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Israelitische Wochenschrift · 1892-08-05 · 32 (5.8.1892) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
23 (1892)
Issue
32 (5.8.1892)
Date
1892-08-05
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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«דיי*!ירמ56י ־Ws KSdRiWfm der mmeften Reuzcit in ihrer inner- Eieelr b-MMN sollte. Sang «ob Mono. Last und i» einen! Augenblicke, in de» der!!!Menschheit -«»er «er »»« »il sein«, scharsin Kmlle« sockt, z, einer Art Wettaenne« ansznriffe», ist z»» ««»desten nicht jüdisch gtdacht nndempsunde» ,,d vergeblich wird man sich in uns«- rer «,schichte nach ätokchem!taktlosen Beginne« Hinsehen Wohlan, kein Moment kam» geeigneter zu einer große» wertthäti-m Aerßernna brüderlicher Nächstenliebe sein »ie der jetzige, da die ängstigenden Bllder der spanischen «renel »it dämonischer Macht »,«der unsere Serk׳ schauern machen und un« in die Nacht tiefster Fiusteraiß und Barbarei versetzen. Nicht «mfgestachelter Frohsinn und erheuchelte Lustig» tot kann unserer inneren Stimmung den fpsigeltreuen An«- druck geben, im «egen;hol. da» Gedenkjahr der Bertteibunq mit seinen bluten Schatten, die et auf un» lagert, der so viel Glück zertretende und zertrümmernde Schritt der Zeit verlangen von uns Enthaltsamkeit und Zurückgezogenheit, MaaßhaUen und Einschränkung, nicht nur die still« Trauer det Kerzen» pasieitd darin zu neiden, sondern auch so dem riesigen Hilstweitr die praktisch« Förderung zu theil werden zu lassen. Wir peitschen so oft die Freude zu heiterer Autgelassenheit auf. der Roth und dem Leid zu wehren, machen wir einmal dat Tegeutheil. vaterwerfen wir unt freiwillig der Enthaltung von autrrlekenrn und kostspieligen Genüssen und noblen Passionen aas welchem Gebiete and) immer und wer- .to» wir den Ueberschuß in den SotteSkastcu measchenrrttenderWohlthätigkrit. Line steche stille HandlungSweisi wird weit lauter und vernehmlicher Unsere humane Gesinnung, unser menschliche» Mitgefühl, unsere brüderliche Theilnahme verkünden al» alle die modernen, geräuschvollen nnd lärmmden Leranstaltungen, Konzerte und Bgzarr. Mitleiden in de» Worte» ursprünglicher Bedeutung ,st doch wohl «in höherer?!«»druck unsere- Mitempfinden« «ad unserer gestei- Irrten Kultur würdiger, al» di« völlig verkehrten Ausbrüche eint» sonst nur froh gelaunten Herzen». Erheben wir na» zn der göttlichen Harmonie von That und Empfindung, zur gelästerten Gestaltung der unbeherrschenden Stimmungen, mdem wir un» von dem Freudeakoltu», der mit dem Schmerze getrieben wird, auvenden und un» statt deffen der erhebenden und thatentteibeuden Wehmyth ergeben. Statt der gestnoerten Genüsse, von denen der Kulturmensch ohnehin übersättigt ist, laßt un» den Grundsatz humaner Zurückhaltung uod Sparsamkeit aus unser« Fahne schreibe« und überall zur Geltung bringen. Da» ,st ein Gebiet, da» für unerscküpfliche ÜMriationen Raum hat und auf Schritt und Tritt Gelegenheit zur Bethätigung milder Regungen giebt. In de» tausend kleinen und große« Dingen, die da» Leben gestallen, läßt sich der Tuge ׳.v der eolea Sparsamkeit zur Anerkeunnng und Verwirklichung verhelfen, im Hanse und aus der Straße, in den uothwendigen Bedürfnissen und mancherlei vielleicht entbehrliche« Vergnügungen, überall kann man »u Gunsten der Menschenliebe sich einer sinnigen Zurück- Haltung und Mäßiatot befleißigen. Theater und Konzerte, Opern und Bälle find Gegenständ«, denen gegenüber «ine kühlere Theilnahme wohl ohne Weitere» am Platze wäre in ׳ der vierten Säkularfeier der große» Bertnibung. Soll eia solches Gedenken und solch eine erraaeranps- und ereigoißreiche Zeit unser« Glaubensgenossen nicht aus dem sträflichen Gleichmuihe und der unerschütterlichen Ruhr aufftören, deren Bann sie trotz d»!r überwältigenden Ereignisse gefangen hält? Diese» historisch wichtige Jahr erfülle un» mit der Weihe, die un» di« edle Krpst zu imposanten Thaten der Barm» Herzigkeit einflößt. Zur siegreichen Ueberwiiiduag der Keulenschläge, die auf de« Racken der Judenheit de» Osten» mit so ungeheurer Wacht herinedersausi». bÄa1. f e» der Konzentratum aller Spannkräfte, der