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Israelitische Wochenschrift · 1892-01-07 · 2 (7.1.1892) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
23 (1892)
Issue
2 (7.1.1892)
Date
1892-01-07
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Methode im alten Israels Referent vcrstand es, sein Thema io erschöpfender und interessanter Weise durchzuführe». Namens des Vereins sprach der Vursitzinde dem .Herrn Refe»entr» den wärmsten Dank für seine Arbeit aus, und leitete die daran sich knüpfende, höch': o in egende Diskussion mit Ca 5rafle rin, ob und wie gen«>>se dunkle stellen der heiligen Schrift den Schülern beim l> :ii זו ן1ז «Äesckichlsunterricht zu erklären seien. Nach einer Mittagspause fand t > 1 c ח Herr , Rob »g- Schiawe abgehaltenc Lehrprobc über!׳, i IlMiiufaftü“ tatt. Dir Lehrprobe, mit der sich daran! bpsende» Diskussion gestaltete sich zu ei»em lebhafte» ״. <יursinauSra isch. — Sodann erhielt Herr Prediger K' n ׳׳as.׳-B.׳ldgrad als Restrent der Commission d»,sWort zu ei Ref.'ratüoer,Mini mallrhrplan für die 1 klassigen Schu" .׳>. Die Ve sanimlung beschloß, von einer eingehenden Disk sisi.«11 über das Referat vorläufig abzusehen und den von t 1׳ Commission ansgearbeiteten Lehrplan behufs näherer (.!rüfuig den eiazelnen Mitgliedern zugänglich zu machen 1:1,b zugleich auch den Normallehrplan des D. I. G. B leizusügcn. Zu der nächsren Versammlung, die im He,bst 1892 in Belgrad stattfinden wird, soll der Minimall« hrplan als bevorzugter Gegenstand auf die Tagesordnung gestellt werden. Vorträge zu der nächsten Versammlung übernahmen: Herr Kahn-Rügenwaldc und der Unterzeichnete Schriftführer. Der bisl»crige Vorstand, Herr Rabbiner Dr Hahn- Stolp als Vorsitzender,Prediger B a » e r-Cöslin, Stellvertreter, und Prediger Meyer-Bütow, Lchriftsührer, wurde wiedergewählt. Besonderer Dank sei auch an dieser Stelle dem D. I. <8. B ausgesprochen, der dem jungen Verein einen Zuschuß von 75 Mk. zu den Kosten der Versammlung bewilligte. Der Schriftführer E. Meyer, Prediger in Bütvw. Z»t«»te»ßütte, 3l. Dccember. (Or-Cor.) Vorgestern, am 29. d. M., fand die Einweihung der hiesigen neuerbauten «Svnagoge in ftierlichster Weise statt. Programmmäßig setzte W Nachmittags gegen 2 Uhr der Festzug vom Hause der p. Fröhlich — die Gemeinde hat damit einen Akt der lt gegen den verstorbenen Gründer der Gemeinde Herrn kose» Fröhlich erfüllt — in Bewegung. Voran ging die Schuljugend, daraus da» Orchester, Äntor und Chor, die Tochter des Vorsteher» Herrn M. Cohn, auf einem seidenen Kissen den Schlüssel tragend —, hierauf die fünf Träger der Thorarollen, die HH. Rabbiner auS Beuthen und Köoigshütte*) und drei würdige Gemeindeälteste, unter 2 Baldachinen. Es folgten sodann im Zuge der Herr Amt»- Borsteher und der evangelische Seelsorger von Antonienhütte, die Vorstände und Repräsentanten der benachbarten jüd. Gemeinden, dann die Gemrindemitglieder und zum Schlüsse »ehrere hundert Glaubensgenossen von den Nachbargemrinden. Bor dem Gotteshause angelangt, erfolgte oie Schlüssel- . Übergabe an den Baumeister Grötschel aus KöuigShütte, welcher denselben dem Vorstand-Vorsitzenden Herrn Moritz .Sohn und dieser dem Herrn Amtsvorsteher Rendschmidt , überreichte, der schließlich unter kurzer Ansprache die Tempel- Pforte öffnete. Nach dem Anzünden des ewigen Lichte», - hielt der Herr Rabbiner Dr. Goldschmidt au» Königs- Ahütte die Festrede. Derselbe sprach auch da» Gebet für Kaiser und Reich. Die Gesänge sind von unserem Cantor iHerrn Bernstein mit dem von ihm zu diesem Zwecke «gen» geschulten Thor (Mädchen, Knaben und Erwachsene sau» der Gemeinde) in geradezu meisterhafter Wcise aus- «führt worden. Der gesanglich« Theil des Programm» ,chatte alle Anwesenden mächttg yingensstn. Herrn Cantor ^Bernstein gebührt hierfür alle Anerkem ung und wird *) <4 waren 8 Rabbiner geladen, aber nur di» obengenanniv. Yiiori erschiene»; sSmwlliche radbinscheZunkttone«. übte der Rabbi 1e ' Dr. Aalblrbmidt flu»KönigthüneLU». — Ls lei noch bawertt, »I, chlwtche AedLud« «flaggt hatte» und stimmtlic-e weschilfislotal« de: r. Inhaber geschlossen waren. solche auch ,10״ Se ien der Gemeinde bethätigt.