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Israelitische Wochenschrift · 1892-08-12 · 33 (12.8.1892) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
23 (1892)
Issue
33 (12.8.1892)
Date
1892-08-12
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Al» Referat für dieselbe wurde da« Thema -MD: ' .Sarn« soll dt« Urteil ische klewenstrschnle in {*fit* «v> halt«» werden?" Die Herren Oppenheim-Barchfeld und Weingarten- Bebra übernahmen da» Referat, resp. da« Korreferat Bei der hierauf vorgenommene« AoSfchußwohl «urde der seitherig« Ausschuß durch Zuruf wieder gewählt, obwohl dir betr. Ausschußmitglieder gegen diesen Wahlmodn» protrstirt und wiederholt Zetrelwahl verlangt halten. Nachdem der Borsitzende d» 24. JahreSversainmluug für geschloffen erklärt hatte, sprach Herr Dr. Munk demselben den Dank der Versammlung für dir umsichtige Leitung der Berhandlungrn au«. An die Versammlung schloß sich ein gemeinschaftliches Mahl, welche« durch die heiterste Stimmung gewürzt war. Bon der. vielen Trinksprüchen seinen nur diejenigen der HH. Dr. Stein auf Se. Majestät den Kaiser, Oppenheim- Treysa auf den Vorsitzenden, Cornelius- Rotenburg auf die Säfte, Dr. Prager auf die heff Lehrer. Dr. Munk auf ben Ausschuß, Dr. Lahn auf den echten Lehrergeist und Gutkind auf die Frauen erwähnt. Nur allzu rasch führte da« Dampfroß di« Theilnehmer wieder nach allen Richtungen auseinander. Mägen wir un« im nächsten Jahre wieder ftoh begrüßen können! Di« Schriftführer: > mi am-Borke». Opprnhrlw-rreysa. Berichte und Correspondenzen. DentschUu»-. A8ck^d«§»rß, 4. August. Tin sehr wichtigeS Resultat hat der in Ulm tagend« deutsche Acchropologen-Kongreß zu To gefördert. Bekanntlich haben Stöcker, Treitschke. Ahlwar! und Genoffrn au« der Judeafrage ein« Rasfenfrage gemacht und gegen da- Uebergewicht der Fremdlinge protestirt. In Ulm ist nun von Männern, denen kein Mensch ein« autoritLtive Befeurung absprechen wird, nachgewirsen worden, daß in den Adern der Juden recht viel iadogermanische« Blut fließt, daß sie somft dieser Raffe sehr nahe verwandt find. Den Beweis für dies« Behauptung hat zunächst Dr. Felix v. Luschan, der Direktonalassistent am kgl. Museum für Völkerkunde in Berlin, in einem Bortrage über »di« anthropologische Stellung der Juden" erbracht, aus dem wir hier nur einen kurzen Auszug geben. Bon den acht Völkern, welche die semitische Sprachenfamilie bilden, den Babyloniern, Assyrern, Hebräer», Phöniziern, Abessyniern, Aramäern, Sabäer» und den Nordarabern, sind «S nur die beiden letzterwähuten Völker, welche den ursprünglichen semitischen Typ«- von fremden Raffenelementen ftei erhalten haben. Gerade diese Repräsentanten des unverfälschten Semitenthum« sind aber charofterisirt durch di« lang köpfig« Schädels»«» sowie durch eine Rase, deren Form mit derienigen, die man im gewöhnliehe» Lebe» als »Judennase" bezeuhner, durchaus nichts gemein Hot. Dagegen zeigt sich bei den Hebräern und Aramäern vorherrschend K u rz ÜLpfigkeit: auch ist durch die unter Birchow'S Leitung angestellte Schmünferstatistik über den blonden und brünetten Typus im Deutsch«! Reiche erwiesen, daß «irfil weniger al» 11 pCt. aller deutschen Juden blond find. Weher stammt diese Blondheft? Die von dem hervorragenden englischen Ethnologen FliaderS Petrie unlängst angestellte» Untersuchungen hoben über diesen bisher dunklen Punkt Licht verbreitet. Er stellte fest, daß auf den Wand¬ Smälfen der altrghptischen Gräber und Tempelbauten die maur (die ,Amonter" der Bibel) mit blauen Augen, rvthsichern Haupthaar, Bart und Augenbrauen, mit gebogene« Nasen und andere» Ligenchümsichkeften dargestrllt sind, welche keinen Zweifel darüber befteijm lasten, daß wir in