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Israelitische Wochenschrift · 1890-02-13 · 7 (13.2.1890) · p. Seite 53

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
21 (1890)
Issue
7 (13.2.1890)
Date
1890-02-13
Page
Seite 53 (sequence 5)
Language
German
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4&^4JUCA XSk mm <. _«-- -- Ifll Mi», ftfin i ww||^<m t|v m tut Mount, i&nlfipi VpLU^WON |U schr«chen. „te* Kisch tat kein Fleisch,- tz. h. W ist avf -Wik Beifc recht za va»erchm. Senn rt also für de» «v> «ähnlichen Schächter »mig Werth Hit, «m so tixatfn ftr tat Lehrer, wenn dieser nämlich zugleich das Schächttont »« versehen hat. Die Kleider »erden beim Hnanrschneiden des Jägerrechts beschmutzt, die Hemden mit Blut bespritzt. Hat er dann sein „Jägernchtim Sach so schlendert er «Cm aa> Beutel" durch die Dorfgaffrn, ausgrspottet von der christliche» Sttaßenjugend, di« ihm. dem Lehrer, nicht selten eia Reimche», das sich auf sein Schächtgewerbe bezieht, nachjodelt. Sind als» der Lehrer auf diese Weise in der Älpung bei seinen christlichen Mitbürger«, so hat die Sache -aber auch ihre religiösen Bedenken. Wenn z. B. da» Stück Bieh trrise werden sollte, so muß der Schächter hier und dort doch das „Jägerrechtnehmen. Um es zu verkaufen, muß er dann mit demselben haustrrn gehen, bi» er es endlich an einen der Aermsten im Dorfe» oder in der Umgegend, verkauft hat. Der Schächter, der Geschäftsmann oder Plwsrsfiouist ist, verkauft also endlich da« „Jägerrechtfür ttqeod einen Preis. Doch der Schächter, der Lehrer ist, kann »ud darf nicht also verfahren, der muh e» entweder Verschenken oder begraben, es in Geld oms-tzen kann er sehr feste«. Sollte dieses nicht zu Bedenken Anlaß gebm? Konnte nicht der oder jene Schächter, um nicht zu Schaden zu kommen, di« Sache einmal leicht nehmen and koscher statt treife machen? Die Versuchung liegt zu nah« und es könnte vielleicht Einer «bn der Lodere dieser Versuchung nicht w>derstthen. Da sollten denn nun die Äabbinen, schon au» reli» >0 lösen Gründen, mit oller Entschiedenheit Vorgehen, damst dieser Zopf fiele und rin Fixum an Geld bestimmen. Die Schächter, besonder» die L hier unter diesen, würden dirse Einrichtung mit Freuden begrüßen, wäre sie doch zugleich «ine klem« Erhöhung chres spärlichen Einkommen», welches ,Dren in dieser theuren Zeit wohl zu gönnen wäre. Klette, 9. Februar. (Oe.-Cor.) Die besonders in 'Hkößeren Gemeinde« bestehenden Syoagogen-Ehüre tragen «ich» nur zur Verherrlichung und Würde de» Gottesdienstes -det, sondern fördern die religiöse Zusammengehörigkeit und kömwu, richtig getestet, auch humane, besonders mildtdätige Zwecke erziele», »ach dem Dichterworte: „Durch da« Schöne stets das Gute-. Schreiber diese« hatte Gllegenheit, sich hiervon bei dem am 6. d. M. ftaltgehabten ersten Sttftuugsseste des Essener Eyuagogm-Ehor« zu überzeuge». Dies.r hat zwar schon früher brftandeu, ist jedoch durch den Hauptlehrer und Laator, Herrn Graf, deffen Namen durch di« gründliche Besprechung der Werke jüd. Kompositionen im gesch. „Jüd. Litteraturbl.- besttns bekannt ist, aufs Neue rrvrgaursirt worden. Der Festsaal war von Herren und Damen bis auf den letzten Platz gefüllt und alle lauschten «ufwerksiun den Gesaugsprobucliouen des Lhors, sowie den humoristische» Eiulageu eiozelaer Mitglieder. Die Langenbach'ichr Kapelle eröffnete die Festlichkeit mit der schönen Jubel-Ouvertüre von Bach; darauf folgte die höchst ge« lungeue Aufführung des Göiuer'schrn Luftipiels „Englisch-. Der Thar erfreute uns mit dem Bo» trage der Lieder: „In allen meinen Thateuvoa Bögler und „Jauchzet dem Herr« von Silcher-. Eine junge Dame trug unter allgemeinem Applaus zwei liebliche Arien vor; außerdem kamen noch ver« schtedeue komische Duette zur Aufführung, die nicht minder dazu beitrugen, den Zuhörern einen vergnügten Abend zu verschaffe». Wie berell« erwähnt, ist der Remerirag zu wohllhärtge« Zwecken bestimmt und hoffen wir, daß sowohl der ». Kollege und Dirigent, Hr. Graf, sowie auch die Mstglieder des Ehor» in dem Bewußtsein, der Kunst, der Humanität und dem Humor gedient zu baden, den schönste» Lohn für ihre