Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1891
- Issue
- 51 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- Seite 199 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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qttm Zaä, fwr Htubbiuoastsch, wie steht da» »st dkft» Wort«, trat der ktzzt )i der Dm« einlud, «den sich Platz *tf «hiun. Der Arzt . der Aufforderung Fol« and die Dame «wiederte: .Sch dt» zufrieden; «m Husten ist bester, nur die roste »«ttkfcit beäugstigt «ich: .Die wird schon weichen; frische Lust, Ruhe u,d zutr "eguug stad die Faktöre», welche Sie wieder kräftigen .Und Eie meiueu, ich würde wieder kräftig wie zuvor?. .In ihre« Alter dürfen Sie dagetrcht hostn". 2?-"Sie halten ei« völlige Genesaug für «ögluh" 'Nicht nur für möglich, sonder» für höchst wahrscheinlich." .Und «ein Leide» ist uic^ Tubermloft?" g* .Keiuessalls; ihr Leiden ist ganz anderer Art." .Dann wird auch mein Kind diese schreckliche Krankheit erden?" .Wie können Eie von einem Erbe sprechen, wenn uichts zu erben da ist? Ihr Kind ist Votlob gesund. Sie werden es bald sein, wenn Sie folgsam stad." .Also kei« Tuberkulose? Sie «üflea schon verzeihen, nber ich glonbe Ihnen erst, wenn Sie mir mit Ihrem ^venwvrt d»e Wahrheit Ihrer Au-sagr bekräftigea." ^Wir ftltsa« find Sie? Ich gebe ^h«n mein Ehrenwort, Ihre Krankheit heißt nicht Tuberkr lift und ist nicht "ch und ist heUbar. Sipd Sie nun zufrieden?" .Ja, und innigsten Dank" Sie «eichte de« Arzt die Hand; der sie ergriff und rinige Lest srsthielt.smn den Bold zu fühlen. Dann sagte er: .Wann haben Sie. zuletzt Brief von Ihrem Herr» acht gehabt?" .Vorgestern. Er schreibt alle- Gute und hofft im Juli wieder herüberlmnmea zu können.' ^Das wird aber ei« Freud« werden!" ,: ^können S» es mir verdeakea? Ich ließ ihn nicht rne fort, und wäre es. möglich gewesen, so würde er bei geblieben sein." < -.Ei ist so viel bester. Ihr Herr Gemahl ist. ruhig adeist, denn ich konnte chm die Bersichvruag geben, Die ich an soeben gab. Doch weshalb ich Sie anfsuchte. vergesse l sost. Ihnen mstzutheilen. Sie suchen ei« Gesellschafterin?". ,I>; aber «§ maß ein in' jeder Hinsicht empfthlenshks Mädchen sem." ^err Dr. Norde» in Hamburg, an den ich mich dieftrndete, hat mir eiu simges Mädchen aufs Beste emer hat sogar die Pchotagraphie seine» Schreiben gt und wenn Eie sich dieselbe ansehen wollen, so will sie hokn." .Ach ja, doch kann ich heute «ich noch nicht damst be- _»; ich fühle «ich zu matt. Zeitz« 8« mir dir Photoratzhie und das Uebrige besorgen Sie für «ich." ^-^Gewiß gene, ruhen Sie ja recht lauge und gut. »blbe und unsere herrliche Lust weroea Jhnn bald Kraft gebe«. Also aus Wiedersehn." Mit diesen Wortn erhob sich der Arzt; er reichte der die Haud zu« Abschied und rutserut» sich. Da-, zog die Da»eder einen Brief aus Tasche und las: Rew-Aork, 12. Mai. Meine liebe Mirjam! Hoffentlich hat sich Dem Befinden, wen» dieser Brief lenmcht, gebessert und auch unser kleiuer Felix befindet T« und Rmht, jede» Augenblut »eilen «eine bei Dir und ich zähle die Tage und Stunde», wieder bei Djr fein kann. Ich butt« ei« gute e Ueberfahrt und fand zu Haust alle« wohl; aber "»last wartete mrincr, so groß, daß