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Israelitische Wochenschrift · 1892-03-25 · 13 (25.3.1892) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
23 (1892)
Issue
13 (25.3.1892)
Date
1892-03-25
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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e-cften derer, die das Schreckgespenst «SBlu nicht verschwinden lasse» wollten, um es von Zeit zu Zeit wieder hervorhole» zu könne». (Wohin schließlich dieser Wahnglaube führt, das zeigt ver weiterhin unter ,Micn" gebrachte Bericht über den Abg. Gregorig.) Weilt», SY. März. sZür den am nächsten Sonntag hier stattfinden«» 8. Grmeindrtaa ist nunmehr die.Tagesordnung versandt worden; sie umfaßt folgende 14 Punkte: 1. Eröffnung der Versammlung durch den Vorsitzenden Herrn Dr. Kristeiler. 2. Lonstituirung deS Gemeinde ragcS durch Wahl der Vorsitzenden und des Büreau'S. 3. Berichterstattung des Ausschusses über die Angelegenheiten deS Bundes, insbesondere über die Kassenverwaltung. 4. Bericht der bisherigen Kassenrcvisoien und Decharge. 5. Wahl dreier Kassenrevisoren für die Zeit bis zum nächsten Gemeindetagc. 8. Anträge «SAuSschusseS: Der Gemeindetag wolle beschließen, im 8 8 des Statuts sind die Worte einzufügen: Ter Mindestbeitrag der ordentlichen Mitglieder ist lv Mark jährlich. Ferner: Bei den groben Kosten, welche für die Einrichtuug von Religionsunterricht schon jetzt vom D.-J. G.-B. aufgewandt wurden und welche erfahrungsgemäß von Jahr 33 Jahr wachsen, ist »S nothwendig, daß neue finanzielle Hilfsquellen zur Hebung dieses Bedürfnisses erschlossen werden. Ferner: ES ist wünschenSwerth, dag die jüdischen Gemeinden die herrschende Bewegung zur Einrichtung Kna«n-Haodar«itSschulen nach!frästen unterstützen. ־•י - ׳ ׳ ׳*► ■'’rvי■..־ י•,: ״ f sassu»g«wä«de fiud gasH »atsiv, die Lmpovee taut - tonstruktion sind wie in vielen Gotteshäusern von Holz. ' Die Unterschichten der Decker waren zwar bisher mit Lei», wand bespannt, sie sind nun aber überall durch einen gute» Mürtelputz feuersichrer gemacht worden. Die Feuergefährlichfeit jetzt noch hervorheben j,u wollen, wo grade die feuer sicheren Arbeiten auägeführt worden sind, scheint uns nun nicht mehr am Platz.׳. — Ob sich ein weiterer AuSgang für die Frauenempore nach dem Hofe zu ermöglichen läß:, soll bereits in Erwägung g<zogen sein. A Werkt», den 21. Miirz (Org^Corr.) Aus der gestern im Saale deSBrüdervereinS s:attgehabten Generalversammlung der bereits seit 181.1 «steh irden ,.Gesellschaft zur Verbreitung des Handwerks und de» Acker baue» unter den Juden im Preußischen Staate" ist zunächst zr berichten: daß Ende 1891 et't Lehrlingsbestand von 92 in der Obhut der Gesellschaft verblieb, welcher von 5 Jnsxktoren sowohl in den Meist«׳ Werkstätten wie auch in Um verschiedenen Fortbildung»׳, Fach-, Kunst׳ und RrligicnSschulen, beaufsichtigt ivurden. ES waren in der Lehre: 2 Barbiere, 5 Buchbinder. 4 Huch drucker, 1 Eiscleur, 1 ConLitor, 2 Drechsler, 2 Elektroteck׳ niker, 2 Glaser. 1 Gelbgießer, 1 Goldschmidt, 2 Graveure. 1 Gürtler, 8 Holzbildhauer, 1 Instrumentenmacher, 1 KlemPner, 4 Kürschner, 1 Lederarbeiter, 5 Maler. 4 Maschine» bauec. 1 Maurer, 4 Mech rnikec. 1 Metallwaarendrechsl«, 5 Schlosser, 11 Schneider, 3 Schriftsetzer, 2 Schuhmacher, 1 Steindruck«, 3 Steinmetz, 1 Sticker, 7 Tapezierer. 2 Tischler. 2 Uhrmacher, 2?krgoldcr, 1 Zahntechncker. Zur Beihülse für Lehrling! in den höhern technischen Lehranstalten wurden Mk. 1001, für Religion»-, Fach und Fortbildungsschulen Mk. 1028, für Bekleidung der Lehr- Unge Mk. 87 l9,48 verausgabt. Zu einer Selbstäudrzmachung sind 500 Mk. uusgeliehen und für den Versuch mit einem Lehrlingsheim wurden 1807,55 Mk. aufgewendet. Die Ausgaben und Einrahmen pro 1891 «lanriren mir 16622,08 Mk. Legate und Geschenke sind mit 3087 Mk., direkte Mitgliederbeiträgc mit3991.60Mk. zu verzeichnen. Die übrigen Einnahmen rühren von den Zinsen der eisernen Bestände her. DaS ,Lehrlingsheim' gab zu einer längeren Dixussion Veranlassung. Auder