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Israelitische Wochenschrift · 1891-06-18 · 25 (18.6.1891) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
22 (1891)
Issue
25 (18.6.1891)
Date
1891-06-18
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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va Di« «achbibl. Geschichte begiuut «it de« 5. Schuljahre und muß iu diese«. sowtt m de» beiden folgende» Schuljahren einmal durchgearbeitet sein, so daß i« 8. Schuljahre ein« übersichtliche Zusammeustelluug de» ganze« Stoffes erfolgen kann. Die Einprägung desselben wird dadurch erleichtert, daß gleichzeitig an» Spanier'« .Oueüeubuch" die wichtigsten geistigen Erzeugnisse unserer Borsahre» den Schüler« vorgetrageu, bezw. von ihne» selbst unter Anleitung de« Lehrers gelesen werden. Je nachdem die Schulverhältnisie günstige oder weniger günstige sind, kann der UnterrichtSstoff in nachbibl. Geschichte beschränkt oder ausgedehnt werden. Der freie Bortrag des Lehrer« muß hier vor allem die Schüler hinreißen und mit warmer Lieb« für die große Bergangenheit Israels erfüllen. Die systematische Religionslehre beginnt mildem 5. Schuljahre. Der ganze Stoff muß bi» zum 7. Schuljahre tnd. mindestens einmal durchgearbeitet sein, so daß im 8. Schuljahre auch hier wieder eine übersichtliche Zajammeusasiung des ganzen Stoffe« gegeben werden kann. Al« Hilfsbuch wird da« Religionsbuch .von Herxheimer benutzt, jedoch mit Auswahl. Paffend« Bibelverse werden hier ebenso wie in der bibl. Geschichte memorirt, nachdem ihr Inhalt erläutert ist. Auch wird in der systematischen Religionslehre auf die bibl. ,Geschichte überhaupt Bezug genommrn. Mit der Religionslehre Hand in Hand geht da« Bibellesen, jedoch nach Auerbach'» deutscher Schul« und HauSbibel also nicht im Urtext und nicht in einer Original-, sondern in einer AuSzugsbibel. Da« Uebnsetzea der Bibel verwirft Redner, weil die Schüler bei der knapp bemeffenen Zeit absolut nicht soweit gefördert werden könne», daß sie i» den Geist der hebr. Sprache eindriogeu. Weit bester verstehen sie die Bibel in einer guten Uebersetzung. Besonders zu berücksichtigen sind dadei die ethischen und socialen Gesetze der Bibel. (Schluß folgt.) Schw-iz. St. Sale», IS. Juni. (Or.-Corr.) Ich kann Ihnen die freudige Mittheilung zugchen lasten, daß nun auch der letzte Versuch, das Schächten iu der Schweiz unmöglich zu machen, gescheitert ist. In seiner Sitzung vom S. Juni har der Sländerath den-Rekurs der beiden LautonSregiernngen Bern und Aargau gegen den da» Schächten betreffenden Bnndesbeschluß vom 17. März er. mit 25 gegen 6 Stimmen adgewiesen. Wir lasten d« bezügliche kurze Debatte hier folgen: .Die Commission ist (mit Ausnahme PsenningerS) einstimmig für Abweisung der Rekurse. Da« Schächte» sei eine gottesdienstliche rituelle Handlung, genieße also so lange den Schutz de« Staate«, al» sie nichts »er Sittlichkeit und der öffentlichen Ordnung Zuwiderlaufe ödes ruthslü. ltzegrn die öffentliche Ordnung verstoße sie nicht, gegen di« Sittlichkeit nnr dann, wenn Thierquäleret damit verbunden sei. Run Hab« sich aber der Redner selbst überzeugt, daß der Hal»schnitt, der dl« Haupthandlung de« Schächten» sei, nicht «humaner sei, al« da« LSdten durch Schlag oder Schuß, und jedensall» weniger schlimm, al« da« Liechen der Schweine und lkälber mit de« Meffer und da« Schlagen de« Großviehes mit dem Bell, welche TLdtnnaSart in den meisten Kantonen noch praktizirt werde». Anfechtbar seien di« Borberettung«- arten zum Schächten, da könne» Anordnungen für weniger quälende» Binden und Riederlegen d«S Liehe« getroffen werden. Herzog ist ebenfall« für Abweisung, Scherb für Begründeterklärung, da di« Kantostd da« Recht haben, aus diesem Gebiet« Borichristeu anfznstrlleu. Cggli ist abenfall« für Gutheißung de» Rekurse»; '' er weiSt »ach, daß da« Schächten eine Thierquäleret sei. V.