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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1889-01-01 · 20. Jahrgang Nᵒ 31. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
20 (1889)
Issue
20. Jahrgang Nᵒ 31.
Date
1889-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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welcha» Deutschland «ch di« ganz« ttdt beglückt »erde» JA »an erst —der Pfahl «m de» steche», schwer leidende» stbeper de« deutsche» st^zialverrin« — «der bet Leibe durch Leinen jüdische» Vr|t—gezogrn, »am kai drehende, anfgehtnfte fttdtsche stapftal von König, Lteber»«un »»d Förster — vir gleichmäßige Lhetl«»> erfahren habe» »trd. Da» Gefühl für .Gleichheit' ist ja bei diesen Leute» genugsam bekannt. — Die seziale Frage hätte also ihre Erledigung gefunden und «ufer große Bismarck, der fich sei» Leben laug mit der Lösung diese» Problem» abgrplogt, er wird einst ruhig die Inge» schließen können, bei dem Bewnßtseiu. daß Deuschlaad» äußerer Ruhm »ad Deutschland» innere straft die Weih« der Unvergäaglichk.it empfangen haben dort in Bochum am 10. Juni 1889. wir aber meinen, wenn die Borsrhuug sonst schon über die Wohlfahrt von Ländern »ud Staaten zu machen hat, fie hier in doppelter Weise solche« werde thun müssen, um die MaulwurfSarbeit von Menschen unschädlich zu machen, die bereit» auf gehört habro zu wissen und zu fühlen, wa« gerecht, »a» national ist. Bo eckel ist konsequenter in seinen Anschauungen. Sr brnrtheilt die soziale Bewegung vom Standpunkt derRaffeubtldung. und verlangt eine regelrechte systematische Züchtung de» Menschengeschlecht». Sein Name giebt ihm vielleicht die Berechtigung hierzu, wenn er aber sagt, daß di: getauften Juden die schlimmsten sind, so hat er un« »och zu erklären, »«durch diese schlimmer, al» die anderen geworden. wie Lichtpunkte Heden fich au« den immer und immer wiederkehreudeu Berichten über Antisemiten und Antisemitismus die Lehrer ko nserenzen ab, von welche» un» in dies. Bl. MUtheilu»g gemacht wird, weil wir wissen, daß die Zukunft de» Jndeuthum» in unserer Jugeud liegt, erfüllt e» un» freudig und zuversichtlich, wenn wir in den Lttteru dieser Jugend Männer erblicken, die fich ihre« Berufe» ebenso gewissenhaft wie verpänduißvoll bewußt find und denen da» Interesse für die hochheilig« Sache, die fie vertreten, rin so lebendige» ist. wa» würden wir bei solchen systematisch geordneten Gchulverhältniffen, wa» würden wir bei einer solchen rationelle» Handhabung de» Religionsunterricht» für Resultate erziele», wenn die Eltern unserer Schüler dem Religionsunterrichte heute mit demselben Interesse gegenüber ständen, wie e» früher die jüdische» Eltern für da» .Eheder' gehabt habe»! welche Aufmerksamkeit und Wahrnehmung bewahrte »um doch diesen primitiven Schuleinrichtungrn, und mit welchen wünsche» und Hoffnungen brachte man da« stind »icht da» erste Mal in da» Eheder l Bi« zum .Raw' verstiegen sich in den meisten Fällen die Erwartungen dieser von der Liebe zu« Jzidenthum durchdrungenen und erfüllten jüdischen Eltern. Der Raw war ihr Ideal. Und heute? wie viel Andere» ist an die Stelle derselben getreten! Die Eltern denken au alle» Mögliche in der Welt, nur nicht an den Raw; — dieser hat aufgehört, Ideal zu sein, und damit ist de» jüdischen Wissen da» verlockend« Ziel genommen. Denn daß da» jüdische stind in jedem Falle sein Jndeuthum ke nuen lerne» maß, wenn e» dasselbe später achte» und lieben soll, da» leuchtet den Eltern nicht ei», und so sehen wir denn die Reltgiousschule allein dastrhen i» dem stampfe gegen die materialistischen Auschanungea unserer Zeit und »a» wir erlebe» und wa» wir erfahren bekundet un« leider ihre Ohnmacht, weil ihr der Beistand und die Unterstützung der Eltern fehlt! _ Stimme« der Presse über de« Orden „B «e Brith". 