Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 22 (1891)
- Issue
- 47 (19.11.1891)
- Date
- 1891-11-19
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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fnr »ich« am Laads»reicher, fmiktrc um mehrere Hunden Leute, de»«» so,» Sentral-Svmitä diese Raun zugebilligt amrden ist. - Di« Leu« »rase» fiel uu« da u»b «* fehlte» Mt Mittel, fit 1« beförMra. Herr Rechtsanwalt Breslauer (Bettln): Von uuserm »omii« nd mit Wisse» und Willen der Matschen Srntrul-KamiMs wird feit In»-er Zeit schon Rfrmanb mehr »mH Hellend teförMrt. Nn» he» ollerding« da« ei,e oder andere unsere« Somit»* trotzdem dorthin Msörbrn. So schick« z. V da» Sowitt i» Hannover nach Söl», Söln nach Aachen, Aachen nach Antmerpen, Brüssel and Pari« Da» sind Dinge, die »h«e unser Wisse» und »h»e unser Zuthu» geschehen sind. Wir haben darauf atze» diese» Somit«# uafm Grundsätze mli« g-lheilt, und in Folg« dessen beförMra unsere Somit«» jetzt nicht mehr nach Holland. Herr Santor (Amsterdam) «hellt mit, daß man i» Amsterdam in diesem Jahre 20,000 Gulden für die Zwecke der Au«wanderer gezahlt Hab». Herr Rabbiner Dr. Vogel stein (Stettin) beruhtet eraSnzend über dir Beförderung ei» Stettin. Im Ganzen sind »OOO Persanen über Stettin gekommen, von denen 0000 die Unterstützung de» Somit«» in Anspruch nahmen, di« übrigen sind aus eigen« Sofie» gereist. Bon Stettin direkt nach Amerika nmrde» 2389 Personen befördert Herr Hinrichsen iHamburgs giebt ein anschauliches Bild von der außerordentlichen THStigkeit de» Hamburg« Somit«'«. Die Zahl oer durch da«selbe Beförderte« beziffer» sich »ns rund 10,000 Nummern, doch umfaßt manche Nr. Familien bi« za 10 Personen. Es giebt keinen Platz, der in dieser ganzen Bewegung sihSrser in Anspruch genommen »vird, als Hamburg, va» allerdings in der Schissfahn, in den Wirihseitmahmra u. s. w auch seine» BortheU davon hat.' ToN sammeln sich di« Leute von alle» Sette« Wir habe» täglich anf 4 Bahnhöfen >0 Züge mit einer größeren oder geringeren Zahl von A»«wa»derera. Wir haben r« für unsere Pflicht gehalten, dafür zu sorgen, daß dir Leun doch äußerlich etwa« besser röcheln««. Seit den! l Juli sind ra 3000 Personen, di« Zahl ist nach unten abgerundet, gebadet und gleichzeitig ihre Slridungsimck« Msiasicirt worden. Davon haben wir seit dem 1. Juli 8 000 Sinder, st 000 Frauen und 1000 Männer bekleidet Ferner haben wir die Beköstigung der Leute in die Hand genommen Wir haben eia« koschere Stiche, ein« Art Bolloküch«, riuoerichtet und darin verabreicht, im Juli 14 lstk Portionen, im August 83 579. im September 13688 und im Oetober bi« jetzt 5,67» Portionen. Da» heißt, wir haben in 106 Tagen 67063 Portionen koschere Speisen in eigen« dazu eingerichteten Süche» verabreicht'. (Beifall). Redner macht zum Schluß »och anf die großen Spesen aufmerksam, di« durch Nachsendung de» Gepäck« entstehe» and bittet alle Somit«'« den Grundsatz sestzuftelle», de» Rann nicht von seinem Gepäck zu trennen In Hamburg lagern 800—1000 Sollt'« mit solchen «epäcke», deren Eigeaihiimer trotz aller Bemühung nicht ausznfiuden sind. Herr Nabbiner Dr. Rüls lMemel) entwickelt zunächst in läugerer Ausführung, Saß die russische Regierung seine« brachte»« nicht so weitgehende Absicht«» gegen ihre jüdischen Unterthanea ^»be, wir die« von Anderen angenommen werde. Immerhin käme» auch nach seiner Schätzung etwa 1'״ Millionen SSpfe in