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Israelitische Wochenschrift · 1892-09-16 · 38 (16.9.1892) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
23 (1892)
Issue
38 (16.9.1892)
Date
1892-09-16
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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hervo 11 läßt", &*&"זוזן lUsoradv ׳Kameek! *!r,j «uf den erwähnten Berns des Herrn Jsch läßt auch rsein^grüudlicheS Quellenstudium schließen — sein einziger 'Gewährsmann ist der alles lobende Reiseaposdl Vädecker, »n»este Auflage vonIBSl. Wie schön wäre eS doch, wenn dieser in einige» Jahren einen Ansatz erfahren würde, welcher nngkfähr also lauten dürfte: .Zn den SehenSwürdigieiten daselbst gehört auch das Massengrab von «in:r Million rgntzni, weiche Herr J*ob, oder der wohlbekannte Palästina» Csl-atsator hierher verpflanzt Hot. für die aber di« ,fetteste Lstsde* und die .Kornkammern Nordarabien-" (S- 6). an dmrn schon die früheren Bewohner zu viel zum Sterben ^und zu wenig zum Leben hatten als sie einmal auf den tollen Gedanken kamen, sich satt essen zu wollen, nicht recht lutrriche» wollten. Di« Inschrift lautet: הםבדי אין קברים ׳•!ומממ-יס ^V Ja. nichtweniger als «ine solche Ansirl«tuug beab» " 'st-Herr ^«od. um damit gleichzritig die Unabhängig- Iftael« wiederherzustellen, welche .auf da» ganze lür» ische Reich hebend und belebend wirken würde' 'sonders Und der rbarr Schwärmer fährt fort: -; ,Wir strebe» natütlid) Mc SeltststLadigkeit i« א» lnaeren Vn< DelegenhOirn am, aber u»ser Wirte» für die Belebung der g«ia»«le»!ürtri chtrs denn och bedeutend sei» und legier« sollie nn» im rigeme» ,gntereffr in unseren Bestreb« egen unierstü-eu, wa» »ahrscheimiich auch!der tzaÜ stt» wird. Im andere» Fall« sind »ir mächtig ge»»S, unser Ziel durch den Kamps z» erreichen. Uaser Volk SrNuchr e« nu? jn wollen,- - so schließt er diesen schönen Satz in orakelhafter Weise. Man sieht also hier ein« regelrechte Messiade mit allen Thi» kanen ,' selbst die Kämpfe gegen 60g und Mtgog — welche Rolle hier der Türkei ' mit ca. 3V Millionen Tin» wvhne-n - zufallt — sind event. in AuSstckst genommen. Schade, daß diese tapfer« Idee, «ine Million Menschen sei, wenn sie wolle, mächtig genug, gegen 80Millionen fertig zu wtroen, nicht früher bekannt war — die Landkarte würde enlschiedrn eine andere, einheitlichere Färbung haben und »an hätte »och io jüngster Zeit Gelegenheit gehabt, sie in Rußland praktisch zu verwerthen, wo v Millumcr zu MobilifftnngSzweckm zur Verfügung standen — eS ist wirklich schwer, hier keine Satyre zu schreiben. Lehen wir aber zu, wie der ehrenwert!»« »laob seiaen Plan au-einandersttzt. Tr schickt zunächst voraus, daß es für׳ dajüdische Bläk, defien größter Theil seine besondere Sprach«, (das sogenannte .Jüdisch- und zum Theil auch die »hebräische* Sprache) hat, eine unumgängliche Roth» tmnchjgkett sei. ein Land zu haben, wo eS de Hanptbevölkernng ausmachea und sich frei entwickeln karn. Und führt dann ans, daß da di« gegenwärtig« Bervlkerung Syriennicht über 2 Millionen Seelen zählt, der Platz aber so groß : vit Italien ist und sicher zur Aufnahme oe« einer Million Juden geeignet sei; — durch diese- Rechsnezempel hättm wir also nach dieser Ansiedelung-theori« daselbst eine jüdische Hauptbevölkerung. Sehr dvnkl, fürwalft! die Wie aber soll dies« Million hingeschafft werden? Auf einfachste?Leist von der Welt, «Lmkuh, wie der Per- .faffer anüstbt: dir Mittel dazu liegen im Volke selbst, >r sollt« ».