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Israelitische Wochenschrift · 1891-04-09 · 15 (9.4.1891) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
22 (1891)
Issue
15 (9.4.1891)
Date
1891-04-09
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Gerichte ««> E»rrefP»»de«re«. Tditftfiiit Stoffe. Nicht nur die Noch, sondern auch der Haß «acht erfinderisch. Worauf Alle» der Antisemitismus in feiner Roth, den Juden Schlechtes nachzusagen, kommt, davon ׳ kann sich rin vernünftiger Mensch gar keinen Begriff machen. י" Seitdem der stellenlose Stöcker bt.n »801!“ Mieder seine :־ Mitarbeiterschaft zugesagt, wimmelt dieses Blatt von den »!«finnigsten Erfindungen. Da liest man r. B. in einem Artikel mit der Ueberschrist: »Neueste Bacillentheorie“ folgende Lächerlichkeiten, die keines CommentarS bedürfen: »Dt« Juden sind, so behaupte ich, da« Ferment der Dekomposition der leidliche« Gesundheit unsere« Bolle«. In Paris, neuerdings auch tu Berlin und Wie» wird die Mode gemacht. Sie ruht ausschließlich in In den Händen. Wenn wir nun zusehen, wa» denn eigentlich al» 'modern verschrieen wird, so müssen mir über säst alle« al« gesundheit«schädlich den «lab brechen. Ter Sinnlichkeit der Juden entsprechend must die äußere Kleidung die Formen de« Körper« straft hervortrclen lassen, oder sie in ihrer natürlichen Form zeigen Daher verfolgt die Mo»« zwei Wege, um 1U diesem Ziele zu gelangen: eng anschließend« und weil auSgesä nittene Kleidungsstücke werden, als am liebsten und meisten getragen, der blinden Eitelkeit angepriescu. Beionders tritt die« in bei Kleidung de« weibliche» Geschlechts hervor Enge KorselS, die die Lungen und da- Herz in ihrer normalen Dhäiigkeit hemmen, enge« Schuhwerk, enge Handschuh«, welche die schon so >vie so geringe Blutzirkulation in de« Extremitäten noch mehr beeinträchtigen, da« bietet man den deutschen Frauen! Rasfinirl iverden dies« Kleidungsstücke von Jahr zu Jahr in ihrem Absatz größeren Kreisen zugesühri und in immer enger werdendem Umsangr Der Jude weiß geschickt die «chu>ächc aller, auch der deutschen Frauen, die Eitelkeit, z» benutze», daher der Erfolg Wo ist das starke Geschlecht germanischer Frauen geblieben, von denen unS die «Seschichlc harschtet? Und wie gefährlich diese Handlungsweise ist! Die Kinder au« solchen Ehen, au« denen doch das deutsche Volk besteht, uiüssen all« diese Entnervlheit und Schwäche naturgemäß erben. Tie Kochbücher, die meist i?) von Jüdinnen «Lina Morgenstern, Hrnrirne Davidis (?) re > verfaßl sind, das von jüdischem Ritus deeinslußte sogenannte .seine" Essen vit allen den Leckeibissen ruiniren systematisch den Magen und die Gesundyeil der Deutschen. Wir brauchen solid« HauSkoft, dazu treibt uns die Ralur, das Klima re. an. Soweit ist «S hierin gekommen, daß Magenschwäck«, Bleichsucht u. a. in. mo» dernr Krankheiten sind, die lnan unter allen Umständen milmachen muß. Der zweite Weg, den daS Judenthum zur Befriedigung seiner Sinnlichkeit einich'.ägt, ist die Dekolletiruag. DaS Ungesunde leuchtet sosort ein, wie auch daS Unsittliche sogleich hervorlritt. Niemals sind soviel Hals- und Lungenkrankheilen gewesen, als seit dem Regime jüdischer Modemache.״ Es ist wirklich possierlich. Woran Alles die Juden schuld scin sollen? »Auch an dem bulgarischen Attentat —- heißt cs in dcrselbcn Nummer — sind die russischen Juden schuld, sic denken durch einen Krieg sich ihre Lage zu verbessern. Die elsassischen Juden, welche die Hauptfchreier bei der .Revanche“ sind, wollen die gegenwärtige Lage Europa's, bei der die jüdischen großen Geldhäuser so gute Geschäfte machen, unter allen Umständen auSnützen. Wenn eS auf- und abgcht, heimsen sie ihren Profit ein. Dem Juden dient Alles zum Besten; und wenn man nicht wüßte, daß der Schwindclbau jüdischer Weltherrschaft ein Ende nehmen muß, daß er in Graus zerfallen muß, so könnte man ernstlich zu dein Aberglauben kommen, daß die Inden Gottes Lieblinge seien. Aber ein anderes Wort saßt: Wen Gott verderben will, den schlägt er mit Unverstand und Blindheit. Unsere Juden sind ein warnendes Beispiel davon; denn alle Warnungen haben nur den Erfolg, sie anmaßender und dreister zu machen. Auch die Politik des Grafen Taafe in Wien, das Spiel mit der »Mehrheit von Fall zu Fall“, wird nur den Inden nützen. Wenn sich die Deutsch- (Juden-) Liberalen dazu verstehen, an einer solchen Mehrheit theilzunehmen, wird es nicht geschehen auf Grund von Zugeständnissen an die Deutschen, sondern an die Juden. Der Jude überall, die jüdische Ränkewirthschaft weiß überall ihr Schäfchen zu scherren. Eben hat man in Görlitz eine Reihe von antisemitischen rrrn zu ISO Mt verbreitet 11 tu שיv«11| v 111v inviyt vvn un»1|tn11*»|1^v11 Kt ELdstraft oerurtheilt, weil sie Flug» haben, in denen aus die betrügerischen W-.r 't.! Neigungen der Juden i« Allgemeinen, hingewiesen wurde. I Die jüdischen Blätter beschimpftu nnS jeden Tag; <» ge-! schieht nichts darnach; aber wenn man nun offenbare Be- > trügereien der Juden im Handel klarstell», so kommt der! Staatsanwalt.