Du Dir lei« machen kannst. Der liebe Papa ist ganz glück- ' Ich Um Dein Vest«nie mch nlöchtramnbMk sofort abreist», uw Dich uud nnstrn yekhc. öria Enkelklud, fchen und küsst, zu köuue». Wonu e« ««glich zu mache« ist, werben wir Dich alle st» Juü besuche»; ich 1«»«« stdnfall«. Hobe Dich ja recht ruhig, büß Ted» angegriffne Lunge sich rasch wieder erholt. Ich danke de« liebe» Gott, daß ich über Din» Leide» beruhigt bin; e« ist uicht Tuberkulose, sondern ei» chronffcher Luutznkatanch, dessen Heit nag Zeit und Ruhe verlangt. Ich beauftragte Herrn Oe. W. sich nach einer Gqrklschaftorin für Dich »«znsthn uud hoffe, er findet ei« Dame, welche Dir paßt. Sei ja recht vorsichtig, daß Du Dich nicht er. kältest, denn jede Erkältung würde Dein Leiden verschllm. men. Nun Adieu für heute. Roch die besten Grüße und Küste von Allen Dein Rabbinowitsch. Wieder uud wieder la» Mirjam diest» Brief uud als sie ih» ndlich zusammnsaltetr, btimr sie thräundea Auges iu die Ferne. Ach. sie glaubte den Versicherungen des Arztes nicht. Sie fühlt», daß ihr Leiden kein leichte« sei und Angst und Grauen überfiel.sie, wenn sie an de» möglichen schlimme» Ausgang destelben dachte Sie lebte ja so gerne und war so päcklich mit ihrem Man«-und dem Kindl Warum muß jetzt «in Wurm an der Blüte ihres jungen Lebens nagen? Warum war gerade sie ausersehn, ein Martyrium zu tragen. Uud ihr Kind? trug es »icht schon vor der Geburt den Keim des Todes in sich? Der Arzt wollte es ihr freiwillig ausred«». aber sie glaubte seinen Brr sicher nagen uicht. Sie dachte an ihre Mädchenzeit zurück uud dicke Thräueu rollten über zhre Wangen, wenn sie ihr sttziges Befinden mst jene« verglich. Die Amme kam mst dem Kiude näher uud entriß Mirjam ihren Grübeleien. Das Kind war erwacht und blickte fröhlich um sich. Seim Augen warn so hell und sei» Aussehen war «in so gesnndrS, wir »an es nur wünschen konnte. (Fortsttznug solxt.) Grß»i «ftfc gm ■';-V - De««« ta vier Mm Mo Heinrich Veit. tSmtstwm») Marco: Vergebens suchte mau bisher sei« Spur. Orsini: O thnrer Bruder; furchtbar will ich räche« Deimn Tod und müßte ich alle Tage Hölleugetfirr weckn, um meiner Rache dienstbar zu machen. Der ganze Stamm Jad.'s soll es büßen. Bollnden will ich des Bruders bknige Theten und motben, brenne« stechen, vernichten das ganze Volk Israel, bis ich den elenden Mörder gefunden uud dann ihm wehe .... ich will Qualen für ihn ersinnen, wie sie noch uie st, der Seele «imsReaschen reisten. Marco: Lehrt Christus nicht lieben und veraebn? Orfin i n-nt ««pmhend:,Bergebn? Ha. gleich laste ich die Sturmglocke lauten und Geistliche und Ritter mögen sich hier versammeln, daß mein blutiges Werk beginne. Unterdessen, «vler Ritter, vertraue ich Euch meine Nichte. i«b.) Fünft« Seen«. Elvira: (lanasa» »o sich wW>m»d) £), meme Ahnung, wein Traum! Teurer Bater. Du mußtest st, der Ferne fallen. Nicht mst Thrünn kam, ich Der« Gruft benetzen. Brrlorrn. sic ewig Hab' ich Dich verlor,». Dir Erstwcruug au Dei« Liebe umschwebt «nh! — Du wiegtest «ich als Kiud in Deinen Armen uud riefst: »meine einzige Hoffnung, »ei« schönste Freude bist Du Elvira". Ost wenn ich schlief «ratest Du keift an «ich heran, belauschtest »rinn Schlummer,