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Israelitische Wochenschrift · 1891-11-26 · 48 (26.11.1891) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
22 (1891)
Issue
48 (26.11.1891)
Date
1891-11-26
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Mtizkettr» und Läftua-eR^PeschLtzt. Nach Verlauf weniger sichre «Halle» überde« dir Äuwauderer volle Eteichberrchti» amw mit der eingeborenen vevblkerung. — Solle aber die beamlchtigtr Tolonisiruog de» Einwanderern zum Segen gereuhra, so müßten nur branchbarr Aikerbaucr und Hand, werler angesiedelt werden, melche allezeit Nahrung find«« würden Diese müßte« iedoch bemüht sein, sich völlig zu asfimiliren, alle Goudergewohnheiten abzuleaen und nimmer einen ״Staat im Staate" zu bilde». Da» schließt aber nicht au», daß die Einwanderer «ngebindert der ßteligion ihrer Büter obliegen können. Die Landessprache ist ein leicht zu lernende» Spanisch, das Klima da» denkbar günstigste und da» Land da» denkbar beste. (In ähnlichem sehr günstigen Sinne sprechen sich die bereit» eingrwanderten russischen Juden in Briefen an die Zurückgebliebenen, die ״Hameliz" veröffentlicht, au».) Kenichchtr «ed aeaestr Ktrchrtchte«. Mugbebnug, »2. Rov. Der hksiae deulschsrrtfinaige Wahl» «erri» »rranstaltrtheuk Udead ei« Ssientliche Versammlung, in welcher der Grschifftöführrr de« .«emtn« z«r «»»ehr M «nttftmitkmu," Herr Ne» r Sb, er au» verlt» über da« LH«»«: Der Anttftm>tt«mu«dk ״Schmach de« tS. Jahrhundert«» spreche» »irh. ״Der deutschsreipnni^ Wahlvrrrio — schreibt dt» ״«tag». Zeit.» — verdt«,I für dt« von ihm «griff«« J»ilia»t« «tcht mir den Dank aller Gebildeten, sonder» anch dt« leveadigste LheUaahm« aller auf de« Bade» «»der»rr Anschauungen stehenden Pa «eien, intbesoater« auch die aatianalliberak, «1« den Drurschsrrtfianigen ei»«." (lieber di« glanzende, vor einer versa«,», ünw von ca. 8000 Persoaen gehalten« »»/,stündigen »Ae Vracim«'« berichten «tr in nächster 3h.) Worttn« M. Rov Di« i»r. voilstiiche, zu deren Gunsten am ■21. ei» Vohtchütiateitd^lonrert in der .Philharmonie' von Herr» H Abraham veranstaltet war, dessen Grtrögniff «in sehr günstig» gewesen. wird am 90. 9100. eröffnet. — I« Gaal« de« Grand-Hotel Alezanderplatz findet heute eine vom Verein .««ra» veranstaltet« versammluch, statt, in welcher Herr Dr. Herzbera (au« Jerusalem) einen «artrag über .PalSstlna in de» letzte» lv Jahr»»' halte» wird «nMi». Freiherr Lothar von »tchthoseu a«a. ha« bei Vorstände de« deutsch-konservativen Provinz kl verelu» für Schlesien »achstehenden Antrag ringebracht: .Di« »onservottven Schlesien» erweiter» ihr Programm dahin, da« dieselben mit allen ^ktzltchea lwitteln den üamps gegen da« übermächtige Judenthu» aufnehmen «nb von ihre» «baeardne«e» erwartea, dieselben werde» dahlu wirten, bah dir Emaneipatto» der Inden aufgehoben und dieselben unter «in Fremdengesetz gestellt werde»; daß ferner von Staat«wegen eure Unterinchnag refp- Uebersetzua, de« Talmud» voraenomme» «erde, um »0(011• za entaehmea, ab «in Vati mit ei »er «orallehee. wie sie in »er seiner Zeit erfolgten Uebersetznng de« Talmud« durch den Prosessor Möhling in Prag fich darstellt, überhaupt in uaserem Staate ferner -geduldet werten tan»' V»»»l»», 28. Rav. Aus dem soebe» von de« Grasen Harrach «rOffueten eonftrvattvr» Parteitage Schlefien». »er von «0 Personen d»sa»d«r« au« dem schlesische» Landadel