Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1892)
- Issue
- 19 (6.5.1892)
- Date
- 1892-05-06
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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... . . *יי rpht naaihafteo Jahresbrittn-s fernerhin »aftrstützen. Die -Bkchamnttong nahm unter demAuSdrncke aQfnti^ni Brdauern» 'in der KwttavrixrtcguiM de» bisherig» Letter» Act und dranstragte den Vorsitz»»», Herr» Abraham für die vor, UM de« Berei« bisher geleisteten garen Dienste sowohl all auch für sei» hochherzige« Anerbieten, den herzlichsten Dank der BeHammlung zu übermitteln, die chn mit Freuden al» erjteL »tzrrnmitjlied de» Bern»» behalte« «oll«. Zur Tagesordnung übengehend, trat nunmehr die Berfammiung in tie Generaldebatte ein, welche fthr lebhaft »»rde und dur^grhend» die genau entgegengesetzten Gesichts- Punkte hervlUttelm ließ, al» die de» Herrn Abraham waren. »Die von leiteniier Stelle wiederholt kundgegebeae Befürchtuug, dag der Verein, ohne rin«, Fond zu besitzen, nicht werde bestehen f innen, sei eine völlig grundlose Der Verein unterlieg« teineSweg« den nothwendigen Lebeusbediuguogea anderer brftehenlien Berei»:, indem er olle seine Lräfte nur darunsconzrattiere, eine einmalig«. aber »SgliHst ruSrricheude Htzkft darbieten zu können, durch welche den ihre»» Ernährer» Beraubten die Möglichkeit eine» eigenen LnoerteS gegeben »«de. Eine gl«ich wirksame Anshilft könne bei der gewöhnkschen Vielseitigst-,» der Uuterstützungszweckr von keinem andern Bbreiue geboten werden. Der Berem gehe in keinem Falle gher den wirtlich einkommenden Sesammtdettag der Einzel» tztstrüge ftiner vorhandenen, zo!»le»den Mitglieder hinan» uftd mache keine Versprechungen, die er nicht erfüllen könnte. Er bedarf daher auch kein« großen, liegenden Fond» und kein« andern tziarantie, seiner Mitglied«« gegenüber, al» d« rein morali sch-religiösen: ״(inerracrTTO, ei« wahre »nd rasche Hilft in d« Nothdurch nachhaltige Unterstützung zu bringen. Vielmehr bttoeift da» ca. vierjährige, ununtervrocheu« Bestehen und stetige IZachSthum de» Vereins, daß lftrftkb« auch ohnr «asftnfond m bisherig« Weift fortbestrhen $n«. D« Verein hat in allen uni« ftiarn Mitglied»«, nd d« Zeit feine» Bestehe«» voraekommene» Tode«, sei« Sttiuldigkeit stetpünktlich {talutqanOfe gethan; lich bi» ans die letzten zwei, wofür den Benin, al» solche«, bi« Borwurf tnffe. Der Verein hat in jedem einzelne» der durchscynittlich drei bei seiner jetzigen tz8i«gli«»rrahl jährlich eintreteuden Todesfälle an dieHintrrdliel««» die sehr aaschnliche UnterstäsunasumM« von 600—700 Mark ausgezahu, wa» eine jährliche Leistui^ im Betrage von ca. 2000 Mark ausmache. Eine» Verein, der solche» leistet, ohne ftjne beitragenden Mttglieder übermäszig zu belasten, dark für sein Fortbestehen nicht bange sein Wenn freilich in manchen Füllen ein« regelmäßige jährliche. Unterstützung befftr angedracht fein mochte. fo gilt da» in der Regel nur von Pnscmen, die entweder auch sonst irgendwie versorgt od« «werbsnnsähig sind, wir Kreide ctt>« klrinr Linder, da di« JahnSnnter- «Bsnngen, welihe andere Berei« gewähren, zu g«ing ausfalle«, um dir Bedürftigen damit, «halten zu können. So zahlte z B. die ^»llsökaffelaut Bericht von 1889—Bl Unterstützungen imBetrage von durchfchmttlich aor 40—SO M. dir ,Achawah" von 140 bi» zn« Höchfibeaaae von 350 Mark, di^e jedoch nüc ia «wn emziaen Ja« an eine Wittwe mtt srch« unniündige« Kindern. Arbeitsfähigen P«- so«« dagegen, di« vollständig mittellos da stehen, kan, nur dädurch a» besten geholfen werd.m, daß «an ihnen mit rin« größeren Summe zu ri«m eigenen RatzrnngSzweiae verhilft. Da» ist aber das Grundprinzip unserer Vereinschötigkeit. ES sei endlich auch mit alle« Nachdruck hervorpcheben, daß unser iZerein hauptsächlich für dir'ärmsten NN» schlechtest besolde»« Eulrusveamten wirkt. Denn für Mten ist ja überall gesorgt Für diejenigen, mde sind, einen erheblichen Bettag jährlich zu tu» sich