Bemühungen stuveu wögen. J. Qt. iOeAerreted-Uwgar». Mie», 3. Februar. Der österreichische Dichter und Schriftsteller Dr. Ludwig August Frankl von Hochwart beging heute tu geistiger und körperlicher Frische d»e Frier seiwes «chttztgstr» Otzsuttstages-. Die gahlretckeu Freunde mid ventzrsr des JckbÜarS hadest die Gelegnihest willrdmmrn gehtißen um Dr. FraaA in warme» Worte» »ud finnig«» Spende« ihr« Verehrung darzubriugeu. Die Zahl der schriftlichen Gratulationen aas Nah Und Fern war außerordentlich groß. Die Wohnung des Dichter» selbst glich eiuer niedlich« »nsstellnag vdn schönsten «ud besten Erzeuguiffea der Wiener Kunst-Industrie Selbst die Blinden und Taubstummen haben sich mit Gabe» für de« Dichtergreis eingestellt. Im Lanfe des gestrige» Tages fanden fich in der Wohnung des Dichter« «Mer Anderen folgestde Deputattone« und Personen zur Beglückwünschung ein: Der Vorstand der israelittsche» Lultusgemelnde unter Führung des Gemttnderathes Gustav Simon, Rabbiner Dr. Güdemann und Dr. Jelltnek, rin« Deputattou des Wiener Männer - Gesang - Vereins, eine Deputation de» Handwerkervereius unter Führung de« Nordbahu-Ober-Juspettor» Sachsel, die eine kunstvoll ausgestattete Adresse in prächtiger Enveloppe überbrachte, und sodann der Lehrkörper de« Mädchen-UnterftützungSvereinS, eine Deputation de« Blinden-Jnstitut« auf der Hohen Warte umer Führung de« Präsidenten D. Wöffler. Ferner beglückwünschten den Jubilar persönlich Freiherr v. Hye, Banhans, Reichsrathsabgeordueter Dr. Jogues, Hofrath Jeittele«, Baronin Eoruar», Familie Baron Alleman«, Frau Regine Friedländer, General Hube» und Frau, die Hofräthe Migerka und Meyuert, di« Präsidentin des Schriftftellerianeuvereiw» Frau Hohenried, Hofschauspieler Lewinsky, Archttekt Emil R. v. Förster, Gemeiudrrath Stiaßuy, Bildhauer Johauu Brak, Herrenhautmitglied Sobmeyr rc. — Abends fand fich noch eine große DepMatiou von Freunden der SSHae des gefeierten Dichter« unter Führung de« Dozenten Dr. Rudolf Mertnge« und der beiden Söhne de« verstorbenen Hofräthe« R. ». Weile« eia. Die Deputation überbrachte eine« Lorbeerkranz für den Dichter und ei» prächtiges Blummbouquet für die Gattin deffelden. Die rvthen Atlasschleifea zeigte» die vom Dichter David versaßt« Aufschrift und Verse: „Dem jaagea Alte» Die alten Jauge,.- . Ersahst Du je auf Vergesschroffen Ei» letztes Abend-Toaruagola? Dein Abend, der Dich wach getroffen Sei jo st >» stark, so mild und hold.- Die Gemahlin de« Oberhofmeisters des Kaiser», Priuzesfiu Marie Hoheulohe-Schillingsfürst. Bürgermeister Dr. Prix, der Präfideut der Akademie der Wiffeuschafte« Geheimrath R. v. Arueth, der Präfideut de» mediziaischeu Doktorrntollegium« Dr. Raiuer Schmerliag, die Gesellschaft der Mufikfreuude tu Wien richtete» iu den wärmste« Ausdrücke» abgefaßke Gratulatloosschreiben an den Dichter. Der Prästdeut dr« Obersten Gerichtshofes, R. v. Schmerling, und Dr. Adolf Fischhof sandten herzliche Briese; ferner kamen noch Briefe und Telegramme von Gräfinnen Prokesch Osten (Großmaun) und Louise Schönfeld, Felix Dahn, Paul Heyse) Adolf Pichler, Stefan ». Milo, Dr. Hermann Rollet, Dr. August Silbersteiü, Dr. August Schmidt (Gründer des Wiener Mänuergesaugvereius, nebst dem Bild des im Jahre 1843 erschoffeuen Robert Blum), Josefine Baronin Knorr, Probst Lehmann (Thüringen), Sektioaschef Baron Haider, Gcheimrath v. Broajart (Weimar), Loge „Kolumbus- (Preßbnrg), Wilh. R. v. Guttmarin, Frau v. Gomperz-Bettelheim (Brünn), Dr. Roseafeld (Eincinaati) und Profeffor Dittel, sowie eine Aoreff« aus Graz von Frau (Witwe) Henriette Murad Effeodi und Baron Rußwurm, dem Enkel Schillers. Weiters kamen unter anderen Geschenken vom Bildhauer Johann Benk das Origiaalmodell zum im neuen Hofburgtheater aufgestellten „Apollo-. Ein reizendes Geschenk kam vom Brron Stefan Scheh: Eta gezeichneter Lordeerkraaz in Form eine» Stammbaume«, deffen Blätter die Biographie des Dichter« enthalten. Die Enveloppe ist mit dem Biloniß de» Dichters nnd des Spenders nebst de» deldersttttgru Wippe« iu Silber geschmückt. Die Baronin Lvwenrhal-Maroieic überschickte

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