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Israelitische Wochenschrift · 1892-06-17 · 25 (17.6.1892) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
23 (1892)
Issue
25 (17.6.1892)
Date
1892-06-17
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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fr«, bcfe da» Band der Ehren legion.wehche» schon fttr ihn jA- Bereit gelegen, feint Brust und die grüne Palme der ALchemie tt. der Zhrchnfte» und schönen Künste sei» Haupt sckmücke. Eine herrliche Krone aber hat er sich selbst auf» Hanpt gesetz«, näailich die uiwerwelkliche Krone wohlverdienten Ruhme», ׳- dir seinen unsterblichen Namen schmückt, k Sri Sonntag, den ö. Juni wurden die sterblichen Ri ste de» Hiugestji^eneu unter großer Betheilimmg der jüd. Kort-Pbäen zur ewigen Ruh« bestattet. An seinem Gral« beweinte der Ober- , rabbine: Za doc Kaha den Jugendfreund und Studiengrnofsen, die Herren Rarcisse Leven, Bire-Prtisident der Alliance, Theodor Reinach, Bice-Prästdeat der Ltuäo» suieo» und Vierrabbiner Lehmann, Direktor de» israelitischen Semiwir». feierten in eindrucksvollen Steden die vielseitigen hohen Verdienste diese» hochverdienten Ranne». '.l'SVs'ti , Sforin isr. Lehrer in Schkesten «nd ^k»sen. Protololl der XIT. ordentliche» Hauptversammlung a» 5. und S. J»»t i, Breslau Sonntag Abend nach 8 Uhr wurde im kleinen Saale der neuen Börse von Dr. Samuelsohn - Brr-kau die XlV. ordentliche Generalversammlung de» ״Vereins irr. Lehrer in Schlesien und Posen' mit warmen Wörte der Begrüßung eröffnet. Anwesend waren nach den Einzeichnungrn in der aufgelegten Liste folgende Mitglieder de» Vereins: Hr Adam-Schroda. Alerander-Vreslau. Bach-MySlocrltz. BLHr»8ttche״bach Bah-Bernstadt Blnwenseld-Schweldntp Blume nseld-Rosendrrg. Dr Vr«nn-Vre»la«. Borchardt-Ostrowo Brack - -Satgühütte. Llsenberg-Beuthen OL Dr. Friedmann-LubUriltz. Arenthal-Beathen OE. »nttryann»Br«»lau Gras-Slogau t» r a st « a » n-Lchweidnitz. Srünsrld-Schcäersenz famel-Sinzig. erbst.Ltssa. Dr S " Samt. . Dr. Knoller-VreSlau. Knttner^daftrjya. Kst»«kt-Urm-e» Dr. KaentHSberger» BreSlau 27 Hr Xt Löwrnthal-Xarno- Witz Löwe» »ha l- Warlrnberg. Muschel-Laeweu. Nastaniel-Langimdois. Dr L Reustadi-SreSlau Petzal-Zabrze, tzi osenblall-SchUdberg 54. Frl. Noth-vreSlau 86. » Roth-Zabrze. 86 - Eaader-Zabrz«. 37. » Semmrl-Laurahsttte. 55. Hr. Lingermann-Aloga». LS 29. so 31. 82. 88. Jatadsohn-Gneseu wttz-Schtldberg 89 40. 41. 42. 48. 44. 4L 46. 47 Ing Xr. lermann-ttosten samuelsohn-BreS» lau. Schampanter-g ranken» stein. EchoepS-Lutlinttz. Schloß - Steina»». Steine r-Vroß-Slreli». Xlntner-Bunzbru. X ranSlateur-ilarlSruh. XranSlateur-Lvblinid. 48. - TZeißma nn-Kaltowitz. >6 - Kralik-Kosel »oster dem Deleatrten de« Deutsch-JSraelttlschen Eemeind-bund«« Herrn Theodor Os «hin» kt waren «och -egen 25 geichätzt« Ääste anwesend. Herr Dr. Samuelsohu erstattet Bcricht über die Borkommnisse de« abgrlaufenen Berein«jahtr« und verliest ein Schreiben de» seitherigen Schriftführer« Herrn Dr. Max Areudenthal, in welchem dieser seiu Bedauern ausdrückt, & fad Amt eine» Schriftführer» nicht »oeiter verwalten zu 6$ können. Rach erfolgter Rechnungslegung und Prüfung derselben durch die Herren Tintner-Buuzlau und Graf- Slogan schreitet die Versammlung zur Borstaadswahl. L» »erden gewählt: di« Herren Dr. Samuelsohn als Borsitzender, Dr. Lohn als Stellvertreter» .Hauptlebrer Herbst. -Sffsa als Schriftführer nebst 8 Beisitzern. Die Revision», «ommtssion soll am» den Herren Trnruer «nd Krolik» 'Gosel bestehen. Hiermit waren die erstrn drei Punkt« der wsorduuug ertrdigt und sollt« dea -vierten Gegenstand! Berathuug über m Nothweudigkeit jüdischer FsribilMngcr- ,schulen bilden. 