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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1889-01-01 · 20. Jahrgang Nᵒ 49. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
20 (1889)
Issue
20. Jahrgang Nᵒ 49.
Date
1889-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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s« lebe» in allen auureuzenden Säubern bi« Mitglieser ber griechische«, nicht nmrtn Kirche in Friede« «ub Eüttracht »il olle« Loufrsstourn. Um so größere« Beftembe« errezt« et, baß in Stebeußürge« ein serbischer famttifirter Priester, Johann Preda au» Petrilla, mkdßkaukem Meffer Ä« die jüdischen Einwohner ber Ortschaft Petrozsäny Kehrt und die Masten verhetzt hatte, so dabie bemaffnrte Gemalt >ege« bl« seltsamen Verkünder brr »christlichen Liede" «inschrritrn mußte. Atttzupest. Da» hiesige Krankenhan» ber i»r. Religion«, gemeinde bildet ein bauernde» Denkmal edler Menschenliebe. Diese Anstalt e»itspricht allen Anfbrberungen der moderne« Hygiene, ist nach dem Pavillon-System erbaut und hat i« Stadtwüldchen «ine bevorzugte Lage. Bei deren am 18. d. M. stattgehadteii feierlichen lkimorihung de» Kraulenhause» »ar ber Minister de» Innern Graf S. Telecki anwesend. Der Oderkantor Prof. Friedman saug mit Thor den 121. Psalm, bei- Prise» der Pester Gemeinde. Herr Reich»- abgrordneter Mrritz Wahrmann, hielt die Festrede. »Drei Sänken tragen tic sittliche Weltorduuug, bemerkte brr Redner n. >U, Gotieslehre, Gottesdienst und Wohlthätigkeit. In Betdeff de» erst-n Moment» könnte die erste Zeit uu» vorbildlicher sein, als die Gegenwart, welche die Wiffenschaft und Sprache ber Nation vokwirgend erfordert, in Bezug auf da» zweite Moment find die Richtungen verschieden, hinsichtlich der Humanität oder find all« Parteien und alle Eoufrssioum einig. Die Humanität ist, im vollsten und edelsten Sinne, die Errungenschaft unserer Zett. da» Krankenhan» bie Stiftung der ganzen wohlthätigen hauptstädtischen Gemeinde. Die Anftalt-ärzle Dr. Book, Dr. Stiller und Dr. Szili, die Prediger der drei hauptstädtischen Gemeinden (Pest, Alt- und Reuofen), bie Vorstände und Repräsentanten de, selben, Professoren ber Universität- und be» Landrs- Rabbinerseminar» und die städttfchen Behörden nahmen an de« erhebenden, mit Lied und Dort würdig gefrierten Feste persönliche» Antheil. Auch von Griten ber Frauen würbe dem Wohlthätigkeits-Jnstitnte gebührende, herzliche Lheilnahme gewidmet. Da» Wert der Lohlthat aber möge der Friede sein in der Hauptstadt und in allen Grmrinden de» Uugar-Landr» l , Kermisästr »«> »e«rße D«chrichte». Berlin. Harr Hofprebiaec Stöcker hie» a« Freitag m einer sei»? Ctli, 1. Qtctmbtt. (OuAnx.) Am 84. ». SR. feiert« btt Kanf. Mtm Herr Jarod Btelschowöky «il feiner Frau Hrurtettr geb. Ehrlich ba» Fest ber blawanteue» Hochzeit. Herr Rabbiner Dr. Lhadvwök t übelrrichst be« Jubelpaar t« Aust««« ba» Obervrüsibeute» vau Breslau eiu gllückwunschschreibe, Gr. Mc^rftöt de» Kaiser» nebst der Ehejublläuws-Mebaive «st einer rech« «aeoufftue» und stiumumgMwlle» klnwrach«, bst «ui die zahlreich» Bewtmwlung, «ud aanz bqeuber» a»f Vas greift Jubelpaar, «inen tstfen Tindruik «achte. Satten« ber Syuegogrugoneiub« brächst ber erste Burssthrr Herr *«t»- gerichtsrach Dr. Bvrchert tu «tue» schwungvolle» trefflichen Tufprache «e Glilchwilusche