Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 22 (1891)
- Issue
- 51 (17.12.1891)
- Date
- 1891-12-17
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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גו-׳-. ■ *י w j terdn&at M türkisch«» Reiches. Nnr?» -»ßfnitz war da« letzte Hinderniß, di« GloichkertthttgutW t Iß «*«ז toBfttaMaer *« «ach«, noch nicht fefeitigt. Ga »ft^. liberal« Wähler jüMschr Laudidalm in» Parlament «ftsaudt«,, und da» Unterhous die Ausnahmebtll darch »A« Lesimg« hatte passirm lassen, «den so oft opponitte da» Odtrhan» in seiner bekannten Halsstar igteft. Die Zahl der Opponent« nah» jedoch der jeder Absttmmuag ad und t» Jahre 18öS kamen auch die Lord» dahin üb««», daß die Hora de» Lide» unweftutlich sei. I» Juli diese» Ja^ce» »nrde die Bill zur Aufhebung 11er Rechtsungleichhett der Juden mft einer Majorität von 7b Stimmen angenommen »ad ihr dir königlich« Ganction ertheilt. Baron Lionel von Rothschild, welcher trotz aller Hindernisse von der Londoner Eich immer wieder und wieder gewählt wurde. . koauft nua semea Sitz i» Uaterhause ein nehmen und wurde anf» alte Testament vereidigt. In dm folgenden Jahre» wurdm »och andere ausgezeichnete Jude» von verschiedmen Wahlbezirken in» Parlament entsendet. .... _״. ISoetsrtznn, felgt.) 'Ul'- ß*i Gerichte «nt> 6*rof’p$uU*}tu. Magdeßnrg Daarsrdland Wir erhalten folgende Zuschrift: Fterlln, u>. Derember t«1. Sehr geehrter Herrl Et» Leser Jhrttvlatws, durch mein« erft«Z»fchriftanSi«,UiNr.sI veranlaßt, beichrt »tch in lletenswärbitzer Weis«, bah die Jude» ft »tt .Dem Liesch»'«mute», «ich» ich sondern Vognmil »oltz, de» ich S. au l« ^Iüd. Weib» citli«, sog, t» «leUeicht besaßen die polnische» Jude» diese Nrbewrndnng? — denn ich glaub« kan», baß et» so eminenter Real ist nnb anchrhetlsliebeader Seokachirr gerade eineasmche« Unssprnch «finden wärt». Vag Gat«, beb sein« N>«ntd in Wadcho» »«riet««, hat dort vielleicht Manche» nsaßeen, mm meine» Neben«mftrdiae» »«Up«»» fremd ist. Ich diue die In», blaen Leser, Nc ttM» «tat Anftlärana geben können, sich lrenndltchsl ä»tzttn »n Wolle»; dt« Frag« scheint inrerrffanl genugI SochochtmigDvoll ' N.htb» Rem," DieAuftläruag ist leicht gegeben; hier waltet eine (Uinc Wautvrrmechseluag ob; nicht ,D*m Kod»u*oh“ (.heiliges GlM") sondern ,▲m Kodiuueh" (,heilige» 830((“) lautet Me Betmchuung, welche nicht die Jude» sich ftlbst, sonder» Me heil. Schrift wirderyoit (Dmteron 14, 2 u. 21, 26, 19) de» Botte Israel beilegt. — Boaumil »oltz, «ft dem ich in Thom (in de» Jahren 1862—68) viel verkehrt«, Mtrf zwar gern «ft jüd. 83rockea in seinen lebhaft geführten Gespeäch« am sich, aber aus Genauigkeit koantrn dieselben ßetnen Anspruch mache». (Red.). . ». MogMOnr», lv. Decbr. iOr>Lorr.) Ein Gott in Begeisterungua rechte» Zeit gesprochen, fällt immer aus sauchtßarm Boden.. Lin solche» Wort war da» am zweit« Lage Mosch haschooo von unserem Rabbiner von der Kanzel herab gesprochene über die Rothwmdigkeit von jüdischen Jünglmgs vereinen. Für die in» Aänalingsalter tretende Jugmd se« es nothwmdm, sich in dm Jähem nach Verlassen der Schnle in der jüd. »eschichtc »nd Lftteratur weiter sortzu- Hilden, «m da» jüd. Wissen ^1 vertiefen und das religiöse Bewußtsein zn stärk«, damu Me Jünalinge eine richtige chenntnib des Jndmthnms gewinnen und ausgerüstet seien, die «auuigsachen vorurthefte und 83erdächtigungm gründlich zu widerlegen: denn di« traurigste Erscheinung i» gegenwärtig«! Jndmchum sei Me Unkmntniß desselben >m eigenen Lage«,! wie der Praphtt sch«« klagt: »««ine Jüngling« und meine i Jungfrau« ,rrm kmntnißto« umher". I Diese Anregung reranlaßte nun eine Anzahl meist «hej maliger Schüler de» Herrn Mabbiaer», die zu« Thetl ,chon im! WchchüftsleMnttehn^odtt noch di» oberstrnStassm höherer Schale,' besuchen, za «rnnn Bereine zusammeazutretm und dm Her«! Rftdbiner zumEhrenprüfidmtm deffelbm zn ernenn«, aus dessen Mwschlng anch diese Vereinigung dm Nmnm ,GraetzjKnci n" annahm. Dir MiMrder komm« nun aöchenüich einen- Abend zusammm. h»«n und hält« (»ach Unfkftnag da» Rabbiner») vorktäae oder Bor-lesnagm oder Verichße über Gagmstäude an» dem reich« Schatze der jüdisch« Litteratur.