Betracht, die zur Auäwanderung veranlaßt seien. Da« Memeler Somit« habe bisher 6473 Personen befördert (seit 1. November 1890); etwa 6000 Personen seien — größteutheil» auf Weisung de« deutschen Sentrallomit«« — von Memel au» repatriirt worden. Herr Schiss (Frankfurt a. «.) verliest zur Widerlegung der Ansichten de« Herrn Vorredners einige Stellen au« einem ihm in« Petersburg zugekommenrn Schreiben. Hieraus folgt der hochintereffantr Bericht de« Nenn-Vorker Delegtrteu Dr. «oldma nn, den wir in einer später» Nr. a»«fü'>rlich bringen werden, für heut« theile« wir nur di« horrende Zahl der in der Stadt New-Kort gegenwärtig sich befindende» rnsfischen Jude» mit; c» find deren nicht weniger al« 160-800,000, dt, sich alle in einem Viertel der Stadt conrentriren. Es Ist ei» Ghetto in Rrw-Pork er» standen, da« seine» Gleichen in der Welt vergeben» suche! — die Erörtomng der Frage, wie man den amertlautsche» Somit«'« zur Be» wältigung dieser ihnen erwachsenen Rieseuausgobe Hilf« leisten kann, wird auf di« nächste Sitzung vertagt, «nd zunächst der Bericht über die Finanzlage geh»«, den Herr «eneraleonsul Land», (Berlin) giebt: .Da» deutsche Sentral-Somit« hat btäher rund 1 600000 Mart eingenommen. Die Beträge sind au» 184 deutsche» und lt «nßer. deutsche» Städte» an mich gelangt. Bon dem Geld« smd 1018000 Mark auägegebe», »ovo» von hier an» dem Somit« in Hamburg 610868 Mark, dem i» SSnigäberg ISO000 Mark, Mm in Stettin 96400 Mark, dem in Memel 418« Mart, dem in Mnälomttz (10600), «entM» (140«) -- 840« Mark, dem in Tharu, Lübeck, Schnetdemühl und Gydttnhne» 41« Mark überwiese« worden find, sadaß der Best««» »och aus nahezu */* Million Mark sich beläuft. Li« Beträge, Me »ach im Besitz« der einzelne» Somit«'« find, dt» ich nicht im Stand« auszusühre», da mir dieselben unbekannt sind.' Damit schließt der erste SitzuuPiwP An» Mm Bericht über Mn zweiten Sttzungswg, Mr 44 Folio-Spalte» «inntmmt, geMn wir für heute «densall» nur einen kn«» Auszug. Der Entwurf zu «iuem gwichtzettta inganz LwttschlatL demuächst ft veröffentlicheuMu Ansrnf (Iw■ int «■llFrnqo») wird wmm BeijnSäMtzenguug einstimmig -ngenmume», Msglefchr, der .Di« sämmilichen, für di« rnifische» Juden grsammtitän stielder. werden zu einem HUfskau» vereinigt, der Mr vennafinng »Ab Brr» Wendung de» Berliner Srmral^omttres untersteht. An» diesem ein» heilltchen Hllksfonds werden Me gesammten Ausgabe« für die gemeinsam« Hllfsarno» bestritt«»'. Al» Referent der Kolonisa«t»n»-S»mmtsfi»n hält H. Sarl Emil Aranzo» et»«« eingehenden, vonVrisall oft unterbrochenen Bortrog über oll« hierbei in Frage kommenMn Länder. Er stellt di« leitende» , Geschästäpnnkte auf, welche bei Mr Wahl eine» per Solontsatim» 1 am besten geeigneten Lande« maßgebend find and läßt nuter Anlegung diese» Maaßstabe» die einzelne« Welnhril« und dir verschiedenen i» Borschlag gebrachten Länder dl» Revue pasfiren: die rarotznschr Türket, die römische Santpagva, Spanien, Sypera, dt« Berbereistaaten, Mittel» und Süd-Afrika, Australie«, Nord- - und Süd-Amerika und rublick Palästina und Sorten. Er unlerzieht di« in Mn etngeganxene» Petittonen für Palästina grliend gemachten GrünM einer genauen Prüfung und WIMrlegnng und kommt schließlich zu Mm Resultat, daß von einer Solonistmou in Palästina, Syrien und Anatolien abzusehen sei. E« bliebe sonach nur Amerika übrig; Nordamerika «ab Mexico seien am praktischste» den dortigen GlandenävrüMr», Santa Mn englischen al» ArMftäeübie« zn übet lassen; Argeattaien habe Baron von Hirsch al» sei«« Domain« erwählt, Namen» Mr Sommifsio» de» Mutschen Sentral-Somit«'» empsehl« er Brastlirn (und zwar die Provinz Sa» Paolo in Mitlei-Brafiite») al» sehr geeignete» Solonisotto»#- land besonder» zur Anlegung von Saffrrplantage». Einen sehr.