Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 20 (1889)
- Issue
- 20. Jahrgang Nᵒ 50.
- Date
- 1889-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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WUGsffMDfft fiM| Vunf lin|llg «KV iftOCH VKDUW» cthttwi« ffrwfin wosoni« ^jb jvvn iicu fpiunc 9H Satinn jüdisch« Lebrrrstwioar wün to* ftl. Z»»z, tossm Jüngern «, Rest« Stell«« die Verwaltung der neue« Schiele übertvngm »«ton ist. Aodeve Etelm warto« durch Nut»« MWCtta, die «oft einem längere» Zeiträume «in« Rachprüjvog z» tostehm hatte», besetz». Dt« Aussicht tot Schulen lag -ewüchst tu de» HSnden der rvonaelesche« Etobsgeisilichm «der Schulriltoreu. die von der SchSgemeinto für ihre «ühewolt»», bezahlt wmdeu. Di« obe» ermähnt« Rach. Prüfung durfte» die Herr«« nur au ei««« bestimmte» Seminar ablegen. S>!genwärlig liegen die Schulvertältoisse bedeutend aotors. Für die Boi berntu ng der Lchrrr «rd »ehr al« «Sthig -eforist. Di« Nachprüstwg, die jeder d«fi»i1i» angestellte Lehr» z» bestehe« Hot, 1«»» von jüdischen Lehrer« in jedem beliebigen Seminar des Bezirkes, in dem er amtiert, abgelegt wnden. Dir Aufsicht liegt nur »och zu« Theil in den Häuten der Geistlichen; viele Schule« wnden von ton weltl. kituiglichea Kreisfchnlmspettoren t»spiz>ert. Beide ober habe» die Aufsicht als ei» Stück ihres ihnen von der zuständigen Regier»»» übertragenen Amtes aazusehm, ahne ugrud welche Entschädigung von der jüdische« Schulgemeinde dafür nhebr:i zu dürfe». Während es bis zum Jahre 1872. also bi« zur Falsifchrn ilrra, nur jüdische Schulen mit jüdische» Lehrern »nd jüdischer Kinder» gab, flud durch Anregung tos Minqtns - Falk im ge»ii utrn Jahre und später viele solcher Schulen mit christlich?» Anstalten verschmolzen, d. h. zu Simultanschulrn verei iigt worben. Es girdt demnach in Posen Simultan. und eonfrssionrll jüdische Schule». Ersten giebt e« t» ganzen 12. während von brr letzten Kategorie 68 Vorhände» sind. Die coufessionrll jüdischen Schule» sind mtwedrr ein-, zwei», drei», auch vierklasfi», deren Umfang iuuner von der Grüß« der Gemeinde uud den innerhalb eines Stadtsiebieie« bestehenden höhere» Privat- oder öfstntlichrn Anstalten bedingt ist. an ton 12 in tot Provinz bestehenden Stmultanschuleu wirke« 15 angestrllt« jüdische Lehrer, die außer dem obligatorischen Rrliglousuiürrricht auch in ton profaoen Fächer« unterrichte», «nd theil« mit de» übrig« Eollegrn austückru» Iheils in einer bestimmten Stelle verdlebe». An confessionell jüdischen Schule» giebt es in Posen 42 einklassige, 11 zweistasstge, 4 drettlassig« und nur eine vinklasstge, nämlich zu Ostrowo. An diesen Schulen wirken durchweg jüdische Lehrer, bis auf die «inklasstge jüdische Elementarschule zu Ritschen»alto, an welcher mir Zeit tos .Lehrermangels im Jahre 1878 ein katholischer Lehrer angestellt wurde dne denn auch fest einigen Jahren von der Kgl. Regierung zu Pose« definitiv bestätigt ist. Bon ton an 70 Schulen in der Provinz beschilftst ten 95 jüdischen Lehrern Et» augenblicklich 82 definitiv, 10 widerruflich angestrllt. cant sind gegenwärtig drei Lrhrrrstelleu für jüd. Lehrer, und zwar 1. in Sr ätz au der Simultanschule in Folge der Penfionirung de» Herrn Lehrers Horwitz daselbst, 2. in Obornik endetneurrrichttten Stelle der Simultanschule »ad an der «inklasstge« Schul« in Folge der rrn Lehrers Ktrpel nach Sanier. Das »kommm aller Stell« »ariirt zwischen j80 Mark imd 1500 Mark. Bemerkmswertli wäre noch, daß im Laufe der Zest k«. 