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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1889-01-01 · 20. Jahrgang Nᵒ 51. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
20 (1889)
Issue
20. Jahrgang Nᵒ 51.
Date
1889-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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__-te* A«tr|'tt M »rrtrf tost «ft ta VMiti, m Mt Messches e« «insahen. «HM fa «ch »nie» <afe s»ch »■*!■ Grfchtet I, tef »ist Waüvarnchtsng aal »W Welt» in»«»| HSSkutenntniß ist. patt ia (b«a ittM der VMhUtr bffctattm flch liier ft« {fein, Mt Inbe» xak M« Sttache»; «kr , na aüt Mc echck» Sweches, dt» dt» Menschheit lehre» -asf den knti»U La,; Antftchn» a»d seine Grnoffe» hatü» den Hdaaeu nnb dea Eichet», ater nicht das Lese» aal» Sk Grdße ihre» Balle«; sek entwickelte Bild an, hat wie da» Licht ttzrni Schatten, da» ist der Lnxn». dt« Schlaffheit der Sitte», and nl kt den» Denkende» als ernster Zweifel, Nl» rin stMrrr» Ringen mit de, «tlhsel» der Welt fich vt»d thnt, dai lästert fich bei den'Leichtsinnigen »l» frevle Spattlnft, *» übermüthig« Selbstvergötftrung. ,• Da schloß fitz Inda ab vor de» hellenische« »eist, «ia» Mächtige» idanua hat e» anfßrrtchtet gegen diese» Sir»« der Bildung, «eiche der seine» fremd «ar. und «ic lax« ist e» in dieser Abgeschloffenhell geblieben I Da» Thnnkkafest »atzet »a».a» den Sie, Juda'»; aber es auchnt an» a»ch: damal» »»xd« der Grundstein «legt zu der Mauer, «elch« da« Indenthum adschlaß; wohl hat e« nach hinter dies«, Mauer seine Triebkraft nicht verlöre»; einzelne grast« Minner verstanden e» auch, eine Bresche zu legen ia diese Mauer; aber sie vermachte» nicht fie abznbreche»; zu sch»«r »ar de» MaNabilrr» der Sie, «werden; »«» Wnuder daß die Jude» »e» wieder,ewonnrnen Schah eifrig, übereifrig tüteten und bewachte». -tsä Die Feinde nusere» Klauben» werfen un» vor. daß »tr n»» in unser!» Sekte» da» »aukraöhlte Volk" neunen; da» ist »»» »jeder so «in Gemeinplatz, wo Wahre» und falsch«» «mischt ist; jede» große Volk hat einen Beruf 1» der Geschichte der Menschheit, hat einen Z» e ck auf Erde» ja erfüllen; zu diese« ist e» von der Sattheit er. »ithlt; traurig ist e», wenn eine Nation fich nicht für nnserwähtt eracht», wenn fie glaubt, fie habe kriae Anfgade, keinen Lut heil au dem großen Werte der Fvrderang der Menschheit; iikr auch da» führt ei» Bolt irre-, « ro es sich allein für anterwählt hält, wenn e» geriugschätzend die »ndern anssll »liehen möchte va» der grasten »rbeit. Mit offenem »uge. «it offene« Herze» auf die Welt schaue», lerne» and liebe», da» macht ei» Volk grast. Wen» J»r»«l in früh«»« Zetir», bei aller Lre»e und Tüchtigkeit der einzelnen Glieder, so sehr znrückdlftb, so lag die Schuld gam Thetl auch daran, daß e» fich allein für ankrwLhlt hielt and »einte, »tr wnatrn,»tr dürfte» van de» andern Völker» nicht» lerne»; nun» e» in de» letzte» Jahrhundert fich so »»akrdar emgaegehabe» hat, so strömt ihm dieser Segen an» dar lebendft^n Theilnahme a» der Bildung der Zeit. Den AklNirftf, den ihm die Geschick te bestätigt hat, kann Israel freilich nicht a»O der Ha»d gebe», daß e» dazu kraft» ist, da» höchste Kftinod der Menshhell, »ie religtöse Wahrheit, de» Klaube» an Gott, zu hüten and za pflegen; aber gerader dieser Beruf verlangt Anschloß an die Bildung der Zeit, daß dir Wahrheit, dieser vanm de» Leb««», genährt »erde mit allen Säften, daß der klether nnd die Irde, die Sonne nud die filuth ihn sätlige» und seine Wnrzel fich fest« und sein Gezweig fich breite und sei, Blatt blüh,. Und »eben Israel hat nicht etwa erst die Gegenwart, — »ei», hat schau ei» aller Lehrer Hella» — hiugrsteüt al» de» Hüter de» gald«teu Hort»; dam zum Erhabenen must sich da» Schöne grelle»; Japtzet, kr Magere Sohn de» Noah, ne« de« «lterthm» al» «h» de» griechische» Volke«, die Lautvenoandfchiist mit Iapeto» wie» darauf hi», «ob Sem, der