da, Nmo> ritern ein Volk zu erblicke» habe», welches dem germanische» 'i Zwch- *™Hin *maurmmw | bat also bereits ftn 13> Jahrhunbert «k vorihMMcht» N« ' m Palästina eft Volk von ansch-iudilgermwiischer »bW mung existirt — ein Volh welche» nur eine», Zweig 5^ " ״־ ־־■־- " “־ “ ־* “ft m Sfkt jener blonden Berülkerung. welcke damul» auß und Syrien in nnem ,^ohen Theile der nirdastckanffchen Küstenländ« ihr,: Wohnsitz« hatte. Sinfererseii» wifien wir au« der Bibel, daß die Israeliten »ährend ihre- Auftnthaltin Palästina mit diesen ebenso nie mit anderen fremden Bolk-elemeaien eheliche Verbindungen eiilgegangen sind. Nach de- Redn.1» Ausführungen kann kein ^iwerstl darüber ttrr) sind. Zu'sen Böllern, mft denk» die!)»den ähnliche :1 ■־ -i Stellung behaupteten. Ist aber — so fährt lvr. ». Luschan *ן י fort — in den teutigen Juden, wft iticht bejweifelt werden kann, indogermanische« Blut in beträchtlichen Mengen enthalten, so fallen damit alle Bestrebungen in sich zusammen, p&> welche an« der duftigen Judenkage eine Ras senfrage zu *" machen geneigt sind und die Jude« als ei» dem deutschen׳ Solle fremde» Element hinstelleu möchten. . In der oi«s:m intrreffanten Boftrage solgende» Di»-z!!usston bestätigt tztircho» die von Lusckmn gemachteü Schluß- ' olgenwgen und bemerkt noch, daß «S unmöglich sti, a»s einer Anzahl von germanische» Schädeln den eine» Jude« henluSzusinden. pkiftoHurf, 5. Aug. Unter der Spitzmwk« »Zeichen der Zeit" äußert sich der Hallenser Prof. W. Beyschlae in der Auaust-Nammer seiner .Denisch-Evargel. Blätter^ ... -- —״זן d« in de« letzten Wo über verschiedene!jritcrscheinuuae t>i« Aufmerksamkeit aus sich gelenkt hoben. Anläßlich ttnab«nmordpro»esse» in Eleve | protestantische Theologe u. A-: »Der lk eine Siftvslanzi׳ auf deutsch^hristlich« in Eleve schreibt der berühmt» llntiseiaitiSmoS^ pflanz,׳ aus deutsch-christlichem Bote». R> tie Leidenschastra der «ugedildeteu Meiste» zu ippelliren und ׳ tie Funken eine« Raffen- und Religio nShaffe» in dieselben * zu werstn, war und ist eia Berbreckrn wie an Deutsch«»^ land so am Ehristenthum. Zumal di« Möhr von eine« i« ralmudischen Jlwenchum begründete« religiösm Bedürfniffe rach Lhristenblnt hat die Wissenschaft von Neue« erwiest« als da«, was st« ist, als ein; leere ^Ausgeburt mittel-. altrrlichen Aberg auben« und Fanal lSmuS. Die schwachvolle Luftener Sk schichte hat aber noh eine andere Seite als di« pur-antistmitische, nämlich die Berschwisterung, in der Antisemitismus und Ultromontaaismu» hier erscheinen, und dasurch wird sie za rftem noch! viel bedrohl «Heren Zeichen der Zeit..... Aber unsere Ttaatenlenker: H-erlt» E» verdient besonder» heivoraehoirm zu werden» daß in der vom Misstonar Prediger W.!Lecker (in ', fei Berlin) heran« zegrbeneu Monatsschrift ״Dibc« Emtth" sich ein« durch mehrere Nummern (6—8) lausend,׳ Abhandlang über »Das Menft»eaopstr bei den 2» :aelün»" befindet, die " zu folgende» Resultat kommt: ״Der Talmud bietet keiue» Anhalt säe di« An«ahm«, dag dt« im Alten Testament rorkomn-enden strenge« verdate de» Menschen- »:,str» »an den späteren Schriftanrlegern oorgisstn »der gar anfgehaben ׳ worden seien. Auch da» weit«« jüdisch« Schrifttum d» Mittelilter» »nd dre^'1 mneren Zeit zetgt tu diesem Stück kein« Adweichnng von den biblische». Grundlagen der Religion de» alten Bunde». Al» ״Of. JnßÜM' (2!. Lrihmann) mit senor Uebersetznng einer cv» de« {t. Iahrherndor» stemmenden kabbalistischen Lrttürnng. von Szuüch« 50,' 1« f. anfge- «ntei war, nach welcher ״nichtjüdisch«» Imigfranmblas ein ' Geste" sein soll, scheu» der Mann, der vor allen o? w>1r, sein Urteil in di» tvagschate;0 log»», Prosts kB-

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