Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 22 (1891)
- Issue
- 51 (17.12.1891)
- Date
- 1891-12-17
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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waa f# »er . . _ $ä Hcir (Hftiiumf ereilt. ^Uitch er Wich mr {einen frühem»?aneigrnoffen »bgestbütel^ und selbst das ״Volk', das!--äcischc Leibblatt. schreibt von ihm: .Kürst «*•*nf foarart nicht t» de» IUi4«4■ La» ist W« po »lisch»» r»de«»rchdl. Er ist »»» de, veoer» t» LeheOiteiidors qe w^-li ivorde», t>»«it er seiner letzte» Jahr« beide» Wert, de» Schatz» u>3, venheidtoe. Er ttfct ihn t« Stich unter de» Bor»a»de, »ah sei« ^suadheitszafi-»- «h» hindere. De« ist nicht der vi»»mrs »«» ehe^-ni. Da« ist ein verzichtender Srei». Da»» soll er aber auch i» den »Hamb. Nmdrichte»' schmeige». Die Vorgänge bei der Wahl de» Geaeral-S? »»dal-Sorstoude» find auch ein Zeichen der «rtt Bl»«arck grohgezogene» Charaeterlvsig- »eit. Diese ist an »' len Uedel» schuld.' Also gwbt's doch noch etwas, woran die Inden nicht schuld sind; oder vielleicht doch? wenn nicht sie, so doch ihr Gesetz, ihre Sittenlehre, die heil. Schrift, welche dem HüMon es vorauegesaßt hat: »wenn Du zu fallen angefangen, so wirst Du «mmer tiefer fallen!' AterN», lb. Decewber. (Or.-Lor.) In der letzten Sitzung der Berliner jüd. Gemeinde am 6. December fand eine längere Debatte über den von den Herrn Justizrath Matower und Professor Lazarus angeregten Plan der Uebeinahme der .Lehranstalt für die Wissenschaft de» Juden« lhuw«' auf die Berliner Gemeinde statt. Im Namen des Gemeindevorstandes hob Herr Direkwr Hermann hervor, daß allerdings die Theilnahme innerhalb des Publikum« finanziell für die Erhaltung der Hochschule beizustenern sich 1 vermindert habe. Der Borstand habe sich mit dem Anttag Makower officiell noch nicht befaßt kein Mitglied " '!selben indeß besonders geneigt, nach seinen persvnn Informationen wolle auch dasselbe ein selbststündiges n und seine jetzige Verfassung behalten. Herr Justiz- 1«th Matower führte m längerer Rede ans, daß sich in ad« ׳ sehdarer Zeit Beründerungen nn Lehrköttwr voüzichen künuten; da der Staat für die jüdische Wissenschaft nichts thue. müßte die Gemeinde eiutreten. Der eiserne Fonds der An« statt gäbe nur einen Zinsertrag von 8000 Match mindestens kännle die Gemeinde ,n der neuerbauten Synagogengebäude in der Lindenftrahe oder in dem jetzt fertig werdenden Neu« bau in der Oranienburgerstr 4 — 8 Zimmer dazu hergrbrn. — Herr Ganitätsratb Blumenthal trat für den Antrag des Vorstandes ein, für dieses Jahr eine Subvention von 3000 Mk. zu bewilligen, hob indeß hervor, daß das Institut bisher sehr wenige Rabbiner auSgebildet habe. Der Deutsch- Jsr. Gemeindevund müßte der eventuellen Neuorganisation wchei treten, auch sei in Berlin durch da» Bethhammidrasch und die Beitel Eschraim'sche Anstalt für Verbreitung jüdischen Wiffeuö bester gesorgt, als die Darlegung des Herrn Justiz- MH Makower vermuthen ließe. Herr Professor Lazarus gab in längerer Rede einen Rückbnck über die Lutwicke.ung der Anstalt, deren Ausgaben sich jetzt auf 138vOMk belaufen, «ährend die Einnahmen nur 10000 Mt. betragen. Wenn Herr Dr. Blumenthal auf die Erfolge der HildeSheimerschen Anstalt hingewiesen habe, so müsse er sagen, dieses Institut liege Mar in der Gipsstraße, aber nicht in Berlin. Die Berliner Gemeinde sei nächst der in Jerusalem die größte der Zahl «ich, sür das Judenthum aber habe sie, wenn man auch die Präcilion ihres Verwaltungs-Mechanismus anerkennen müsse. doch noch wenig geleistet. Der Satz: Talmud Taaroh k&ege.. kuUoin würde von anderen Großgemeinden mehr be« rLkstchtigt. Der Gemeindedund, dessen zweiter Vorsitzende der Redner sei, habe außer der Versicherung für die Gemeindebeamten noch wenig Positives zu Standes gebracht, weil er׳ sich bereits zuviel Aufgaben gestellt hätte. Nach seiner M< innig müßte die Berliner Gemeinde sich mit 1V —20 größere» Gemeinden in Verbindung setzen, um eine deutsche Lehranstalt für Wissenschaft des Judenthum« zu schaffen. — Nachdem im Anschluß an diese Nede einige Repräsentanten der Befürchtung Ausdruck verliehen, durch Annahme der Makower'schen Vorschläge würde sich die ,Richtung' der Hochschule weiter nach linkt verschieben und וי - wnqtqnn■ 0ER vMWNMG1 ׳ __ LSuL» auf Re bevorstehenden Berathnngen des 1 tags beschlossen, de» Antrag des Herrn Dr. Marinst ן einstweilen 8 000 8JH. der Hochschule auf 1 Jahr ja ligeu und die ans den Henn Hirsch ber^ La za euch Landsberger und Tikttn bestehende Commission zu beauf tragen, Verhandlungen mft dem Vorstande onzuknüpfen, damtt «tselle der. Repräsentantenversammlung eine Vonage wegen Uebernahme der Anstatt mache. a. Arrfels» 13. Deck. (Or.