*) Am vergangenen Somttaa vmanstaltete der 8Ser«i» «ine» öffentlich« vottrag, ftchaltm von Herr» Rabbiner vr. Rahmer über .Pros.!>«. Graetz nuv die Tedentung seine» Geschichtswerl»", nu großen Saale de» Kaiserhof», der gedrängt voll was von aufmerksamen Zuhörern die dem Redner, der dm Bortrog zugleich interefsant und belehrend zu mach« wußte, mft .-eiche« Beifall lohnte. Mag»sß««ß. Au» Mr in »ar. Rr. kurz rrwähutm Rede unsere» «uionalliberaft» Ntaeordnete» Herrn Stadtrach vr. Dürre gebea wir hier noch folgend« bemerkeitswetthe Stelle: ״Sa4 un» »ach thuth tft »er Artete »ach außen an» dahdnrl Aber »iel Haben »er »ich« anch t» unserer «<»bt PN Enrzem zu Mm alte» aöch neuen Zwist mfttrhe« sehen? HeM» wir »och nicht genug’<m de» kziawe« «statische» Versammln«^« mit lhten HetzunbvumdreM»? Mußte» mir mlrtllch »och bl« 1 atlsemlNsche» Aväftrl unter »»« sehen? «tr ist nicht» dekonut. modr Nh unser, ,llmschen Mitbirger «i« salche Lgitaftan nothmenblg ge« cht kab.-n, dl« olel» leicht, — aber auch «nr vielleicht, aus Mm LeaM in Hessen, wenn auch nicht «ln« verechtiaubg has» bah rin« EN »rnag ünM- — Mt uns «Mr ganz «nrNtsrltch «na »ach viel W Niger aerechügt ist. Hatira bi« Herren, «eich» Mb 6Md und Ltd iraunn h«rZ»uracht MMn, nicht bedacht, baß su nothmenbiaermds« mH dt« entsprechend« Nearnoo hrrvarrnsen würden I Sind!ir nicht d vor zurlickgeschreckt. »eben MM »laslenbaß, Mr unser «»lksleM, vergiftet, auch nach unser Gemctndetebe»»arch Narenßaß z« schödt-euI M. H.l Ich b«M mir sage» lasse», daß db «»tisemitischrn Ger iammlangen hänptsöchlich van junge» Leute» bes nht werde». Et ist ja dwa» Lchimes um Ideal», welch« di« Jugend heg« »nd pflegt, um sie Mrelnst in die Wtrlilchleti zu sbedcheN.Lteg A aber dies«» Inden» Hetze» ideal« Sepreduaae« »u Sxunbet Es tft «Me richtig gev ,, ' noch «Ml rmpsnnden, siir di« Schwachen uad slrhler Ms «>0U«, für di« häßliche» Aia«, welch« t» Mm Solkslebe» \ rlktr »»»zu »st her» vortrew», hi« Inden allein verontwanllch zu-nachm; di« Jndm in ihmr Gesammthett, Ms Jndmihu» glrtchsam als MN Träger eine« bösen »rtncins. tSoht» firnen mau? Sailen Mn JnMa »k staatsbürgerlichen glühte grnammm werbe»? «tll a m fl« rechdo» m«M»? Oder vielleicht׳nach russisch»« Muster hetmachil»? Dies» »UM >gitastm erhebt uns »ich« nud veredelt uns alcht.״ jBraval) Maßtzefinrg. (Or.-Eor.) Die di׳- ,Tim«»" melde«, soll .siais« Wilhelm jüngst in seiner U iterrrduna mit de« russischen Minister Gier» zu diesem «sagt haben: ,Mft dem Rütktritt de» Fürst« Bwmarck best»ft keine politische Frage mehr sür Deutschland. Ick kmne nrr zwei -lasten von Üntrtthanm in «einem Reiche, solche die'loyal sind,und solche, die es. nickt find." Dieses kaiserliche tz iort dürfte auch in Bezug auf die Juden gelten. Mft dem' kücktritt de» Fürsten Bismart, de«83at«rs des Antisemitismus besteht kür Deutschlanb auch kein« Judmftag« mehr,' im tzerzm des Kaisers, der nur Oie zwei amauntm Klaffen vo! Bürgern kennt, ist kein Raum sür Klaffenhah oder Ras mhaß. Zu welcher Klaffe gehören nun wohl die Aalisemitei, die im Bcrein mft dm Konstmattvm gegm die vom Kaiser be chwormeverfaffuag Sturm lauft» und auch gegen dft von der Regierung Sr., Mujestät^oorgelegteu Haudelsoenräge, ie der Aastsemiten» Häuptling Läger (stammt da»Wort nihtvon.Lug?" Anmerkaag de» Setzer») im Wiener Ab >eordaetmhauft als .Judm.Han>e!»vettrLge" bezeichntte, Resolutionen saften? Au dm Loyale» doch wohl nicht. Daß dem Stöcker, seftde« chm im vorigen Jahre di« kaiserlich« Gnadmsonne entzogen ist, r.uch all« höheren, dem Kaiser nahestehendes Personen den Rücken kehr«, hat seine Riedertege bei dm Wahlen in '*« Synodaloorstaad aller Welt gezeigt; nun muß e» dieser .zweite Luther״ noch erleb«, daß er vo» seinen ehemaligen Getreuen, von sein« eigennen Blättern, wie der,Reichsbou", vettatyen, und «- richlkl nnro. Selbst in dem vom ,Bi lk" zusammmzttrommelien Skandalversammlungrn zieh« sein« Red« nicht mehr Das schmerzt den arm.-n Man/ gar sehr, »och er *I Wir wett»» Mt Sealnw» M SereU sWächfien» verssfenNtchea. bandi anch tn «nberr» »e««t»»», sich I,ls « .Gmetz-seed»»-' btlöe!,. Auch ans be» BanrBg t»«»e» wie zurück. (Atb. .. : Ijt■?'