B! rsammluna wurden Bedenken dagegen geäußert, weil da» heim in -Pankow, also aiitzmhalb Berlin liege, die U rterhaltungSkosten eines einzelnen Lehrlings p » 700—75(! Mk. erfordere, daß eS nur eiirigen roenigen zu Gute ko» me, die Mehrzahl der Lehrlinge aber ausgeschlossen bleiben müsse, und somit zweierlei Klassen geschaffen werden. Wenn man auch eine sorgfältige Uedrrwachuaa der Lehrlinge für ersprießlich halte, so könm sich diese Wohlthat doch nur zumeist auf einige Stunden n,rch Feierabend erstrecken» denn der Lehrling sei voit Marge» 8 Uhr bis Abend 7 Uhr oder gar noch länger lvcgen US abendlichen Besuch» der FrrtbildungSschmen außer dem ^!anse, di« gemeinsame Mittagsmahlzeit könne nicht im Heim eingenommen werden. Hiersär stellten sich die Ausgabe»: ver- HLltnißmLßig hoch. Ein derartiges Kaseraemeat habe «urch noch andere Schattenseite». Ueb.rdieS sin» Handwerkelchr lmge keine WaiienhauSschtler. Bon Seiten des Borstakdcs wurde dagegen «sonder» hervorgehoben, daß der Versuch er »iehlich außerhalb der Wrrkstätte auf den Lehrling ein wirk» solle, e» werden nur solche Lehrlinge berücksichtigt, die eltemlos sind, nicht anderweiig zrweriässige Erziehung genießen, und vor allem schon gute Schulbildung mitbrächtcn. Der Borstaad hoffe dadurch d e Lieb« und den Eifer zum!Beruf wirksam zu wecken und zu erhalten. Der Kaffeubericht «irrde aldaan genehmigt, dem ihndarrten Decharge eltheilt und schließlich die Ergänzimzs. wählen vorgenommen. An Stelle de« «erhiuderten Vorßtzra den Herr» Leiwold Lrjsrr, (Oranirndurger-Str. 80,-sti) leitete dessen Stellvertreter Herr Rechtsanwalt Dr. tforfn Ratz die Versammlung. von 9. Antrag der israelitischen Gemeinde Alsheim: Es möge dem Gemeindetag gefallen zu beschließen, für Unterstützung armer Gemein««!, resp. «reu ReligionSlehrer eine größere Summe in «n Voranschlag einzustellca als bisher. Um dies zu bewerkstelligen, schlagen wir vor, die Ausgaben für die historische Commission zu vermin«!». 10. Antrag der S'-nagogcngemeinde Brandenburg: Der Ausschuß «S D^J-G.-B. wolle Schritte thun, daß von Seiten aller jüdischen Gemein«» Preußendie Regierung durch Petitionen angegangen werde, den jüdischen Religionsunterricht an «n höheren Schulen obligatorisch zu erklären. II. Antrag «r Synagogenrüthe in E i ch sie t t e n und F r e i b u r g in B.: Der Gemeindetag wolle beschließen, den Ausschuß aufzufordrrn, in Abän«rung seiner bisherigen Geschäftsordnung vertrauen»- würdigen Vereinen, welche die Förderung «S Handwerks und «r technische» BerufSartcn unter «n Israeliten sich Sr Aufgabe gestellt haben, aus «n Mitteln deS Gemein«- n«s ohne weitere Bedingungen eitlen angemeflencir jähr-- lichen o«r einmaligen Zuschuß zu crtheilen. 12. Antrag «r Synagogen«mein« Magdeburg: Der «rehrlichc D.-J.-G.-B. wolle dahin wirten, daß «r Modus in Beziehung aüf die Zeitdauer der Beitragspflicht «r Gemeinde- Mitglieder in allen' BundeSgemrinden einen einheitlichen Eharaktrr annehme. 13. Anttag deS Herrn Rabbiner Dr. S i l b e r st c i n: Der.Ganein«tag wolle «schließen: der Deutsch-JSraelirische Gemein«bund möge zur Bildung von engeren Gemeindevkrbän«n die Anregung ge«n, und die Regelung «r Beziehungen solcher Verbände zum D--J. G.-B. in «n Kreis stirer Ausga« ziehen. 14. Neuwahl «S AusichaffeS. Abend« 7/', Uhr findet rin gemeinschaftliches Fest- «sjen im Saale von Laffrl» Hotel statt, da» Couvert kostet 4,»0 Mk. Werkt», 20 März (Or^Lor.) Ja der vorigen Nr. d. Bl. -cheilt ei« hiesiger Lorrrspon«nt mit, ,daß die Synagoge in der Laiserstraße bekanntlich baufällig, und feuergefährlich, fett einigen Monaten gefchloffea wor«n, um ein neue» Dach nud RokhauSgäage zu erhalten. Di« Baupolizei ha« zum Schaden der Berliner Gemein« zu wenig verlangt.- Sn dieser Milt Heilung ist richtig, daß die Synagoge seit einigrn Wochen geschtosfea ist, aber nicht in Folge irgend welcher baupolizeilichen Verfügung, denn in ihrem tnSherme« daulrchrn Auftan« ist sie ja polizeilich genehmigt. Dre Um-

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