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Jüdisches Familienblatt · 1891-01-01 · 51 (1891) · p. Seite 198

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1891
Issue
51 (1891)
Date
1891-01-01
Page
Seite 198 (sequence 2)
Language
German
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loumLSo alaobt ihr nicht an »nfrer Götter Macht» ^cOrbuna ft Di« Drbnjnig ft das Ehaos «»st gebracht? Eleasar: Nur Eineir ist der «Mt, boi Mt dekrnneu, llitb beste» Name« »ir wir bürst» nenne». Apollonius: (höhnisch): Und dennoch hat sich Eures Gottes Gunst An Euch erwiest« nur al» eitler Dunst. - Eleasar: Der ivird schou sein« Gnade wiederfuiden, Dem er entzogen sieob seiner Sünden. Apollonius: Ein Aberglaub' hält Eure» Geist i» Baabe«. Eleasar: D» irrst Dich: Dienen wirb i» allen Lauben Man einst dem Gott, der ft sechs Tagen schuf Die ganze Welt durch seines Worte- Ruf. Er har durch seinen Bnnd sich «ns verkündigt. Und stößt nicht ewig von sich bc«, der sündigt. G» frevelt, wer sich seine« Dienst versagt Und da« Gesetz z» übertrete« wagt. Apollonius:Schweig' und genieß' vo» dieser Opstrspeis«! Eleasar:Rur Gott gehorsam sein ist mein« Weise. Apollonius: Du willst es also — Knechte seid bereit! (Di« Knecht, erfaffen «teasar, «« ih« de» «nnd «nfpchur«».) Eleasar: L sieh' es. Gott, and führe unfern Streit! 2 sieh' es, . («4 bonant Di« Knechte halten inne.) Apollonius: Was zaudert ihr? Fühtt iha zum Tode sott! Eleasar: Du schreckst mich nimm« durch Dein gri«mig Wort' Schuk nur den Henket gleiche den Leib zu mmchen» Der bald zu« Stande kehrt, aus de» er worden- Eleasar. der erreicht an neu »zig schon, Tritt bald vor seines Gottes Richsttthron. Sttts lebte ich dem Gott de» Ew'geu nach, Drum fordre »immer von «ir solche Schmach. - Apollonius: Soeben fällt «ir ein Gedanke eia: Wie? Eleasar, wenn Du 's thät'st zum Echem, Der Form aur za genügen, damft Autioch' Willfähr'gen Sinn in Der erkeuur doch? Eleasa r: Den lstbtt Gott nicht, der de» Menschen schmeichelt. Um ird'schm Bonheil Hab' ich »st geheuchelt. Apollonius: Wohlan! Dein Wort ist Deines Todes Grund, Und offen aerd's zu Aller Warnung kund. ~ Eleasar:O mög' r» laut erklingen durch dst Gauen, Daß alle Frommen sich daran erbauen. Do noch eine« Wunsch, so sprich ihn anslebend nicht verläßt Du diests Haus. Eles§sr.vM«i» letzter Wunsch ist. daß drr cw'ge Gott An Luch vergelte seines Dienstes- Spott Und rette dst um ihre. Wohlfahrt »st Verließen da» Gebot von Sinai. Bald lös' er Israel ans seinen Bande» Und mach' der Heide» gottlos Wett za Schanden. Ja, gnädig streckt er aaS schon seine Hand Und schicket einen Retter seinem Land. Wie er durch Most sprach in stnr'ger Wolle, So sendtt einen Priester er de« Bolst. Das Blut des Feindes stießt in Inda'« Bächen So wird den Frcvck ahnden er und rächen. Apollonius: Du prtt»igst Aufruhr! Diener fühtt ihu gleich Zum Block, daß er empfang' den Todesstreuh. (Ae führe» Beafar ab.) rNpoNuu« >eht hastig auf und ab; «ach ewige» Rachbente» >. Weiß einer, wen er mir du» Priester «eiut, Der als ei« Retter diesem Bokt erscheint? Euthches:De» Greis Matisja, der in Modi«» Stadt Dir Opstrer des Zeus getüdttt hat. Geächttt ist « ins Gebirg' gestoh'u. Verseht dm« Di»ft, ikh eile Zu sch«, ob »an «Mn, wie . . . _ (FoüfetzNchj folgt.