'Leider ist der Referent Herr El bogen- Echilddrrg inzwischen verstorben und Herr Adam-Schroda bittet Nachstehend« zur Diskussion zu stellen: . 1. Welche» ist d.r geeignetste Zeitpunkt für die Ertheilung de» Religionsunterricht» «nd de» Hebräischen, «nd von welchem Alter an hat der Unterricht »u beginnen? Sind leide Disziplinen gemeinsam oder gesondert zu geben? 2. Welche Lehrbücher sind für die obigen Untrrrickt». gegenstände am geeignetsten und zweckmäßigsten, um ein den Zeitverhältnissrn entsprechend günstige» Resultat zu erzielen? 3. Wäre e» nicht für den Verein iSr. Lehrer nützlich u id anregend» bei der alljährlich stattfindenden Generakversammlung eine Probelektion mit Schülern einer hiesigen ReligioaSschule abzuhaltrn? Begründung: ES ist der grsammtrn jüd. Lehrerschaft bekannt, wie schwer r» namentlich in einer einklassigen Schule ist, bei der kurz bemessenen Zeit in Religion, bibl. Geschichte, Ilebersetzen de» Pentateuch und der wichtigsten Gebete ein befriedigendes Resultat zu errcichen. Das Kind kommt fast erschöpft um 4 resp. S Uhr aus der Schule und ist froh^ derselben endlich den Rücken zu kehren; da soll aber der jüd. Lehrer erst sein Werk beginnen. Welche Schwierigkeiten da zu überwinden sind, braucht wohl nicht erst an dieser Stelle gesagt zu werden. Wo die frische Thatkraft fehlt, kann von einem Erfolg nicht die Rede sein. Soll da» körperliche und geistige Wohl des Kindes nicht beeinträchtigt werden, so dürfen auch die Unterrichtsstunden in Religio» nicht so hintenan gesetzt werden, daß der Schüler nur ntit Widerwillen dem Unterrichte folgt. Ls wäre demnach erforderlich, daß mit Rücksicht darauf von der geehrten Bersammlung ein Lehrplan abgesaßt wird, ivclcher als Norm für unfern Religionsunterricht dient und zur gedeihlichen Ent- Wickelung des Kindes beitrügt. Ganz besonder» muß ich aber auf Punkt 3 Hinweisen. Seit mehreren Jahren habe ich die Ehre, dem Verein als Mitglied anzugehören, und bei den regelmäßig besuchten General-Bersammlungen habe ich gefunden, daß die Zusammenkünfte mehr idealer als praktischer Statur sind. Es werden Vorträge aus der ReligionSwifsenschaft, der Erziehungslehre u. s. w. gehalten, aber die eigentliche Kernfrage deS jüdischen Religionsunter. richtS in Beziehung zu den anderen profanen Kenntnissen wird kaum berührt. Dir Unzufriedenheit manches Kollegen über den Verlauf der Äeneral-Bersammlung ist mir bekannt, und ich kann daher nur dem Wunsche Ausdruck geben, daß der Verein als solcher, seinem Prinzip« getreu, fördernd und anregend auf seine Mitglieder wirke, damit wir das befriedigende Bewußtsein haben, an Erfahrung reicher geworden zu sein. — Zu dem Anträge bemerkt Dr. L. Neustadt-Breslau, daß der Punkt betreffs de» Lehrplan» sich rrübrige, da im Jahre 1883 Normallehrpläne auSgrarbectet und verbreitet worden seien. Dr. Brann erinnert, daß im Jahre 1884 auf der Berliner Delegirten-Bersammlung alle Bestrebungen betreffs oe» einheitlichen LehrvlanS ein ״Begräbniß erster Klasse' erfahren hätten. Gchlicßlich sei der Beschluß gezeitigt worden, allen Interessenten die verschiedenen Lehrpläne zur Verfügung zu stellen. — Wegen de« Antrag» auf eine Probelektion wird nuf di« Schwierigkeit hingewiesen, daß die Bevsammlung in die Ferienzeit füllt, von anderer Seite wird da» Abhalteu einer Präxlektion dennoch befürwortet, und Eisenberg füllt den Antrag, vor der nächste« Bersammlang eia« Probelektion a Hs «halten. Hierauf beantragt Dr. - L. Reustadt di« Bildung einer Kommission, welch« bkkr* Angelegenheit in die Hand nehmen dezw. vorbereit«« fiaL Die vorgeschlogeireu und Dr. Kusller Dr. Guttmann, dir Wahl an. Dr. BraTL Nschde» de» Schnft- und Kaffenführrr die beantrag«; Entlastmq vatirt wurden, wird die erste Veescnnmluug gjf. y־lv_

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