Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1890
- Issue
- 9 (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 35 (sequence 3)
- Language
- German
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-akr Partei» fc» CMtouicr, Pharisäer aab Qftaur gißärt All« Mcft Grnpjma fink aaftrrstttz yta% Senke tCMfta, vsb Mka aach m» M$ M UafMfl UU AWtztHWMG zw en—w Bail ka Cckvclns, Me (iw Rachmirkaa, k Geschichte »icht besitzen, soll hier »etter »tcht kr Rek /sei». t*iß§ta »erde» na* die Uff euer, nU »elche» sich ke erste» Anhänger de» Lhrtstenthnmi reerntsttrn, |U| »ab Zar di Verein «eschtlkrt. Joseph»» sagt »»» th—: „Be- »»»kr»4»erth ist kt ihnen die Gemeinschaft, nnd «an stakt »icht, doß Ek:r »ehr besitz« di kr tzkkre. Dean H ist Gesetz, kß k« «ntreteakn ihr Vermägr» k» Orkn Ükrgekn, so daß uir^nbi »ekr Nstbrigleit kr Arnntth, »och Uebrrmaß des Reichthnms zu sehen ist, k«l»ehr »ach Zusammenlegung des Lefitzei kr Einzelnen nnr ei» vermöge» für olle di Brükr vorhoak» ist.- PHUo kmrrti von ihnen: »De» Loh«, »elche» fie durch verschiedenartig« Arbeit fich «noerk», geben fie einem ermählte» Berwalter. Dieser rmpftngt chn nnd tonst davon, »ai «dthig ist, und spenkt reichlich« Nahrnng und »ei sonst dai menschlich« Lek» erheischt. Ifttcht nur die Speise, sonder» nach die Rleldna» ist ihn« gemeinsam.- Ei ist klar, daß diese QtauUsttze »rsprünglich nur i« Rah«e» eines Bereinei fich ansbilden und kfolgi: »erden konnten. Ja kr Thal »urden . sie. je «ehr kr lSerek au »nikhunug gewann, «ufgegeben. Dasselbe berichtet die Apostelgeschichte von de» erste» Christen. j. 9o»i so verhält «i sich mit de» Pharistera Scho» kr Name .Pernschi»" dezeichoet fie ali »Abgesonderte.- Ei ist gleichgiltig, »d der Name von ihnen selbst stammt, oder ob er ihnen von ihre« Gegner» begelrgt wurk. Thatsüchtich hielte» sie fich abgesondeit, uämllch von de« gemeinen Volk, km Am-Ha-Arez. Wer zu ihnen gehtzrtr, hieß G«> uofl«, College (Chadrr) und nah« die Genossenschast (Chakrut) d. h. dt« vvrgeschrtrku« Leknssorm, auf fich. Die «noähnten technische» Bezeichnnngen lasse» ekusalli ans eine» Ursprünglichen Verein schließe». Näherei über diesen Verein brauch« ich Ihnen »icht ga sagen. Denn »it aai kn Essenern dai Lhrrstrnthnm, so ist ani den Pharisäer» dai Jndenthum hervorgrgangeu, mit km Unterschtek, daß dai letztere »ehr ali »ai ersten seiner» Ursprung« treu geblieben ist. Der Pharisäismus, kn Sie fich Mati»cgi so verstellen dürfen, »it er i» Augenblicke des Knmpfei von gegnrrischer Seite dargestellt »urk, ali ein« anpendienerisch«, hätchlerisch« Religio»iübnng, deren Anhänger Mücken fest» and Elephante« verschlucken, kr Pharisäwmni, kr «ach nichti mit kr ihm zngeschrstknrn starre« Gesetzlichkeit ge« ani» hat, da dai Wort »Thoranur »st beklageniwerther Willkür von de» Hellmiste» durch uoruoo, Gesetz, wiedergegebm wurde, aber «thmologisch darchaui nicht s, Miedermwrbe» merk» darf, kr Pharisäiimni ist, um «i «st einem «orte gn s«gm, die Erforschung, »nigestdtnng der mosaischen Lehre und km Anwendung auf alle Lebeniverhältniffe und ali solcher ist er identisch »st de» Wort« Jadenthn». Nach dieser Auseinandersetzang merk» Sie degreism. -daß. »st der Pharisätsmai «in Erzengoiß bei Vereinilekni -war, dstsei aach im Jnknthnme späterhin immer gepflegt »och« ist. Der Name »Chabrrvereinigmofse, hat —geichnmde Lederitaag bribehaltm, chm er mark nicht amtzr Jede» ktgelegt, kr nach dm vorschriftm kr jüdisch« Lehre letztr, sondern nur de«, »elcher dark bewaadert mar and darin forschte, «mark ei» Srlrhrtratttei. Denn hanptfüchllch üaßrrte deck vereiaileka seiw segensreich« Wstksam- Mt i» mtffeaschasUttzer Ansicht, «de» dchnrch dst Lrnnt- .