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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1889-01-01 · 20. Jahrgang Nᵒ 43. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
20 (1889)
Issue
20. Jahrgang Nᵒ 43.
Date
1889-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Stunt von friacx Bildung, bei ftanzöfisch» «d deutsche« Sprache mächti», uud unterhielt Bervinoungm mtt dm derihmtrstm Männern de» Aussaade». Die Königin erhob ihu in de» Rittrrstaud. Im »orig« Jahre legte er da- >«t eine- Aldermau nieder, bei welcher Gelegenheit dir Stadt London ihm eine Adresse überreich««. So einfach uud prunklo-. wie er im Leben war, so pruuklowollte er auch nach seinem Ableben behandelt »erden. Er hatte angeorduet, daß sein Begräbniß so einfach wie möglich sein und daß kein. Blumenschmuck seinen Sarg zieren sollte. Dissen Anordnungen wurde auch entsprochen uud de«halb die große Anzahl von Kränzen, welche Lieb« und Bekehrung ihm gewidmet hatten, nicht auf den Friedhof mit hinau-grnowmrn. Sein einfacher Sarg trug auf einer Mrtallplatte die Inschrift: Sir Benjamin Samuel Phillip». Gestorben den 9. Oktober 1889 — 5660. Seine sterblichen Reste ruhen neben denen seiner im Jahre 1880 chm vorau-pegangknen Gattin. R«v. 8. Svero sprach am Grabe da« Gebet D'Dm “pö TI K3K in englischer Sprache. Eine Leichenrede wurde nicht gehalten. in *3 » *3 *n Bericht über die fünfte Konferenz de- Vereins der israelttifcheu Lehrer uud Kultusbeamteu des La»drabbtuatS Emde». Zu der am 10. und 11. diese« Monat« in Nord» heimer« Hotel zu Emden ftattgrhabten Konferenz waren außer dem Ehreumitgliede Herrn Landrabbiner Dr. Buch holz- Smdeu die nutrrzeichneten Mitglieder erschienen.*) Der Borfitzende Levy-Norden begrüßte die Versammlung mit einem herzlichen Willkommen, stellte desselben die zvm ersten Male erschienenen Kollegen vor und erstattete dann einen ausführlichen Jahresbericht, in welchem er hervorhob, daß gerade das jüngste Berrinsjahr von hoher Bedeutung für das jüdische Elemeutarschulweseu unserer Provinz war. Dankbarst wurde des Wohlwollens unsrer Königl. Staatsregierung für dasselbe gedacht, welche nämlich die Wohlthat drS Schullastengesetzes auch unsern Elementarschulen zukowweu läßt. Es sei dieses, so bemerkte er, nicht nur ei« Segen für unsere Gemeinden, sodrru auch für Schul« und Lehrer; für jene insofern, als der Fortbestand mancher Schule dadurch gefichert sei, für diese, wssl hier »nd da aahsschetnlich eine Gehaltsaufbesserung erfolgt oder doch die d eftnttive Anstellung in Neinen Gemeinden leichter erreichbar gewordeu sss. Nicht minder erfreulich war die Mittheilung über unsrre Dienftalterszulage, über welche eine Ministessalverfü gong vom 1. Juli d. I. bestimmt, daß den für das Lehramt tu Volksschule» geprüften, au jüdischen Volksschule« definitiv angestellten Lehrern auch staatlich« Dienstalte rszulageu unter Anrechnung derjenigen, welche ihueu au« provinzialstäudtschen, für das jüdische Synagogen» «ad Schulwesen ausgssetzteu Mitteln zu Thssl werden, gewährt werde» können. Im Anschluß daran hob der Bericht a»s den Berhandlungeu der diesjähssgen Lauferr»z «oseres Hanptverssns die Wahl einer Kommissto» zur Durchführung der Glsschstelluug tti der Alterszulage uud dt« verhaudlnug über «useru vorjährige« Antrag hervor u»d gedachte a»ch dankend des Zuschusses von D. I. G. B. für «nsere dirSjähssge Konferenz. Der Bericht schloß mtt de« Hinweis auf die Veränderung im Persoaalbestaud unsere« Vereins i» entschwande»ru und mtt de» besten Wünschen für di« Ardeit t« neuen Vereinsjahr. Die Rechuuugs» 1 >»»«sn>b: Ledy-Norbe», de «eie».