Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1892)
- Issue
- 34 (19.8.1892)
- Date
- 1892-08-19
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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!**ז»« i «3) 03־ Mt VafnStM■ d« fMgoR« j» «ach« Unk am• 1 Vofet’it «Rfclfe- M!mx tWga«* genießt, ist aat■ kern U«Pa»d erseh«, daß «, dies« vrosihüi« »eg« «ngtcklagt, von eine« der ^ierüh »testen Advakate» vulaan,»« dem gewesene» «inisterprsfidmt« undJusiizmintste» Dr. Stollofs, auf M gNt»!M1dste vereidigt und von Ptmmkllch« drei Instanz« frei »espe och« Word«. vir gehen jetzt za einer Stell« der vertcheerstatturg ,,VevzionH" '׳z Aber, dir a« besten geeignet war, de» Namen de« Lerrn Dr. Dankowitz , mit <»t »a besudeln und gegen ihn jede» human denkend« Mensch« -ans de« höchst« ausznbringen.!de« Raume» weg« «Sfl« wir jedoch dt« Widerlegung diese» Punkte» zu »nser» groß!« Bedauern abtürz«. K» ist stadtbekannt, daß Dr. Dankowitz »och keine» rusfisch« Jnd« versag!«, sein« Einfluß zu deff« Guichen bet der Regieruug aektrnd zu «ach« »ad riel« russisch« grd»» von de» verschiedeost« vewsszweig« wisse» »it warm« Wort« ihr« Daukempfindungm für diese vernMndurg laut auszusprech«. Seine Predigt, die er im vorig« Jahre im hiesigen, größt« sponioitschea Tempel am Sabbat ״Schelach l'ch» zu Kunst« der armen verfolgt« Juden -kußland» hielt, machte große« Pnfseh« und jeder von d« hiesig« russisch« Jud« weiß zu «rzühl«, wie Dr. Dankowitz sich tnaübte, di« WshULtigkeittgefühIe der Spaniolen zu Künsten unsrer verfolgt« rusflsch« Brüder zu «tfiamm« zwei hiesig« spanioitsche isiotabeln, dt« Herren Aroram' Behar David und Jörne. Levy, wuid« von Dr. Dankowitz beaustragt, in Gossa, und der Herr Raätamlm Liad« (llhacham in PHUipPopel) -tu d« spantolischeu Provinzialttemeind« S»md« zum selb« Zwecke ul sammeln, sogar der patriotisch fühl«de 8״»nzion" könnt« von feiner Kiohlthtrigkeir bericht«, die er durch sein« Jünsironctspende am Tag« .«uh der obenerwähnten Predigt an Her« Dr. Dankowitz bemugte. Auch können wir nicht unerwähnt lasse», daß Dr. Dankowitz «urigen Sommer ein« sehr wichtigen Antkel in Dr SA1 vom 37. August v. I. »e« t» französischer Sprach« hier erscheinende» offiziell« Hoforgan« Vulgarie", sowie einen and«« in bulgarischer Spreuhe in der «ütnna «Tscherno More״, Skr. 14 vom b. September (erscheint in Harns), ferner Artikel in den tu Phillppopel erschetv«d« bulgarischen Lxernalea ״Balkanlka gorv" and ,,Ploodlo^ veröffentlicht ha«. In / «es« Artikeln ist Dr. Dankowitz bemüht, die gram die Einwanderung russischer Jnd« gellend «macht« Einwürse mit logisch« Waffen zu widerlegen uud für der«Zulaflnng invnlgarien «ärmst«»zu plaidieren. Au» bleibt »»« noch übrig, eia« Kleinlgleit zu berühr«, die aber in ihrer Art und Welse rin nl»ek ck'oourra der ״verichterftattuogdknnst- Ke« ,venzlou" ist. Derselbe b<!richtete derzeit, daß dir Famule de« - Her« Dr. Dankowitz um der Räumung der ihm vermeintlich vom I. Januar d I gekündigten kZohnnng zu entgeh«» «ine Krankheit fingiert«, obwohl w>« , V«zion" «eint, z« lener Zeit «ine wahrhaft« ,Mqxxbyeltseptdemle' hier herrschte, lieber Eei»»d heitsepedemieu aber »iff« nicht nur ander»wo, sondern auch in Sofia Aerztr, zu der» vmntuiff« mau Zuflucht nicht zu «ehm« wag«, zu klagen; ob aber f mir in diese» Falle mit einer Kraukheitsfingierung z» tun Hab«, ^darüber könnt« sehr viele« dt« 3 