20 jüdische Schulstelle« in Folge Berkletnrruug der Gemeinden oder der Berzichtlristuug auf Anstellung eines jüd. Lehrer» toi stmigehobier Simnltautstruug der Schule» «iu» aegauaen sind, wohingegen in ton letztere» beiton Deceuuien kein Bedürstiiß für Emrichtuug einer neue» jüdischen Lehrerstell«; wie dir»- in OberstPesim in de« letzte» Jato«« häufst der FaL geoeseu, Vorhand«» war. I« nächster Zeit will Ich «ich brutühe», auch eine Statistik über die Zu- und Adder Gemeind«, in der Provinz aufzustellen und tu vlättirn darüber zu beruhten^ L z^vornrr enoernri S. tu Lirstbtiegel l Versetzung des Herr? penfiontfähtze wmfi nahm« diese» Krrichtr «gh Leiüfchimwd. Morü», 8. Dereneber (Or.-C»rr.) Da« Resultat der am 28. November stattgehabtra ErgLummgswahl der Hälfte der Repräsentanten »nd Stellvertreter ist nunmehr veröffentlicht, tot Wahlaulsall hat beide» Parteien, der herrschenden sog. liberalen «nd der des Centralwahlvereins eine stark Üetorraschnng und Euttäuschnng bereitet. Geben wir zunächst das genaue zisfermäßig« Resultat: Bo» dm 10 333 als wahlberechtigt eingeschriebmen Mitglichern haben in dm 5 Wahllokalm znsammm nur 2803 Wähler ihre Stimmzettel abgegrbm. wahrlich eine sehr laue Betheiligung im vergleich zu Wien, woselbst in derselben Woche am 24. Rov. bic Borstandswahlm staltfanden. E» wurden gewählt z« Repräseatantm die Herren: 1. Maurermeister Ins. Frankel mit 2673 Stimmm. 2. Justizrath Makower „ 2672 m 3. M. Heitmann „ 2617 » 4. Kommerzienrarh ©. Friedländer 5. Bankier Löwrnberg 0. Sanitätsrach Boas 7. Stadlrach Borchardt *8. Kaufmann S. Leichtentritt *9. Sanitätsralh Dr. Kirstein *10. Sanitätsrath Dr. Blumenthal Zu Stellvertretern: 11. Bankier A. Ruß *12. Rechtsanwalt Dr. Tikti« 13. Stadtverordneter Loul« Sachs 14. Fabrikant Isidor Lorw« 15. Rudolf Masse 16. Julius Bleichröder *17. Notar Gustav Levy *18. Bankier Martin Simon 19. Rentier B. Friedhrim 20. Kaufmann Alb. Ph. Meyer 21. Professor Dr. Htrschberg 22. San.-Roth Dr. Mühsam 23. Syndikus Dr. Minden *24. Rentier I. Blumenthal , 25. Kaufmann Gotthelf Salomo« 2612 2577 2559 2516 1507 1453 1416 1366 1356 1356 1826 132 t 1324 1305 1272 1262 1259 1247 1246 1246 1230 1208 Bon dm 10 Repräsentanten sind dir ersten 7 di« Candidaten beider Parteien gewesm, bei dm 3 folgenden siegtm die Candidaten des Centralvereins über die der liberalen (alten) Partei, die zu Stellvertretern herabrückten, mit kleinen Majoritäten von 141, 97 und 60 Glimmen. Bon ton 15 Stelloertretern sind nur 4 der vom Cmtralverein aufgestellien durchgedrungcn, während 11 der Liste der (alten) liberal« Partei angehörm. Einen „vollständigen Sieg* der Opposition kann man dir« also rigentlich nicht nennen, es beweist vielmehr, daß die alte herrschrnto Partei durch die fast ganz uuterlassm« Agitation und durch ungeschickte Ausstellung einiger mißliebiger Candidatm tan tonm sie anstandshalber seschwlt, anstatt sie fallm zu lass«) sich selbst um 8 Plätze gebracht hat. Ferner ist bemerkmswerth, daß ttotz der nm hwzugrkommmeo 4 Wahllokale, von tonen man sich feiten* des Cmtralwahlverrias eine große Umwälzung versprach, »ur 300 Wähler mehr als sonst hinzukamm! Früher mnton in einem Wahllokale ca. 2500 Stemmen abgegrbm «nd diesmal in 5 Wahllokalm nur 2803 Stimmm. Dieses Plus tom 300 Wählern, von denen nur 141 auf die Oppositionspartei ko«««,**) scheint das ganze Resultat der feit eine« volle« Jahr betriebenenAgttatio« auszumachen. Das ist kein so großer Erfolg! 1 re, »tt » Bezeichnet»« wann Mm «eiMndMhIvereii, «rsgtfUStt (IftllMlMftPl. **) flton Inte «tot mit )kmU*tr Stcherhet« »nnehmen. »ab tot den CnndwaUn 6 ml U Mi Rattaulmikn toi»« Paneten »um stoodruck lnrn«. <1507 -f- 1»S« Mton »der W7» «timme», -»>ere»d (m Ganze» nur 980» Sshler tnttsttMmten, sollte tzt« nicht ein MchlonGsfehler Mitog»?)