Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 22 (1891)
- Issue
- 21 (21.5.1891)
- Date
- 1891-05-21
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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ttche WiderleO«»O de» ״Il«tise«ite»- Ketechi»««»". (Fortsetzung.) »«. «aS kito di» 31H1 »4 «c«H* kr «an «ntT ,Mehr als man in 10 »icke» Binden schildern kann. Die den Jude» zur Las« gelegten Vergehen au der Menschheit bilden schon «ine Ganze LiNeratur von vielen hundert Schriften, und nnr der Umstand, bah di« in den Händen der Juden befindliche Presse alle jenen bedeutfamtn Kundgebungen todtgeschmiegen hat, ist daran schuld, daß »och heule jemand obige naiv« Krag« stellen kann. sVergl. Schriftenverzeichn i».)" Die Juden haben also mehr begangen, als in zehn dicken Bänden geschildert werden kann; und doch weist selbst der eine (obwohl in 12' gedruckte) herzlich dünne AntisemitenkatechiSmus, der doch laut Titelblatt eine Zusammenstrllung drS wicktigsten Materials der Judensrage ist, ihnen »ichtü nach, und muß, um seine Behauptungen zu stütze», auf sein antisemitisches Schriftenverzeichnis *) verweisen. Dasselbe enthält eine Anzahl Schriften, beginnend mit dem «taufte» Juden Pfesserkor» und endet mit dem anti semitischen Rektor Ahlwardt. Eine große Menge getaufter Juden findet in diesem Schriftenverzeichnis ihir Stelle. ES wirft ein eigentümliches Licht auf die Herren Anti-!rmiten, daß sie sich mit diesen Leuten, die ihre eigenen eitern im Gral« beschimpfen, zusammenfinden. DaS jüdische Sündenregister besteht nun nach Fritsch in Folgendem: »Tie Juden bilden unler dem Teckmanlel der »Religionin Wahrheit rin« politische, sociale und geschäftliche Genossenschast. die im heimlichen Einverständnis unter sich auf die Au»b«utung und Unterjochung der nichtjüdischen Völker hinardeilet. (Vrrgl. S 70 und 81.)" Seite 81 finden wir: »Taher ist nach tälm u di sch-ra b b i»i sche r Anschauung der Weg der Juden über die Erde ein llriegszug zu deren Eroberung — nicht» weiter. Die Widerlegung des hier nur wiederholten ersten Passus haben wir unter 1,6 gegeben, weshalb wir hier nur auf diese Stelle zu verweisen brauchen. Für den zweiten Passus bitten wir Fritsch um einen »venn auch noch so dürftigen Beweis, da er sich aus dem gesammten biblisch-talmudisch-rabbinische» Schrifttume nicht rechtfertigen läßt. Einstweilen, d. h. bis der Beweis von F. erbracht ist, und das dürfte ziemlich lange währen, erklären wir diese Behauptung für eine grobe Unwahrheit. »Auf Grund der lalmudlschen Leben-anschauung, die nur dem Juden den Ramen .Mensch" zugefteht und die übrigen Völker unter dt« Tiere rechnet, ist der Jude jede» Pftichtgesühlö und jede- Gr- «bissen» den übrix.n Menschen gegenüber eiithoben. Tie lalmudischc Stitrnlehrr berechtigt ihn, jeden Lug und Betrug an der Menschheit 1» begehen, — nur ist ihm vorgeschrieben, das! man ihm mit dem Buchstaben deöffentlichen Gesetzenicht beikommen kann. Diesen Grundzug der jüdischen »Moral" must man kennen, um da- Folgende begreiflich zu finden ״ So der AntisemitenkatechismuS über die jüdische Moral, so über di« talmudische Lebensanschauung Hören wir den Talmud selbst über seine Lebensanschauung einmal an: »Di« Frommen aller Völker haben Anteil am ewigen Leben". (Talmud. Sanh. Fol. 105».. deSgl. Tosista Kap. 13, «ck. Zuckermandel 434,10.) ,Gottgefällig ist nur, wer selbst vom Heiden keinen Zins nimmt". (Talmud Makk. Fol. 24».) Al» ein Rabbi gesagt hatte, daß das wichtigste Kapitel £* ttc Gesetzbuches dasjenige wäre, in welchem eS hieße: »Du sollst Deinen Nächsten lieben wir Dich selbst", da sagte Ben Asai, eS möchte Leute geben, die da glauben dürften, daß der Nächste nur der BclkSgruosse sei, deshalb sei da»» jenigr biblisch« Kapitel noch wichtiger, aus dem hcrvorgehe, daß alle Menschen von ein und demselben abstammen und daß wir alle einen Vater haben. Der Talmud kennt keinen Unterschied, wenn er das Wort Mensch gebraucht; eS sind eben dann alle Menschen . gemeint. Wohl aber warbt der Antisemit einen Untersch«d, der eben seine eigenen schlechten Eigenschaften gern seinen Gegnern insinuieren möchte. Und so ist eS denn auch Fritsch selber, der auf Seite S Zweifel geltend macht, ob die Juden überhaupt Menschen seien. . .Jli diesem Sinne erscheinen Betrug. Diebstahl, der l<trügrrisch« Bankruit u. s. w. als unschuldige