ans den Todesstül zu mrsichera. ob« lllintrittsaeld zu erschwinge», um sich bei irgend wrngskssie «inznkauftn. ftien derartige Bnnne »beroü vorhanden, nicht ahersvr dft «rrnrft». und dem» »velche im schon ein Beitrag vonft-Mart ״ft unerfchnnnglich ist. Für dies« grade ist ««je« Smtb Baurah vorhanden uv» not^vendig. Daher »vürdr der« Auküsung eine schtvcre Lnlamitüt hervorruftn. — Di« H-erkammluna «klärte sonutz durch einstimmigen Nesolutivbeschl»^ daß kein Grund zur Ansiosuaa de» Verein« vorhanixn, sonder» vielmehr die Rochtornsigkrit und Dringlichkeit, nicht min der aber auch die Möglichkit gegeben fti, daß d,r Verein als Unttrfttchungs» «rein mdischer LultnSbeamren 52euts«hlandS fort beste he. — In der folgenden Spezialdebatte »t rden folgende bemerkenSwene Beschlüsie gefaßt: Die Aufnahme neu« Mitglieder ist bi» z«m 55. Altersjahre derselben zulässig. Als Ehrenmitglieder können Gemtütten und Private schon mit einem Beitrage von 3 Mark an eintntrn. In Zukunft s ollen bei Vermehrung der Beitragenden bis aus 500 nur 2 Mark und bi» auf 1000 nur 1 Mark pro Stribefcll von jedem Mitgliede er- Hobe« »«den. sodaß di« BeitrvgSlast des Einzelnen, ttotz Vermehrung der Todesfälle, ntd|t größer werde als bisher: ca. 10 Mark jährlich. Gleicht« hl soll die Unterstützung»- summe, welche die Berriuskasft jeleSmal zahlen wird, alsdann bis auf lOOO Mark erhöht werde r. Ferner wurde beschloss«,, für di« zuletzt verstorbenen zwei Mitglied« die rückständigen Beiträge «achttäglich, und zwar in 2 Raten, eine sofort, die ander» nach 3 Monaten, emzuziehen und den betreffenden Witwen die ihnen gebührenden UaterstützungSsummrn auszuzahlea. Auch soll durch Eirrularanfrus für den Verein Propaganda gemacht und solle, Gemeinden, Vereine, wie Private zum Beitritt. bezw. Anschluß an die Unterstützung»׳ kasft der «rad-Samad eingrlaiu» werden.*) Demnächst soll eine neue Mitglied«liste veröffi utlicht und im Separatab» druck mit Beifügung der heute beschlossenen Statutänderungen als Anhang zum bisherigen St,tut ausgegeben ,«rden. — Die Versammlung schritt eudlick zu den Neuwahlen und er wurden gewählt: 1. Herr Leips iger-Thorn al« erster Vorsicher und Lasieoführer, 2. Herr Lehrer A. Lrakauer-Thorn als desien Stellvrrttetrr, 3. Heir Nathan-Lönigsberg al» uveit« Vorsteher und Schriftführer und 4. (für den erkrankten Lollrgeu Gelbatt-MrftritzX Her Auerbach-Rogowo al» Vorsitzender des Aufstchbltrachs. Alle Beschlüsie und die Wahlen vollzogen sich einstimmi!, X. §nUft$ mafr Gatvtfptmieufgu. DsNs^ichi 4mi8. Pl|Mirt. Wen« es noch überhaupt nächig war de« .grwerbmäßigen Berläumder- Ahlwardt näher zu - kennzejchnen, so kannte nächst dem Staatsanwalt« diese Ausgäbe Niemandem glänzender gelin,!en, als — dem Dr. Stein, de« äntiftmttisch gesinnten V:rthridiqer Ahlwardt's, vor dem derÄient sicherlich kein-Geheimnisse hatte. ES scheint, daß die Dinge, welch« Dr. Stein über und von Ahlwardt erfuhr, jene« selbst zu statt schienen, sonst hätte die von ihm veröfftnllichtr Broschüre ״Der große Prophetwohl nicht das Licht der Oeffentlichkit erblickt. In dieftm ״Mahn- und AbftchiedSwort" an ftine antisemitischen Freunde erzählt Dr. Stein Sachen von Ahlwartt, daß dieftm kaum etwas übrig bleiben wird, als Anklage «gen ftinen gewesenen Bertheidiger zn erheben. Der gnoesene Bercheidigrr Ahlwardrs bringt aber auch Thatsacheu vor, welche dazu dienen müßten, die «iederanftmhme de» Prozesses gegen Letzteren zu »er. aalasien. Dr. Stein führt — nm^em er daran erinnert, daß im letzten Prvzesft her Vorsitzende e« aasarsvrochen. daß Ahlwardt ,beinaheeiner »Inttrschlagung sich sthuwig *! D«s ist ba «wjM richttge Sc«, kt Mt UtknSstihiattU k« Btrttrt gewnttzr» mtt m» OtsstjUttz etver UtbertasNmg io Witz glfcfet «ttchenLt» lu«: LteOt«»nmg 00» augtmKaUkbc* «Lgntkra kOmumam, ThmNMtz PttwtmX ^onmiuaatn fci fruMam mtt tt,«igm UnttGt» 1» ktairiiitai! — den» ״naft fw «Uw iMrt «ich, »L •0» km, nd auf ty, zttdsi -t-ntte» «dtz/» (Xu.)