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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1889-01-01 · 20. Jahrgang Nᵒ 52. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
20 (1889)
Issue
20. Jahrgang Nᵒ 52.
Date
1889-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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•«km Cnrak txrWmt Dow Pedro aafcrtVorthschätzUn- Er ficbt an« btt seltene Betsplel eine« Herrscher«, ter für di« d britische Sprache et« so große« Jatereff« bekundet, daß er H in ter ffrmrtnt« derselbe« «xb der hedrSischru Statt« tar )n tintr gewiffru Meisterschaft grdrocht tzat. Mau »trd sich erinnern, da« derselbe vor einipeu Jahre« bei seintm Besuche iierstldst auch die Centealitzngoge durch eine« Besuch beehrte nr» tu einem Seser Thora eorrrct und peläufiz ,e lesen ha:. In seiner Lieb«' »Sr die hebräische Sprache -leicht Tom Pel ro der liebrnswürdgen Königin Marguerit r von Italien, welche ebrnfall« der hedräischeu Sprach« in einem hohen Gerde mächtig ist und bei ihrer Lnwesenheit in Venedig e« nie unterläßt beim Oberrabbiner S'gnor Loeu Popo ihre hedr tiichen Notizen zu collattoniren. <£*tib««. Der Panser Lorrespo ident der .Daily New«" sagt bei seiner Besprechung der Aimsemtt'schen Schrift: .Dai Blutgehe mntfc bei den Juten' daß »er Zweck de« Verfasser» (Henri Tesparte») kein anderer ist, al» da« Bläschen von dem Blnta'brruch der Juden »» religiösen Zwecken «ieder anfznftische«. D r Bersasser wagt sogar die entsetzliche Behauptung. dair dieser Gebrauch noch heute fortgeübt wi'd. Es ist em schlagender Bewci» vcn der Bosheit und Dummheir der Benschen, daß im IS. Jrhrhunbert, wo Unterricht nnd Erziehunz an die Stelle (raffen Aberglauben« geneten stad nicht nur I wand wagen kann, so etwa« -a behaupten, sondern ruch noch erwarten dark, daß e« geglaubt werd. Eduard Drumorn hat zu diesem Buche die Vorrede geschrieben. Mehr ater >.l« dies,« muß em der Vorrede an gehängt er Brus bi« Cardinal« Rampolla überraschen, in wlchem behaupt« I wird, daß der Papst sich bei der Ueberreichung de» Buch,« sehr g'steur habe und au« ganzem Herzen seinen apostolischen Segen sende, „da Seine Heiligkeit da« Werk über den «ntsttzlichrn Gebrauch der labbinischyl Juden guiheiße.' Jedensoll« muß irgend ein Jrrthum >n B»tr,ff diestk päpst« l-chen A«ußei>ng volirgen. Leo XIII. hat sich immer als einen Mann von liberalen Gesinnungen gezeigt, der nicht l» leicht einer Beschuldigung Glauben schenkt, derei» Ber« la-enheit em über da« andere Mal nachgewiesru wurde. E« ist daher sehr fraglich, ob e« dem Verfasser gelingen «erde durch seit Machwerk die Leidenlchaften ge^cti di« Juden entstamm m zu können. Jeder Gebildete wird m demselben nicht» ar Lere« als ein Werk de« Borurtheil« und de« Haste» erdlilten,welche <« tiltirt haben und Biele, welche der Judenfrage fönst gleichgültig geaeuüberstehen, werden 'lich schon durch da» Ge>ühl der Unparteilichkeit bestimmen laffrn. eine W'eligton und eme Basse zu oerlhelbigcn, welche auf so grob« uud uno:ranlwoltliche Weise angegriffen werden. Was di» angebliche Billigung de« Buche« von Selten Papst Leo XIII noch mehr zweifelhaft erscheinen läßt, ist der Umstand, daß viele >ei»er Bcrgangrr aus dem päpstlichen Stuhle, besonder» Clrmen« XIIJL, Jrinocenz IV., Urban IV., Elrmen« VL uud Part ILL chre höchste Mißbilligung gegen solch« den Juden »gedichtete Verbrechen ausgesprochen haben. E« ist daher höchst wahrscheinlich, daß die Geschichte von dem päpstlich:n Segen absichtlich entstellt ist. SinMäni«». Mntareß, itl. November. Unter diesem Datum schreibt der Cvri rspondenl de» ^noish Ehroulclc' wie folgt: Heute habe »ch Ihnen unangenehme Nachrichten zu «eben. General Man», der neue Minister de« Innern, hat au ri« P äsraen strenge Order« eilasten, de« Juden den Aufenthalt in den Döisern zu untersage« und der Handel«, mwtsler P auce«c» hat deuseldeu Behörden Instruction er» theilt, wodurch den Juden da« Haust'«« in Städten uud Dörfern strerg untersagt ist. Die BerwaltungSdehärden führt» Ines« Befehl« auch «st der unerbittlichste« Streng« an«. Unsere