Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1890
- Issue
- 10 (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 39 (sequence 3)
- Language
- German
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i-fantani «ch ihr, 3«faam,cMki,frit an* Etuigbtt habe Ich Mit Wtf« «tMtffaaa kn Boden tat wtffeuschastlichru Ztaark »crlaffn, Ich Mif taM auch dsifc mtart pcaftiUc jlcafufaafta xU|t Mlirtilifd Lrotztam. bat# »de aefa«t Ns gmlaOftaa auch in fcfai4k|nitNU#ii Ua«iai|!*lt, ausarteufern,faistc* Nch. ■rie non Mc« acf «flat Gibftba steht, an» xd« ich es auch auf tam Gebiete tat> Jataathamg aachgewftsen |i hatan .((aale, mi ftgrnsreiitar «Man, an» deshalb aot^ankig. vnar *• palltisch« Beretn« ,at, tafaataa stch Mc Staats# tt|imn|n außer aller gftMaai mU tam Salta. Jetzt habe« Hc Regftraagea ii »** Parlemeatru, dies« Wietar In tan paliüschea Ser rinn ivrgaa«, Welche chm Me Wünsch« and Beschwerbea tas Salles acnaittda, welche überhaupt itar Mc aCfoneiM Stimwaa, Aufschluß ptaa. Unstreitig »erhätt es fich ebenso mit dem Mischen Gemeiatalrtaa. Wir find eia« große Gemeiabe, aber wir - bäum, außer tan »tattrshause, nicht iifaMamt. «s ist keim atat aar itriaet Oele^aheit pjcto, baß Mc •cauiata« Mittzlietar über adschiaetanta Fragen stch anssprechen, gegen fettig bas Interesse «n Jataatham Mach erhalten, »tat die jüMsch« Setzte alb Geschichte Selehnmg and Aufschlüsse eaepsaagen kvann. lburch »iesea Mangel stiMpft das Ja# itrreff« an tat Gemeinta# »ie aM Jataatham stch ab. Dean bas Steaerrahln stellt kein Gemriubelebea Mr# an» selbst «ta nach so lebhafter Lempeltesach reicht nicht hin# ein salches zu «eckeu. Sin rechtes Gemeiadeletaa kann nar barch eia rechtes vereinsleiwn geschaffen werben. Hundert lausend Measchm kvaaea nicht aas «taütal zasaanan lammen and nicht sich verständige«. Mer sie ktzaneu Sereiae bilbea, in tarn die Mitglleber fich aassprechea# stch gegenseitig anregn and aasmaatern, ia lreaeu st« bi« Wünsch« Vorbringen, Aas# strlluagn machn, ans Schäden Hinweisen, stch belehren lassen . nab tan Vahle tat 'Scndata ihre tafnoffaMhit zaweaben. Las salchn Sereian kann tat Satstaab auch dn Herzschlag bet •nuiata veraehmeu. Sie bilden ja die einzigen Organ«, barch Welche er nit ber Gemeiab« stets in Fühlnag bleiben :taaa. Deshalb sag« ich: OhneSereiaslebn kein Gemein»«# . leben. Sernüafttg ,gleitete Sereiae acht regelachlßign Za# saauaenlünstn ihrer Mitglieder stab ach« die Organ im measchltchen Sürper. Jedes bildet für stch eia selbftünbiges Getoebe and all« hürign st« dach nater sich zusammen and Mita« eine Einheit. Rat di« ans ber niedrigsten Stufe ber - Organisatiaa stehend en Lhtere find schlaacharttg uubso ge# bildet, daß sie keine in Einzelnen ansgebildetn and wirken# dn Organe besitzen. Eine Geneiab« ist aber eia fein aer# zWeigter anb verästelter Organismus, and lein Schlauch, hier wollen and faHn alle Theile fich regn and znr Geltang dringen, an das G«mze immer mehr aaszagestalten nab za . vervollkomawen. Salches kann r«r mittelst des Sereiaslebeas geschehen. Ich brauch« aber nicht erst za Mamba, baß Mc wohl# thittigkettsveretne, deren »ir aas ja Satt sch Dank in graßer Zahl erfreuen and terra Lhittigkett die höchste Anerkanumg verdient, in dieser Richtung nicht in Betracht gezvgn werden kbnnn. Denn dich« Setein« hatten keine Krsammenkünfte ab and selbst chre jührlichn Geaeralversammttylgea find aar wenig besachi. Sie Sam dies sag« tat der »Alliaaz- Unsrrr «lliaaz ist »ach «wiß eia Verein, »chcher ta« allgemeinen Sebürs»« entspricht# denn er ist aas. dem allge# meim Sebürsais «ttstautaa. Man fallt« glaabea, Nß in tau jetzigen ZeiUänfm Ns Serlangeu nach öfteren vaa ber Allianz za veraast, llleabea Zusammenkünstru fich geltend atachea müßte. Vst» selbst chre jährlich« Geaervlversama# lang ist in tat «egch schwach besucht, «eher Smutt Ns? veil bas Sereiaslelwa nicht entwickelt, nach