Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1892)
- Issue
- 33 (12.8.1892)
- Date
- 1892-08-12
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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m; mochtt. *fff kn DWAsmtUbirtzchM MttWehmr werter ans, «a DWaütKdetfaifc» -behanpst^i» ik Inden hättm sich der heutigen Bilbungsepoch« nicht ongeschlofsen. Mendelrsoh», da« Borbild der heurigen Juvknheit, Hab« seinen Stolz darin gesunde», treue Aahänglichkcit an den väterlichen Maul«« und echt tartfty« Wese» ir. sich zu vereinigen. Sejorm Beispiele folgend, sei r« da« Ziel de« israelitischen LehreiÄ, deutsche Bildung und Gestttu 1g sin Verbindung mit der Liebe zur angestammten Religion in die Herzen der Kinder zu pflanze». Rach dieser Eröffnungsrede richtete der Borsitzende Sorte icher Begrüßung au dir Versammlung. Die Zahl der ilnedmer betrug nach Ausweis der Präsenzliste etwa 70. I» Wüste hatten dir Versammlung beehrt: die Herren Landrabbiner Dr. Prager-Kassel, Provinzialrabb. Dr. MunkvM Marburg. Proviazialradb Dr. E a b n - Fulda, Kreierabbiner M Strauß-Rüienburg, Justizrach Hirsch-Kaffel, die chnst- E׳lichen Kollegen Fritz-Fulda und Fleischmann-Kaflel, W sowie KreiSvorsteher Stern und die Ämeindeültesten Werthheim und Stern aus Fulda. Einige am Erscheinen verhinderte Kollegen hatten ihr Ferntteioen schriftlich entschu> chigt. Reumark-Felsberg und Müller-Frankenhausen begrüßten die Versammlung telegraphisch. Im Anschluß hieran verlas Hr. Dr. Stein ein Schreiben des D. I. G. B>, durch welches dieser von der abermalige» Bewilligung eines Beikags von!80 Mk. zu den Koste» der Konferenz Mit- -theilvng machte uud zugleich seinem dfedauern Ausdruck gab, daß durch Verhinderung seines langjährigen Delegirten Hrn. Adolf Gotrhelft zu Kaffel der D. A G.B. bei der versanimlung ohne Vertretung bleiben mitffe. Ihrem Dante gab dje Versammlung durch ein herzliche« Begrüßuogstelegrammrdn den Vorsitzenden de« G.!8, Herrn Geheimrach Dr. Kristeller, Ausdruck. Auch Hrn. Gotthelft, de» (eine Familie wegen seiner Geburtstagsfeier nicht zur Verammlung reisen ließ, sandtt letztere telegraphisch B^rüßuog «nd Glückwunsch, die von demselben n herzlichster Weife erwidert wurden. Der hiernach durch den Vorsitzende« verlesene Jahresbericht des Ausschusses tonnte kurz gel>allrn sein, da im verstoffenen Geschäftsjahre Fragen von besonderer Wichtigkeit nicht an den Ausschuß herangctrettn waren. Dagegen wid- «et« der Bericht Worte wehmüthigri: Erinnerung den im verfloffenen Jahr« verstorbenen Kollege» Blau bau m-Reffetrüde«, Kaufmann,Ungrdanken und Spier-Kassel. — Rachdem nun noch Herr Gut tind den Kassenbericht vorgettagrn hatte und ihm Entlastung ertheilt wir, trat man in die eigentliche Tagesordnung ein. E« erhielt nun Herr Kollege L ö >v e n st e i n - Fulda da- Wort zu seinem Vortrage: .Wie kann dir Kenntniß ter jüdischen Geschichte unter der Heranwachsenden israelirischrn Jugend mehr als bisher verbreitet »erden?« Der mit viele« Berstündniß unt> großer Wärme ausgearbeitete Bortrag srffelte die Bersaamlung bis zum letzten Satze. Da di« zur Annahme gelaugtt» Lemütze rin ziemlich genaue« Bild des Bonragergeben, so beschränken wir uns hier auf die Wiedergabe derselben: Leitsatz L. Dt« KennMitz der jüdisck«» G« schichte bietet uus ein wesentliche« tzbrberuigswttlel nnserer gtts<a«n Srlbsterhaltnn, uud eiue fiegreich« Saff» zur Abwehr Doa Angriffe» gegen de, Inhalt des Leitsatz L. Der Lehrer bemühe sich sevtrl die« t« Rahmen des Schulunterricht» ausfübrder, schan der schulpflichtige» Jugend hervorragend« Partieeu derselbe» beiz,dringen. Leitsatz S. Lesaader« mach« er es sich zu Ausgabe, die der Schule entwauffene Jugend und die Gemeind,! überhaupt für ihre» herrlichen Inhalt za interessinn und »» begeistern. Leitsatz t Letztere« reerbr erstrebt durch veraaflaltang van Vorträge« und Uesprechunge» über chegensN.nbe der silbische» Geschichte und Lmerarnr, smM« «*schaff,»- einschtä-i!