GlaubenSgenoffen leiden durch diese neuen bedrückenden Moßregetu entsetzlich, zumal der Wutter bereit« oor »er Thür steht. _ Die Negiernog rechtfertigt chststünnwenschUch« V». fahren uul ber KnM Gch^WWWWDWWAM drr stW>> nauuten liberalen Oppofitton. an deren Spitze unser . sütznltcher Feind John Bratin«• stcht. M der «stdne»- - öffnnng der Kammern in nächster Woche Mgm Nichtßmch» . tung der Dorfpolizei- und Hansiogesetzr von Setten efan§r Beamten intrrpellnt zu merdeu. Mau sicht hieraus, daß Bratiauo immer noch die Ut» - suche aller Leiden ist, »ber welche die rumänischen Jude» sich zu bcklogm haben. Folgende Aeußerung, welch« der moderne Hamau am 26. Oktober in de» notionalltderaln Club qethan hat, charokttristrt so recht die Gesinnung diese» Judenfeinde«: „Wenn di« Raüouallideralen rin Verdienst aufzuweisen haben so ist e« da«, daß fle trotz der Bemühungen der fremden Rächte die Juden so viel wie möglich um den Besitz de» rumänischen Bürgerrecht« gebracht uud au« de« tzstchte, Laudeigruthu« zu. erwerder und dir Börtheile unserer Finanz-Institutionen za geuteßeu, hroattgestoßen habe». Diesem Erfolge verdaukeu wir die Be« Wanderung (!) der großen und klemm Staaten.' In dieser Weise rühmt sich Brttimo. e« vermocht >» habm, di« 7 GroPuächtr zu dstrügen und wtffenttich dit Bestimmung de« § 44 de» Berliner «ettrage« zu breche^ Die D'plomattn sollten füc eventuelle Fälle von einer solchen Handlung« neffc Notiz nehmen, wenn auch «ur. um daraus folgern zu können, wie wenig Berttaum »an den Versprechungen eine« Staatsmanue« von dem Kaliber deh Brotwno's fhenk-n durf. * RttSlemd Marsch»« (Or.-Corr.) Wöhrrad die antisemitischen' «gitotionrn überall 'chou im Sinken find. trtten ialch« setzt mit auffaUcnber Stärke in den pvluis ye u Blättern dervor. Vau den Leitartikeln de« Dichter« «. Peu« tu „Kuetzer Cobzienny' ist in rief, gesch. Bl. bereu« eingehend derrchttt' worden. Nun bat dieser .Jupiter' drr polnischen Preffe eine Reihe von Trabanten hervorttetrn' lassen, an drum «rin wohl die immer größere Entsemuug da« Sichre uud der Wahrheit studireu könnte. ,D>e Juden stnd reijdar' begann die polnische Wochenschrift „Zh«e' (da« Leben) einen »rtttet voll Haß uud Bitterkeit, und die „Juden störe» uu»' -- - - .die Juden raudea nua da« Brod uud di« Jntellegeuj'. — .wir sind da« Recht, die Juden find da» Unrecht' — rnft der ,Gl»«' (.die Stimme') in ollrrlci Variation«» nach. Ein ganz neu entstandene« Blait, .»urhr, polsti' («er polnische Courier) jammert unter dem Artikel tTimeo Oaöaoa •t dona fereentea* und im .Briefe eine« Bürger«', daß dw Juden mit lll Mill. Alle« in Galizien verschllngen. «au müsse eine .christliche Liga' dttdeu. um die Meuschhett »o« der Hezemome der Jude« zu retten' und ähnliche Phrasen. „Vrnegiad t^gvdniorezr* („die Wochenschau') spritzt »oll Gist gegen da« polnische Blatt .Jzraelita'.-baß «» noch die Juden zu vrrtheidi-en wagt. De« alte hartgesötte« Judeufreffer »JeSke Ehoiuski' drmgt eine ganze Reche pote- »ischer Artikel iu drr Zeitschrift .Noma' (»da« Wart') — - .d«e Juden oder wir!» — .fort mit dem Mitleid gegen Juden', und findet nur eine Rettung: .Taufen — taufen all« Juden — sei nusrr Ziel'. — Wenn solche Artikel in potitischru» lirterarischeu und socialen Blättern erscheinen, r wa« soll natürlich die ,Rola' (der .Acker')^ diese» sntif»;; mitischeSchauddlatt erst sagen, da« die.vernichiung der Jnda^ j al« Programm schon seit Jahren ans tue uiedetträchttgste Weise, fast ouSjch'ießüch dnrchzusühren sucht — uud da« dem Ackerba«', --.r und der Dorf-Wirthschast «widmete Blatt , Lolnist i st^° doibon* (.Landmanu und Züchter'), welche« unter dem DiWstE »Etwa« iu der Judeusraa«' die falschest« Statistik Über. dtz^. : Juden anfftellt, sie ai« Aussauger de« Bauern und mann« htnsttllt und unter Fälschung drr Geschictzr Juden auch tzie polnischen Könige beschimpft, »eiche den Juden Rechte verlichm haben. Daß-all« dies« polnisch«, Zeitschriften nrschrn iuttülgentru Kreisen setze viel- LdOuuenö» verttereu. (ftwnm lU’-f ' wflk Mn fit n

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