Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1892)
- Issue
- 34 (19.8.1892)
- Date
- 1892-08-19
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 79% known words query
- IRI
…/6492344-5935084-5959809--1221-5375141- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
«ehr btt Angriffe hlnng mit den übrige» der S. J-rael. OdrrkirchenbehLrdr in BorftjlLg i ^tbrc cht. Die Neuwahl de« BereinSan-schusses ergab nur wenig« h^r» Lldcrungeii. Den Verhandlungen schloß sich ein Atahl an. bei tem Herr Rabbiner Sahn di« Versammlung drrch eine sympathische Ansprache erfreute. Die Thesen lauten: 1. Di« Nackt brt Lntistmilituw» droht auch bet na» hereinzubeecknn. 9. Die Bewegung darf nimmermehr al» eine usoesährltche. risch varübergehende betrachtet werden: ff« gefährdet nächst «a» die fc> ffttuna und da» Vaterland. 8. -in Sind ftc» Haffe» und de» Neid» entbehrt dieselbe jede» eckten Kern» und verdanke ihr Wachstum in erster Lienii: de» Nucktseiftn der Menschentiatur »nd einer kluge» Benutzung begünstigender Zettumftänd«. 4. Die dem?»den wirklich anhaftenden Mängel sind «!!««יי : ptilich», in ihrer bei wt» oft hervortreten den besonderen Schär*: aber t-ül» künstlich eingeimpft und gewaltsam grohgezogen, teil» eine vorülera-hend« Entwicklungserscheiuung S Tie HeUnng verlangt: di« nachdrücklichste Zusammensaffnug iwd engsten Aaeinauderschluß der llrüste der Unser,, der fntlio>en Sräfft zumai, «ii Ernst und mit Slugheft thrnlichst vielst che Kühlung mit Gleichgesinnt« zu suchen und zu «ntrrhalten, aber auch mutig zu kämpfrn, wo Ehr« und Pflicht «• gebieten. 6. litt» Lehrern z: nächst gilt di« Forderung: höchste» sittliche» Ernst in Besinnung und Handlung, Pfleg« de« Vruderftrv» unter Jude», jüd. und »ichtjüd. tlmtsaenosst», planmäßige Aon»' aus tem Schul» und Glaubeusgeblet«, Fühl tlätupfern im Streit«. ^rmntrtUSf. Hkori» Al« im Jahre 1882 nach dem Regierung«» antrirte Alexander UL die Austreibungen der Juden aus Rußland ihren Anfang nahmen, suchte eine Anzahl vim Familien dieser Unglücklichen Schutz und Asyl hier in Pari», wo man damals von einer französisch-russischen Allianz weder hüben noch drüben etwa« träumte und daher dtm heimatlosen Flüchtlingen freundlich enrgegenlam Der Pariser Gemeiuderath stellte tem Baron Alphonse von Rothschild, der sich der Brr׳ trirltntn zuerst an nahm, eine Anzahl von leerstehend«« Häusern in der Rue Eugäne in Montmartre;egen billigt« Entgelt zur Verfügung, wo die Auswanderer untergebracht wurden. Doch dir Fremdlinge erhielten bald Zuzug aus der Heimat, so daß sich die gemietheten Häuser für die Aufnahme der Neuangekommenen al» zu eug erwiesen. Es mußte min ein neues Terrain ausfindig gemacht werden. Da« gelatig auch bald. Ter Eigenthümer des weiten, unbelauten Grund» stücke« aus der Place du Trüne gestattete, dcß auf einem Terrain von etwa tausend Quadratmetern Hiltten für tir russischen Flüchtlinge errichtet werden. Aus diesem Platze erhebt sich heute rin« Anzahl dieser allerdings äußerst dürftig eingerichteten hüttenartigen Wohnstätten, in denen die B«rtriebenen, etwa siebenhundert an der Zahl, ihr Dasein friste:!. Ein Brrtrerrr des ״Figaro", der dies,!