« fitdt «tt Zeitschriften. Leitsatz « M t| Ulichr de« $«(«*,׳ >«t velehruna setnrr MiMietrr 1» den fraglichen lkenatniffe» muh fntfitu mUzu wirten. Mdrrsfrrentr», Herrn Sorge- Hünsellz deckten sich" im Ganzen mit denen des Referenten und ergänzten dieselbe» in einigen Punkten. An der ziemlich lebhafte» Debatte berhellrgtea sich außer de« Herren Rabbinern di, Kollegen: Perlstein.Zwesten. Andorn״ Fronhansen, L e o i - Hofgeismar, Oppenheim-Barchfell׳ a. A. Herr De. Münk stellte im Anschlüsse an diese Bev- Handlungen dem Herrn Borfikenden eine Anzahl Exemplar,: de» Bück'scheu GeschichtSwerkrs zweck» Bertheiluug an sich dafür lnteresstrende Kollege!« zur Verfügung. Rach einer viertelstündigen Pause folgte die Berathllng der eingegangenen Tnttügr. Herr G »t k i n d begründete den vom Ausschuß gestellteo Anttag. die Borsteherämter zu ersuchen, daß bei cintrrtenden Vakanzen israelitischer Schulstellen der Religionsunterricht keine längere Unterbrechung erleid« Dieser Anttag fant! dadurch seine Erledigung, daß die Versammlung entgegenkommend« Erklärungen der Vertreter der verschiedenen Borsteherümter zur Kenntniß nahm. Ein weiterer Ausschubantrag, begründet durch den unterzeichneten Amram, fordert für die Brrsehuug des Vorsüngcrdirnftes eine besonder«, pension-fähige Vergütung, die zunächst bei den Vorsteherämtcrn und eventl. bei den weiterrn Instanzen erbeten werden soll. Zur Begründung wurde ausgcführt, txr Anttag fei vor drei Jahren durch Herrn N e u m a r k - Felsberg schon einmal gestellt und von der Ber« sammlung angenommen, von den Borsteherämtern jedoch nicht berücksichtigt worden. Gegenwärtig sei d:e Sachlage aber eia günstigere, indem der letzte dem Landtage vorgelrgtt Schvlgesetzeutwulf die von den preußischen Lehttr» schon mehrfach erhobene Forderung einer besoaderea Besoldung der kirchlick>cu Nebenämter als berechtigt anerkannt und ihr« Berücksichtigung vorgesehen habe. Der Borsängerdienst bereite dem Lehrer so viel Anstrengung und Aufregung» daß es gewiß nicht unbillig genannt weroen dürfe, wenn dafür eia« geringe Vergütung gefordert würde. Auch der Sttuerkraft unserer Gemeinde gegenüber sei die Forderung nicht unbillig zu nennen, da dir Gemeind« ja jetzt ausnahmslos «ine staatliche Beihilfe von 600 Mk. zu ihren Schullasten erhalten, ohne-daß ihnen neue Lasten entstandea seien. — Wen« zu diesem Anträge die anwcstnden Mitglieder der Vorsteherämter auch da« Wort nicht ergriffen, so giebt uns ihr Berhalten doch den Muth, eine Berücksichtigung de« Antrages, der durch die Bersammlunz Annahme fand, zu erhoffen. Auf Antrag des Herrn Stein-Raboldshausen wurde beschlossen, die Vorsteherämter zu ersuchen, bei Streitigkeiten zwischen Gemeindeältestcn und Lehrern letztere besser in Schutz zu nehmen, als bisher geschehen. Der weittrr — von Herrn And ora-Fronhauseu gestelltt — Antrag wurde von dem Antragsteller wegen vor» geschrittener Zeck für diese« Jahr zurückgezogen. Derselbe wttd im kmnmeuden Jahn zur Erörterung gelangen, weshalb wir hiek^einea Worttaut mittheilea: A. Dt« versemmlung <tfw$t Herr» Dr. Stein u« eine Neubearbeit»»- seine« Lesebuch». I« Vesvndere» spricht fi« sich stk et«» erhebliche BermeG»- be» SwffeS au». Dieselbe ist hrrbeizulb«« durch Ausnahme van Lesestiicke» ans de» jüdische» Lebe», <>»«$ Ei«» sü-unweiierer Lesrstücke ans be« realtstische« und lttlrrartsche» Gebiete. Der «nterzeichaett Oppenheim verlas nun das Berzeichniß der Leonrstellea, bei welche« infolge des Schulttttlastuugsgesetzes oa» Diensteinkommen durch SompetenzechLhang oder durch persönlich« Zulagen erhöht worden kst. Das Berzetchniß zählt SS solcher Stellen ans. Darnach theilte Herr Dr. Stein mit, daß die jährige Versammlung, welche in Kassel abgehalteu wird, als die 25. eine« feiockicherru EharLtter.erhalt und bittet, de« Ausschuß bezügliche Rathschlilge zu >