Gewerbe." — Mit Hilfe dieser gewissenlosen Grundsätze Iwben sie nun seit Jahrzehnten und Jahrhunderten Folgendean unserem Volke — wie an anderen — verübt:" Es folgen nun als solcher jüdischen Verbrechen: AnS- Wucherung, Untergrabung von Handel- und Gewcrbestand, Vernichtung des HandtvrrkS, Herabdrücken der Löhne «tfb Preise, Bemächtigung der öffentlichen Presse, sittliche Brr- Milderung, (infolge deS unter 0 selbst von Fritsch gerühmte» jüdischen Familienlebens?), Bbrsenschwindel; dann fährt er fort: Sie haben durch jüLische Parlamentarier (La-ker, Ba«- beraer u. s. w.) sowie durch »ichtsntzische bezahlte Südseite in her Voittveriretuua die (Vesetzgeduug dahin brrinsiutzi, das! den jüdischen Gelüsten möglichst viel Spielraum gegeben ivurd«! j. B. zum betrügerischen Bankrutt, Börsen-Spiel, Gründungs-Schwindel u. s. w., sowie durch schrankenlose Gewerbe-Freiheit, Freizügigkeit u. s. mA Ja sie haben eine Krseh-edUNg schasien Heise», die den Schurke» fast «ehr schützt, al« den ehrlichea Rau»! Es lst dicS wieder ein Beispiel der von Herrn Fritsch beliebten Politik, die bestehenden Rcchlsh>erhältnissc anzugreifen. Und clvnso wie auf Seite 77 die Gerichte der Ungerechtigkeit bezichtigt werden, erklärt er hier gewikse Abgeordnete — er hütet sich selbstverständlich Namen zu nenncn — für bestochen. Die deutsche GesetzAebung ist nach ihm eine solche, die den Schurken fast mehr schützt als den ehrlichen Mann! So etwas zu widerlegen lohnt sich nicht. Wir thuen nur unsere Pflicht, wenn nnr cs niedriger hängen. Auch die gleich darauf folgende Stelle iff derartig, daß sie sich selbst richtet: »Sie!die Juden) verschulden durch ihren Geld-Einjluß und durch ihr« giwiüenlosen lgelüste dl« gesellschaftliche Eorruptlan in jeder Hinsicht Allemachen sie käuflich: Aemier, Titel, Ramen, Ehr«, Liede und so fort. Sie richten deionderö in der weiblichcn Jugend unsere- Volkes eine unerhörte sittliche Verivüsliiiig an. Ta» niedrig» sinnlich« Raturell der Juden und ihr Mangel an Sä>am und Gewisse» mack: sie zu den verwegensten Vefführern Die Mädchen, dle t» grasten «iädten i» ein dienende» Verhälint» zu Jude» treten, verjallen meist der Prostitution. Man wird kaum zuviel behaupte», wen» man sagt, dost zwei Drittel der unglücklichen unter Eonirol« stehenden Mädchen zuerst durch Juden verführt wurde»." Statt jeder Antwort auf diese frivole, durch keine Tatsache gestützte Behauptung, wollen wir ein artige» Histörchen mit anhörrn, welches die Vorgeschichte zu einem Prozesse lnldete, der am 5.' und 26. Jnai 1889 v0x der ersten Civilkemmer des gtoßherzoglichen Landesgerichtg zu Mannheim verhandelt wurde, und zwar nach de» An, gaben der ״Neuen Badischen LandeSzritung" erzählen. Iw Jahre 1880, al« der spätere Vorkämpfer gegen semitisch^ Unmoral, der Dr. Böckel") noch in Heidelberg Student war, lernt er dort ein Dienstmädchen Ramen» Eva Hilken au» Sulzbach kenaerr und al-bald lieben. Al« Böckel nach Beendigung seiner Studien nach Frankfurt a. M. «seiner Heimat» Lbersiedelte, folgt« ihm da» Mäbche» dorthin; Böckel schrieb ihr, er könne nicht ohne sie lebe». Dl« Folgen blieben nicht au»: Al» Böckel nach Marburg übersiedelkk, nahm er die Eva Hilken auch dorthin mit respektive Uetz er sie nachkommen und machte sie zu seiner Hau»hälteri». Die Folgen bliebe» zu« zweitenmal nicht au« und versprach ihr Böckel wiederholt die Eh«. Die Hilkert genas diesmal vorzeitig in Folge einer Er» kältung in der BSckel'schen Wohnung und unterblieb infolge deffen die Heirat. Anfang 1087 zeigten sich zum dritten Male die Folgen und sollte nun di« Heirat vor üch gehe». Böckel bewog da« Mädchen nach dcren Heimat zu gehen, bi« di« Vorbereitungen js Ende sei» würden. Dann sollte die Trauung in aller Stille ftatt• finden. Am 1. Lctobe- 1887 gebar die Hilkert in der Llinik zu Heideiberg rin Kind männlichen Geschlecht», welches Ereignis sie dem Vater minheilte. Raiydem seit der Geburt de» Kinde» 6 Woche« ver« flössen waren und der Vater längere Zeit geschwiegen, reifte die Hilkert nach Marburg, fand aber dort bereit» eine andere Braut vor. Böckel erkannt« die Vaterschaft an und verpflichtete sich, monatlich ") Bekanntlich e»ihalten alle dies« Schriften daffeib«, dieselbe» Tt ml ifc gflltrr Schimpfereien. •) lieber der Zeitung M Dr. Böckrl, dem Reich-Herold, stehU Unsittliche Annoncen werde» nicht ausgenomme».