-T0L) Während bisher i» unserer Stadt die verschiedenen Tonfesflonea m Frieden und Eintracht neben- und miteinander aeledt, und me von dem Antisemitiamns» der an so vielen Orten sein Haupt erhoben, hier nicht» gemertt haben, scheint «an nun auch Erestlo zur Be-suchsstatron einer Agitation machen zu »«len. Netto« Ahlwardt-Berlin und De. Dann eil-Bielefeld hattw» sich angemeldet. Ersterer jedoch blieb wohlweislich an«, da« gegen Hot sein Gen oste Danneil sei« bekannte Wunder« vrebigt vom Stapel-glasten. Wie aber auch anderswo am Rhein, so ist ganz besonders in Crefrld kein Boden für diHe antisemitische Agitation, und werden auch fernerhin derart»« Hetzreden hier am Platz« tarn Früchte zeitigen. — Als Jvnsttatton zu den hiesigen consessioaellrn VrrkÄtnffstn sei hier eingeschaltet, daß unser Herr Oberrabbiner Dr. Horwitz, wie stets bei ave« derartigen Festlichkeiten, sa auch in den jüngsten Tagen zu der Jubilänmsstier des Pfarrers der hiesigen Mennonite», die hier znr Elite gehlsten und die Seidenindustrie Creselds begründet haben, geladen war und in ehrenvollster Weist, provoeirtt, bei diesim Feste, gleich den AmtSbrüdern des Jubilars, sprechen mußt» — Ans' verschiedenen Brüadm und nach reiflicher lieber« legung hatte man davon abgesehen, ein Brnot des Dannell« scheu Vortrags von seiten der Behörde zu erwirke«, was wohl zu ermöglichen gewesen wäre. So gab denn der Biele« seid« Antisemit in zweistündiger Rede keine bekannten Märchen, Anekdote«, za Zoten vor einem sehr -ahl«ichen Publikum, das aber nur zum allerkleinsten TheU aus Freunden des Antisemitismus bestand, zu» besten. Das Auftreten eine» Juden in derartigen antisemitisch«» Radon- Versammlungen kiesten wir — »m Gegensatz zu einer diesbezüglichen Aenfiernng von anderer Seite — für sehr unzweckmäßig nnd erfolglos. Dogmen hatte sich hier etn hochgeachteter Mann, Herr Gymnastaldmttor De. 400tl« seiff«n,zu einer Erwidern!« erboten, aber durch eine merk« würdige Verkettung der Verhältnisse war es ihm unmöglich, in den Saal zu gelangen. Wie dieser Herr in seiner an maßgebende Persöulichkeiteu unserer ' Gemeinde gesandten Entschuldigung hierüber andentet» hätte er bei de» Charakter der Versammlung sich doch sehr schwer entschließe» können, zu sprechen. Der Führer der hiesigen Socioloemokraten ergriff da« Wort für die Juden, wurde aber infolge mancherlei Auslastungen bald niedergefchrieen — und hiermit fand diese Geschichte chren Abschluß. Hingegen Hai Herr Direktor De. Wollfeifstn «einer großen liberalen Versammlung eine Rede gehalten, in der er n. A. sagte: . Solch« Hetzerei«» öffentlich gegenüber ja trete», fühlte ich »ich «rpfilchtet M Lehrer uub Leiter, einer weihe •ea i»raeU«ische» fedjiltro, die durch gleiß und Düchtigtet» ri»e Zier»« de» wy»mfiu»S wäre» und namentlich hinsichtiich der doukbareu «efimmog, »ii der sie ihrem alte» Lehrer und Direltor.fi«!» e»t«e»e» getreten find, et» volle» Lob verdiene» (Bravo); ich thne es al» Bürger rrud -l» Ber- »reier der Gemeinde i» der LledtverordNtteuvetfaeamlung, der Mitgliedee «lle, die fiel» darin einig find, daß alle geheime irudofirae Mstachtnug und Mißhaudluag von Mitbürger» mgc« der Oankjfio» auf» schärfste zu vrrnrtbeU«» siie»; ich thue e» al» Mensch »üd Christ, der jede» «ersuch, - die religiöse Doteraa» zu verletze», mit alle» Lräsie», die ihm - - .- ist. (Bravo!) schr »tr nn» Deutsche» Striche», »v 'doch «uaedtich alle zusammenpr»»«. et« salche Ge«ste»richt»»u i Hatz» auf de» meäeine» Fortschritt