Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1892)
- Issue
- 41 (6.10.1892)
- Date
- 1892-10-06
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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!■■ I tlMflHIITM gCUC|CK? ... W« _ ״ '־ל■■ k der Pack, L. v. S«nmch»rg u»<u»«gefttzr darüber 1 wft er dft antisemitische Kuh »ach eiaer Schablone n köanft?-— Unb daß da» .!Handeln" de« Hern«, welche gegen WuchS ' ste die Augen verdrehe» und sich in die Brust werfen, •'1 ־t aber in versc>si»de»e Wncherprozesft verwickelt sind, and ff. geläufig i't. wagt wohl Niemand zu definiten — - abgesehen vom Handeln um WaMreift 4 la Hamnerstrin ־-:■ von den .Handlungen" bei WeihnachtSsammlungen de» prüften und vielverbrauchenden Rektor« aller Deutschen, seine bessere $AIfte, die auf ihr liebe« Männchen stolz in scheint, vor jeder Radourede die Alternative sftllm ■ .entweder einen Lorbeerkranz, oder Wichse!- u. a. m. Wir wollen aber doch auch den letzten Fall auf jede ahr hin in« Auge faßen, daß da« ״Aremdenblatt" e« ehrlich -!nt, wo«.sich ja bald zeigen wird — nun, wir sind ster« . nt, eine in Ehrlichkeit uns dargebotene Hand mit Freuden :?greifen; wir Juden vergessen gern da« un« zugefügte u..7<c§t wenn wir da« ehrliche Bestrebe« sehen, e« gut machen awllen. Wir haben die Tage der Buße hinter uns, welche!1-ל für jede schöne Regung ganz besonders empfänglich je« - und e« reiht sich diesen schönen Tagen da- Laubinfest an. um un« zu ermahne», daß wir die Zeit herbei« ■r!׳n helfen sollen, in der die ganze Erde eine große Friedens» b k sein werde, in der all« Menschen ol« Brüder ungestärt - וד können. Sie Ae»es««g t» der deutschen Kreimauerei und der K'rrai Aritfl-Hrde». B», et»r« Ltug«»«ihte». Die ftomme יי.»«-««»!«״ leistck sich ein Denunziativu chen gegen de» U. O. B. B, und verlangte nach den bestehenden Gesetzen nicht weniger al« 10 Jahre Festuugrhast oder Zuchthausstraft für die Stifter und 6 Jahre Festung«, arrest oder Zuchthausstraft für dft Mitglftder — damit isären ihre Forderungen der Nächstenliebe befriedigt» und Hat sie gleichzeitig die Juden al« Preußen anerkannt, welche '--em Verbote der Zugehörigkeit zu verbotenen Vereinen allein unteiworftn sind. » Man mag über den U. O. B. B. denken, wie man will, dft Verdammung dftse« Denunziatorenstückchen« ist eine Mg-meine und hat nicht uur in den liberalen Blättern, Lmkrn auch ׳» dem .Bundesblatte', welche« unter der «rAx der Sroßloge .zu den drei Weltkugeln" herauSgewird, chre» Ln-druck gefunden. Da« fromme Blatt hat übersehen, 1. daß da« Edikt von £79*!, Welches den drei preußische» Freimaurerloge» für Prerßen da« auSschlftßliche Privilegium de« Bestehen« verftiht bereit» 1808 durchlocht wurde, al« die Existenzbedin- «GUNjen de« zu Preußen gefallenen .Eklektischen Bunde«" ^mir dem Großlogen-Sck in Frankfurt a. M. nicht berührt kWarsien. von eurem Berschen kann keine Rede sein, denn derselben Zeit mußte die Sroßloge in de« annektirteu lnaover aufgelöst «erde», und ihre Tochterlogen mußte» den Koustttutionen einer der drei preußische« Trotzlogeu!rwerfeu. 2. Der .firenzzeitung" ist e« entgangen, daß dft B'nai Hsfth unter da» Bereinsgesetz stellten, von der Regftrung Iso keine Anftchtttng erfahren können. I» diesem Sinne Lußert sich auch d.1« erw. Bundstblatt, dft Hälft der Sreuz» zritmW wft Entrü tuoa zurückweisend. Bemerkt mag hier Wh*«, daß die «Sroßloge ,zu de» drei Weltkugeln" auf dem christliche»C-taodpunktr beharrt, dort heißt e«folgender» Maß,»: .Da dft ^kreuzzeitung" kecke ethischen Gründe für ,ft vmr ihr verlangte Aushebung der B'nai Bri^Logea e» kann, s, stellt sie sich auf den Standpunkt de« Recht«, ist aber