Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1891
- Issue
- 13 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- Seite 51 (sequence 3)
- Language
- German
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SM .feer UttTfecfc fei da* Sfe. Sff Md, afe »«feie (sag eine schön« Phrase fette«. A»t b«e fatgeyv fe Mfellge, ist «ich« ,» haste». . , U»l» jede stemttttlhe f'Sdatthtnmg. fe i«« der christliche» viafeiüll au»fiirst«d ei« Ust der ^fei»ife..DrchM»th..Die» .fe. s^»,/»r,M«jdtz>>^fie ringe» »iL. al« armsellgsie EiNlkül ««d «bstahend« Kriecherei »elunde». . . .Sie .itt schier unheimlich diese Superklugheit meiner 'Schwester", lachte er bitter vor sich hin und zerriß da- Blatt in tausend new» Stücke. Die Lust, auf Hans, zu «varten, tvar ihm - gründlich vergangen, er eilte in fürchterlichster Laune nach Hau«. Al« am nächsten Morgen der Sekretär bei dem Doktor vorsprach. traf er nur Herrn Much« anwesend, der ihn mit strahlendem Lächeln auf dem »öthliche» BiedermannSangesicht .Sie müssen mit mir vorlieb nehmen, mein bester Herr Scholz", schmunzelte er, .sich, vergnügt die Hände reibend, «soeben hat sich dep Herr Doktor mit meiner Nichte auf 'das Rathhaus verfügt da« Aufgebot zu bestellen." -(Fortsetzung folgt.) Lage» «mdem Wo»e»er Ghett». «o» ttriUaer De. «loch.Pfe».») l. In der Legende erscheinen in dem Posener Ghetto als tlde» zunächst der Hohe Rabbi L »ew und der Oterrabbiner aphtali Loben. Rabbi Lue», wegen seine« hohen Wüchse« der .hohe" genannt, ist wahrscheinlich in Posen ge- 'baren, hat aber meiste»« in Oesterreich und Prag gelebt. ^Mit Kaiser Rudolph II. hatte -derselbe eine mehrstündige eheiwe Unterredung, über welche dessen Sohn nach seine« tatert und de« Kaiser« Tode Mitthcilungen zu machen verforotöe« hatte» M aber näht geschehen ist. Bei Beginn der heiligen Bnßzeit — so erzählt die Legende — bemerkte Rad« fee*, dag die Synagoge zur nächtliche» Stunde erleuchtet war. Er begab'sich sofort in -«selbe und erblickte in dem Beteaum einen Man» von unheimlicher Gestalt, eia mächtige« Messer schürsend, an dessen Klinge grobe gelbe Mistttnpsen hingen. Loew verließ de« Tempel, kehrte aber «ingedenk dessen,. , daß eine pestartige Krankheit in der Ge> mernde sich zu regen begpaaen hatte, sösort in die Synagoge Zurück, trat vor de» »»heimlichen Mona, der inzwischen zu westen oufgehürt hatte, und entriß ihm ein Papier, daß derselbe in der Hand hielt und auf welchem die Namen der. ungesehensten «nd verdienstvollsten Männer, und Frauen der Gemeinde verzeichnet wäre», der« Träger wahrscheinlich dem TodeSengel geweiht sein sollten. Bon. jenem Papier war jedoch ein Stückchen abgenflen. und dasselbe war in der Hand de» Tokfeengei« zurückgeblieben. Der Rabbiner betete nun noch inbrünstiger als sonst für seiner Gemeinde Wohl. Die Festzejjgiug ruhig, vorüber. Der hohe Rabbi wurde aber bald darauf krank üvd von der Pest weggerafft; seinen Namen hatte er der gehvumißvollen Gestalt nicht zu -entreißen vermocht. Diese Legande scheint töte» Ursprung in dem Bereich der Sage tembet .weißen Frau' — der Personifikation de« Tode« — »n habyl. Näher noch scheint dteser Legende die siebeabürgischx Sage von der Borbotin . de« Todes zu liegen» Au bewmen ist, daß Rabbi Loew, welcher in Prag gestorben ist, längere Zeit ainh in der Nähe Siebenbürgens gelebt, hat. 2. Lin Jahrhundert später spielt die Legende von de« crabbiner Rapchtal.; Lohen».