in tau Sinder, schuhen ist, »eil di« Gemeiabemttglftder außer im Sattes# . Haas« g« nicht ge»»hat stab, als svlch« zafammeazukommea. Daher auch Me geriaße Bethevigaa, tat den Wahlen in den Vorstand. Im Jahr« 1865 nahmen ia Berlin an tat Svr# SÄB'ffimwarr« 6 Jahren «in *««r MüttatL tamgleich in den letzten Jehrta hierin chn« erhebliche Saffrraag rtagetrefta ist. ßeffen Sie mich nach eine Bemerkung Machen! tta michtigts BeSrtaruugchmittel tasSetatnslebeasift Ns MMein# schchWch« Tssea. «ft branchea nicht >a den «hssttfta «ntM# püchrrn. Welche Shknrg ia Sparta etageführt hatte, za tan gemeinschaftlichen Mahlzeiten aller Bücher, aber in aaserem Fall«, aller Glaabeasmaffea. Aber bei ans wirb za wenig Ptsamm«a.d.h. ia Seamiaschast «giffea. Das ist «in Mangel. Di« Antisemiten haben Ns besser verstanden. Hätten ß« ihr« Setsam«laa«n nicht in reu Gasthäusern, faaderu in den akademischen Sehrsäfta ad«hal en# «a es nichts Pt effea and za ttiataa ^bt. sa hätte der «utisemittsmus nicht so wette Kreise gezogen Ich würde ».atat sagen: wir sollen vaa Na Anttftmtten lernen, oder das »tr Gott sei Dank noch nicht vbchig, M schau unsere Weisen uns auf di« Wichtigkeit tametaschastluher «ahlzeitra für die Erweckan, dta Gemein, fiaaes hiagelonkt haben. Sie sagen: »Es liegt Großes in einem gcautafuua Imbiß, denn er briuP die Herzen einander nah«.- Das h« sich auch in der Geschichte unserer Gemein»« bewährt. Denn bet FouN für Ns Laabfuni-'«. iustUut wurde bei einer Lhewrafsuta Ptsammeageschoffea. Unser« Religion bunt deshalb auch, wie vielleicht fei*« andere, »gotbsdieustlich« Mahlzeiten'' (Smiot ooftol raiam»), wie Hochzeitsmahl«, Beschnekaaasmahft. «ahle beim Satzju». nach loLrabete« Abschluß eine« talmadischen Lraetates. Im Mittelalter nahmen all« mänalichea Gemeinbemitglietar an der Erbffaaug tas Lraetates in der JeschiN theil and fit waren auch beim Abschluß tage««, bloß um alshaaa tameiafchaftlich Pt tüftln, sontarn mich am au tam Ser# dienst« tas frommen Stadiums «utheil Pt haben. Seiber bietet 'sich hier pt solchen gemeinsamen Mahlzeftru kaum Gelegeaheit, ja selbst bi« HochzeitSmahle werden immer seltener, was nicht blas im Jatetesft der «eftanrants Pt beklugta ist. Dean diese erste und ältest« Aenßetmt, des SeteKtSlebens, die Sheschlteßuua, sollte doch nicht so sang# and klanglos, oder mit «ine« Büffet, an welchem man « der EU« stehend etwas genießt, abgemacht »erden, wie es häufig geschieht. In der Sprache des Talmuds heißt Me HochPtt Prabezu „lfcohte", das Trinkgelage, ein Beweis, Nß auch unsere Attea auf das Lrinba nater Umständen «was gehatteu haben, wenngleich das nicht ihr« Force ge# wesen ist. Es wird anch hoffentlich in Ihrem Sereiae nicht di« Hauptsache bilden. Diese matz Melmehr Me Pflege nab «erbreivtng der jüdischea wiffeaschast, Me Erweckan, und Selebuag der TheUnahta« au den Augelegeuheiten der Ge# meinta und des Jadearhum« sein. Dadurch wir» fich in Ihrem streift oha« Zweifel eia reges vetetasleben entwickeln, welches nach tauen, »ft nach antauvon gedeihllchem and segensreichem Erftlgi sein vchrd. N«r ei» r«»fschet»! Unter dieser Uetzerschrist haben Sft, hochverehrter Herr ReNctear, meim Brief an Sie als Rabbiner gerichtet« tat Ihrem gesch. Blatte (Br. 4 tas ^Familirablatt") per# »ffeutticht. Ich bin Ihn« aaßerorbeatttch dauktar dafür. Er hatte eia« vtrkaag dft ich nicht ahnt«. Nicht meine Roth, mein« Seeleupeiu ist gelindert. Sei« Firma hat fich zur HUf« geuoelbet — and doch haben sicherlich Siele tau .SäMe^zeusschvei'' gelesen. Ei« einzige, sage einzig« Antwort kam von einem mitfühlenden Buchhalftr. «ta einer Ihrer hochgeachtetea Freaabe, der mich als tan Ser' fass« tas Briefes errftth, tasachft mich, — am mei« Seel# zu heiilea. Mei« dlutradea Wanden vernarbten unter seinen besitaftigeataa «orten. Ich laaschft ihm, »ft »er Verbrecher, der da« Bintgeeiist tastügt, der fttzftn Segeufpenb«. Ich