unsere«Erachten« mit ihwrBe» der Vasiat Freimonr'rloGen Md. Al« solche sind sie de» Deutschen Großloge» noch vayde» prev behörden anerkannt worden, vielwchr haben letztere wft un» w» zuständiger Seite mitgechttlt wird, von Anfa« an nur al« eine Bereinigung für humanitäre Zwicke behandelt und de« BereinSaefttzft von 1880 unterstellt. .... ׳. Die .strenzzeiiung" hätte sich ihre Dmunziation aff» fthr wohl " spare« köttnen — ebenso ihre Bemerkung, daß, ״wenn preu- - fgsche Polizeibehörden dft Anmeldung angenommt» und nicht beim StaitSanwalt deaunzirt haben, fo ist z» bemerken, daß fthr nele GesetzeSverletzungen nicht an de», Staaisaa» Walt kommen oder auch mit dessen Wiffen niäsi zur Lecfolguug ,silangen. Der Zweck unftre« Artikel.» war, de« Polizeibehörden da« Gesetz in« Gedächtniß zurückzrrruftn." . . . Der Artikel schließt mit der Bersicherung, daß dft Frei» maurer keine« Grund haben, de« Bestrebungen der B'nai Brith-Logm schroff gegenüberzusfthea*4 sondern sich virlmehr darüber freuen werden, daß da« HumanitätSprinpp in ihnen ^3 eine neue Stätte der Wicksamkert gefunden hat, Wan be» ׳'" greift frei ich nicht, warum dftft Humanität sich in Geheck» , niß hüllt», und dftft Bereck rridjt al« Bereit e frei und und offen wirft». Die ,Ikreuzztg " ist auf den verschftdene» E rappe» chre« Herabrutsihen« vom Niveau des Anstandes bereit« ans der unftrsftn Staffel angelangt, wo sie in ReminiSenzen chre« goldenen Zeitalter« Im Fahrwasser der Ohm rmd Gödsch« schwelgt, ixnn einen anderen Zweck hat die albe tue Denun» ziation nicht. Ungleich schärfte al« mit den B'nai Brith geht da« ,BuadeSblatt" mit dem Leiter der Bewegckg im deutschen Freimaurerbund, dem Geh. RegieruatzSrath Prof. Dr. Settegast, zu Gericht. Letzterer, welcher au« eigvner Ersajrang dft Svsftme aller drei preuß Großloaeu Knut and in der Großloae »Royal»N»rt zur Fcenudschaft" es sogar ft« zum 1. Großmeister gebracht <p8c, hat latere ־^|J Würde niedergelegt, weil seine Bestrebungen, dft auf Ab» schaffuna der überflüssigen mystischen Hocharade und unein» geschräntte Ausnahme jüdischer Mitglieder yinzftte», in de« Ä priviftgittm Loge« ftine Etätft fanden. Einer Loaengrän- ׳? düng in lfierlin und anderea Orten nach de« System der Srotzloge von Hamburg, welche ftine« Jdeaft« a« nächste« ' kam, stau!» da« obeuerwähntt Edikt von 1798 iia Wege und so rief er mit einer Schaar Gleichgesinnter eine neue Groß» löge ,Acriftr Friedrich zur BundrStreue" in« Lebe«; deren, erste ,Bausteine" die edelste Humanität und llLmschlichkest athmeu »ad den Mitglftder« zur Pflicht mache«. Wir wer» den dftft Großloge im Auge behalft«, können darüber aber «och nicht« berichftu, bi« die Stellung zum AuStr»ck gelaugt fein ckrd. welche die Behörden und bte anderen Großlogen ihr gegenüber cinzunehmen gewillt sind. Bo» Lefftre» sihemt, nach rhren Austastungen über das Setftaast'sche Werk »dft deutsche?sreimatwrei, ihr Wesen» ihre Ziel« und Zukunft i« Hinblick auf de» freimaurerische« Nochstand iit Preußen," welche« d« Bewegung einleifttt, nicht viel zu erwack« zw. sei« — eine Beurtheiluug nach der Eröffnaai, der Vrtp•■ löge de« neuen System« liegt noch nicht vor. 9* ist hier,י nicht der Ort, auf de« Strett näher jetzt eättBK&cs; wenn aber von der Großloge d. 3 W." ck» Gesecht geführt > wird, daß ihr verstorbener GroßmeisterFrttterich» gegen oft - gesetzliche Ausschließung der Juden «tt nicht »ttüeerr Kärwe al« Sette gast emget rrteu ist, in der Großloge»»'kckmg vom 20. Mai 1877 aber, in welcher dftft F«ge M: Beralf gelaugft, zwar dft abfoluft, aber mcht bw. erfc ' '/,-Major' ,-Majorität sich für jene» Antrag fand — so ד tjj!k — e» cknijiw. f•«*» ti*tt