« eigenartige, moderne Ghetto in Paris besuchte, rühmt die groze Reinlichkeit und Ordnung, die in den Hütten herrscht. Drr MonatSzinS für eine Hütte bettägt sechs Franc«. Die Männer befassi« sich mit Arbrrtrn; sie sind theils Schuhmacher, theil« Schneider, Scheerer,schieifer, Mützenmacher, Strohflechter u. dgl. m. Die arbeitsfähigen Knaben finden meisten« in Schtchwaarenfabriken Beschäftigung. Für d» Verrichtung ihre« Gottesdienstes haben di« Bewohner dieser Hütten eiv׳m größeren Raum in einem Haus« der Rue Siutt-Paul xe» «iethet, wo sie unter Leitung eine« mit ihnen au« Rußland vertriebenen Rabbiners ihre Andacht verrichten. Die Le» vöirerung de« Buttel« kommt den armen Opfern de« russi, scheu Fanatismus menschenfreundlich entgegen und läßt es an müden Spenden und Gaben für die arbeitsunfähig.11 Greise, Frauen und Sinder nicht fthlen. VUL-arie«. 18. Juli 1892. (Or^Lor.) .An die lübl. Re» daktion der Israelitischen Wochenschrift*' in Magdeburg. Die in Berlin erstheiueude ״Jüdüche Presst" »rächte i« verwichenen Winter «chrerr »it ^vraziou uerische Belichte gegen unselrudetDatigeu fürstlich bu LandeS.mbbmer, Herrn Dr. S. lankot-itz au« Sofia Ll«. un« die Berichte durch Zufall p» Gesicht« kamen, richtete» wir wohl ftvaS verspätet, unter» 13. Mci an die Rrdaktio« der ״I. Pr." «ine Berichtigung, welihe dich! aber bisber ׳zu »er» öffentlichen uotrrlich. Wft wenden un« daher an Sie oft der höftichen kitte, obige Berichtigung in?ihrem vielverbrriteteu, uupattriischen Blatte zu verüffentl che« *) itnb tiberlofleuet jedem wahren Zehudi die HandlmmStreise de« sich orthodox nennende« Blatte« zu beurteilen. Mit aufrichtigster Hochachtung der Borstand d>!« deutsch-israelitischen BeinnS: ״Achduch Aufche Emrth" in Sofia. I. W. Lüminger. .«-»fta, cm 1. 18. «tai 1899. An bft läbliche N-daktiv, der ,Jüdischen Preffet- Der kerrtn»» und Vethan»votstand ״slchdvth Ansche Emeth^ Numänen nt-dNuffe», richten t« veitruue» «ns Ist« llnponelltchfttt an dft lübl. fledafttoa dft HSfi. vive, zue Strner d-!r Wahrheit, sol» gen den Zeile! in etaer der nächste« Nummer» Ihre» gesch Blatte« mau« geben zu wollen. Mit li.sster Entrüstung labe» »tr zufällig di« verichi« au« Safia eine» .Beutlon" wezeichueten in de» Rnrtmern 8, 4 und 10 der JJfc> dischen Preff«' in Berlin vom 81 ,!18. Januar «nd 10. Märt d. I. zu Gesicht« vetomme», (da dieses!glatt Hirt nicht verbreitet ist). Dies« Bericht,, di« sich mit dee Pers» de« Herrn Dr Dankowitz, defsti^ Demission, Eharakler, Wirksamkeit tr. besaffea, sind trU» erdicht», teil» übertrieben oder gänzlich «nwaltr. Wir, di« wir in Sofia leben un» dt« hiesigen verhältntff« genau kennen, wisse!, daß diest Berichte ei»,lg und allein in der Feindschaft und dem Haß ihre« in der ganpt. Steckt d-tanu e», uater dem Namen ״venzian" sich verkriechende« versaff,,» gegen Dr. Dankowitz ihre» Grund und ihre Quelle habe». Wollte» wir alle Verdächtigungen und Verleumdung.