Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1892)
- Issue
- 16 (10.4.1892)
- Date
- 1892-04-10
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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Rosenthal, Slbalf Jacoby und S. Goldslcin. Der H^rccher, Herr Adolph Jacoby. brglückwünfchtc de» Jubilar vnd hob hervor, dass ti der Feier t«S Tages nicht cntsprüchc, »nenn er die ernste Thätigkcit' des Vereins jetzt betonen würde, er wolle vielmehr mit Freude verkünde», das! der Jubilar stets bciu Borstande der Beerdigungs-llesellfchaft ein lieber und treuer Rathgcber gewesen nnd das; er vor 15 Jahren eifrigst an der llmgestaltunx der alten Statuten mitgiarbcitet habe nnd durch den humanen Standpunkt, de» er dabei;>crlretcn. alle den Zeitverl-ältnissc» nicht mehr entsprechende Bcrordnungen entfernt worden seien Herr Ja« coby spricht nanicnS dcS Vorstandes der (iksellschaft den Dank nnd de» Wunsch aus, ba& der Jubilar noch lange Jahn zurFrcude der ganzen Gemeinde in Gesundheit seines Amtes;valten möge. Namens des Kra 11 kcnun t erst ützun gSvercinS überbrachte Herr PH. 8i osen heim die Glückwünsche mit der Ernennung des Jubilars zum Ehrenmitglied. Der Borsiyrnde des Israelitischen Wittwen- und Waisenvercins, Herr Oberstal>sarzt a. D Dr. Rosent h a l, feierte den Jubilar als Begründer des Vereins, wie bctfcilK unermüdlich thälig gewesen, um durch Sammlungen «in tüchtiges Kapitalvermögen al» Grundstock zu schaffen, überhaupt stete dem Vorstände des Vereins mit Rath und Thal zur Seite gestanden habe. Indem der Redner die j Tendenz des genannte» Wohlthätigkeitsinstituts hervorgchoben, j wünschte er dem Jiibilar, der ein lel>enSlS»gHche« Mitglied j des Vereins sei, ein lange» Leben, um so die edelste Freude j de« Menschen. Gute» geschaffen zu haben, noch lange genießen zu können. | Der ״Israelitische Fra ucnve re in" entsandte ebenfalls > eine Deputation, seine langjährige Vorsteherin, Frau Friederike i Meyer, welche herzliche Glückwünsche anssprach, und den Rendanten Hei-rn Jsaar Simon, der eine vom Frauenverein gewidmete kunstvoll ausgestattete Adresse vorlas, welche folgenden Wortlaut hatte: Ehrwürdiger Herr Jubilar! Hochgeehrter Herr Dr.! Zur fünfiindzwanzigjährigen Jubelfeier Ihrer seelsorgcrischen Thätig'-'eit in unserer Gemeinde gestattet sich der Israelitische Frauenverein Ihnen, dem Vorsitzenden desselben, die hettlichsten Glückwünsche darzutmingen. Dir erfü!len eine Pflicht der Dankbarkeit, wenn wir an diesem Tage Ihrer hervorragenden Verdienste gedenken, di« Sie sich u,n unfern Verein erworl-en haben, inden, es ^shrrm unablLsfigrn, eifrige» Beinühen gelang, drei hier bestehend« Vereine, die verwandten humanen Zwecken dieMen, . zu einem einheittichen Ganzen urnzugestalten. Der Dank > zahlreicher hllssbedürftiger Frauen und Kinder, deren Not wir gelindert, und deren Thräncn zu trocknen uns gelungen, ««reinigt sich mtt uns zu dem innigsten Dünsche: Möge der Allgütige Sie in ungeschwächtei: Gesundheit und Kraft noch lange zmn Legen unseres Verein» erhalten, möge Er Liie in Ihrer eigenen Familie das Glück finden lasten, welches das beseligend« Bewußtsein, Edles und Gutes vollbracht zu habrn, erzeugt. Vas walte Gott! Der Vorstand de» Israelitischen Frauenvereins, -rirdertkr »wer. «mR»««. »»Ute 0a»»1r1ch««z lUafaa «Herrsr 8m. <»e»rtett» «»r»het«er 311t«a1Ktrttn. »t*M Itifil. Hele»! fUtakaU. Hewlett« »«tss. »doli «ose«. Her«,«» «encharbt *MH«« »ürotz,«»»«,. Jsiar St«vn. Der zeiti!;c Präsident der Mendels sohn-L oge, Hr. L Sperling, umgeben von den Beamten der Loge, überreichte eine wahrhaft künstlerisch ausgesührte Adresse, die folgendermahea lautete: Ehrwürdiger Herr Jubilar I Derther und Üeber Bruder! vieMendelssohn-Log« beehrt sich, Ihnen zu dem fünfrindzwan^gjälmigen Jubelfeste Ihr׳w hiefigm Amtsthätigkrtt ihr« herzlichsten Glückwünsche darzubringen. Ritt danktarem Herzen' blickt» wir an dem heutigen Tag« auf Sie, als den Begründer unserer Loge; waren Sie doch einer der ersten, der den plan faßte, dem in Amerika schon seit Jahrzehnten bestehenden Grden B'i.oi Brith auch in Deutschland eine Hein,statte zu gründen. 