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Israelitische Wochenschrift · 1891-11-26 · 48 (26.11.1891) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
22 (1891)
Issue
48 (26.11.1891)
Date
1891-11-26
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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fegt* Kirtag etfcMaK* Mt oerfchftdeaea Deputationen i* btt 1 Freaadeshäadea ■tit Ni »Mt« «schmückte» J80$*aag kt• Jubilar•. Dt» Mtigta rröftnetea btr Norstaao «ab Mt Repiäftataatr» brr Ge- Mtiukt, welche durch ihr» vorfitzt »dta durch Me Herrea Salomo* Saafmoa» »ad StatoaWtYi, demJudUarMt herzlichOea Glückwüajch» der Gemeiade ükybeachtta *ad Name»• dprftldea tia sehr •) «tr |06t» »»ftrecheftö *MH »» berfthtiatN. »aß «• ia der vor. Aar. *ater Nerabarg *. ״t*t<t«aaf«ffi•**^ a' st. .ia«nMtl*aalea* heitzra maß. .WtiMagl Mttkta sämmtköchr JfcTiidBf H^^STAijkratiMk tu! auf bi« Fechar mtiktt, votier aber saakdtiitr für Mt Ri» krutta evaagnifthe» *ad wthotischra Maabeak ia vm bttrtfftukt» Sirchra riat Nrnoaraaag *ad Gidrkabaahm« vaa Sritra ihrer bttr. Gtiftlichta statt, aur Mt Netraten jüdischer Lonftsstoa wart* hi-rvoa aukgeschioffra. Za Mestm Iahet mardea zu« ersten Kalt Lttziert de» christlicht» Netraten gleichmstelli". Wir nehmen diese Berichtigung,*) obwohl sie etwa» unverstündlich ist, auf, um auch nachfolgende unS zugegangene Mittheilnng daran zu knüpfen. Herr Rabbiner Dr. Levi in lviehen schreibt: .Ich hatte »»ich vor tiatm Jahre in einer Jmmediaworstelluag a» St. Kajtstllt dta Kaiser gewendet »ad Allerhüchftdenselbt» uaierthäaigst gtbttta, btsehlea zu wolle», daß die StttiMguag der Reirute» Mer »ick» »ehr, wie der zeitige Oberst aageordaet hatte, ia verschiede» er Weift (Katholik» »ad Protestaalen ia ihre» Kirchen, Me Jkraelite» im Kaftrarahof), soudera »fit vordem imwec von alle» Soaftffioaen zusammen unter freie« Hi«mtl geschehe» solle; »ad daß daraufhin aas Allerhöchsten Befehl der Krichkmiaistrr mir ermiederte, e• liegt in der vom Regimtntk-Lommaadeur aiigeordaetea Ei des weift lein verstoß gegen Me desteheadea vestimmuttaea vor, daher kein« Bemalaffuag geaommea werde» löant, eine Abladeruag de• bei dam ge» nanale» Regimenle beobachtete* verfahre»• anznordaen. G» gereicht mir au» zu grober Freude »ad hoher Befriedigung, mltthelle» za ldnnea, daß gestern Me vereidig nag der Beträte» hier wieder iu früherer Weift, nach Belehrung durch Me resp. Geistliche», von Alle» gemeinsam uuter freiem Himmel stattgefuudea hat.- (ßüctfcft, 15. November. (Or.-Lor.) Gestern feierte unser Rabbiner Herr Dr. A. Auerbach, sein 25jährige» Amtsjabiläum unter größter Theilnahme der Gemeinde. Alle waren bestrebt, dem beliebten Führer und Leiter der Gemeinde einen recht rühm- und ehrenvollen Tag zu bereiten. Zu diesem Zwecke trat die Gemeindevertretung wiederholt Wammen und erwählte au• chrrr Mitte ein EomitS, dem as Arrangement uud Festprogramm übertragen wurde. Nach Schluß des SabbathgottesdlenfteS in der