Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 20 (1889)
- Issue
- 20. Jahrgang Nᵒ 49.
- Date
- 1889-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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nah»« an de» Begräbuiffe Theil der varstand and M litpt IfnrtMte* tfeOcgisM der hiesig» und utget riner flrtgni Zahl dm persönltche« KreMdev und Verehrer« de« verstarb«« die Vertreter der Diele» Huwnnitätsanftalte». denen der Dahin,«schieden« »ährend seines lange« Leben« ei« treuer «ab werkthäti^r Freund «nd veralher gewe'ru »ar. Bei der Uederführung der Leiche «ach >em ikrae'itischrn Friedhof, wurden auf einem Kiff« die L rdru de« Berstorbeneu dem Sarge Darangetragen. In der rnchgeschmückte» Trauerholle de« Kiedhafe« hielten die beiden Rabbiner Dr. Joil und Dr. Rosenthal Gedächtniß- »«de», in welchen dir segen»reiche Wirksamkeit de« Dahin« geschiedene» auf de» verschiedensten Gebiet«, auf de« der Wifferschast wie de« gffeutlicheu Lebe»«, unter «armer I». erkenumg seiner humane» Gestunnng gerechte Würdigung fand. Darauf wurde btr Sarg von Freunden und verwandt,» de« verstorbene» «ach der neben der Halle befindliche» Famütrngrust getragen und unter de« -längen eine« feierlichen Lhorgesange« dem Schootz der Erde übergeben. Zkeintfntt «. W. Für den Av«schluß dcr Juden vom Lrsfizinkoip« »ritt da« natioualliberal« „Frankfurter Jouival' ganz im Etile der »Lreuzzeitungei". Die Frage de« >,«schlusse« jüdischer Osfiziere sei eine rein gesellschaftlich« Zftrmfrage, die nach den jeweiligen Umstäude» entschieden »erd«. E« brauche -ar uicht geleugnet zu »»erde», daß in de» meisten Otstzieikorp« die Neigung besteht, keiue Israeliten in ihre Gemeinschaft und -amrradschaft aufza» nrhmer; da« ist aber reiu versöultch-gesellschafUiche« Moment, und die Regierung oder die oberste Militärbehörde hat damit nicht« zu schaffe». <ti ist sehr danken«werth, daß dieser NÄonalliberalismu« sich so offen enthüllt. Lft osfiziSstr LorresMident der »ationalliberalen .Hamb. Rachl.' fährt d.n Jude» j« Oemüthe, daß sie kckir Ursache HStte», sich zu bekla eu, da über hmdeit jüdische kkame» i» der Starglift« der prenßischm Offiz'«« oortS»«». «rade dies« jüdische» Name, hält« zugeuammea So gebe es eine» Haupiman» Abraham, etoen Oberg» lieuniam Davidsoha, ferner vsfiz'tr« wie Nroason, Vehrrad, Behrmaan, Be» Bered hx, Bleich« S^r, Btimleia, Blmnenthal. Bodeasoha, «ah». UfltI, «oh» (achtmal), Daoidsch», Demmh, «hier (Viermal) Ehrlich Dreimal). Ttvrgearolh, Marge»stern (tüusmal). Freudeathat, Fried»«m, Friedliinder, rc. — velcher Werth diese» «amen beizulegen ist, de»ist eia« Rmij i» .Hesfischm Boik«freund,- »«ach der auch »Mer di chm Sima«, erwähnte Obalie»te»»M Da tdsohu einer streug «vangellfhe» Familie auzehött »»d Soh» eine» a,Spich Siolberg'sche» «■MKtlptnt a»« Aeder» in Oberhessen ist. «ein vrirder ist caanoeltscher Pfarrer. — (Selbst der Rawe »oh» ist kein sicherer Anhalt stk jübisthe Abstammung, wie im Jüd. Litterabiatt (Nr. 47, Schluß,otiz) nachg««bse» ist.) A^benßei«, 2. Dezember. (Or.-Lar.) Die hiesige Synagoge-Gemeinde hat durch den Heimgang eine« ihrer achtbarsie» und angrschesten Mitglieder einen schweren, uicht leicht zu ersetzenden Verlust erlitt« Am 26. o. M. vrrstard ioi eben oollendelen SS. Lebevsjahre ihr langjähriger Borstehcr, der Baoqnier Adels Davidson, in einer Suranstatt )« Wilhelmshöhe, wo er von einer ihn seit längerer Zeit ergriffene» llrankheit, leider oergehlich, Scursang gesucht hatte. Seit fast zwei Jahrzehnten gehörte der verstorbene der Griueiadeorrwaltung an, und war in erster Reih« mit dem Amte de« Gchuloorsteher« betraut. Mit voller Ließe der Schule zugethau, trug er stet« zu deren Hebung und Fördern», bei. Nicht minder zeigte er aber auch da« größte Jnterefft für alle andere» Juftitnlion« der Gemeinde, für Syaagoze. für die mannigfachen milde» Stiftungen, die er cheilweisr selbst mit zu oerwalte» hatte. Ausgrrüstet «U eine» state», scharfen Blick, hervorragend durch rin wilde« frirdlirbim« Wesen, hat er gar viele» in der Gemeinde und über deren Grenze» hinan« w«t Rat »ud Thai beigestanden »nb fich die Znnetgnng nnd «erchschätzu», aller derer erworben, die mit