Der neueste Aatffemitenaposdl Paulus Meyer von der berliner antisemitischen Poesie als Talauldauto. It in Schutz genommen worden, und man hat feine Aeuheen über den angeblichen Inhalt hei Talmuts als die ׳ Sachverständigen verwerthen zu!'»inen geglaubt. Als er Apostel nun plbtzlich den AuSweisimgsbäehl erhalten ie. hieb eS sofort. das sei auf jüdische Denunziationen rückzuführen gewesen. Wie sich «tzi aber herausstellt, amen die Aufklärungen — nicht Denunziationen — über Charakter des Paulas Meyer von einem der anaefehensten christliche« Geistlichen, dessen unbestrittene Acht. 1*"•4׳**t wohl auch' die antisemitische Passe nicht anzuzweiseln wird, von dem bekannten Pastor Bodelschwingh Zieleftld, welcher in einem Briefe o, einen Arzt folgenerbauliche Charakterbild von Pavüis Meyer entwirft: <1 ««gemessenes Maaß von chuischcin Undank gegen alle Lohlthüter. die schließlich seinen aabren Chaeakter erlen und seinen iraräneffeiten Ansprüchen nicht genügen olltenl lieber sein hiesiges Betragen brauche ich Ihnen zu melden und;affe es kurz dcihin zusammen, daß meinem ganzen Leben von tiefer Sesunkendeit. Bo»׳ zUSb-mhastigkeit und Hoffarth — ül«rhaupt von bodrar Gmaeiuheit kein solche» Beispiel kennen gelernt habe diesen Menschen " Pastor Bodelschwingh theilt in dem »fe dann weiterhin mit: ,Wir haben ja schon vor einiger ta« das Polizeipräsidium inKerlin geschrieben, um demea über den Menschen klaren Wein emzufthenken. Ebenso de» berliner Borsteher der Judenvtissioa darüber Mit« 1«t> gemacht worden." — Damit ist wohl seine Rolle Deutschland am Ende, und wir wadm hoffentlich diesen ieuschm nie wieder auf deutschem vrdi» antreffen. Diß Nohlüig mrnmehr auch von &rr ,Neuen Fr. Pr." »tüch als Lügxwr gebrandmarkt ist, haben die Leser wohl TaxeSgeuuugeu gelesen. — Lmnpenge stndel und Lügner! M«gded«e,. Man giebt fLd) bekanntlich antiseitischerftitS me erdenkt ich,ste Mühe^ lien Nachweis zu er- ‘1~~־ welch gehässigen Standpunkt das Jodeachnm dem hum gegenüber einnimmt und jeter .Gewährsmann", er »nr auf de« »ade« der schmachvollen Bewegung »nd über eine genügende Unkenawiß des einschlägigen 'ils verfügt, findet bei den Jud-oHetzern eia williges Dagegen wenn Männer wi>: Delitzsch, Nöldocke, Dünsche, die, durch ei«gehead>Z Stumnm. mit der vertraut und die d»«h die Makellosigkeit ihres über das antisemitische GeÜ>8«r hoch emporrageu, Urthest abgexa. da» «sthj in de« Sm« der so weedeu sie als i« Sold,, der Ander! jlüHeste^über de» Talmn!»^ ««de» 1c« g,,chs«fi « ______W8p^e»stmcke enq>fthle»d a»f K Machwerke ftfeti »ir hier i» dies«, Taaeu erfahre«. Sa geschah das lml eine« hiesigen Geistlichen in bezug auf das opm opmattta: ,Der Talmnd in Bor» trägen" von H. Daab, erste« Prediger der Judenmission in Berlin, e׳r. durch und durch gehässiges, von Fehlern strotzendes Buch. Auf die Empfehlung hin bestellte es eine Konfirmandin bei einem hiesigen'Buchhändler. Doch der Pastor hatte die Rechnung ohne den Wirth gemacht, denn der Bad: der Schülerin wies da» Buch als un>zerignet für die Lektüre seiner Tochter zurück. Mächten nur alle Väter so einstcht«. und taktvoll kein, wenn Geistliche, wie in dem vorliegenden Falle, den Religionsanterricht in den Dienst antisemitischer Propaganda stellen. . sH Megdeänrg, 29. Sept. (Or.