Zusammeastiffang aller Faktorrn, die bei eiwn» so siwvierigen Werke fördernd und trei- Um»«». Licht die Großen allein und nicht it hei bau j kämpfe gGm Kt finstere Brutalität entbehrlich nur da» eir ttächtige Zusam» «mwirto» Aller vermag tos ersehnte Ziel zu erreichen. Mt kümmrrliche« Sammlungen und «,sillge» Spenden kauu aber nimmer er» Hilfsanwk vos de» litnnmchasi» lln»> sauge verwvcklichr werve«, nicht eure gesWI») Hin-Mnasioe Gabe, sondern die ganze persönliche Hingabe «» Otzäer- Willigkeit muß eia Jever für da» Getingen der Sache ein» sitzen. I« Jp »reffe der Befreiung, einer möglichst schleunigen Befreiung vom Hnnderttauseuden unserer Glauben»- bvüder «ird der äußerst entwickelte Geiz zur höchsten Tugend. Jeder strebe mit willen-kräftigem Ikisir, sich di« größte« Opfer aknringe». Die Badesaisoa steht in höchster Blüte und mit ge« schäftiger Behendigkeit ist man draus und dran, von dem Wintersegen die Sahne aozuschöpferi, um sie in den uner» sättlichrn Racken der Schnellzüge, Brunnen. Bäder, Hotels und wie der sommerliche Luxu» sonst sich nennen mag. zu gieße«, um nicht selten «inen sehr fragwürdigen Ersatz für die blinsinden kleinen und großen Goldstücke einzutauschen. Welche Unsumme» ließen sich fast mührlo», ahm allzu harte Entbehrungcn für da» liebe, viel zu sehr verhätschelt« »Ich* dem Rettung-fond» zusühren, wenn man der übertriebenen Behaglichkeit und gedankenlosen Berschwendung die verlangsameaden Zügel umhäagen würde! Wer wollte auch alle di« Fälle namentlich derzähleu, in denen der Geldbeutel sistrr zugesch »ürt werden kann, ohne sich einer klbsterlich beschaulichen Leven-weisi zu ergeben; e» hieße wenigstens ein Lexikon der Genüsse, der Vergnügungen, de» Luxu» und der Annehmlichkeiten zu schreiben. Da ich aber von den Sommerfreuden gesprochen, so »öde auch der Winter der Wohithätigkejt al» trioutsähig und tributpflichtig denunzirt werden. Set Winter kann nicht minder wie die schön« Jahre-zeit zu einer reichen Quelle «erden, au» der die opfernde Bruderliebe in lustigem und munterem Schwalle sprudelt, der Winter mit seinen luxuriösen Abeudfrenden, gaumenkitzelnden Schmausereien und überreichen Gastmäklern, mit den ausgesuchten gesilligen und kulinarischen lieber» spanntheiten und Hftentrizituten. Die vrrsiinerlr Leben-weise Hot ohnehin schon weit mehr auch in unseren sogenannten oberen Kreise» um sich gegriffen al» gut ist und haben sich dies« Dinge erst so eingebürgert, daß sie dem täglichen Brvd« die unentvehrliche Zuthat bilden, dann steht e» wahrlich schlimm mit un« und dopjielt und dreifach not thäte es. von den schwächenden und vrrwrichlichendea Sitten zur Eiu» fachheit und bürgerlichen Sckilichtheit zurückzukehren. uält, Hilsiquel Der Menschenfreund, der sich abquält, Hilfsquellen die leideaden und schmachten!)«« Brüder z» suchen, muß traurigen Empfindungen gepeinigt werde», wenn er er! wie viel Millionen in Putz und Tand hineinfahreu. ec« Da! urllen für von L viel bester kleidete unsere Damen da» hoheit-volle Gewand liebevoller Thaten der Barmherzigkeit al» der teure Flitter und da» vergängliche Gewebe, dr« so viel kostbar« Mitttl verschlingen! Gate», edle» Thun schmückt da» Weib mehr, al-all« die großen und kleinen Beheimuiffr einer modevrrgäVliche» Toilettenkunst; Putz und Modtthorheit sollen der Sprache de» Herzens auf längere Zeit, sage« wir auf eia Jahr, da« Wort zu ungeschmälertem Gebrauche eiurüume». Wir wende» unmit besonderer Zuversicht au den empfänglichen Sin« de» jüdischen Frauenherzeut, well es der Ursprung aller jübischen Sroßthaten der Mild« ist. Wenn r» büher sime segenspeadende Kraft für diesen großen, heiliger! Zweck noch nicht cn dem erforderlichen Maaße bewährt bat, so liegt da» gewiß nicht an der Verödung de« jüdischen Herzen», sonder, an der mangelnden Xnzqping und Ermunterung. Da! soll e» non aber auch nicH fehleu. Wenn e» Lach; jüKj Fra ne», in den Scan kommen sollte. Euer klinaeudeS m sin« leicht zerfallene Stoffe und Formen zu 0: die der Hervochebung der körperlichen soll«, akMdKtzb iotuuuer .dsi««. so gesenkte, MckstchjMWWMs. die ix dt»

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