« de» Benzio, gegen Dr. Dantonltz au»fühntch mied«» lege», so müßten wir zu sehr die Gedul» de» Leser» in Ansprnch nehmen: wir beschränk-» un» daher bloß einig«»hervorzniftben. Wir, di« sogen. ״Aschktnasim', befinden un» hier i:t «tner solchen Lage, di« un» «cht erlaubt, in >ftser unsrer Wftcrtegnng manch« wichtig« Moment« t« berühren, die vielleicht in der fraglich« a Anaeleg-mhet! am stärkste» nht Dr- Lankotvi z sprechen k»nnteu t»»b dt« fiuansftlle saumstlig« Miß- Wirtschaft, sowie di« verschftdrnsten pecuuiärrn Nkißoerhältniffe ן de» spanwUIthe» Provinziaigemel «de! und der der Hauptstadl in dieser Hinsicht ein« von den Harptrollen Wir constatftr» nur, daß die Familie de« Herrn Dr. Daatomt» überhaupt leinet hier verbleibet» wollte, da ersten» die ungen Köijoe!«» Herr» Dr der Familie xtrennt, im Ausland« ihr« St,»i-m machen müffe» da er dftr zu-etftn« teiue Möglichkeit hatte, teilen jüngsten Tächter» di« ihnen til-tig« Bildung anaedeihet zu lasier. Jafotaebrffe» andrer Umstände, reicht« Dr. Dankowitz bereit» «eh:er» Male (l>, am 27. Angitft v. I.) sein« Drmilstov ein, »ft nicht »nr nicht ä! nommen wutde, sondern der« Zurücknah«« aach seit«» sowohl Nombelu brr hiesige» Spantolengrmetad« al» awh durch Beschluß «ii am 9. Roveubee v. I. abgeholt««:! Generalversammlung dem ' Dankowitz auf» wärmst« an» Herz g-ftgt wurd-: Wir bruuchm nur dt« vftlenDepechen undAdreff« derspa! Provinzialgetnelnd« zu erwähnen, di-. Dr. Dankowitz auf da» detugi zu beweg« sucht«, aus seinem Posten zu verbleib«, a! ft« Um Herrn Dr. Dankowitz günstiaea Reguigen, di« jüdischen Bevölkerung der Hauptstadt selbst kundzab«, tnt heit»tt«b« de» .,ehmnwrrt«" (71 Benzion zu illustrier«. Anstatt dem Her« Dr. Dankowitz ein Zeuguiß über sein« rokter an»zust«ll«, gestatt«» wir nr». einig« Tatlach» au« hftpg« dreijlhrig« A«t»tätigkrit antuführ», welche sich am etgn«, di« sssersämichkeft de»s^b« ued »eff« hiesigr Wirksamkeft ji beleuchten . Al» wt hreud de» serbtsch-bulgarisch« Srftze« 9 spaniolische Aultat« tscgra Desertion zu« Tode ventrteilt »itrdm, gelang e« ihm ,floß bei -NN di. Da» BevSitemtng bi «ns. Und nur de» Her« s^r. Dankototz, de ff« persönlichem) Bbehörd« und Dank »m «-ympatim, welt gte, dft Sertrrtetlftn dt» Tode, zn «trrtße p«st. da» Blutuärch«, dr» so oft in der bnlgar^ erregte, tauch« hftr vorloe» iZahr in Brntz« >k d» raftieftn, Persönlich« BePrchnug» de» C Dr. Dankowitz, Dank deffen mehrmalig-r Jnftrversti« betderNeg '!bst, wurd, diest schreckliche Btntbrshuwigmtg za Gaafftn dn ' :!Ms Äugt klagt« ansgeklätt und die etuaekerkerft» Inh« wftdir^ >t Dr. Dankowitz faprfkit« sich aber nicht bloß mit l' p sonder, bemühft süh, i» einer, dl hnlzjar. stlbj sch« kW Berichtig« nnger» nehmen ft anderer