^Lor.) Im Anschluffe an die Lantenei: Mordaffaire ha! auch ein Dr. Erich Bischoff unaufgesordat öffentlich ein Gutachten abgegeben, indem rr sich aus davon ihm verfaßte Werk ״Die Juden und das Thristenblnt" berief, als habe er dort den Bewüs für da« Borhandenscin eine» jüdischen Blutrituals erbracht. I« der Hoffnung, dort endlich einmal ein ausführliches Werk und objektive Auskunft über die qu. Frage zu erhalten, ließen wir uns dasselbe kommen und erhielten ein nicht einmal 19 ׳Seite« lange» Heftchen, wobei »«h 3 Seiten für den Titel abgehen, für den anständigen Preis von SV Pf. Ta» Büchlein enthält nicht« Originale«, alle« ist von Eisenmenger, Rohling u. s. w. abgeschrieömr. Es n»&i|te denn original sein, einer» feite zugeben zu müssen, daß Delitzsch dem Rohling vre grüßte» Mißverständnisse und Lügen nachgewiesen habe, andererseits aber auf dem ebenso gebrandmarkten Rohling weiter fortzu» bauen. Die Originalität dieser ganz neuen KrmpseSwrkse wird auch dadurch nicht entschuldigt, daß Bischoff von einer giftigen Polemik Delitzsch'- spricht. Originell ,st e» auch, daß einerseits Stellen au» talmudisüftn Schriften angeblich als Beweis angeführt werden, und!indrrerftits die Behauptung aufgestellt wird, man fände im Talma) nur de-halb keine Beläge, weil ta» Blutritual nur mündlich überliefert und auch nicht da- Geringste davon medergeschrieben werden dürste. Nicht wir Juden haben uns wegen der über nn» verbreiteten Berlänmdnugen zu schämen, sondern diejenigen, die׳ dergleichm glauben, verbreiten und erfinden. Der Fall, daß letzthin i» Joinville ein Angehöriger der 1>r*ad» einer Frau den Schädel zermalmte, weil er von ihr verhex zu sein glaubte» ist gewiß traurig, daß aber ״studirte" Männer in unserem^ Baterlande an da» Blntzaubermual einer ganzen Nation^ K' ' -. -׳ - ׳ .־--*• י"---*•— sind Thatsachen, die de, spätere Historiker «ar mit tiefer Beschämung wegen der Niedrigkeit der Meafchennatur teai» striren wird Er zeigt, daß «an un» Inden gegenüber q weiigsteu» voll und ganz da- LS ittelalter gelten laffen will. Nur eine muthige SÄbftverHÜuguag und ein zielbewußte» Besinnen auf unftr eigenes Wesen Lina die Bosheit unserer * Gegner entwaffnen. So wenig wie die Entscheidung im Lauten« Prozeß imsere Gegaei: von ihren gemeinen Lügen abgebracht hat. ebeasiwenig väefea wir die Hände rnhig in . den Schoß legen. R»rch wie vor heißt es: ,Alle Man» auf Deck!" Mresta«, 2. Oktrber. -Die heutige Nr. der ,Bresl. Ztg." schreibt: ,Die richterlich: Entscheidung in Trier mit ihrer bed'nktichen Besch Lntnng der freien Kritik erinnert gleichzeitig dar»«, daß andererseits Re Antisemiten meist ohne zede Belästigung ihre Angriffe jfigen die jüdische Religwa und gegen ikdische Reliaionsgeb.räuche richten. Bor uns liegt, so schreibt die ,Ratio»eine kürzlich erschienene Br»> schüre, welche dt» Namen trägt ,Die Juden und das Ehristen- »,stimmt w, zu erweisen,

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