Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1891
- Issue
- 50 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- Seite 196 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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H°ß fehle 1»e. Wir m Saragossa bisher als em feit««» SKrinob «UlfbeBmhrt. Wir bitten, es als Beweis unserer Dcmfbmckktt de« Papste z» überreichen. Orsini: Nehmet, Soccujo, dieses Bach nvd bringet c* nach de» Vatikan. (g» pe»): Machet Luch bereit und folget bald un« nach, («t »i» «afai*. Dar »«ha», ftflt.) H Vtt: Erst» Sctne: (3n Sattfa». •ottifttt Laäl, Waakfttia) Elvira (la»,sa« Detttttnb): Oede und einsa» ist e« u« mich her. Durch die Marmarhallen schreit' allein ich in so später Stunde. Ahnungen und schreckensvolle Träume rauben mir den Schlaf. Werde ich denn nirgend- Ruhe finden? («»Md««Harfe) Somme Du einzig vertraute Freundin und lindre «eine Schmerzen. tBea» Me Thrüatu rausche». «Hm »ei» Herz deschM», Bist D» es «raute Harfe, Die »ich sich bethsrt. Ja Lei»«» TS»«» rausch« Lt» ahueud Paradies, Stau der >aaft uud Furch« Rat« Bade hnmllft sib. «eh! «a« sag' ich Liebe, Wie Meeresslmheuarall Woget >oUd mei» Herz $o« dunkle« Haffe voll. 8»ei«e Sceue. Orsini «Bei deu letz»«» «orte» a» sie hera»«rete»d>: Was ist mit Dir, «heure Richte? Deine schdiie Seele ist gnt und rein, »ie der süße Slang Deiner Harfe. Du solltest aß in Deinem Herzem beroen? Sprich, mein Sind, was «frt Dir? Elvira (autftetdrab): Ach. lieber Oheim, mir sthlet »icht«: seid ganz unbesorgt. Orsini: Die Stelle Deine« Vaters nehme ich setzt ein, und Deine Pflicht ist es mir zu vertrauen, was Dein Herz beschwert. Elvira: Wenn ihr wünsche«, so vernehmet denn Oheim: Ich hatte einen sehr düstern haßerfüllten Trau« Mir war e*t als sehe ich den geliebten Vater in der Mitte der Basaticri, kompst-müihig vorwärtsstürmen. Es reißet ihn wmwärls, und trotzend jeder Gefahr, jagt er über Berge von Leichen, dem Feinde Vernichtung bringend. Da, un eine« Abhange stutzend, stürzt aus dem Hinterhalte ein Mann hervor und stüßt den Dolch in das edle Herz des Vaters. Orsini: AchSiud, beruhige Dich. Die Sehnsucht nach Deine« Vater, die aufopfernde Kindesliebe erweckt m Deinem Gemüthe solches schreckensbleiche Traumbild. Elvira: Hüre mich weiter, Oheim. Dann war es mir, als wollte ich mit meiner Brust den Vater schützen. Ich breite meine Arme aus den Vater zu empfangen und umschlinge, weh, den bluttriefenden Mürber — (»tt pelge»der Unruhe) den Mürber, der «ich an seinen Busen drückt, «st glühenden Süssen «einen Mund bedeckt, mit wollnfitrunkenen Süssen, die gifwerbrestend mir tief in die Seele brennen. Roch habe ich Srast mst aller Gewalt ihn von mir zu stoßen — und — oh furchtbare« Grauen, ich selbst drücke den Verruchten immer fester-an meine Brust. Orsini: Ha, Ha, welches gaukelnde Spiel Deiner lieberrrgenden Phantasie. Bernhiae Dich «ein Sind. D« außerordentliche Sehnsucht nach Deinem Vater und sagen w^r es nur, nach dem Gefühl der Liebe zu