«armen Anwalt fanden di« .AionssreiutM' an tzrn. Dr. H. Hildesheimer. Seine sehr sachlich getalten« »nd »ns That» fachen sich gründende ReM gipfelte in Mn Worte«: Ich erscheine nicht vor Ismen mit Mr Bitte: Helfet Palästina kolonosirenl meine Bitte geht vielmehr nur dahin: Helfet «lue Organisation schassen für die-;enige», welche au» eigener Enljchließnng mit eigene« Mittel» in Mr asiattschen Türlei sich nirMrl affen wollen! Lebhafter Beifall folgte dieser descbeidenen nick» uuberrchttgie» Forderung, welcher Herr Isidor Lvb den praktische» Ausdruck in dem Antrag verlieh. M« Summe von 30,000 Frrk. zu diesem Zweck« zu bewillige». Nach mehreren Gegenreden sritra« derHH. Rechtsouw. Breslauer, -Franzo», De. Felix Lebe rma nu wurde der vermittelnM Antrag de» Professor» Lazarus angenommen: .Die Brrsammlung wünscht, daß Mr von Herrn Isidor Loeb gestellte Antrag von Mm geschästsführrnM» Au»- schuß geprüft werM, und derselbe erwägen solle, ob r» wnnlchenswerttz ist, in Verbindung mit Mr All. i»r. univ., der Anglo-Jewish-Assoctatta» und Baron Hirsch Mm Antrag« näher zu »re««»'. ~r Der von Franzos besürwortete Antrag d»s Auöschnffe» bezüglich Brasilien» wird einstimmig anaenomme». Desgleichen ei» Berttagseatwurs mit den amerikanischen Delegirten betreff» einer jährliche» Snbventtan ne di« amerikanischen Somitrr's für dir Umerbrtngung der «ach Noed» amerita beförderte» und »och zn befördernden raff. Juden. Nach Mn üblichen Daukeswortra an Mn Ausschuß und den zeitigen Vorsitzenden Herrn Goldberger wird von letzterem »lezwelt« Dr» leginruversammlung für geschloffen erklärt. Gerichte kk) L»rrefP»»>e»ze«. DüRtschteusA. Mogbesturg Festlich geschmückt, wie eS einer Jobktbraut geziemt, die äußere Hülle dem edle« Lern entsprechen^ begleitet eine besonder« Jubilänms-Rnmmer im Umfange von 37 Seite» da» ,Jewish Chroniclc" vom 18. d. M., ntn welcher Nummer dieses hochangesehene Blatt die Feier smnes 60 jährigen Bestehen» begeht, m all« Welt. Mil dem englischen Judenthum auf» innigste verwachsen, gleichsam G«st von seinem Geist«, hat diese» unter der bewährteste» Leitung stehende Journal fortwährend die Gesammtinteressen englischen Jude«, sowohl auf religiösem, al» auch auf bürger- Uchem und social-politischem Gebtete würdig und mit Wärme vertreten, dabei aber auch da» Gebiet der Wissenschaft mit Eifer gepflegt. Weis über die Grenze» der engeren Heimath und de» europäischen EontiaentS hstuan» wußte e» seine« Einfluß gellend zu machen und der große Ann» seiner , bildeten Leser wird ihm an seinem Jobelseft# gern dez daß r» sei«« Aufgabe trefflich gelöst hat. Sn» volle« I, stimmen wir daher in die Glückwänsthe ein, welche Me 1 der jüdischen Gelehrtenwelt England« der geschätzten Jubi-.; laria zu ihre« Jubelfest« weiht und wünschen der verehrte« .׳ \ Eolleam auch für die Zukunft: 33״n ל■■■׳:!«לח■\ Aus der reiche» »nd reichhallige» Fest-Nnnnner k6n»«r^^ wir hente nur da» JnhalststBerzeichniß «ttttzeile«, behaltk»^^ uns aber vor, s, S. w. in dev nächst« Nwmner» ' da rau» in dntts cher -Uebersetzang Pi bringen. - Die " " ""