-eine» Abkömmling - fee*'«. Derselbe »nrde auß einer Neffe von Santomischtt -ifech Polen bei letztste«anntem Orte von Jesuitenscholaren Mmfyk die Steine.gegen ihn warfen. Do wurde Raphtali, »«» ihm» der Mödnlrft war, zo«<g «ib feach gegen 1 die Schüler ei« kabbnKftisthe Foenstt «M. wü« zur hatte, daß die «ngreiser ans dem Fleck Erle, ans dem sie - ihren Muthwilstn trieben, stsfebaunt wurd-n und kmzum Wurf erhoveueHaud mit de» in derselben kxsindlichen Stein nicht regen konnten. Raphtali lüfte aus ihre Bitte« den Bann »weder; sein Loo« aber war fortan R ihelosigkeit, weil er die Kabbala, die nnr im Interesse de« Gemeinwohl« angewendet werden darf, zu eigenem Nutzen gebraucht hatte. Er ging später al« Rabbiner nach Franks» tt a. M. Hier gerieth seine Wohnung io Brand, weßhalb er wegen angeblicher Brandftistnng gefänglich eingezogin, jedoch bald wieder frei gegeben wurde. Raphtali habe bei An»druch pv» Jener« in der Verwirrung anstatt der feuerlüschendin, die stuerzündenden Geister hcrabbeschworen. Er wollte alsdann da« heilige Land auffuchen und starb in Konstantinopel. Im Amtszimmer der Posener Synagogenge neinde befindet sich noch gegenwärtig ein hölzerner Hirschtops, welcher vor der vor einigen Ä»hren erfolgUn Renovation der alten Synagoge in der Judeostraße im Flur de« zur Synagoge gehörigst« Hause« angebracht war. -Dieser Hirschkopf soll ein vermacht, niß Raphtali'« sein, der in das hohle Innere de« Kopfe« iur Verhütung von Feuer«gefahr Peroa neotstrristn mit »bbalistffchen Formeln hineingethan haben soll. Bei der großen FeuerSbrunst im Jahre 1803, welche da« ganze Judenviectel einäjchette. blieb nicht nur die alte Betschule, sondern auch die Westseite der Judengasse vom Feuer verschont. Bei der Herabnahme des Hirschkopft« zeigte sich da« Innere desselben leer. (Dieser war nach l«r Meinung de» Borttageoven in Wirklichkeit nur ein Emolem Raphtali'«, da« derselbe gleichsam als .Bisilenkarte" über der Thür seiner Wohnung angebracht hatte, denn Siaphtali wird in der Bibel eine« Hirsch verglichen.) 3. Sine Legende, in welcher da« Eottvertrauen der Juden verherrlicht wird, ist folgende: Ein polnischer Edler, Namen« von KurnatowSki, nahm bei seiner Abreist nach Warschau seine» treue« jüdischen Fattor bei Seite und theikte demselben unter Auferlegung strengsten Siillschweigen« mit, daß er von Warschau au« an den Juden einen Kurier entstnden werde. Sobald diestr eintreffen werde, solle der Fattor mit seiner Familie schleunigst seinen Wohnort verlassen und nach Schrodti, der Besitzung de,« gen. Edelmanue« fliehen, wo dieser alle Anordnungen zur T ifnahme de« Jude« gettoffen habe. Nachdem der Jude vergeblich auf de» Kurter gewartet hatte, tthrte von KurnatowStt von Reichstage zurück. Aus die Angelegenheit bett. die iu AnSiicht gestellte Entsendung eine« Kurier« befragt» erklärte der Edelmann dem Inden, es sti i» Geheimen die AuSrottu rg aller Juden in Polen vorbereitet worden. Al« hierüber m Reichstage end- 0 abgestimmt wurde, habe von einem b « dahin unbesetzten le au« eine ganz unbekannte Gestalt laut vernehuwar da« Beta »Ni» po»l»»»w!" dazwffcheo gerufen. Der den Juden verderbliche Antrag war damit gefrUen. Die Stimme aber, welche da«. Beto eingelegt habe, fei die de« Propheten Elia« gewest». 4. Zu« abschreckenden Beispiel, daß man sich nicht mit Dämonen einlassm dürst, hat ein Rabtiner in einem um da« Jahr 167g abgesaßten Moralbuch s folgende« erzählt: An. d« Ecke der Juden- und der Teihftraße stand ün Jahre 1658 eia große« Hau«, welche« al« nicht geheuer van de» Leuten gemieden wurde. Ein junger Manu, weichet in dafstlbe eindrinaen wollte, fand an der Kellerthür de« Haast« seinen TodDasselbe ..wurde ehchrm rmtt.einem reichen jüdischen Golbschmid bswoynt. Rach dessen Ableben begannen Spukoeister dastlbst 'st* Unwesen zu tteistu, Sst warst» metallene Gefätze und, andere Ggenständh die sich üa Laust keianden, zitt Erde, riffeu da« DstUeuL bas Speisegcschirr nebst den Speisen zu Böden u. s. w» M »scheu aber thwten sst kein Leid au., <£S. wnrdr» Mt Jesmfe zur Bauuuog der S^uaeffstr öerust»; aber ihtt Beshw-ttmaen hatten keine» ErfolL. Man wandte sich qn .Uß .Rabd, Joel in Xä&fAti*