Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1892)
- Issue
- 17 (22.4.1892)
- Date
- 1892-04-22
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 77% known words query
- IRI
…/6492344-5935084-5959789--1063-5375000- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
, jn . J*rartige* ExoLn« die lasteten Sem eint« getroffen. Für Ne bedvitrt nicht sielten l^xinm Stoß raM Herz. Bei der große« Anzichung, rwlche die großen Städte auf di« rennen Leute ausliben, ist auf י '' Ersatz in kleine» Gemeinden leider nicht ui rechnen. Ber sönderü kritisch gestaltet sich auch hier die Uebergaug«zeit. _ ' — Die BravaltunaSbehörden der oberschlestßlLn Gemeinden Hatten vor mehreren Wochen zum Tarife str Töjlachtgebührrn » | Stellnm zu n6!mtn. Der Regiemmor-PiÄfident übersandte , allen ENchlesiichen «ynaaogewGewemde,, eia Normalstatut dem Tustroge, die Gchlachtgebührm in jeder Gemeinde innerhalb tze» Nahmenmese« Normal statut« festzusrtzm. Maßgebend für die Erhebung der Gchlachtgebührea soll, wie bet wn Schlachthäosern. der Grundsatz inn, daß di« Ein. nahmen nur dir Selbstkosten dieser ritaellen Einrichtung 'deckm. aber aiHk überschreiten dürfen. Zu Bedanke» gab bei diesem Statrch welche« nur den finanmmer! Srstchtspunkt würdigte. «. A. die Bestimmung Anlaß: Jeder Fleischer, der im Besitze einer Gchlachtmarte sich befiati«, dürfe »nbedinat ans Vornahme der Gchlachthaadluag lestehrn. Wie sehr gemiffenlostu Fleischern gegenüber rin« solch«! Bestimmung die rituelle Loritrvlle bei Handhabung de« Ueischverkanfe« zrführbrt haben würde, wird Jeder teidit ein sehen, welcher wnß, wie «» geradezu oft ein Act der Nothwehr ist, renitenten Fleischern die Schlachtwarkm zr «rwergern. Der Borstand der Lvnagogen-Gemeinde Sattowitz machte sofort auf dies« und ähnliche Gefahre» de« Normai-Statute« dir oderschlesifchen schwestergkmeindm austnerksain. Biele Ge- »rinden eignete»! sich die Vorschläge der Gemciade Kattowitz und deren Molioirung an. ®ie Regii.-rnug berüch'ichtigte innerhalb de« Rohmen» ihre» Rormal-Ent Dürfet in yumcuistrc Weise alle iraealnole berechtigten Sonden!»Lasche der einzelnen Gemeinde». Sir garantirt m verstä»dni«in«iaer Weise die vom Ritus gefcnderte Eoutrolle und diiugt rn da« Ehao« der SewohnheitSpraxi« bei Erliebnng der Schlachtgedühren eine gesetzlich sixirtr, hellsame Ordnsac, bet wohlwollender Rücksichtnahme auf die örtliche« Verhältnisse der einzelnen Gemeinden. —- Bei der letzten, vor etwa 2 Monaten erfolgten General-Versammlung de» oberschlestschrn Hilfseomit»'« zur Beförlxwuag der in überseeische Ander au«wanderndeu, an« «lücklitlien. russischen Juden lvaren außer der Gemeinde lkhölowitz, woselbst die Bersammlunz tagte, die Nachbar, aenwinten Kattowitz, Lauradütte, Beuthen O. €>, Vleiwitz, v«wiecim und Krakau vertreten. Letztere war von bei: Wiener Israelitischen Allianz laputirt worden. E« nmrde beschlossen, einstweilen von allgnmine» Sammln««» «bstanl» zu aehwr» uud ersr ein« Planmäßige, zielbewustte Organisation de< AuSwanderunaSwerket adzuwarten. Herr Birchtennwalt Schn etter »Glnwitz erstottrtr einaeheuden, orieutbwnde», kühtvollen Bericht über die m Berlin ab«« halt«»«, iuternatumal« Versammlung de« Central - Hilst. Eouckte'«. Der überau« anregende a:.1b frflelnde Bnicht soll auf allgemeine« Berlangea der in Mhdlowitz anwesenden »tev dem Drucke übergabcn ond t!er größeren Oeffeatzugänglich gemacht »erden. -uv. '' -. ■ F. Fkramchtzwetg, 15. April. (Dofiorc.) Da« fünf- V zigjährig« DienshubilLu» unsere« Eanlor« H. Goldberg r; nahm emen in jeder Hinsicht rrürdigea, der Bedeutung de« seltenen Tage« angemessenen Verlauf. Der trotz sein« 85 Jahre noch merkwürdig rüstige Jubilar leitet« am Festabend wie »« 1. Festtag« noch dm Gottesdienst mit einer Kraft v wtl Würde, daß die zahlreich versa» uaelte Gemeind« in?Hähern Grade Erbauung fand vnd zur Andacht hingerissen »«de. Ja der Festpredigt führte Hr.Le!vdrabdiuerDr. Rtlf am, vom Herzen kominerid« «ck,׳«a Herzen ,zeheoben c an«, »Zche Utzchie^ sWllWMubrlc» Ermd öSjührigmWrrke»««» - l l bt» Wüedia en -Mnei« stet« zierten, «ttb Aehkt lidr- Oegm GMk» auf denselben herab. Nach Schluß de«. iöokte«dirnste« fand i« Gemeinde- SttzuuaSzimmer -ine ,Aestlersammluilg der Vorsteher »nd Repräsentauten unter ThkilmHae de» Landrabdiaer« und de« Lehrermllegium« statt. Nachdem der Jubilar von dem Vorsitzenden der Rrpräsmtrntm in da« Festzimmiw getötet »«de« war (auch die ehrwürdige Gattin «nd die Kinder und Enkel de« Jubilar« hatten sich hierzu eirrgefundmk hielt der Vorsteher I. Landauer namen« der Gemeint« eine tief empfundene Ansprache, in welcher »er innigste Dank der Gemeinde für so langstibrhp« Wirten in stet« treuer Pflicb^ erfallnng zum Segen viekr Ueschlcchter zum Au«druck gebracht*, wurde. Al« äußere« A«iü»m dieser Dankbarkeit, forme zum Andenken an da« seltene Ziest wurden zwei, schwere silberne Landelaber init entsprecheudec Widmung überreicht. .Möge', so schloß Redner, ,da« 9011 denselben au«gehende Licht noch recht lange Ihren Lebensabrnd freundlich erhellen l׳ Nachdem Herr Goldberg tief grrühri seinen Dank acwgedrückt, ergriff nochmal« Herr LR. De. Rüts da« Wort, um auszuführe», wie der Jubilar durch seine ,töhuagogengesäage׳ der Lehrer so mancher Erwachsmen, uainesttich auch vieler Lehrer. und Tantoren geworsm sei. und so gebühre ihm mit Recht der Ehrentitel, den von jeher die »Lehrer* in Israel aetragm; .Z er verleihe deshalb de« Jubilar den Titel ״Moriaa“ — «ip ״unser Lehrer״. Mit Uebcrreichnna de« ״täorSLa-.DiplouME" schloß dieser Tbeil der Feier. Seiten« der Gemeindemic-?- guedrr und Mitbürger, smvie zahlreicher Bekannte» auü j und Fern, zeigte sich die׳Djeilncch»e cm dem Jubiläum d, depeschirte und geschriebme Glückwünsche, Blumeospmdea ׳ werthvolle Grschente in großer Zahl. Der Stadtma«st»tz der Bvannschweiger Mänuc^gesanavereia, die ,HilsSkaffe für Eantoren", viele au«wärtixr Radomer und Tow^en sandte« ihre innigen Wünsche für da« fernere Wohlergehen de« Ju-'Ä bllar«. Mit staunm«werihrr Kraft überstaud' derselbe die ' Anstrengungen de« Tage« jede» Besucher «in ernste« oder heittre» Wort erwiedernd. oft durch seinen Humor die An׳ wes«,1dm erheiternd, so z B, wenn er auf eine ernste An» spvaase, die mtt dem Wunsche: .,Mögen Sie noch recht lange >ir# in Gesundheit und Kraft erhalten bleibe» «. s. w.' schloß, mit trockenem Humc r erwiedrrte: .weun'ü oicht regaetl" Und so wvllm wir dev« auch diesen Bericht mir dm» Wunsche schließm, daß ti für unseren werthm uud beliebte» Jubilar noch lange nicht regnen möge, daß vielmehr unge« trübter Sonnmschrin ihm lächle und zur Freud« seiner treuen Gattin und seiner in ebkciwsllen künstlerischer» und Üiuf» mLnn'.schm Stellnngm sich defindeadeu Kind«, welche in musterhaft-liebevoller Weist au ihren Eltern hängen, wie auch zur Freude der hiesigen jüdischen Gemeinde und Stadt und endlich auch der jüdrichen Lehrer und Lantorm Deutsch land«, welche in Herrn üwldbexg ihrm Nestor verehren und liebml כ״ר»! E-«r«d« (Ostpr.), iu April. (Or.-Tvrr.) Angeregt durch eine Rede unseres Prediger« Herrn Sturmann am dießjährigm 7. Adar in uaserer Thewra-Kadischa hat sich am 30. v. M. hier ein jüdisch« r Leseurrein gebildet. Zweck diest« Berein« soll sein: ») M. Drssen unter ^eipm Mital׳Ä«n zu verbreiten, wsbesouderr Krnntniß der!üd. Geschichte 1miL< Litteratur zu pflegen; '») Unterhaltung über Zei innerhalb de« JndmthnrS mit Anlschlnßx aller ' Diesen Zweck will der Jjfaeia erreichen durch zu Vorträge undlSorlesun^ik in Versammlungen, Lmj,ir Anlegung eiw» Bibliochtzl zu weicher sokrt der K»^ macht wurde. Zum Vorjtcuwe wurden folgende *־־ wählt: Pred^er StnriTau», Boefitzender; R Auerbach, LtS»ertret<r desselben; Witteabe, "*^7; Kamnitzer, Rendant »nd. aee~‘tJ• erjtP,