illtere, war kr Ah» der Jade»; «it Beziehung auf dieseg Brrhälvsist sagt Rabbi Sima» den Kamaliel mit Ach auüktfttzbena Wortspiele: -dir Helle, die wa tzblla^ ftMPVhatn i* de» Zelle» SeM»" «ad'aeftM sa»ft aa, «M seine» «afft fthll, z> strSt» hat. Ader IÄa hak die Mahl»»» 'ftim» vegrer» nicht bafalgt, e» kannte dirselk nicht.difolge». allzu tief hatte der - Kampf kr Makkabäer sei», Furche« gegrade» ia dia Keschicke nusere» Balft»; di« kW. »elch« an» »aa diese» graste» Laltnrvalft de» Mterkhum» trenntt, war pc grast geMNkdm; mancher Meister in Israel hat »ach t» der Folgezell va» de» Grieche» gelernt; aber da» Mdischa Ball war ihn» «ttfremdet. — Schammai lehrt im Gegensatz zmr Meinung Htllel» und zu unserer Uedung, man soll« am erste» Tage de» Chanuka acht Lichtlet» nnzünkn, und au den darauf folgende« siede» Tage» immer ft ein» weniger; diese» Berhältniß. entspräche unserer Auffassung de» Feste»: r» war ei« Triumpf blendend für kn Moment. Indes; wen« «an ihn genauer betrachtet, so schminkt zwar da» Licht nicht völlig, aber e» wird schwächer. , Dir Alle» hrbr» nicht Unrecht, wenn fie auf die ,verkündig«», de» Wunders »ach au ß e h"' Otc: KOID"®) da» Hauptgaüicht llgeu, wem« fie meine«, man «lff« die Lichter zu einer Zell »ad a» einem Orte anzüude», daß fie de» Nicht-Inden befvnkr» in dft »ageu fiele»; tu der That der Glan, de« MaNabäischen Heldenthuw» war grvßer al» die Hell« »ud die Wirme, »eiche e» seine» Volke gespendet hat; Nnh« haben wir reichlich gewonnen von diese» Held«», dft «ie die „Hämmer" uiederfielen auf da» Haupt der Feind«; über e» ist in alter und »euer Zeit ein Jammer, weu» Völker, die kr Well etwa« zu biete» hakn, dft ei» Dtakm k« Geiste» auf kn Haupte trage», statt fich zu veredieu, rinaukr befehden. Wir erheben natürlich keine« Borwnrf, keine Anklage gegen jene» Heldengeschlecht, welche» damal» den Rist unsere» Stamme» geheilt hat, aie Mokka» bäer wohnen in km Herze» ihre» Volke» und fie verdienen seit« Siebe; e» «ar eine Ungunst de» Geschicke», baß gerak der rohe Amiochu» mit seinem AuftlörnngSsanati»mu» nur dft AaSartuug und ifnfitte de» hellenischen Wesen« unsere« Vorfahre« gezeigt nud dadurch den Hast und die Leidenschaft der Patrioten gegen alle fremd« Bildung wachgerufen hat. Singe» wir immerhin dft alte» Siege»lieder, aber trachte» wir auch »ach km neue» Liede, »ach der »eue» Wethe, daß dft zwei Flamme», dft von Ju da nud vonHella», zu einer groß« Leuchte zusammenschlage», zur Leucht« der echte« Menschlichkeit. ttitt Brief Alfred Naegiket'- iider de» Aimfemtti»««».*) Pari». 24. October 1889. Mein Herr i Sie habe» Umecht, z« denken, daß der antisemitische Feldzug, gegen welche» Sft mtt Recht protesttreu, »ich nicht ck»fo erregt, al» Sie. Ich gehöre keiner Religio» an; ich bi» tu kr Tioliehe mit einer Katholikin verheftathet; dft zwei Kinkr, dft ich verloren, waren i» keiner Neligian erzogen, und da» eine, da» mir »och geblieben, ist ohne meinen Willen und im Widerspruche mll den mir gesetzlich zustehenden Rechten tu der katholische» Religion erzogen worden. Ader ich verleugne uiemal» «eine Abstammung und halft darauf, daß dft Gewtffe«»sr«iheit für Alle geachtet werk, und ich mach« keine Auguahme bezüglich der J«rarliren, denen ich kr Geburt »ach augehöre. Die antisemitische Bewegung ist nicht da» Werk de» Bo»lmrgi»mn», und er ist nicht einmal in Begleitung der doulangisttschen Austritte. Sr hatte schon 1886 angefimge», nab wen» Sft die Tollen ion der Zeitung „Estafette“, »achschlage», so werden Sie unter de« Date« von 7. nnd 18. kdtgust 1888 zwei »rtiftk finden, in welchen ich dft vertheidiguu, der Inden gegen antisemitisch« Angriffe dieser Zellung übernommen Hab«. Seit bamal» ist der Bonlangl»««» in Erscheinung getraft«. Er vereinigt in sich Männer, welche früher »er- *) »aa tzem „UaiTexa. lauwUte“' (kkd->

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