ihn in Berührung kawr». Die .Hildesheimer allgemliii« Zeitung' widmete de» verewige» eine» ehrenvollen «ächrnf »nd schrieb reiter H lfer oh« Unterschied de« Glande«. Nicht ver- Scheu soll <« ihm werde», daß ,r es war. der vor ciniae» >ahr«n b i eiücm besonder« harten Winter täglich eine große Anzahl armer Familie» au» feiner Lüche speist«. v» wird sei» Alchenke» »nch über da« Gral hinan« bet seine» Mitbürger, goto bleiben.' Bei btt am Freitag, den 29. v. M. «rfolgte» Bestattuug gab denn anch anser Herr LandtabbimL Dr. Gnttman» de» herben Schmerze, wovon die Gatti» nnd die Linder deverswrbenku, dessen großer Berwaadtm. «ud Freundeskrei« sowie alle «emetademttglteder auf« tiefst« ergriff« waren, in tiefbewegter Wche beredte« Anödrnck. A »knüpfe »d an dt« Warft Mr heiligen Schrift, 1. Buch Mose«. Lap. 17, v. 1, entrollte der Redner et» getreue» Lebeaöbtld von de« Entschlafenen «nd wie« darauf hin. wie anch er gleich unserrm Ahnherr Abraham, dchru Name er geführt, während seine« ganze» Leben» bemüht gewesea sei. einen gottgefällig« Lebenswandel zu führ« und sich immer mehr zu vervoll» korunmea, daß er alle, ua««tlich aber dw jüngere« Gene« ratto» als leuchtendes Vorbild dien« könne. Mt Wort« de« Danke«, im Namen de» Vorstände« und der Gtmeinde. der Schule und ihrer Lchrer schloß die tt,fempfund«e Rede. t f t Pi«, 1. Dezember. (Or.-Lar.) Herr Prof. Dr. Georg Jellinck. der brkaunUich dem österreichisch« Unterricht«, minister seine Demission i» August d. I. eiagereicht hatte, ist ,l« ordentlicher Professor de« Staat«, und Völkerrecht» nach Basel beruf« worden. Auch ist er für diese Fächer vou der juridisch« Facultät in Berlin eiastimmig h-bilitirt worden. Die ersten Proseffor« der Rechte in D«tschla»b bewiesen ihm die ehrenvollste Theilnahme für seine mauuhaftr Vertretung der Ehre der Wissenschaft. N. Ino Ungarn, 17. Noormbrr. (Or.-L»rr.) Jüngst beschäftigte sich da« Gericht mit einem g»lauten Rabbiner (aus Szelnok), bei welche» dal Urtheil. dem verklagt« Geguer gegenüber, verdienter Maß« güuflig ausfirl. Jetzt hat wied««w ei« lvnigl. ungarische« Bezirksgericht die Auf» merkjawkeit gewidmet eine« musikfrenndltchru Rabbiner der jüdischen Gemeind« Altofeu in unserer ungarisch« Mettopale. Sin .orthodoxe«' Mtglied d-r genanaten Geweivde scheint, ohne jemals mnfikalische« Gehör brseffcn zu haben, am allerwenigsten für di« Harmonie de« Gewrindeleben«, dennoch, seiner Angabe »ach, am heilig« Sabdath ein« Ton erlauscht zu Hab«, der, seiner Meinno, nach, nur den Taste» eine« Klavier« «tlocki werd« kouute, welche« i» der Wohiwng de« Rabbiuer« und Doktor« der Philosophie Aafflelluug gesunden hatte. Dieser imagiuäre Ton aber hat auf da« Gemüth de« betreffend« Gemeinde- Mitglied«« stürmischer eiugewirkt i« »aihthelligeu Sinne, als in vorthrilhaster Weift die Schofar-Tdu« de« Erinne. rungssefte« cf vermocht«. Denn der »orthodoxe' Herr sprach dem Rabbi gegenüber sei» religiöse« Bedenk« au«, dft Gemeinde aber wollt« di« Beittigr ihm «icht. schenk«, welche er mit einer, einer deffer« Sache würdig« veharrlichkett verweigerte. — Go kam « znm Prozesse, drr aber an« Lampetrnz-Gründe» erstinstanzlich »och uicht zu Gunst« der Gemeinde «»schied« ward. Di« Gemein!»« kann wart«! — I» königlich« Schlöffe zu Gödöll» wurden anch in diesem Jahre die Arltrprn der Jüdisch« Gemeinde zu Preßburg vM.de« llöuig« und Kaiser» Majestät huldvollst empfang«, als dieselben, einer alt« Sitte getr«. gut gemästete, »tt Bände« geschmückte Gänft am Martini-Lage der Hofkammer abliefert«. I« der Pfleg,« »ud dem Beirirde dieser Spezies der gefledert« Welt liegt dft Ursoch« für dies« national« Brauch, der zugleich eine Würdig««- für brav«, jüdische Fra»» enthält, welch« tu Preßdur,'« alter jüdischer Gemeind« in jener Richtung «» M» wirthschaft» lichen Aufschwung h仫ltch«r Berhättutffe zu einer Zeit fich. verdient gemacht haben, tu welcher der Handelsverkehr beschränkt. der Wohlstand nt einzeln« Begnadet« zngüngltch war. — Was Panne« ans diese» Gebiete für Preußen, bedentrt da« Prrßburger Lomttat für Nord-Ungarn. — Die serbische «eligionsgesellschaft ist im ungnischen Süden recht verbrrlftt, nun, wft im stönigreich« Serbien,