besucht war, «nterstatzte Abg. ^y »^litz^de»^Antrag R ichthafrn brtrrffend-dk Aufhebung der Wueslu», lt>. Rav. ,Or -Torr) Sonntag, den Tb. d. voran» stattete da« M^heol-Seortaar zu sthren de« wahrend der Ferien verstardr»«»Pras.Dr.Graetz einen Lvauatzatteddieast, um de» zur Zeit der vestmmtliche Hörer, da« Lehrer-ilollegiu», di« Luratvre» der e» Stiftung, die Gemeinde-Rabbiner, viel« hervorragende »er hiesige» Gemeind« und Milglkber der Familie Gmetz. Feier durch da« Gebet N sü>ia nch>wia eingelcitet -- —»rüg der Oesangvmeki jüd. Theologe» de» Psalm l» vor. Hieraus bestieg Herr eaafc. pPl. 6. 611 berstet» Me lkauzel, aad «Mach in Ulngerm, sqwunMwver Rede ein vild de« «erblichene». Rach ist da« Jahr »ich« um, wa da« Seminar von derselbe» Stell« an« d« Verlust de« hernorragende» Lehrer», de» sei. Rabbiner« Dr. 9t detlogt hatten und fthou ist ««wieder in der Lage, setne» älteste» isgehmr u. Mitbegründer zu betrauern. Nachdem Redner de» verstorbenen ■M Forscher gchchildert hott«, Me hohe» verdiene hervorgehoben, bi« er stch aus dem Gebiet« der »eschichtttzhreibuvg erworben, und da» erg•״ *ätoTSTLÄ J*׳*‘״ יי• z» errrtche» ihn leider der plötzlichr Lob vtrhinden hat, «na er " üb«, Graetz Ol» Lehrer und JngendbUdner zu würdigen, «i» ' war »r»etz ftinv, Schüler» Mlterticher Krem» n»d «mucher. sein» Jüngern würdi» Gewchft». freute sich eine« «ata JSS äÄÄfeTÄ! widerlegten. Die Lieb« zu seinen Jüngern war wie Me väterliche, frei van «Zd n»d «iffgunsi. — Gesang, »er ans M« Rede folgte, schlaff Me würdig« Feier. — Wsch»t״, Mi. Rav. Sei» lechzigsährige« Dienftjubilüiim degeh« am 1. Dmember unser lkrriHrabbloer Goldman» XUIH, ttl. Ra» Die Au«weisung de« ruff. Sprachlehrer« bei« die ihn de- Sptanage verdüwtlgte. »er htefig« ltamar Lewl», vemüht« sich vergeblich beim General-Eammanbeur »nd Obrrprästbinm. den Au«wets»ug»bes«hl rückgängig zu machen: «» wurde ihm entgegnet, daff ma» gegenwärtig all« Ursache habe, Leute tm Auge zu behalten, welch« bald hier bald in Ruffland wohne» A Ranft et» tm November. (vr-itor.) Dt« in Ihre« Blatt« bereit» »ngezetgie selten« Feier der üv jährigen Amttthäligkeil de« Lehrer« und Prediger» Herrn I. Lonn ist in würdigster Weift am 2. November von der hiesige» Gemeinde begangen worden. Di« eigattltche Feier fand in der Wohnnng de» Jubilar« statt Uater Leitung de« Herrn «antar« Rar» wurde» von früher» und gegen, wärtior» Schülern und Schülerin»-» de» Herr» Tonn «ehrftimmi«, de« Fest« entsprochen»« Gesänge varartraae», an welch« stch sinnreiche Drelamattone» mit Ueberertchung eine« herrlichen Lorberriranze« uad Lhrengeschenk« anschloffra. Herr S« urm an »u« der Rachbaraemetnd» Osterode, «ln langjähriger Freund de« Jubilar«, hielt di« Festrede, ta wrlcher er uater Zugrundelegung de» Psalm 71, da» Lgbea und Wirken de« Gefeierte» währen» de« halbe» Jahrhundert« ft«»«» Amtiren« l» irrsflicher «ets, schilderte. Um » Uhr erschiene» der Gemetade-Vorstand, di« Herren Repräsentanten nnd dl« Mitglieder der Schul komm iss, on zur Gratulation. Der Vorsitzende de« Vorstände« Hab M« Verdienste de« hier drei Dezennien «trknden Jubilar« ia anerkaaender «eise Hervar uad ervffnete demftlbrn den Veschluff der «emeindevenrarung, daff er ml« einer angemrsftarn Penfio» In de» vahiverdientea «ahestano versetzt würbe, ihm gleichgetttg «tu nownhafte« Geschenk überreichend. Mil bewegte» «orten