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Israelitische Wochenschrift · 1892-08-05 · 32 (5.8.1892) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
23 (1892)
Issue
32 (5.8.1892)
Date
1892-08-05
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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genannt, unschuldig schuunhten und in, dir Blöße« »»chdürstig beizende, Lumpen und Fetzen «hüllt, von der Kviackenknute getrieben, mit ihrrr teuersieu Last, den -leinen, besthwerl, von Ort zu Ort stürmen, nach eine» Rnhepunkt für die van kruden Führ angstumflort in» Weite spähend. Könntet Ihr noch, diese Bilder de« Jammer« vor Eurer Seele, Euir» selbstsüchtigen Vergnügungen mit kalter Ruhe nachgeher? Dann hätte sich da« schönste Erbe Jacobs, da» jüdische Herz, in einen harten Fel« verwandelt, dem keine labsa spendende Erquickung in der Wüsten noth der Jetztzeit entströmte. Wir geben un« aber der gläubigen Hoffnung hin. daß da« sonst für jede Noch so heiß erglühende jüdische Herz in ungeschwächte! Blut weiter lodert und sich den großen Forderungen der Gegenwart nicht entziehen wird. Die furchtbaren Ereignisse, die von der AbeuSglut de« Jahrhundert« der Aufklärungen so grell beleuchtrt werden, verlangen ein tdat- und oyferfroheS Geschlecht, ein lseschlecht, das nicht bla« in müßigem und bewunderndem Zusäpucn der mit beispielloser Standhaftigkeit ertragenen Qualen der Brüder erstirbt, sondei asich von unfruchtbarem Staunenzu bewundern«- und staunenswerthen Denkmalen brüderlicher Liebe erhebt. Vergangenheit und Gegenwart mahnen ur.S leide zur Einkehr uudzu betrachtender Rückschau, die inWerkrn uneigennütziger Menschlichkeit ihren höchsten Ausdruck findtn sollen, damit die Geschichte dem Judentum am AuSgange de« IS. Jahrhunderts nicht den schweren Vorwurf nachzushleudern berechtigt wird.dergroß'eMoment fand ein kleiaestzleschkecht. Berichte «ud Correspondenzen. De«»s>chtO»d. MugbeÜurg. 1. August. Der bevollmächtigtige Bertreter de» Daran» Hirsch, D. F. Feinberg, macht in der mii:b. Chron. Woschoda" bekannt, daß die Ueber!iedelung von Personen, welche unter dem Schutze derHirsch'schea Lomitä» auKzuwandern wünschen, nicht vor dem Monate Januar 1893 beginnt, da vor diesem Zeichnnkte in den dortigen .Kolonien dic Vorbereitungen erledigt werden können. Daher sei e» von keinem Nutzen, wenn Personen, die auszuwandern beabsichtigen, schon jetzt Anmeldungen in dieser Angelegeuljeit vorstell«. Im Herbste laufenden Jahre» eröffnet da« Hirsch'sche Ccnlralcomit» zu Petersburg sewe Wirksamkeit: späterhin werden auch nach Maßgabe der Nothweudigkeit an vcrschiedenen Punkten im Innern Proviuzialconntss eröffnet. Dahin Halen alle diejenigen ihre Anmeldon«n zu richtete, welche durch Vermittelung der Cvmitä» nach Argentinien gebracht zu werde»« beabsichtigen. Wagdeünrg. Mehrere Blätter verbreite» eine au« Cleve kommende Nachricht, daß die hiesige Staatsanwaltschaff gegen di« Zeug« Jnnkermann, Brnckmanu. Rillmaun »n Folge ihrer Aussog« im Buschhosfscheu Prozeß einschreite.: werde. Auf Grund von uns an maßgebender Stelle «»gezognen Erkundigung« — schreibt da« .Clever SreiS- Natt" — sind wir in der Lage, mitcheilm zu können, daß die Staatsanwaltschaft bi« jetzt gegen die Borge aanntm keinerlei Verfügungen erlass« hat. Wir könam hiergegen bestätig« n, daß fetten« der Staatsanwaltschaft alle fjebel in Bewegung gesetzt ward« sind, den oder die wirklichen Mörder des lknabenHegemana zn eruireu.— An Fingerzeig« still es in Folge der prozessualen Verhandlung vor de« Schwurge^cht nrcht fehlen. Hoffen nur. daß es gelingen werde. ßterii». Auch Berlin wird ein« .Bufchhoff-Prltzeb" in fernen Mauern sehe«. Ls handelt sich um ein«! Beleidigung^Nzge gegm daS antisemitffche Hetzblatt .Das Volk". Dir .Germania" bemerkt, ihres Wissen» sei sicher der erste Untersnchungsrichter LaudgerüMrach Brixi u» Kläger, man höre aber, daß auch noch im Erste Staatsanwalt Baumgard und der Justizmiuister Schilling Kläger seien. »Auch der Bürgermeister Schieß", ipißt ««in ernrn,Blatte, .ferner gerftplichen" ber Gärtner M flder« _ (ab«, und dabei werden Dinge gm ״ , , jebafftt, welche den Clever Pro^ß in ei» ganz