einem Manne, der Dein Lebensglück begründen soll, haben solch ein Traum» buo erweckt; aber Träume haben mit den Ereignissen im Leben nichts zu thuu. «ritt« Sc«»« (Ria «euer «ritt ein.) Diener: Lin Srenzrstd» bittet dringend Orsini: Jetzt — in so später 0tm6k" vollen? Diener: Er will es nur Luch selbst vertrauen. Orsini: Nichts Endes käme das bedentrn. — Kr kommen. (Menet ab«. (gatfptM) Roch wogt Dein Busen stürmisch und Angen blicken wie verklärt. Rfln» Dein» Much Elvira I Rtctte*6ie»e. (Vtaaca, als ftreafritfer verkleidet, tritt Hereins Orsini: 8adrängt Luch zn mir inmstd» näö Stunde?Welche Nachricht bringt Ihr Ritter? Marco: Mich sendet Lner Bruder — . . . . Elvira: Schnell, Rsttrr, sprechet, erzählet, wo, wo habt 1 Ihr meinen Vater verlassen? Marc» (j» OejhH): Drei Monde sind es her, daß Ritter' Senio, Euer Br«er. Lardinal,..»st Blutdenri» nach5 Saragossa la«. Die heilige Inquisition stand ihm tr»l Seite, n« überall den Glaubenshaß mit Bl«» und f und Flammen zn vertreib». Geä» die Mauren . Inden war der Lamps blutig eröffnet, und Euer Bruders «st feinen glaubenstreu» Rittern säet» Brand und Tod. ' Orsini: Ich wußte es wohl, daß de« gewaltig» Glaubenseifrr meines vrnder» Senio kein Hinderniß zn groß sei, um sein» Will» durchzusetz».und «tjjte-yj die Welt darob zu Grande gehen.doch weiter .,. ."7 Marco (Mttcr): Ritter Senio hatte nur estt einziges Ziel: die Mauern und Juden zu vernicht». Hoch schwang er das Sreuz. das Panier der Liebe und Gloubenstmn^ > und säetr «eichin Mord und Tod und Brand. --«ü Elvira: Ist meinen cheur» Bader (ein Leid wider» sahren? Sprecht Ritter, wann kehrt er wstdet? M arco (sie trMMeak, kt «eite): O Gott, welch wunderbare Gestalt! (brat, Wann er wiedersthrt? <MMt «• Baken) Ich kann es nicht sagen. Elvira l»«ft>ft) Ihr blickt zn Boden, um der heilig« Maria willen, antwortet, was ist geschehen? Orsini (a»fftk*k> Saal, wo bleibt «ein Bruder? Mare»: Im blutig» Lnmpst für den heilig« Glauben wagte er zu west sich vorwärts. Die Ritterscha« blieb im Eifer des Bernichttmgskampses zerstreut hinter ihm zurück. Da sah ich, wie Euer Bruder plötzlich an einem Bergesabhang stille stand, und ehe er sich'« versah, stürzte ein Mann aus Jnda's Stamm hervor .... >h»» in») Orsini: Ha, was ist geschehen? vollendet! Elvira: Ach, was werde ich hüe«! Marco: Bevor ich ihm zur Hilst eil» konnte, fiel er £3 tobt nieder, von des Juden Stahl getrost». Elvira ,«afftetkak>; Weh. weh, mein Vater tobt! m aftaUftttg in vrffnt's «r»e» nickt,) Mareo ,ki «eile): C) Gott, was habe ich l War es nicht genug, daß ich den Dolcb stieß in des Brust .... Was wollte ich von dieser zart» Jung frans Orsini (m «Mta deftisti^): Ermanne Uch. thmres Sind «ar») Wir ein scharsgeschlr Stahl trifft die« Unglück tief m «ein Herz., Hat ma. Mürber erhascht? Traf ihn der gerechte blutige Lohn? Marro: Vergeben« such« «an bisher seine Spur', . .< . (Fortsetzung folgt.) .jj Aitttzfri - TmTc. t» K Mil .1* rrftrkd es all Grapset, «i» jr haf« timt UnwerffM.