dankt« »er Jubilar. I« einer herzliche» Ansprache gratulirie Herr Rabbiner Weinberg» Jnstrrburg tm Austrage de« verband« ostpr. Gemeinden und Herr Karo i« Name» der Religion«schuk Allenstrin Nachmittag» » Uhr trak» dk Herren Rabbiner Dr «ambergec und Oberkantor Birnbaum aur «öuig«berg rin. «rfterer beglückwünschte den Jubilar 0SM Miwrbetirr der Schuliuspectioa. Unter de» zahlreiche» Gratulanten waren auch dk Herr«» Direct»«» de« Gymnasium« und der höher» Ldchtrrschuk, in welche» Anstalten der Jubilar den Religio»«unkrricht »«heilt. Um » Uhr fand in der Behausuag de» Herr Tonn ein Diner statt, wrcher dr.rch sinnreiche Toaste gewürzt ward«, vi« Mitternacht bikde, Freunde und Lollegeu gemächlich zusammen, wobei Herr Obertantor Birnbaum durch herrliche Gesang«vo«räge zur »erschönrruug he» Feste« nicht wenig beitrug. svattm»rse«. iHefien^achftu),». Nov. (vr^ikor.) ittue ftlk» schön« Feier beging dk hies. Gemeind« am ld. November. Galt e» doch, an chm den vor ÜL Jahr«, ersolgk« Lintrin unftre« hochverchrka Lehrer« Herr» I. Wertheim z» lekr», der e« «ährend dkft« Viertei-Jahrhundert» verstanden h-tt stch dk Liebe und vemhrung der Gemeinde wk dk Hochachtung der Behörden zu erwerbe». Da« zeigk stch auch jo recht bei dkser JubUäum«ftkr. Alle Gemeiodemitglkder waren bestreb«, ihre« delkbten Führer und Leiter einen recht schöne» »nd ehrenvolle» Lag zu bereite», DK Jugend «röff«e»e dk Fekr dea Morgen» mit «ine« Lharai in d«7 Schule and «ia jede« »iud hatte ihren lkbe» Lehrer mit einem für de» Loa paffende« Gedicht zu er» freue» gewnfft. «ach Beschlus, dkft» Schnlakte« ward« de« Jubilar «ta von seinen Schülern gewioarete« Geschenk («in stlderner Pokal) überreich«. Zahlreiche Gratulanten kamen uad gtagrn »ea ganzen Lag. — Brkft und Depeschen lieft» sortwähren» ei» alle athmeten anfrichtige Lkbe und Verehrung; mehrere Lehrer, Schüler und guk Freund« an« der Umgegend hatte» e« sich nicht nehmen lassen, dem Jubilar ihr« herzliche« Glückwünsche prrsönlich zu überbringen, unter lleberrrichuug finnretcher und werthvoiler Geschenk. Abend« fand im SchullMal eia« gemeinsame Georetadeftier, welche 00a der Familie Werthei« arrangirt gewesen war, statt. Vorträge hnmoriftischen «nd ernste» Inhalt» wechselten ab and et» gemüchlicher Tanz HKU dk Thetlnehueer btt zur späten Stund« vergnügt detsammeu. Möge t* dem tm kräftigste» Manneäaltrr stehenden Jubilar »ergönnt sei», dereinst auch «i« seiner lieben Frau uad ftiaeu «ludern ftt» ÜUjäyrige« Judtläu» tu derselbe., Geiste«- und «örprrsrtsche zu ftirrn k «««tzeM»» tLru««»»aal). Unser Glanbea«geaoffe Herr Jacob «ttnamon oo» hier hat eiu Sicherheiitzschtsf erfand», an welchem durch «tue mechanische Vorrichtung jede« durch Stoff, Geschütz- »der Spkrngtugel» entstünde« Leck sosort und wirksam oerstopst wir», so daff *4 Waffe« nicht «tndringen lanu. Da» Journal ״Gold Fkl» «««»י widmet »er Beschreibung de» ScktUke» eine» groffe» Raum. »neOeuVam. DK »Saig!n-Rrgenein üüerwk« dem jüd. Verein Otüaaneb —t—- de» Betrag bau M» »uidea att Geftftnk. 1ןיזווןו. Der GmaMroch und Präsident de» hkst^n Handel«- unbJndnsktte-Bemiuch HerrSahneäPalialaf^ ward« vamtzamn in «neeknonn, seiner verdknste »« een Handel uad »er Jndustrk ans««« Lande» «tr dem »roffcarde» »0» Staaiälanä-Vrden» l Llasft ~ -T י- ■ ׳1־ יי ־ <‘v *fc י '; ־>.* .g

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