“ (S. .NeuesteNachrichten“ unt. »Magdeburg In dieser Tonart geht eS noch einige Spalten weiter! fort. »Nur immer weiter auf dieser Bahn, ruft das Stöcker»! blatt voller Ingrimm, ftde Berurtheilung vermehrt unsere Anhänger“. — Dergleichen Drohungen dürfen un« nicht abhalten, «n der Abwehr solcher Angriffe, in der Bercheilung von! Brochüren und Flugblättern, wie sie durch dm Verein zur ' Abwehr de- Antisemitismus (Bureau: Leipzigerstrabe 134t für ein Geringezu beziehen sind, fortzufahrm. 8p! Maadrlurß, im März. (Or.-Cor.) Wir stehen augenblicklich «m Schulleben unter dem Zeichen der Jahre», berichte und öffentlichen Schulprüfungen. Man kann von dem thatsächlich geringen pädagogische» Werth« öffentlicher Prüfungen überzeugt seilt, und sic dort) für jüdische Neligionsschulcn zugebcn, aus weiter keinem andern (Grunde, als weil man sich der Hoffnung hingiebt, hierdurch das Publikum für die Interessen der Schule mehr zu gewinnen. Wenn nur die Berichte und Prüfungen ein einigermaßen getreues Bild von den Leistungen der Schulen abspicgelten und einen Einblick in den Lehrplan der Anstalten gewährten, aber aus den Berichten über die meisten jüdischen Religion»- schulen erhellt n««r — und das ist allerdings nicht gering anzuschlagen — daß unter den ungünstige» Berhältnissen, mit denen dieseAiistalten zu kämpfen haben, nur durch Aufivand aller Kräfte tüchtig gearfteit-t wird und Verhältnismäßig günstige Erfolge erzielt »«erden. Diese llcberzeuguug gewinnen wir, wenn «vir dir uns vorliegenden Schulberichte Revue passircn lassen. 1. Jahresbericht über die NeligionSunterrichtsanstalt der Synagogen - Gemeinde Breslau von dem Dirigenten derselben Dr. Samnelsohn. Eingangs wird die wiederholte Bitte an die Eltern gerichtet, Schüler und Schülerinnen nicht im vorgerückten Alter erst der Schule zuzuführen. Die genannte Anstalt besteht aus 8 Klafft», in denen im vcrfiossenen Schuljahre 305 Knaben und Mädch.n von 3 Lehrern, außer dem Rabbiner und dem Dirigenten unterrichtet wurde». Hinsichtlich der Iahrespcnscn seien uns einige Bcmc, kungen gestaltet. Das Bibelüberfttzen deginnt in der dritte» Knabenklasse mit Genesis, daffelbe Buch wird in der 2. Klasse bis Eap. 2« fortgesetzt; in der Klasse I» wurde das 5 Buch Mose und diverse Capitel aus Jesiiias) durchgenommen. I» einer besonderen Stünde «v,«rdcn foflar mit einigen Schülern der 1. Klasse Stücke aus Raschi's Commentar zum l. und 2. Buch Moje gelesen. Wir halten cs für richtiger —und so wird es auch in der hiesigen RrligionSschule gehalten — in der dritten Klaffe eine Auswahl von Capiteln der Genesi s, in der z»veiten aus ExodliS und Numeri und in der ersten die Fcstabschnitte aus LeviticuS und Auswahl aus Deuteron dnrAunehmen. Was dem bibl. Geichichtsunterricht anlangt, so ist am rathsamsteii, denselben rn der 2. Klasse ab^uschließen, so daß man in der 1. Klasse sich nur dem jüdischen Geschichtsunterricht widmen kann. Selbstverständlich ist die rrpetitorische Durchnahme der bibl. Geschichten auch aus dieser Stuft nicht ausgeschlossen. 2. 48ter Jahresbericht der GemeindereliaionSanstalt zu BrcSlau von Rabbiner Dr. Knoller. Der Bericht gedentt in pietätvoller Weift des unvergeßliche» Dr. JoSl, der mit der Leitung der Schule betraut war, bis daS immer heftiger auftretende körperliche Leiden ihn zwang, beim Beginn deS verflossenen Schuljahres sich gänzlich vom Unterricht und der Leitung zurückzuzieheu. Die Anstalt hat 5 Knaben- (excl. 3«- und 3d»Klossrn), 4 Mädchen- und 1 sogenannte EntlaffungSklaff« urtb find in derselben 460 Zöglinge von dem Dirigent» und 3 Lehrer« unterrichtet wvrden. Am EoufirmaademmtLrricht Hab» 40 Zöglinge theikgcnomme». Die JahreSpensrn chkilt der Bericht imht mit.

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