׳zwar sollte« vor Allem bemittelte Jul«« «ach Syrien -ibe, und sich mit Ackerbau beschäftigen, und jede Fa» ».Nie müffe ein Vermögen von nO.OOO Fr. mstbnngen. — ssttst hat eS den Anschein, als wäre der Herr Jaoh ein Spaßvogel, doch weiter —: .Ist die Sache einmal im Volke verdreiiet. so Werder auch di« Reiche» vom Geiste der Zeit mitgrrifien werden und ihrerseits bedeutend: Summen in die Lolkskasse lege«' — also «ine Art Tolt«1satton auf Aktien — vorausgesetzt, daß überall Eosoniiatiaw-Unterftützung»׳ vereine gegründet »erden, »rlche de« g» «en Nnlk« zugäpz- W:׳ . ■ --- - »st sich sollen fchysiA'- kü!W^ jr rrzr Lenke luy׳ wmenupa m dev jüdischen Dörfern Pakäitt«'< a>* TagrkVyner geger emen Tageloh« von Frruc» l—1.40 ackstedelnl! Recht so. BiSmark sagte dnft: .Wer sich griln maiht, de« freffen d« H״r 4AH" wird a«nh;Mt ftrran chun. fallseine Schriftstellerei. uarhi dem Werth v»rlikF"uiwr Probe zu orteilm, chm nicht wct eink-ringt, aub a sich ,physisch-kräftigfühlt, in dieser Weist für seine Ankunft zu sorgen. Vorläufig wird er taz« allerdings keine Zeit nden, denn wer sollte sonst den ,Maklerabgeben, zwischen Volke und der .jüdischen Jttelligrnz-. die er za der bislang vernachlässigt«« Pflicht aasruft, in seinem Sinne in di« Mitte de- Volkszu irrten, eS «ntellektoell $u heben und und materiell (,:Haft zu unterstützen? Tr wird sich kaum ein Anderer finden, der sich dieser undankbaren Aufgabe unterziehen möchte, und — die Propigondamittel für die etftigen Agitatoren dienstbar zu machen, und dafür zu sorge«, daß beim Holzfällen auch Gpähie fliegen, da« wäre ja eine einfache Pflicht .nationalcr- Erlenntlichstit. Und danennt der bescheidene Borf. .Sache des Fortschritt- und der sozial« Harmonie", .die im vollen Linklang steht mit den allgemein gesunden Prin;wiea und mit de« gegenwärtig unter den anderen Völkern herrschenden Bostrrbungen yarmonirtl- Sie mögen eS gut meine», Herr Vers. -. allein müssen denn alle vermeiottichen ,guten Mtinüngen* in die Welt binau-posaunt werden? Nein. Sie predigen, wie Sie trefflich 2 bemerken, keinen AnachrvoiSmnS, aber, verzeihen Sie de« harten Ausdruck. — puren Unsinn. Wenn sie daerste Hundert Re.'ension Exemplare .ab» aesttzthaben und hernach eine »weite Auflage veranstalte«, beantwort« Sie dort frrundlsthst folgende Fragen. 1. Wo wollen Sie dir 200,000 Familien — die Familie zu 5 Personen im Durchschnitt girechnet — mit einem Kaawermvgen von vier Milliarden — pr» Familie 20,000 Fr. — her» - nehmen, die geneigt wären. Jlire Utopien zu verwirklich«? 2. Was soll mit d« anderen vier Million« der am härtesten bedrückten Juden, die kein« 20,000 FrS. besitz«, de- Helfer- und Retters also am meisten und am schnellst« bedürfen, geschehen? Endlich — nehmen Sie unsere Neugierde nicht für ««» ut — da Sie doch gewiß auch Zeitungen lest«, welche über v rkckweisuogen vom Luwaulerern in großer An-ihl auch, w bei: Türkei berichten, wäie 4׳ nicht Lderflüfstg, wenn Sie genau dir Thüre bezeichnen wollten, dnrch welche ihre An» siedle! in solch' große« Mengen in dagelobte Land JhrerH Berheißung einz-ehen sollen? — U. A. w» g. aut Zu: Ms Jade» i« Aartstßüuü׳. Wen« da-.Jüdische Archiv**)—schreibt die,Leipz^Ztg.* —- und die damü ziemlich gemm üb.'renistimuiemd« Slc tiftst der geo» graphisch« Gesellschaft zn Marseille Recht habe», giebt eS ruf der Erde nicht «ehr «1lSS'/,Mill.J«raetsten. wovon etwa 5*/, Mill. auf Europa kommen. Zirmlich genau derzehnteTheil der Israelit« Europa'- ,nämlich VS7 864, kam«, wie unS dajetzt erschienene Juliheft der ReichSstatiftik belehrt, bei der Volkszählung t»!SJahve» 1890 auf doS Deutsche Reich, während noch den beidm ol«ng«an1tteo Quellen Rnßlünd mit 2'/, Millionen 'und Oesterreich-Ungarn mst 1850000 Juden gesegnet ist. Jnwstwest die lieidra letzten ' richtig sind, interessirt u«S hier nicht. Nur eine Ueb über die Vertheilung Israeli! auf das Dentjche Reich omi tru wir heute uastren Leser»! bieten. Wir ordn« zu diesem. Zwecke die einzelnen Staat« und Provinz« uulcr Hchz ' len Et» jüdisch« Archiv" i,trbt «I ) tp ftinuittr i&t in Pari» «rschetr n«stre» Wtsien» «rschetnemw W«ch«nsth»ist

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