mit Blumen und Gnirlanden ausgeschmückten Synagoge uud nachdem die zur FesteSfeier geladenen Ehrengäste, darunter die Direktoren der höher» Lehranstalten, die Vorstände der verschiedenen Filialgemeinden, seitens des Tomitö's am Portale der Synagoge begrüßt und denselben die für sie reservirtrn Sitze angewiesen waren, wurde der Jubilar in seiner neue», prachtvollen AmtStracht, die ihm von der Gemeinde ebenfalls zu seinem Ehrentage gespendet war, von dem Vorstand uud de« Repräsentanten aus dem Sitzungssaale d«S Gemeinde- Hauses abgeholt und auf seinen decorirten Platz geleitet, worauf der unter Leitung deS Herrn Bernthal stehende Syaagogenchor den 100. Psalm von Lachaer iutoairte. Sodann bestieg Herr Oberrabdiner Dr. Horwtll auS Trrfeld, der von der Gemeinde als Festesrekier berufen war, die Karmel, um die Verdienste des Jubilar» zu feiern. Anknüpfend a» das Psalmwort: ״Du giebst Deinen Verehrern ein Panier sich zu erheben um der Wahrheit willen," mit der Deutung der Alten: .Du giebst chaen Prüfungen über Prüfungen, um ihr Wirke» groß zu machen in der Weltschilderte der Redner die AuMbe deS religiösen Führer» einer Gemeinde unserer Zeit nach Innen und Außen, im Gotteshause und in der Schule, für die Jugend, wie für das Alter, namentlich mit Rücksicht auf die trüben Erscheinungen der jüngsten Zeit. Nach dieser vorzügitchm Rede trug Herr Berutbal «men für diese Feier paffenden Sologesang sehr ergreift» feierlich vor, worauf der um auch an seinem Ehrentage Worte an ftine ihn in so großartiger Weise feiernde Genieinde zu richten. Ein nochmaliger Chorgesang bildete den Schluß dieser alle Theilaehmer erbauende» und erhebende« MntßrlDsoha-Vrrria• aawr Führung! Straaß. überreichte dem Jubilar für dt» viele* BrrdkaWi^-HG^ sich UM Me Hetctag de• Lereia• «morbra, autzer eiaer Giückwaaschd adrefle, »«rin der Gefeierte zu« Shrea-Norsitzeadaa «raaaat wird, eia gut -»•geführte• Bild Keadelksohak Sadatm erschftara dft Vorsteher u. vorstrhttiaaea der verschiede«* Wvhlthlltmkeitkvrrriae «ii ihre» Giückmüaschea Rotara• der früher«» Schüler uad Schülerin«* überreichten einige-derieltea «ia sehr werchvoll«• silberae• Weiaftrvft«. Rach Me jetzig» Schüler und Schüirriaara harten «• sich nicht aehana laffea, ihrem Rrligioaslehrer za seinem Frradraand Ehrentage za gratulier» and ihia finnreiche Auge binde zu überreich» Ni• zum. Abend dauerte Me Gratalattoakeoar — Brieft lieft» sortwähread ei». Abend• fand zu Ehr» de• Jubilar• ein Frftrffea statt, a» welchem ta. •00 Damen «ad Herren theilaahatea Nei Neataa der» selbe» trug Krl «er»stein in sehr aagewekftaer Seift einen voa Herr» Dr. mad. Apfel verfaßten wuaderschSaea Prolog oor. Der erste Toast, voa Herr»Moritz Schlefiager aakgrdracht, galt »ach alter׳ Titte unser« geliebten »aiftr uad Staig Herr H. Strauß feierte in iäagrrrr Rede de» Jubilar Den Toast auf Me Domen brach« Herr H« rz an«. Der Unterzeichrteie weihte sei» OHak oer 7• j«rijtn Marter de• JaMlarö Herr Karra• Simon traut aas da• Wohl de• Oberrabdiner• Dr. Horwitz, Herr K tzirschftid auf dos de» Lomite«• »ad Herr Lui» gedarbt« »er beide» Töchter de• Jadiiaro. Dem Lhorbirigentf. Jul. Bcrathal widmete Herr Schftsiager Worte der Aaerkeaaaag Herr E. Gordoak >ruß aalt ,maaz Jörael." Später feierte der Herr Oberradbiner Dr Horwitz da» ftßöar Band der Herz- .. .