— Dir Synu-; flöge selbst st in ihrer änßcren Ausführung eine Zierde des ' C:tc». D ׳ Gerne ndemitalicder überboten sich, um auch da»; Innere dcS Tempels so würdig und reichlich wie möglich zu gestalten. Es sind vorläufig IVÜ Männer und ebenso viele Franc׳,sitze eingerichtet, doch ist,!vorn es bei dem tätigen Wachsthum der Gemeinde erfortierlich sei» wird, Raum >!ir fast noch euimal so viel Z-tz« vorhanden. Nach Schluß des. goltcsvieustl chen TheileS ia»d in de» Säle» toT H.rrei: Lachmann und Reich ein Diner statt, an welchem ca. 200 Pnsoren tteilnahmen. Herr Vorsteher Cvhn begrüßte Namen«! de, Gemeinde die er,ch׳« reuen Vertrete r der Nahb rgciiieindcn, ganz besonders aber dir Miittergcmrindc und deren <t-emeinde׳Cc«Ilegie.1, für das der Filialgemeii'd«: stets bewieene Wohlwollen dankend. Es folgten ,.och mehrere Toaste, die alle hier wieder׳,ugede» zu weit führen würde: tic Stimmung war eine sehr animirte. durch keinen Mißto» gestörte und nach aufgehobener Tafel hielt bei übliche Tanz die junge Welt bi« zum Morgen, grauen zusammen. -- Mögen die Eindrücke des festlichen Weihctages nachhaltige bleiben und die tAemeinde in veceinten, friedlichen Streben sich gedeihlich fortentwickrli,; möge aus dem Gotieshaus und der Schule stets religiöse i Erbauung und Belch ung für Alt und Jung ausströmen! Ans Httzeiußesen im Dezember. (Or,-Cor.) Im Lause dieser Woche wurde >oie alljährlich die Vorstandssitzung des Vereins ״Achawa" abge>,alten. Das Interesse für diesen so segensreich wirkend«׳» Verein, de, sich über ganz Dcntschland erstreckt, ist woh« in viele Kreise gedrungen und zwar mit Recht; den» er h lft einem längst gcsühlteu Bedürfnis ab: israelifische Lehrcr, die dienstunfähig oder krank geworden, sowie Lchrcr-Wittiven und Waisen zu unfirstüizen und dadurch deren Lvos erträglicher zu machen. — Nach den mündlich gegebenen Di ittheilungen des Vorsitzenden und CassirerS ist die Zahl de, activen Mitglieder auf 32 l und die der Ehrenmitglieder aif 830 angewachsen. — Der eiserne Fond besteht aus ca. 185,000 M.; an Jahrespensionen konnten ca. >2,000 95!. verteilt werden. An kranke Lehrer wnrden im Lause des Jahres 1875 M. aus dem Re-erve» fand abgegeben. Was sollte aus so vielen Lehrrrfamilirn werden, wenn nicht die ״Achawa" helfend Angriffe? Und trotzdem müsseü wir immer wieder beklagen, daß so viele mit Glürksgüter» gesegnete Glaubensgen«,ssen dem Verein fern bleiben. Ist es doch für diese nur ein Heines Opfer, die Mitgliedschaft durch einen jährlich«׳» Beitrag von tt M. zu erwerben! Und gerade jetzt bei den stets wachsenden Ansprüchen wäre der ©«tritt neuer Ehrenmitglieder dringend erwünscht. — Fra nkfurt a. M. macht unter allen Städten Deutschlands ein« rühmliche Ausnahme: während hier über 400 Ehren» Mitglieder dem Verein angehören und außerdem viele Geschenke und Legate aus dieser Staat dem Verein zufließen, finden sich in Mainz nur 52, in München 44, Äug«, bürg 37. Mannhe m 24, 9301m« 16, Darmstadt 13, Berlin 12 und Karlsruhe 1 (!!). — Wäre e» nicht heiligste Pflicht, Denstnig:n beizustehen, uenen da» höchste Kleinod der Eltern onvertrc ut ist: den deutschen jüdischen Lehrern, die in ihrer grüßten Mehrheit weder vom Staat noch ier Gemeinde Pension beziehen; sollte man ihnen nicht ihren Leben«- abend erttäglich zu mähen rnd den bei ihren Hinterbliebenen leder oft ein kehren den Stothstand zu mildern sucl-en? Möchten Loch diese Worte Eingang finden in den Herzen allerWohlthäter, an den« nJSr-rel niemals arm gewesen! ... x K. gffeu «. Hfl., 3. Jc nüar. Aus den sonst üblichen Ehanukahststbericht müssen C ie in diesem Jahre 9>erz:cht lnsten, au» dem einfachen Gi unde, nml die diesjährige Feier ausgefallen ist und zti-ar deshalb, weil bei der Jutelfeier dr» Herrn Blumenfeld auch eine größere öffentliche Schulstier stattgefunden, üb.-r die schon stüher in Ihrem gesch. Blatt« beruhtet wurde. Dag wen «and eine Beschenkung der armen Familcen und «ten nnge1^׳Tg« in noch reicherem

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