^ ,t. Vitt«». Koma» ■«< tcr flrtt der letz»» Motze»»,tzPttl„mn »»» «ntztand m»d Prentze». Bon-.'Berger. xm. Zwei Jahr sind verflossen. Eine schreckliche Zeit' für Deutschland, denn es verlor zwei chst Kaff«. Trau«, war eingekchtt in dst deutschen Gauen, als der tzeldenftffer, der .Lstißbatt". feine trrorn Augen schloß- Roch herver war . der Bettnst. den da» Bastrland «litt, al» Kaff« Friedrich - sein Duiderlebe» endete- Jbm setzte« seine Uasttthapen jüdischen Glaubens, ein Denkmal, welche» läng» hält. als. alle Statuen in Erz > nd Stein. Mit seine» Name» wnr> den sämmtliche, i» Sterbejahre geborenen jüdische» Knaben benannt, und noch nach tausende» von Jahren wird des» halb dieser Name in Israel unvergessen sei«. So sind dst Deickmäl«, die Israel «richtet. Der Frühling war bald zu Ende und dst Hohr Tenst peratur, Patienten gelockt, . dernd «ginge». Dst Luft war balsamisch mild und kein p. Loftstoß mar zu bemetten. Ans ein« Bank in der Nähe Sr« Sprmgbrnnnen» sitzt eine Dame, welche mit glückliche».,.^ lugen ein vielleicht sechzehn Wochen altes. Kind betrachte^ welches eine 'Amme aus ihre« Armen wiegt- Daß Keine Wesen, welches hier das Licht der Welt «blickt hatte, schläft . ruhig. Dst Amme, welche dst Tracht der Odenwälder trägt». m stolz ans ihre» Pflegling und in, ihr« treuherzigen gt sie: .Ja. jetzt sind wir drüb«; ich hätte nicht geglaubt daß wir unsere kleine Emmv durchbnnge» würden.' ■<_ .Was Go« erhalten will, das schützt er,' entgegnest dst Dam«; »ihm sei Lob und Preis für die Erhaltung ncinet .; Kindes." „3a, es war weit genug weg; und hätte «s nnbt so ' ’ bald Nahrung zu sich genommen, so hätte es bei aefüllst» Brotschrank verhungern künneu. Aber nun sthea Sie» wst^Ä sich seine Wange» und Arme füllen." o „Ja, «» nimmt gut z«, und ich bi» Ihne» besonder» dankbar und kann Ihnen das ust vergelten, wag Sst «einem armen Würmchen Gutes «wiese« haben." „Ach, sprechen Sst nicht davon. Ich frene »ich ja himmlisch, ei» solch lstbes West» de« Lebe« «halst« zu habe». _ Wenn Sst nur wieder ganz wohl wären.". 0 :ri ‘ji ‘i .Das wird sich auch «ft der güttlich» Hftft macbe^'^.:, „ich suhle mich hstr viel wohl« als in sagst dst Dame; Rew-Aork." ,»J „Sst husten auch nicht mehr so viel »st in d» ersten^^f Zeit, oft kommt es «ft vor, als ob Ihre Stimme fest«. und stärker geworden wäre." .Dasselbe «einterauch «rin Manu; ob« ich fühlet,ch mich noch sehr, sehr schwach." . „Das nimmt mrch nicht Wund«. Erst dst schwere j* Krankheit, dann das Wochenbett und «und« eklige Husten — da» nimmt den Menschen mit." .SBenn ich nur bei den Kindern bleibe« könnte", «er», sctzst dst junge Fra« traurig; doch da kommt Herr Dr. gehen Sie »ft dem Kinde »och eine Weil« ans «nd .ich »erde Ihnen Bescheid sägen, wenn ich Ihrer *1 >»f «mchtz va»e» dst Abonnotter -rs da« l. Quartal ^Üchl»»" st» st-stlpsttt fch» *»fa »tzs

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