Aerzt«, Herr Dr. Popuff (Bulgare) nndHerr Dr. Rav »«(Spaniole), die »aMnlich die damal» wochenlang de« Bett hüttnde KanrUt« de« Dr. Dautmmtz besuchten, erzähl«, sowie - bb! Dutzend« von Freund« und Bekannten, welche di« ganze Zeit Sftr d« glücklichen Anügang dieser ״KesundheitsepiLemt«" ries im 1 berechtigte Sorge trug«, voa d« viel« Mitglied«« de« hiesig« r-ktzolim-Vereine«" schon abgeseh«, dl« getr« der Vesttwmuug : Verbindung am Krankenbett« der Familie de» Her« Dr. Dankowitz rag und Rächt trrue Wache hielt« Wir ersuch« auch dir an >era1 jüd. geiwagen (״Allgemeine Zeitung 1D»I Jndmthum«" in Berlin und Re ,^Sauvhürte") diesen Zeile» Raum wollen.; Präsiden«: 3- W LSwinger. Der Schrisrsührrr: Don sach Ivt», vannteruehmer t» Feinberg, Kaufmann S. Flortu, .^gtfter der Pharmacte D. Stein, I. kreonberg, Simon, R. largulte», «az Danztnger, M. Kupfer»,sser, R. «after, O, S1«rab»rg,L Abramhowttz, S. Aalpert, ». David »witsch, Sftwchetn, A. Krünberx, Kebrüder Rasch««, giss«, vonstrku, Alois Marc«», Samuel v. Koh u, Herrnumn Rotholz, Hermann!«cobsohu, Sigmund Frünkel, Eli« vetuzwetg, MosiS, ,Lander, M-Ldaimowitsch, Ignatz Rasoel, H.Sonnenschein, 'Mmon Welt, ein genauer Kerner de« «euzion, Gustav Kaezl», Lermana Schwarz, Victor 2t»«a«u, Georg Fischer, Matz Koidstei», Leon Radbill, Alexander Högyösv, v. Hamburg, -A. Feiertag, V.Silberftri»,J. Sillhetmer, Jacob Fla schurr, ^Bunuel Reuhan», Herrmawr Fintelftc»», Dt. Schutzmann, ^KiuU Deutsch. lvermtschte und neueste Rachrichte». zL^MchgtzUß«»». I« h 2 d:r Satzungen te« Lntiscmllenverela» zu «ldorf heißt a: .Mitglied de»Verein« kann jeder großjährige, nicht stme« deutsch« Vüraer werde»; Jnd« und gelauste Jud» «lei» e»ufuah»«.»(W1»0Mrd«Ehr«^»>WM«1 (»er Franz ose) getapst«,Jude) ' "" . ׳7 ster b. Schecking hat lau« Anr^a» de« Kiagaantmg geg« Ahlwardt seinen Der königi. Landgericht» t (wtgnT^ *8orsitzer.d? de» antisemitischen Verein» tu Köln, Jul ln« S7un«r, wurde am 13. August von der Strafkammer wegr» Unterschlagung und Diebstahl zu ö Monat« und einem Lag« Kesängaiß »erunheili. veelier. Fräulein Louise Heymanu, Tochter de» Amster. damer vberkantor», bar hier gesung«. lleber dt« Ersolae dieser aufblüh«»«, jung« Primadonna äußert di« .Rordd. Allge«. Zrit.:^ .Frl. Heymanu kam «ach Berlia al» fast unbekannte Dwlgrri« und verließ e» al» rin glänzenderStern am Himmel der Kesauglkimst.'' Frankfurt a. «. Hr.Ehacle« Oppenheimer, englischer Loasnl hierseldst, wuroe von der Königin von England in den Riltrrstaad erhoben und ist neben Herrn Kustav Rath an (Keneraleonsnl in Wi«) der zweit« Ritter, der t» Lonsulardienstc thäng ist. Vre>«derg, 12. Aug. Der bisherig« Amt«gericht»rath Herr P elta so d n hierseldst ist unter Beförkerung zum Landgerschtswth an da» hlestg« Landgericht oe:setzt worden. Herr P. ist seit einer Reih« von Jahr« Borsitzender de» RepräsmianNnkollegiu«» der hiesig« Synagogen-Kearetnd«. V»ch««, 17. «ug Der anktsemitisch« » zltator Drjur. Ie«darpf an»Hamburg bereiftgegenwLrtig da»westsälisch«Industriegebiet, um durch Vorträge sür d« Aansemiti»««» Propaganda zu machen. Ein« auf vorgestern >b«d hier beruf«« Versammlung konnte jedoch wegen mangelhafter vetheiligung der Bürgerschaft nicht stattfinde». XMt«. Der Vorstand der 8le»er Lulwsgenteind« hat «in Rundschrelben an alle hervorragenden jüdisch« Gemeinden de» Eontlaeutett erlass«, worin er diefelben ersncht, ihr« Delegirten