rus, fetten» be» Nagtstrat» rrsp. ber Stabt bst H«rrn Mimivilpn Kallvau» und S tobt»« rordniteu-Vorsteher Keller. Am Donnerstag, treu 87.,' veranstaltet» bst Mewru-Kabtfcha be« Jubilar zu Ehre» ei» Fefusftn, au welche« sich fast bst zauze «euwiube be» «heiligt«. Kon teu Biest» sch»u«a Reden rrsp. Lriutfprilchen sind uauenUltch bst bet» Herr» Rabbiner Dr. Ehodowskl uud Awtsgerichtsrach Heer'Dr. Borcher« h rvorznhebe». . Glfast-Luth rtugau. Dst »aistrllch« «egstruug hat zu bm Bau ber Svnagege zu gugwiller 7800 »ark beigestmert. Dst Kosten de» «ruban» best««» 13/XX) «ul. Iuj>wbi«. Este brr ästesteu iöbische» Institutionen unsere« Laube» ist wohl!U» httfi» «hewral,^tadtich». vor kurzer Zeit ftttrten bst Mttplttder berstlbe» ba» 1»S. klahrwftst ihr.» «esteheu». Kototaist,!». November. btmt verfchstb hier ber Herr «abbiner Iaeob Brüll »ach kurzer Krauchest t» 78. Lebensjahre. Derselbe wirst« tu der hiesig» Kuttuögemeiichr durch »8 Jahr« »ub genoß al» Hsstmlst »ub Fachgelehrter «u, bcheustuden Nus. B« seine» drei Kiuber ist ber »besl« Sah» Rabbi,«, der zwest» BelVausoEraftffor i» Frankfurt a. IN.» ei« Kochstr ist an de» Dr. Müller i« Mtßlitz eutfchlies »och längere« Leib« i» Alter »»» »8 Jahre» Herr M Keest, östbarstur be» Israel. Mea»Mw*. So lang« ftiue KrÜstr « zu- M vit ttwrwlbttan |iri|t bet MtbOmoA Blatte», beüen krluftheu Ihest »um sehr hoch schätzte. Aach war er Rebaeteur ber l» Selchneukwiseu sehr geschätzt«» Zettscheift »Israel. Sätobobe* bereu Erscheiue» tu Fol^ seiner «rpettlche» Leib« jedoch fett rialge» Jahre» unterbleibe» «uzte. Al» Bibliograph hatstch derBerstorbeue eine» bebeuteubeuRuf enoorbe». Sri« die»bezüzlicheaveiträge,» »er- Kue» FeiNchrisst» (auch in uns. L.-Bl.) zeug« mr seiner aroß-n Beist und feine« reiche» Wisst». Ir verwalte« nebenbei da» Amt eiu«» lonstrvator» an der »BibUmhera Rosruthaliana", deren umfang, reicher Kataleg 1878 in 8 Bänden erschien. Bo» der Lieb« uub Ach»»», welch» «an ihm entgegen brachte, gab dst grohe Dhetlnahm» bei seine« Letcheubegängntff«, weiche» am 81. stattland, Zengniß. Aus ausdrück» iiche» Berlange» wurde bei seiner Beerdigung keine Grabrede gehalst». Gari«. Herr Alfred Xaquet, der Führer der .Boulangifteu*. schreibt der „Prrffe", dag er sein« jüdische Herkunft in keiner Weift verleugue und daß er sich derselben i» de« Kampft gme» de» au» Deutschlaub eiugeführte» Antiftmttt»«»», welchen einige Pariser Jonrnale eröffnet habe», auch stet» erinnern werbe, m tzöenkl». Dst »Archive» I»' veröffeullichen aulählich ihre« demnöchfttge» V0 jährige» Jubiläum» dst Aeihe ihrer Mitarbester u. A.: Astrue, vberrabbiner in Bayonne, Zadoe Kahn, Oberrabbiner von Frankrttch, Joseph «ohe», «ebacte^r de» »Liberst», Profeffor Darmstetter, Schriftsteller Abraha« Dreiiu», Adolph Frank, Jnstitut»«ttalstb L. Halevt vo» ber sranzös.Academst: Manuel, Oberschulrath; Ferdinand Lrömieuz, Abgeordneter; Pros. .Sbe an der medtctnlsch» Facultät ». A. g>«rt». Am 4. November fand hier et» Herr» Namen» Schwab, in einer Droschke ein« Briefliche, welch« Werthpipirre Im werthe vo» 36,000 Franken enthielt. Derselbe, chutseiaenthü«« an» St. Dib in den Bogest», geb de» Fund ans de« nächsten Polizetbureau ab. Herr Schwab ist Präsident der jüdischen Gemeinde von St. Dib, letztere» verschvstige» dst französtsche» «lütter. Lo»do». Herr