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Israelitische Wochenschrift · 1891-11-26 · 48 (26.11.1891) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
22 (1891)
Issue
48 (26.11.1891)
Date
1891-11-26
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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?Wer. ' WSMi Vr bstst sinnige Hinauf trat Herr Kaufmann Laqueur »«. weicher « de« Borstande« der»Jüdischen Industrieschule" Dr^ Rosin, al« den langjährigen Vorsitzenden in der!Verwaltung beglückwünschte und seinem regen Eifer :״JaiS der großen Äetmfsenhastrgkeit in Erfüllung dieser Pflicht Dank und Anerkennung sollte. Al« äußere« Danteszeichen "überreichte der Vorstand eine Adresse. Der Jubilar erwähnte m feiner Erwiderung die rege Mitwirkung der Mitglieder de« Vorstände« und drückte die lebhafte Freude au« über tzi« Huettranuna, di« seine Verwaltung gefuuden habe. Jo der okihe der Gratulansen folgte nunmehr da« ehrrrrvllegium de« Seminar», welche» seinem lang» jährigen Mitglied« durch den derzeitigen Vorsitzenden, Herrn Dr. Zuckermann, eine künstlerisch au«gestattete Adresse überrevhte. Die warmen Worte, welche da» Lehrerkollegium in dieser Adresse den wissenschaftlichen Leistungen und der «gen Fürsorge ihre« Mitglied«« für da« geistige und materietst Wohl seiner Schüler widmete, «achten auf den Jubilar «inen tiefen Eindruck. Er dankte in verölten Worten für die ehrende Anerkennung, die chm seine Kollegen an dem ihm von keinen Schüler« gegen seinen Willen bereiteten Ehrentage dargebracht hätten. Er schloß mit dem Wunsche, daß e« chm vergönnt sein möge, mit den gegenwärtigen Kollegen noch recht lange in inniger Gemeinschaft zusammen , zu wirken. Die gegenwärtigen Schüler de« Jubilar« hatten sich -־■ mit den ehemaligen vereinigt zu einer Festgabe: ein prächtig au«aeftattete« Album mit den Photographien der zahlreichen Schüler, war al« Ehrengeschenk ausersehen: außervem ging durch Spenden der ehemaligen Schüler eia« ziemlich große Summe «in, die dem g«hrten Lehrer zur freien Verfügung «stellt wurde.. Namen« der früheren Schüler sprach Herr Jtofrb. Dr. Salzberger-Erfurt. welcher da« Dantesgefühl seiuer Lollegen zum «u-druck brachte. Hierauf verla« Herr waocl. phiL S. Freund, der mit dem Festcomite erschienen war eine Adresi«, welche die Gefühle der Dankbarkeit und Auerkennung der Tesammtheit seine« zahlreichen Schülerkreist« ausdrückte.*) Herr Dr. Rosin, zu Thränen gerührt durch die allstitige i« Kreise seiner Schüler gesundem Liebe, dankt dem Lo» «itee für di« ausgewandte Mühe und erkennt dankbar an, daß auch er von Setten der Schüler vielfach anregende Forderung gefunden bade. Boa älteren Schülern wohnten den Festl «Unten bei: Herr Robb. Dr. Salzberger-Erfurt, Herr Rabb. Dr. Lheodor-Bojanowo, Herr Dr. Margulie», Sroßrabb. -an« Florenz. Herr Dr. Salzberger trat hierauf zum zweiten Male vor, um dem Jubilar «im von der Gemeinde Ersurt gewidmete Ldresst zu übergeben. Herr Dr. Rost« ist erfreut, auch von einer chm fremden Gemeinde, die nur durch seinen Schüler ihm nahe getreten sei, geehrt worden \ JB stiu und fügt hinzu, daß diest Ehrengabe eim ehrenvolle Auerkennung für den Ueberbriuger sei. Auch da» Lehrer-Kollegium der jüdischen Inchustrieschule «hne den gefeierten durch eim Adresse, welche Herr Odvclehrrr Alaanber übergab. Hierauf sprach Herr Dr. Sander, al» Vorsitzender de» »Liwjath-Lhen", dem lang« jährigen Gönner und Freunde diese» da» materiell« Wohl «r Hörer de» Seminar'» fördernden Verein» herzliche Dankvtwort« au». Da» Rabbiuat der Br«»lau«r Gemeinde ließ durch den Mund de» Herrn Rabb. Dr. Rostnthal dem trefflichen Gelchrtrn uud mustergiltigea Mraschen herzliche Glücboünsche übermitteln. Vo« der Gemeinde Breslau war «in Schreiben .!_,^.^n, in welchem die Verdienste de» Gelehrten und gewürdigt wurden. Da» Luratoriu» der Fräukel'sche« Stiftungen andtr de» Jubilar neben eine« die trem Pflichterfüllung Dir «erd« »tch «bech» i» »chtzn *t? «itchetle». 