Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1891
- Issue
- 50 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- Seite 195 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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(kW »st der jri eine« Bache» stchin flösse? Ei» solche« LeW Lebe». Die Seide», dk nu» treffe«, sie find di» die un« |V Höh, fft^iai. z»r sittliche» Höhe, schliche» Hüde dm» Dich Glüch oder auch ei» Zuftll die fitttiche Höhe aber will erklommen sei». Ja. «eine auch »»ich traf da» Schicksal hart, e» schlug mir e», tieft Wunde» die heute «och schmerzen. aber gehat t» mich nk," .»der Hk hatten eine Stütze, eine Fca», dk mit .Ja. eine Stütze halte ich.'und da» war »»ein Glauben, » sch« mit elf Jahren mar ich eine Waift und von »den Leuten bi» ich liebelo» erzogen worden, Au» eigner habe ich «ich mit Gotte» Hilft emporgearbeikt und dans «» chm heute, daß er nur schwere Prüsnogen auf- ^.Sie sind «in Man«, ich aber ein schwache» Mädchens .Wem Gott s« vkl Talent und Schönheit gegeben, ist »icht verloren. Ich höre, ein acht«»»werther Mann um ihre Hand; ist da» nicht Stütze genug für Sk?" >>- »Ich ka»n nicht." stützte Gittas „ich bin gebunden." „Rein. Sk sind ftei. Hütte Ihr erster vertobter noch W-Abftcht, sie hestuzuführe« al» ftm Weib, so Hütte er r schon etwa» von sich hüreu lassen. Darum sollte« Sie.. ^Zsth bran nicht, ich bleib' chm treu und sollt' ich hürrn» er ei« andere» Weib genommen, so will ich für sein bete»." ... — »Sk sind rin edle» Mädchen." sagte I. indem er sich u»d eine Thrünc, die sich i» sein Auge gedrängt hatte, »Müge Gott sk segnen und behüte»." tun wollen Sk schon fort?, fragte die Dame de» de» Gast, al» er zu« Aufbruch sich rüstete. .Ja. qrtgmkk dieser, ich gehe heute Abend «ach an Bord, da da» Schiff mit der Much fährt." .Ahnt ging'» an da» Abschied nehme». Herr Norden trug sciuem Freunde viel« Grüße an seine Familk auf. -Dankend entgegne« I.: .Kommen Srr zu Mirjam» hinüber." Schoczend eutgegnetr dieser; »Erst muß sk sich verloben." .Er," «widerte Herr I. .habe ich Euch da« mcht gesagt? «■teer Abreift hat sich meiue Tochter verlobt und ich Euch Alle zur Hochzeit; dk Kosten für Fahrt und ist drüben trage ich. Kommt Ihr?" wolle» ftchen." .Rete, nicht wir wollen sehe«. Ihr kommt." .Wenn wir könne», ja." »Gut. ich habe Ena versprechen, und ich hoffe Ihr t" Hstr dk Berlobnngsanzrige mein« Tochter, und Adieu. Lebt wohl!" Herr I. «ntftntte sich rasch und dk Familk lehrte in» , znrüch woselbst Herr Norden dk Karte achtlos auf 5 legte. Sittah «ah« »ach einiger Zrit die Karte »nd al» sie dk Schrift la», erstarrst ihr Herz, eine« Auffchrei fiel sie zurück nad eine Ohnmacht umihee Gte«. Erschrocken eilte «an ihr zur Hülst. , welche chrr Fr«« bin beobachtet hatte, nah« dk »nd ln» tzarans bst Name»: Hijt» J. Bafebioowiteoh, i Ber labte. (Forts, f.) Grß»i ftafc gm . *■ tau t» vke Mm vn» tzrtnrtch 9«tt Acht» Gr«»» paft,ßnn»A»««llch^ E» prrnt! l tes> . Hem: Ich bitte um Vergebung, Kardinal, wenn ich in «»bedachte« Ami mich zu »eil vergaß. Orsini: Ich habe mit Lach ei» ernste» Wort zu rede«. Wohl wiffet Ihr» daß dcr heilige Vater einer unheilbarrn Krankhett verfiel. Ae«: Ich «riß r», Kardinal, ich verfolge dk Shmtome der Krankheit fthr genau. Di« geheimen