Labouchbr« schreibt in der »Trnth-: Dst russischm Jonruast, w-lche täglich Sensation»a«chrichten über türkisch« Srausamkeistn versffenrlichen, würden gut thu», ihre Ausurerksamkeit auf die wirklich thatsächlichen Sraulawketst», dst i» Rußland argen dst Juden verübt werden, zu stnstn. Ganze Fawilstn werde» tagtäglich unbarmherzig au» ihrer Heimath verjaat »ad da« Elend und Unglück, welch«» diese bru-ast Barv»r,i st» Befolg« hat, k-nu mau sich luchter vorstelle» al» beschreibea. Mn» «zähl», der lkzar, welcher ei» guter Manu ist, sei von dem Proruratar der '„Heiligen Stsnode", «ine« braconische» Fanatiker, förmlich gezwungen worbe», >«e Austreibung«, was« zu unterschreibe». skJew. Lhron.) London. Dir Einführung de» neuen Lordmayor hat also unter große» Slruze stat'gefuuden. Man wandert sich hier, daß bas vberrabbinat durch Schwelgen es astichsa« gebilligt hat, daß Herr Jsaae» am Samstag zu Wagen durch dst von Richtjude» bewohnst» Straße» gefahren. Weil er der französischen Republik u»d tbeen Pttlftbenst» in seiner Antprache Lob gespendet, will der konservativ« „vnioara laraMto" e» ihm verzeihe», obwozl dt« Lhatsachr selbst de» Widerspruche« und der Jmonsequenz »ich« entbehrt. Wäger, 6. Aov. Hier ist «in heftiger Streit zwffche» be« Oderrabbiner und den jungen Rabbiner» der ölabbineeschust (», Shajiur) a»»gebrochen, w«U erster erklärt, daß bst tnodernen Badeanstalt«» für bas rituell» Bad genüge», bst Rabbiner behmchtm bagege», »«stützt auf bst Satachteu «urchälscher uud asiatischer Autoritäten, baß de« nicht so sei. I« wist« Üqft« Zett, baß dieser casuistisch« Strett, welcher bst religiöse» Interesse» unft rrr Skmewt« sehr schädigt, beendi würde, de»» rrjahv» Vst hiesigen Autisttntte» dies« »sanbe« Srschlcht so gstdt e» Lhilni Hoichem und wir »erde» vo» ihr« Zähnm zerstetscht und geschändet. Ohu« Zweisel hat der Oberrabbiner ^wichtig« «rünbe loealer RaMr für seine Maßregel. W bedarf «eist nur geringer Abänderungen bei ber Etnrichnma uub Bemwuna ber «oder«» Baboanstalten, um sie «tt de» rrugionsgesetzllche» Besti,«u»gea in Einklang z» bringen. Mn« Golrn, 17. November. (Or.-Aoe.) Jnsolg« Ableben» de» hervorrage»»«« polutscht» Arzte» Titu» »halachtuoti (am 7. Ro- Mvktiä.) hebt das polnisch« Blatt Ukur. Eode" hervor, d,ß er einer der etfrtgsten Berkäwpfer füc bst Sleichberochttguu, ber Jubei» Post» war — uub baß er al« einer ber edelste» «ad iustlli^ntesten Bibtttt fielevft im brtrittn fei et 9tmuC Mir »erden hier vstlsach vo» M«schw»«odim uub solche», dst es »erde» wolle», heimgesmht, dst nn» duptre» »nd unser Mitleib ansbenteu «ölst«; «st sind jeboch aus unserer Hut uud hoffe», daß »User« Brüder t» auch sein werbe». Zu uusrrm Bebauer» wüffe» »st verrathe», baß alle diel« Bestü^r Russe» fiub. voria« Woche AftnEertzau». I» der Rächt vom 1». aus be» 80. R-bemder > .tel», Soh» eine« Rabbiner« S. L. Salzeustein au» Russtsch-Polen, welcher aus ei,er «tsii»»«reise zu unser» Brüdern t» Land« be» griffe» ist. Der Kerl ist ,, faul, u« zu arbeite,, uud desh-lb findet er «» für «ächt^ den Inden de» Messt«» za bt<a»ai. Könnte» doch mfac chetstltch«, Brüder »ab Rachbar» sich überzeugen, daß diese getaufst» Jude» — säst atz« Aasuahme — charakterlose« Sestudel, »er Avscham» »er Meuschheit sind. (Jew. Botte.)

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