0teb]j de» langjätzrigm» Lehrer« iwerkennende Schreiben, al» Ehrengäbe einen silbernen Tastlaufsatz und eimn frischen Lorbmrkranz. Auch von privater Seite lief eim M»nze Reihe oon Festgeschraken. eia: zahlreiche Telegramme und Briest berundeten die allgemeine Sympathie, welcher sich der Jubilar erfreut. Außer den offiziellen Deputationen hatten sich zahlreiche verwandte» Freunde und Bekannte im Haust de« Jubilar« eingefunden. Bi« zur späten Nachmittagskunde sah man Gratulanten au«- und ringehen. Am Mittwoch Abend fand zu Ehren de« Jubilar« im Saale der mmn Börse ein Festcommer« statt. Außer allen gegenwärtigen Hörern de» Seminar'« nahmen daran theil: Da« Lehrerkollegium und Kuratorium de« S.minar», die beiden Herren Rabbiner hiesiger Stadt, die Herren Salzberger-Erfurt, Theodor-Bojanowo, Margulie«- Florenz, Herr Rabbinat«verwestrcand.phil.Reach.Reichenberg. Oberlehrer Alexander-Bre«lau und zahlreiche Freunde und Verwandte de» Gefeierten. Auch mehrere Damen wohnten der Festlichkeit bei. Den Lommer« leitete Land. Pinku«, dir Festrede hielt Land. Meyer: Redmr feierte Herrn Dr. Rosm al« Gelehrten, Lehrer, Mensch und Israeliten. Zahlreiche Reden, zum theil humoristisch gefärbt, trugen zu Hebung dersestiichenStimmuagbei. DstgedanknreicheR.dede-Jubilar« welcher m beredten Worten aas da« sichtbare Eingreifen einer göttliche» Vorsehung innerhalb seim» wechselvollen Dasein« hinwie», sti besonder« hervorgehoben. Auf dem Festprogramm, welche« eim Reihe schöner EommerSlieder umfaßte, standen auch zwei dem Jubilar« gewidmete Festhymiiea. Während de» ganzen Feste« herrschte eim sehr animirte Stimmung Erst gegen 3 Uhr brachen die letzten Theilnehmer auf. Am Donnerstag Vormittag war di« jüngere Generation nochmalzu einem aemüthuchen Zusammensein beim Frühschoppen vereint. Allen Festtheilmhmern wird der durch»»« gelungene Festtag damrnd in Erinnerung bleiben. 8. u. W. JßnuWt 23. Novbr. Gestern war ein Jahr fett dem Hinscheiden de« Rabbiner« Dr. Joöl verflossen. Die hiesige Gemeinde «vähltt dirstn Tag zu einer erhebenden Erinnerung«- stier. Um 1l Rhr Morgen« versammelten sich in der mit Blumen reich geschmückten »md mit Kerzen erleuchteten Halle de« israelitischen Friedhöfe« der Vorstand und dst Rqrrästntanten der Gynagogengemeinde, die Vorsteher vstler Humanitätsanstalteu, sowst eim große Anzahl von Gemeindemitglstdern. Gesang de« Gemeindechor« leitete die Feier ein. Darauf dielt Rabbiner Dr. Roseuthal die Gedächtnißred«; er schilderte in erhebenden Worten dst Wirksamkeit de« verstorbenen iu hiesiger Gemeinde sowie auch sti« Ber diensst um dst Wisstilschaft de« Jadenthuin«. Rabbimr Dr. Kn oller sprach ein Gebet, welche» dem Schmerz« um den Verlust, der dst ganze Glaubensgemeinschaft betroffen, noch einmal beredstn «»«druck gab. Ein« tiefe Bewegung ging durch dst Tramrmrsammlung, al« der Obercant« Deutsch ,» hebräischer Sprache da« Todstngellet in ergreisend« Geist vortrug. Eine Trauerliturgst, wst sie bei der Todstn stier an hohen Festtagen abgehgltra mrd, schloß dst Feier. Hierauf begab sich dst Trauerverscunmlung zu der Grabstätte de« Dr. Jo»l, »orlche auf eimm Ehrenplätze de» Frstdoost» sich befindet. Da» große, künstlerisch in rochem Sandstein «»«geführte Monument, uwlche» der Gemeinde- Vorstand seimm unvergeßlichen Rabbimr psttätsooll errichtet hat, wurde nuninehr mit einer Ansvrache «ine» Vorstand»- Mitglied«« der Familie und der Gememde -ststrlich übergeben. Li« Gohu de» verstorbenen, Rechtsanwalt Dr. Jo«I, daukte i» Namen der Familie der Bemeinde und ihrer Bertrrtung für dst reiche Webe, die Ne allzett dem vrrstorbeuen gewährt und dst durch dstke Feier einen eraeustn tstfbewe graben Ausdruck gesunde», habe. Au« 9kt«9atf schreibt man ua»: Bezüglich der in vor.Rr. — nach de» dort., Wochenbl."—besprochenen.Bereidiguug" de« jüd. Rekrasta in der Stzuagoge" Folgende» zur richttgra^Daqstllung:

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