«ß der Lehre ta Mist« »rch» verbrrstet «an darf fretich auch dst zahlreich» «ohlthätigkrstivereiw. mdche daß mitstldstrtich« Jndentham aafPmeism hat, nicht naterschäs^a. Da Hst »ar Allem dst ,CH«ara Ladischa-. dst fr—«! Brüderschaft, nach „tattarta-, Begräb. BÜwrtia ge—ich g» ermähn». Dieser Verein bildist sich in jeder Semeink znerft, »st n aach k Wsta kr ülstsst -ist. W» eia Demi—efea «atsstm», da «aßst eia Friedhof ermmka werden. Sauft war« dst Juden «nf dst Erwerbung »an Lstgeuschastea t« Mittelalter nicht sehe erpicht, kan dies« I»««um bei Aaitrribaagm, dst immer za befürcht« war««, nicht mitgenommen werde«. Deshalb baare ma« auch ketn« prächtigen Shnagogra. Andrerseits war Vst Erwerbung von Grunddefitz von vlaatimegr« nicht immer gestattet. Aber «in Friedhof darfst nicht fehle», dieser mar kr chraerfte Besitz, den» dst Pietät der Inden gegen dst Tobten »ar dekamst, and so bilkst der Friedhof fast «ehr noch ali dst Shnegoge den Mittelpunkt, um welchen sich die Semeink schaarte, und welcher ihr Bekleide«: auf kr heimdlichea Scholle, trotz kr vielfachen Quälerei«: und Schatzungen» denen sieaasgesetzt »ar, begünstigte. Au die Chewra Ladischa reih« sich dann andere Vereine. Ja kr Gemeinde zu Perpigva« bestanden im XIV. Jahrhundert fünf Chemrot. Eine Talmud-Thora-, ein« Lranlenksuch., eine Licht (Maor)-» eine Armeovulrrstützung« (Zedak,)- und eine LestatMngi- (Laböarim) Chemra. Dies« Verein« gab ei tu allen Ge- «einkn, dazu kamen »oh ankre »st Brautaaiftattungaverein« und dgl. Ihre Bekatnug bestand, abgesehen von ihre« «thischru Werthe, darin, dag fie das Budget der Gemrivk entlasteten, ink« dadurch auf km Wege freiwilliger Spende» für Bedürfnisse gesorgt wurde, zu deren Bestreitung dst Semeink ihre Mitgliekr nicht zwangsweise auhalten konnte. Dennoch »bchte ich diese Verein« nicht als eigentliche Erscheinungen ki vereiuslebens betrachten, und zwar deshalb, »eil die Mitglieder derselkn grr »icht oder selten zusammeukamru. Der Bokn ihrer ihisteuz «ad zugstich dst Quelle ihrer Bethätigung »ar eine gemetuschastliche Crfse. Diese genügt akr nicht, um ein Bereins leben zu «rzeugru dazu bedarf ei der vereiuiqung, kr Zusammenkünfte. Dies« trete» den« in den »iffeaschaftlicheu Vereinen za Tage. Ja den Lehrhäuser», de» Votte-Ha-Midrasch, sank» wirklich« Zusammenkünfte Lernbrfiisieuer statt und durch solch« «ereil» hat sich dai Jndenthum tu der Diaipora erhalte». Sie dürfen hierbei nicht bloi au die Jrschidot, an die Akademien, denken, «elche doch zumeist nur von jnugeu Leuten, wenn auch nicht bloß von solchen, belacht wurkn. Net», ei gab solche Stndiruverrine für all« «lstritllaffen, für all« vevblkernn^- nnd Berufsschichtt», und wenn heut« fich mancher gelangmeist dst Frag« »orstgt: .Wo bringe ich ka Abend zu?-, so kpand dstsr Frage für unser« «orfahre» im Mitstialter nicht, veil rin Jekr seinen Verein hdte, in km er Belehrung und damst zugstich die best« Unterhaltung finde» konnst. »nd wo er nicht bloß den Abend, souder» oft anch «ine» Theti kr Nacht und ükrhaupt jek verfügbar« Zeit »»brachte. Zur Erlänterung des Gesagten will ich i« Finge nur einiger solcher Berrmr Ermihanng thua. Dst «ater km Namen »Tossafotkkauntr» Gioffea zum Tdmud solle» durch eine» vrrrt» von SV Gelehrte» znftaak gekomweu sei», aa dem Spitz« N. Jsak b. Samuel in Rameru, «in Urenkel «oschi'i, stand. Jekr von ihnen bearbeitete eine» kr SV Traestst des Talmuds. Zuletzt »nrku dann in gemeinsamer Berathaag dst rnlstankaru Schmierigstiten behoben, »st anfgrmorfraru Frage» kaatmortet und dst Widersprüche anigeginhea. llaaa am» diesem Berichte aach keine Thatsächltchlest ktnmssea, so refieltirt er böch das Vorkommen gelehrter Zasammenküafst »ab Vereine. Thatsächllch da,ege» ist. daß der am dst Hebnag bei Unterrichtimeseai »aßerorkntlich »erbstast Prag« Okrrabbiaer, N. Lime b. Berdel, geaaaat kr hohe Rabbi «äb (mft. 1VVS). «ischawStabstmmreim ins Ltka rief. Sei» Schüler, «. Lipmaau Heller, Berfaffrr kr Tossafot Jomlob. sagt darüber: »Ei btlkstst» sich Berehv! über Bereu» (Checkürot Chadarot), Sesellschafst» über Gesellschaft«, d e rü^tch eiae» Abschnitt kr «ischa» strawa »ab mstkrhdsta, nicht blaß ia Pinch» (rakta anch t» ackbaraa nahe« aab frrara Seawiaka.- (Bcaf, kftätigt fda Nachfaiger, R. Gfrnt« Lraqkz, ka Brpimß tiefer vrrrt»! mw Mt ike stwaseriwe Aostksanckrst bervar. Anch