«eener, Atzrends- Schanubes, -ra»teaß«i»-0s»abrüs, Kapost-Esm«, Schwei» »r- Mwendma, Strang-vk«M»e», Lorch-Sund«, Meyer-Srachei», Selta-ekudru, Apt daselbst, J»rael-Skoi»«», Pt»k»»ktz«Ig»>«», »deahamsotzn daselbst, Kink »nb Wolfs-Lunch. — «Mschnlbtgt waren: »ertheim-Sögel und Vlenß-LemliMt-Ssoeu». ad läge ergab et» Defizit vau Ist Mk. 44 Pf., welches dnrch diesjährige» Beitrag begliche» wird. Nachdem der als Gast auwsseud« Gemeindevorsteher Herr I. Pols» Emde» die versammln»» begrüßt uud der Borfitzende ihm namens des vereius dafür gedankt hatte, erhielt Herr Schweige r-Pape»b«rg das Wort zu seinem Rsserate. Das Thema desselben lautete: »Die fördernde Wtrssanckeft des isr. Lehrers auf die Erwachsenen in der Gemeinde." — Der Referent hob in der Einleitung hervor, wie nothwendig für ansere Gemeinden die Wetterbildung «ud wie hierzu gerade der Lehrer berufe« sei. Seine Thättgksst hierdss häbe sich auf zwei Momente zn richten, nämlich 1. auf Entwickelung uud Befestigung in der Gotteslehre uud 2. auf allgemeine wiffenschafttiche Bildung. — Im erste» Theile will Referent die Wocheuabschnttte fruchtbringend gemachtwissen; nicht minder will er aber die Erwachsenen nebeu Mischna und Gemara auch mit den bedeutenden Werken der späteren jüdischen Litteratur. z. B. die eine« Saadjah, Maimonides u. s. w., einschließlich ssuer Anzahl Pijuti«, bekannt machen. Auchvilder au« derjüdis chen Geschichte soll-n nicht fehlen. Er ist fich der großen Anforderung wohl bewußt, glaubt aber zugleich bet (totem Willen sss die Berwirstichung seiner Ideen durchführbar. — Im zweiten Theile verlangt Referent Sinfü hrnup iu die deutsche klassische Litteratur, wobss iusbssoadere dramatische Werke unsrer großen deutschen Dichter berückfichtigt werden sollen. E« seien zur Errsschung sssner Pläne freie Zusammenkünfte auzustreben. — Der Borfitzende dankte dem Referenten für seine umfangrssche, flssßige Arbeit uud eröffnet« darüber die Debatte. Diese war ssne sehr lebhafte, langdauerude. — Herr Apt-Emden vermißt iu dem Bortrage, wie gerade das Vorbild de« Lehrers für die Erwachsenen bildend sss. Selig-Emden konnte fich nicht überzeugen, wo und iu welcher Weise der Referent sssnen Lehrstoff an de» Mann bringen will. Israel-Norden ist der Ansicht, daß terr Schweitzer fich nur in Idealen bewege. In der raxi« sss aagefichts unsrer Zeitströmuug uud der vissen sonstigen Obliegenheiten des jüdischen Lehrer» der ganze Arbsstsplau undurchführbar. Dem gegenüber nahm Herr Landrabbiner Dr. Buchholz den Referenten insofern in Schutz, als er die Begssstrrung für die Thora als Hauptaufgabe des Lehrers «achte; bss gutem Willen sss wohl ssuiges zu erreichen. — Levy-Nordeu hält die Predigt, über welche der Referent ganz geschwiegen habe, für ssn Hauptmittel der religiösen Fortbildung unsrer Gemeiudemitglieder und freut fich, daß in dm Synagogen unsrer Provinz gottesdimstliche Vorträge obligatorisch seien. — Der Referent wies in seinem Schlußwosse darauf hin, er habe die Predigt mit Abficht weggelaffe», wssl der Lehrer zu drrselbm verpflichtet sss. — Ebenso sei der Puuft über Vorbild des Lehrer» übergangen, wssl es fich von selbst verstehe, daß der Lehrer mtt gutem Bssspiele vorangehe. Schlttßlich formte die Koufermz die Thesm des Rsserentm iu folgender Wsss«: »Der Lehrer soll bestrebt sei«, sowohl auf bie Religiosität als euch auf die allgemeine Btlduug der Erwachsenen fördernd einzuwirkeu, indem er sein Augmmess richtet 1. auf Erwetternug de» Wiffms in der jüdischen Lehre «ud Geschichte, 2. auf Erwettemag des allgemssum Wissens, insbssoudere der vasfischm Litteratur. — Hiermit warm die Berhaudluugm des ersten Tages, welche nur zur gemein» samm Verrichtung des Mtnchahgebet« unterbrochen warm, gegm 7'/, Uhr Abmds brendss, uud wurde der übrig« Thssl des Abends nach dem Essm dem gemüthlichm Bsssammensssu gewidmet. (Schluß sol,».) Krrichle ««d C»rrrsP»»>enr<«. Deuffchleuod» Magdeöurg, 20. Oetoder. „Wie Wafferbäche ist das Herz des Königs in der Hand Gottes, wohin er will leitet er es." An dttsm Spmch des wsssm Königs (Spr. Sal.

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