-otschea HrtjfrU mib da» sich dem Jubilar uad seiner Ge. sprach. Vorträge »ad eiaeak für diese• Fest gedichtete Lieder — am» runter da• voa Herrn S. Rlkdrrg uad vom Rrdactrar Kaa». b ach er verfaßten besonder• heroorzuheben find — wechselte» in buater Reihe and eia Taaz hielt die Thellaehmer bi» za« frühe» Kortzea beisammea. m Mt dem Wunsche, daß eS dem im kräftigsten Mannes» alter stehendem Jubilar vergönnt sei» möge, auch sein 50jährige» Jubiläum in derselben Geiste» und Kvrprrfrische zu feiern und in unserer Gemeinde noch viel Gutes zu schaffen und Nützliche» zu vollbringen, schließe ich meinen Bericht. Lehrer and ikaator Wetzstein. ßtfttb (Provinz Hannover) In unsere« von consessionellen Reibereira bisher ftrngebliebeneu Stäbchen ist nun auch der Geist der Zwietracht künstlich erzeuge worden, indem vor Kur«« hier ein antisemitischer Verein gegründet wurde. Dm Vorsitz führt eiu Apotheker und mit defsm Stellvertrewng ist der Herr Seminarlehrer Wirbel hetraut wordm. Wir hegen die feste Zuversicht, daß die Kgl. Regierung in Hannover, gleich der in Caffel, die Auffaffung von der Verwerflichkeit der antisemitische« Bewegung vertritt und den ihr unterstellten Lehrern zur Pflicht maSjt, .solchem für die Gchulzucht schädlichen Tretbm überall mit Enkschiedenheit entgegenzutretm uad zugleich bei maßvoller Zurückhaltung im üffeutliche» Leben mit dem eigenen Beispiele christlicher Duldsamkeit gegen Aadersglaubende der ihnen anvertrauten Schulfttgend voranzugehen." Hoffentlich zeigt die Königliche Regierung in Hannover dem Herr« ZBv daß Semmarlehrer der in autisemitifchm Hetzerei« sich ׳ kundgebenden unchristlichen Lieblosigkeit auch vom Pädagogik scheu Stantchnnkt au» nicht Vorschub leisten dkrsm. &eUt*but§, 15. Nov. (D.^S.) Bor einiger Zeit wandten sich mehrere hervorragende Persönlichkeiten der hiesigen Ge-- memde cm verschiedene Zeitungen in Argmtiate« mit der Bitte, sich über die bevorftebmde russisch-jüdische Einwand«, rang za äußern. Eine dieser Zeitungen, der .El Amjg» del Pueblo" (VolkSfrrund) in Eoncordia ertheilt eine aaarmem günstige Antwort, die der .Woschod" iu aller Ausführlichkeit und wortgetreuer Uebersetzuug wiederaiebt. LSe Qumtqftnz des langen Bericht« läßt sich wie folgt «b«^ Sine Eunoauderana ist dm Argmtwiera sehr erwünscht, weil das Land aus einer Fläche voa rund 3,100,000 CUn>־ draElomrtern nur rund 5 Mill. Einwohner cmstkeisi, während der Bodm iu eiuzelum Lankesthellea so daß. sich 220 Person« «ad mehr «urf eine« meter ernähre» tSmrten. Glaubens- und Malle Argentiniern nnbedmnl; dort werde

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