Kräfte der Natur sind uuerforschlich. So lange noch ein Odem im Menschen a weht, kann er zu einem neuen Leb«, erwachen. Orsini: .Nur gerade hier nicht, beim hriligen Batrr nicht.. Dk'Aerzte aller Länder haben r» besiedelt und Ihr selbst könnt doch unmöglich anderen Sinne» ftm. Hem: Mau hat um meiuen Nach mich nicht befragt. Ich bum mich deshalb nicht ver»«ffen. wa» möglich oder unmöglich hümeftellen Doch wenn e» mir vergönnt »>Lrr, an bo« Bett de» Papste» hinzutrekn, einen Wunsch, den ich seit lange in tksster Seele hege; dann wird auch keine Macht der Welt m«h zwingen, ander» zu sprrchr» und zu handeln, al» es dk Wissenschaft mich lehrt. Orsini sch««): Ihr glaubt den heiligen Batcr heilen zu können? Hem: Ja. ich glaube e». Ein unbekannte» Etwa», ein seltsame» Gefühl sagt mir, ich kann sein Leben erhalten. Im Namen der Menschheit, der ich al» Arzt und Jude diene, wollte gerne kb» versuchen. Orsini: Bedenket wohl. Hem: ein Jude soll da» Oberhaupt dcr Kirche hellen. Gelingt'» Euch nicht, wie e» all- Smein anzunehmrn ist, dann — dann fallt Ihr und Euer olt unbedingt zum Opfer. Darum sagt e» rund herau»: ich will'» und kann'» nicht unternehmen. Hem [bctttamt): Ich will e» versuche». Kardinal, wenn man mich ruft. Steht auch mein Leben in Gefahr wenn mir dk Kunst mißlingt; mein Volk aber hat hierbei nicht» zu verantworten. Orsini (Mftlfc): Ha. verstockter Jude. Du sollst e» büßen. (T«ut) Wohlan denn, gut, e» sei. Der Papst ladet Euch nach dem Vatikan. Eure Hrilkuust sollt Ihr an ihm versnchen. Nehmet Abschied von den Euren und kommet sofort mit mir. He« (ftvwi«,: Also wirtlich, soll ich. O meine Ah» nung. welch rin freudige' Erriguiß. mb) Orsini («Hein, noD «netten ih« nachbliSen»,: Du ellft so freudig nach dem Vatikan, doch so freudig wirft Du ihn nicht venafftn. Dieser Jude will mir und den großen Aerzten ttotzen. Solch riue Kreatur will sich klammer« «» dk Gesetze der Menschheit uad mir Hohn sprechen. D» sollst e« furchtbar büßen, Hem. ich schwör« r» Dir! Neunte Leen«. (Pem, «»peranza, »nbtn, «lta». «etzrere Jnken von »er einen Gük. «lvira, Larenzn »nd wefotne Ottini'« »»» der ankern.; He« (die Min« ei»»tb»«nk): Der bochwürdigr Kardinal Orsiui mtthibctr mir soeben dk votschaft, daß der Papst, der fest Monden trank darmcderlstgt, meinen Rach al« Arzt höre« wiü. Stolz hebt sich meine Brust bei dem Gedanken, daß, ich wen» der Allmächtige mir gnädig bristeht, dem hohen Kranken Heilung bringen kann. So lasset un» denn «ereint utm Vater im Himmel beten, der unsere Schicksale lenkt und dem alle Menschenkinder auf Erden gleich sind, er möge fttee guten Engel senden, daß mir dk Errettung de» Papste» aeltegr. Lasset vereint un» beten. (Unken unk «t« stütze» Me Gtnft, ke» %m$M htnnns nnd •ffnen kk Lha«. Yen», «w>wnza und kk üdtttzm Anken fü^n.) Hemikk -Snk« saltrnkj: ,F) Du, der Liebe spmdet. und Schrecken nkderftudet au» de« Hinunelshühen, zu Dir wir heust flehe» um Vergebung und Versöhnung, o »ntt, in Deiner Huld Rettung g«b de« Papste und sühne unsere Schuldst (Orsini arit seine« Wesel»» «ntbldtzen kk Htnpkr.) Orsini: Au Dir o Sock n»d mftrm Heiland flehe» wir sende Retttoeg de« hriligen Bnter. (Wem unkGeselne enteffM ken L««pü: «tneern» kksemwesefte »kerü» tafidme», E anWAWAW» tM.) Q s-a