'Ae waren es, der mit regem Eifer die Installation unserer 'Loge erwirkte, und als erster Prä׳ fident derselben eine segensreiche Thättgkeit entfaltete, ja auch den Namen unserer koze. dessen Träger mit z» den edelsten Sprößlinzen unseres Stammes gehört, verdanke» wir Ihrer Anregung. Alöge cs Ihnen denn vergönnt sein, noch recht lange zun, Segen unserer Gemeinde Ihres Amtes zu Walter und getreu de» idealen Satzung.״ unseres hohen Grden:» «in Vorkämpfer altes Guten und Edlen zu sei». Magdeburg, den l, April 182<׳. Die Mendclssohn-stogc. €. Sperling Lichen heim . Präsident vicexrLfident Gustav Heyneman»' Iablonsky G. Schaitmann p>rot -ecretuir Finanz Seeretair Schatzmeifiir N. Simon Paul ' > Marsch 111. Mich»« Als Deputation des erst vor kurzem vom Jubilci! ins Lel<» grrnscncn Äraelt-Verein», der den Zweck '1erfolgt, jungen Leute» die Anregung zn gebe», sich auf dem Geb ete jüdischer Geschichte und Littcralur weiter zn vc.׳voll koo-.innc», erschienen die Herren Otto Simon, Walter Wolsf, Plaut und Solinger. Lrsttrer überbi achte mit herzlichen Worten di! Glückwünsche des Vereins: ״HoäMhrtcr Herr Jubilar! Vom Graetzvcrci» ist uns die ehrenvolle Aufgcde zu Thcil geworden, Ihnen zum heutigen Tage die herzlichsten Glückwünsche desselben überbringen zu dürfen. Müss es Ihnen, im Kreise der Ihrigen vergönnt sein, zum Geleihen der hiesigen (Gemeinde und zur Förderung der jüdischen Wissenschaft, deren Pflege sich der Gmetzverein zur I«sduderen Ausgabe geniacht Hit, wie birhcr unausgesetzt noch lange Zeit zu wirken. Schon srü fcr ernannte Sie der Verein tpegen der hervorragenden Beidicnsle, die Sic sich bei einer Gründung um denselben crworlvn haben, zu seinem iihren- Präsidenten; den heutige» Tag glaubte er nicht vorübergehen lassen z» dürfe», ohne Ihnen, hochverehrter Herr, in Anerkennung Ihrer Bcmül»»1gcn und Anstrengungen um und für den Verein l»d seine gedeihliche Entwicklung ein Zeichen seiner Verehrung und Dankbarkit zu überreichen. Mögen Sic, der Sie für uns Irefflichesans dem Born der jüdischen Wissenschaft schöpfen nnd uns als Labsal reichen, au« diesem ״Pokal-nvch viele Jahre bei freudigen Veranlassungen sich erquicken". — (Ueberreichung eines Silber-Pokals.) Von auswärtigen Bei eine» waren durch Deputationen »ertretender deutsche Rabbinrrv-rband, der sein Borstaudsmitglied Hrn.Dr. Rippner,zurBe;lückwünschung entsandt hatte.!Dieser wies in meisterhafter Rete auf die mannigfachen Berdienfte hin, die sich der Jubilar »m die Gründung und Ent» ck, luag des Berbcmdes erworben und rief ihm zum Schluß «in Vivat florfeat, crescat zu. Im Aufträge des Bositzendcn des ״israelitischen Eultus» beamtenvcrein« Mitteldeut chlandS-, Herrn Laudrabbiuer Dr. Salzer-Stadtleng-ftld, >«r selbst zu kommen durch Krankheit behindert׳ war, erschienen die Herren Lehrer Spanier und Steinhardt, um RnmenS des Vereins die Glückwünsche auSzusprcchcn. — Hieran jchlotz sich die Verlesung der Adresse deS ״Lehrervereins Magdeburg-, der ungefähr 20Ü Mitglieder zählt; diaselbe.hat sotgeni«» Wortlaut: Magdeburg, den 2. April 1892. Hochverehrter Herr Rabbiner! Der heulige Tag, «m welchem Sie mtt Gottes Hülfe in voller Rüstigkett auf eine 25jährige gesegnet« Amtsthätizkett zurückbltcken, giebt auch dem Unterzeichneten vorjta-1)«