rücken bürsten." — Auf da» .n«e Licht" darf man "ein; «nige Erleucht»«; könnten di! antisemitisch« ja brauchen, hofiennich wird ihnen der Staatsanwalt ein gehörig heimleucjtrn. NerN». h)err Piofeffor Strcick veröffentlicht folgende >5rkläruug über dm Rückzug de« 04״•«, ▼Mora Oattollao « Eben erfahr« ich w>n einem Kallegen, daß da» .Volk" melde, der .Offervaiore Laitoiico» habe mein <nerbtckeu,die Beweist de» Offrr- «More für de» Ritwrlmnrd tet den Inden widert egen, angenammen.?Liefe Meldung de» .Volk׳ ist durcha«» falsch, im Gegeathei«, der Osfervatare Hai sich in seiger Weis« »»rück,«»»gen. Er. scheint überzeugt zu sein, daß in Deutsch land nicht drei Universlrätölehrer »» finde» sind, «eiche da« kritiklose Geschwätz k«ö Offervaiore für «sffenü'ch haltbar ertitre, werde». Mit eine« Entgegen komme«, nie e« tu selchen Killen seilen stattfinde«, da« ich «brr pige» tonnte, mi( ich der Ttistigkei, «einer Gründe gewih bi», Hab« ich dem Offen!, stattol. srrigestrüt, di« drei Lchiedlrtchter selbst ,» «ätzte», nur di« Bedingung stellend, daß e > Männer seien, dl« in der wissrnschastliche» Sri» ,:ine» Namen htitra. Die Ansichten nn» über da«, wa« .wiffenschistliche Namen', find so verschieden, dach ein« änßer« Norm gegeben werden mußte. Din Race-Amiseatite», keinen Buchst«beu Hedräisch mrftehe». Prettin mir Kennmiß der hebräische» Llemeatargrammatik ab; ich nad mit mir wohl alle de« Hebräisch^» kündig7» vrntschen ilnlversttStölehr« find bnr Ueberzenga»^ baß Pres" Si^ling. dnnd de» Lrzbischoi« Grasen LchS tbar» Gnade« nnlängst Ka» »oaiku« geworden, ei» Man» ist» bei den! «an »ar »wetfel» kann, ob stl, blinder Judenhaß grdßri ist odrr seine Unwissenheit. Erft i» dar Lfternummer de« kerltner!?vangel^Lirchl «he» >n»«tger» (1ö >PrU ISSN) Hab« ich sein« grob« Mißdeutung der Talwndstell« Kethubach 10S׳?jrite S, «uhgewtese». Um solche »nßere Nora! »» haben, forlert« ich, daß der Offervator« »attolik« di« Schiedsrichter au» der, G«sam«t»ahi Derek wähle, »eich« an irgend einer Uni» rrsität de» deutsch Netche» »der an I«-l«ich»rstrllte» Atabemi« »» Münster Htzealogi» »der OrienMlta lehr,». Zimt der «ichter, gestand ich »etter »o, kdnnte»- Katholiken sein. *» de» pnannte» An Paten lehren ja nicht wtt W». rühm«, Leute, aber Jeder wird sich scheue», et» UrtheU adzageben, wetche» di« itrhalmng oder Gewinnung eine« wiffenstpftliche, «amen« schädig« kinnt«. Und nun kommt der .Lffrrvalore Lattoliro" 1» seiner Nummer vem Sb./LK Juli u,d stell» rin« Lift« aus, in der kein -i,»ig«r' Name der vou mir als unerläßlich bezeichn«»«» >e» dingnng entspricht!! «an Rohling hat« ich schon ^ftzroche». Und deffe« «nsnahme in da» Mchtrrlolleginn be»eichnet kt Ogtnttoar aU oonditio um qu non. Zweitens: Villtothekar Kran» Netßbnch in Leipjig, vermnthliq «in Kvrrespondent. edensall» rin Gefiannngr».: genoff« de« Off«׳v»«re, und daher von ihm «1• .sehr bekannter Orten-/ UUist' bezeichnet, der aber in «tffenschaftltchn Kreisen keine« «amenhrt"). «ach deffe» llnfnnhm» wird »ar Bedingung gemocht. Dritten»: Hrofeffor Jacob Eckart <s) t, Trier. Diestr Man» hat et»! Schrift .Zndenspiegel im Lüfte der Wahrheit' unter seine«Namen verSffrntlicht, pi welcher de» Laulttsteff der erst evangelish getanstr, dann knthottfch ,-.worden« »hro^^ima, gcliestrt hat. »nt welche anßerde» »ahlrchchr. keweise »an der Unioiffenhei l und U»ehrlichlett Eckert'« enthalt«. Prof?^ Wahrmund in Lite» tennt da» Urnbistft, Persisch« und Lllrtische nohl rech» gut, hat eher di« wenigen Talmidriiaw in seine» Bücher« nie er selbst sagt, «E Rohlt», und »nderei Schriften, »ich« <ow der L.ueLc entnommen! Dr. Erich Bts.chof in Görlitz ist »welfrlöohne «in wackrrr Mann, Z> ird aber überrascht dnHter sei», daß der Osserm/,' statt, ihn für eine» tkrnner hält, da er von der jüdische» Litteratnr ,,r nicht« weiß, :cheotaki«, früher «yndtkn» in Lorf»! weiß der Mann »«. jüdischer Litteratnr rnd jüdischem Nitul?! — ף Pres. Strack berichttat die« nachträlfitch dahin, ütschriste» und -rient»lischtMü»»»» fleißla sttdire, a!»S der Leidiger hlutise»rite» fm«irr u»d bwfai ׳“ ‘ httt ,entzkndt ZettiW' ■J ■נ״ייי

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