-R. Kuchouuet vertritt di« Anschauungen de» BundeOrathe« in langen Ausführungen. Da» Schäden ist eine GewifferSsache so gut wie bei den Wiedertäufer» die Seigeruna, Militärdienst zu thun, wogu sie -auch nicht gezwungen «erden. Die Lhierqutlerrien komme» in noch viel hiR-sem ^dtze vor bei Liebhabe««», bet« Fisch» und Frösche-;~f» de» .suche,, bei ^Mwrndnng von Thierr» n. f. ». Man --•* "-«ן t, dieser wieder» an Rekurs« Nicht de» Zsraetttr» «?!gtzee lMÜrinae», al« steeke in ", tut Stück AnttsemttiSnniS kciTSSBgHt Aett,i^w, wieb len Orten inhnma» mar sie «erfahre» »erde. Tie S £T. As»e«H«ßr» 24. Mtt.*) Der heuttgeTttg war! höchster Freude für unsere jüdyche Gemeinde, denn hochverehrter Herr Lberrabbiner, Profestor Dr. S. L.! der über Sü Jahre der geistliche Führer der Jude» f gewesen und besten große Gelehrsamkeit und edler ihm die Bewunderung, HochakWma und Liebe seiner genossen erworben, fnerte an demselben seine« V0. Geb» Obschon am gestrigen Sabbath Herr Rabbiner Simo nach der Predigt ein ttefempfundene« Dankgebei Gnade, welche dem Jubilar zu Theil geworden, , hatte, veranstaltete der Gemeindevorstand für den für,) gespro stlich deco A. Simo«, welcher, unterstützt orgengebet vortrug, sprach nach dem,' stchten (greis. Mit Absingung de- 150. Miß PsalmS und Obercantor dem Thor, da« einen von Herrn Rabbiner Simonsen ver für den Jubel de» Adon Olami schloß die erhebende Feier. Beim AuSt aus der Synagoge erhielt jeder Besucher ein Erinnerung blatt mit dem Portrait de« Herr» Oberrabbiners. Um 8 Uhr wurde iu der Wohnung de« Gefrierte« Choral gespielt, nach welchem der Synagogrnchor eine für Feier companirte Hymne vortrug. Jetzt erschienen in ununterbrochener Reihe die lanttn, welche zam Theil kostbare Geschenke überveil Eine Deputatton der jüdischen Schulen schenkte da» gedruckte Exemplar der Bibel mit dänischer Uebersetzung Pros. Dr. Wolff in prachtvollem Einband. Die HH. Rav Simonsen, Borsteher X. I. Fräntel und H. Hei Direktor der hebräischen Knabenschule, sprachen Namen» ' Schule dem Gefeierten für Alle», wa» derselbe für die Iu« erziehung gethan, den tiefgefühltesten Dank au». Als« verla» der Bice-Präsident der Gemeinde, Herr Bar A. Lewin (in dringlicher Abwesenheit de» Prasid Herrn StaatSrath Js. Glückstadt) in Gegenwar Vorstands- und Repräsendanten-Collegium» eine Adresse,! welcher dem hochverehrten Professor der Dank für alle Judenthum geleisteten Dienstt ausgesprochen wurde. Im Lause des Tage» überbrachten noch Deputat' aller Unterricht«- und WohlthätigkettSinstitute ihr« Äb wünsche. Damen überreichten «inen prachtvoll gestickten s trnen Schlummerteppich mit dem Monogramm des ׳ Ununterbrochen liefen alsdann während de» ganzen To Glückwunschtelegramme von. Nah und Fern ein» ebmso von distinguirten PersönlicPeiien al» mm Corpori Unter andern gratulirttu der Staatsminister von Darmstadt (dem Geburtslande Prckf. WolfsiS), die Uuiv Gießen, (von welcher derselbe daS Dr.-Dtplom e Profestoren-Collegium in Wien und Budapest, die'1 JSrablltt in Pari«, das Hebrew Union College iu Cincmott x.1 Tief gerührt dankte der Jubilar jedem Einzelnen in heimlichsten Worten. Herr PH. W. Heymann, eia ragendes Mitglied unserer Gemeinde, sandte 1000 zur Bertheilung an die Arme«. Der dänische Kronprinz beehrte den Jubilar ebenf mit einem längeren GratulatioaS-Brsuche; von dem. -.. Wir« wellende« Könige von Dänemark war eine sqrif Gratulation emgrtroffru. Wir wünschen dem Nestor der Rabbiner Wohlbefinden uud geisttgr Frische bis zum MoseS-Ali יבדו סאה rm _ ALS«» (Kurland), 1. Juni. Verschiedene Tagesbefehle 1 PoUzeimeifterS Herrn m Wille« iu Sache» der hier nick aufeathalisberrchtigten Hebräer habe» die allgemeine A' merksamkett auf die Mische Bevölkerung unserer Stadt^ 3ra> über Re

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