za einer verathuag über wichtige religiöse Angelegenheiten am -. September d. I. nach Wie» zu entsend«. Zweck der Eonfercaz sei, .Mittelaufzusuch«, um da» rellglöse Bewtlßtjew der «lauiMNlgeoofi«, welche« t» Schwind« begriff« sei, zu Hede»."' Da» Haupmuzclrinrrk soll« aus den Kotte»di«ft uud den Re!lgion»uuterrichl gerichtet wrrdm- Die Löjaug thrologifcher Frag« ist aiütgrfchloff«. Wtzte«, Herr Dr. Gustav Xiring, Präsident ,der italienischen SbiheUung der hiesig« mnfikalischeo and dramatische« Au»stellung, wurde vom Kön'g« voa Jtali« zum Offizier de» Orient» der italienischen Krone ««ann». Notier»««. Am 1. August starb Hierselbst einer der hervor» rag«dst« Bürger, der praktlsthe Arzt, Herr A. Sy man». Sri» Ram« wird noch lange in Verbindung mit der hiesigen Taubstumm«» Anftali genannt werden, «eiche al» Piouier im Taubft«mm«uuterricht ein« bedwtend« Ruf erlangt hat. Schon im Jahre 1852 halte der verstorbene auf «lner Versammlung voa Aerzt« dt« Ausmertsamkeit auf dt« RothnMndiaketl der Einsührung de« Taubstammenumerrichte» g«l«N und durch sein« saßlich« historische» Essay'» über diese« K«g«sta»d die Anregung zur Eriichwng de» Institut« geged«. welche» durch fast -׳ tv Jahre fein« Segnung« üder Holland verbreitet hat Während dieser ganze» Zeit war Hr. Sym-m» Mitglied und Secretär de» Kuratorium» uud wurde 1878 bei Kelegmheft der Sb jährig« Gründungsfeier der r Anstalt von dem verstorben«» Könige zu« Ritter de» Ordeu» dosi. ^ederlündtsch« Löwe» ernannt. Der verstorben« war Vater de» Pro«;tffoi» Symon» an der Universität zu Groatng«. Gort». Lei der Prrisvertheiluug a« hiefiam National-Lenser- > vatorlum der Musik wurde der erste Preis für Violine «iusttmmtg de« Kiäulein Jasst, einer imrg« russischen Jüdin, zuertannt. Di« ganze Pariser Presse ist ihie» Lob«» voll. D« ersten Preß» für Piano erdtelt «benfall» ein« Jüdin, Fräulein Wetuaärtner. lPari». Der in Rr. 82 d«,Wochenschrift' unter Part» genannte am 1». Juli d I. znm Ritter der Ehrenlegion erhob«« Hanpimanu Oppenheim soäte sich dieser Au»zelch»unn nicht lang« (roux. Am 18 Juli ist er letder in Hannover im üb. Leben»jahre seine» Wund« erlege«. Moiloxd» Der König von Jtali« hat an« eigener Initiativ« d« Herrn Dr. Elia Latte», emonlirtr» Professor der htefig« Uni« verfität, zum Kommandeur io»St. Maurttz» uud St. Lazarus-Ortax» ernannt. Nox». Der Direktor de» päpstlich« Aus««» hat de« Papst, eine hebrätsche Urkunde von hohe« archäologisch« Werthe überreicht. Dieselbe darin au» den ftübrsten Zeit« Jerusalem» und besteht in einer aus «i.:em rechtwixkllg« Stein« ansgehauea« Grabschrift in hebräischen kharocteren. BxkaroM. Die Regiewng bereitet ein» gesetzlich« Regelung der Recht»verdälwlls« der nicht nawrattfirt« J»raell«m und all« oha« anderweitig« ZupLudlgkrir ix RusEnt« lebend« Fremden vor. Pet«»»»r». Der rufflsch« Stoatsrath wird demnächst «iu Gasetzproject tu Behandlung ziehe», da» die Rexlnna der jüdisch« Wohlthätlgleil»-A»stalren zu« Kegjenstand« hat.?die Twdenz de» Gesetz«»- soll oabia ged«, dt« jüdisch« Wohlthäkateit, durch welche dt« Ino».- rin« fest«« Stütz« t» P»tch« feth«, oedeut^'.d iisznschr^f« «xA' i dteselve unter strenge k«»trolle der Regierung zu stelle». Auch .Ulliance J».«litr^ sollen groß« H>»d«rniffe in den Weg gel< BxlrSxMt«. HerrDr Klein, Rsbbtner desLHebZed« in Rcw flerk, wurde za« Rabbiner »er hiesig« (taxeUfe Israel erwühit. ■.*tä-A