11. St. <£««{*. Die Resultate der Wirksamkeit der hiesigen nuwnwfachen Orden, besonder» de» J. O. B. B. oder de» K. 8. B.*) sind ohne Zweifel für Amerika recht schätzenöwerthe. *) d. h. Kescher Kh«l B*ml "70 "|TO) “ Eiserne Berbindrmg. Dies« Organisationen haben einen bedenimde» Einfluß auf die Entwickelung und da» WachSthm» der jüdische« Gemeinde« in unserem Lande anögeübt. iE» ist interessant, diese» Wachöthum so mancher jüdischen Gemeind« unsere» wett ausgedehnten Lande» auf die direkte eifrige Bemühung der Loge« »urückführen zu können. Ebenso ist e» allgemein anerkannt, daß die Brrbrüderuug der heterogenste« Elemente au» den jüdischen Einwanderern früherer Jahre den Aa- S" uugen der »Söhne de» Bunde»' zu verdanken ist. «.- Alterversorgung«- und Krankenhäuser stad lebende Denkmäler der gesegneten Thätigkeit dieser geheimen Organisotionev der amerikanischen Juden. Diejutgen, welche sich noch die Tage in» Gedächtniß zurückrufen können, in welchen da» Feuer de» EnchusiaSmu» an den BrsammlungSplätzen der .Brüder' hell aufloderte, werden sich gewiß auch noch daran erinnern, welchen Eifer dieser in so manchem Herzen entzündet hat, welche» sonst unserer gemeiasamen Sache entfremdet worden wäre. Der mächtige Einwrndererstrom führte viele herbei, welche alle» Interesse für da« Judenrhum deren» verloren hatten, aber durch da» au» sieben Armen hrrvorstrahlende Licht au» dem Leuchter der heiligen Religion Israel», welche damals noch ein wesentliö>er vestandlhnl der jüdischen Loge war. au» bet Ftnstrrniß wieder zum Lichte emporgrhoben wurden. Da« sind schön« Erinnerungen an vergangene Tage. Doch jetzt?-— E» nützt nicht», da« ttaurige Factun: von der kalten Gleichgültigkeit, welche die passive Stellung fast der Mehrzahl derjenigen Brüder charakteristrt, welche zu den früher so zahlreich besuchten Logen gehöttcn, hinwegleugnen zu wollen. Der frühere Enthusiasmus ist geschwunden und eine höchst peinliche Gleichgültigkeit ist an seine Stelle getreten. Die vornehmsten Leiter widmen ihr ganze» Sinnen der Lösung der Frage: .Wie ist da» Interesse für die Loge wieder zu beleben?' jssast alle möglichen Maßregeln sind geplant und versucht worden, aber — vergeben». Da« allerletzte noch zu »ersuchende Mittel zur Wiederverjüngung unserer Logen scheint der »Option»! Sndowment Plan* (der freie von bnt Mitgliedern entworfene Arbeitsplan) zu sein» von weldirm Modus Biele sich mit einer gewissen Vertrauensseligkeit di« günstigsten Resultate versprechen. Einige halten denselben sogar für da» Universalheilmütel gegen alle Krankheitender gegenwärtigen geheimen jüdische« Organisctionen. Leider können wir un« zu solch sanguinische» Hoffnungen nicht »ersteigrn, erwarten vielmehr von dieser Kur sehr geringe Erfolge. Unsere jungen Leut, sind durch zu viele und verschieden,irtige Geschäfte und Vereine in Anspruch genommen. Die jüdischen Logen haben für sie keine Anziehungskraft mehr! D,S sst eine traurige Thatsache. mit der gerechnet werden muß. Die Zeit der .geheimen Verbindungen' ist vorüber. Die Leiter haben zu sehr mit dem Worte .Liberalismus, Humanismus' herumgespieli und durch die verhängnißvolle Hausung solcher hochtönenden Phrasen, al» .Künste und Wissenschaften', .Humanität' rc. rc. wurde der Enthusiasmus getödtet und die Begeisterung au» den Orten hinausgetrieben. Alle jene schönklingenden Wörter sind hüksch und gut, aber — wir finden sie, Gott sei Dank! auch anderSwo und außerhalb der Logmräume, wo wir sie jetzt oft nur noch im Vorbeigehen aursprechcn hören. Liberalismus, Lat«» dinarianiSmu» (fteigeisterische» Wesen) und alle die ,i»mu»' von Männern, deren Herzen schon lange für da» kostbarste Erbgut chrer Väter erstorben sind, werden nicht dazu bettrogen, durch verstärkte Thätigkeit und gesteigerte» Interesse zu fördern, wa» «oth lhut —Jüdische» Wollen! (Jewish Voice.) Gerichte «ud Vorrrfps »denken. Lewtfchlwwd. Merkt», im Juli. (Or,-Eorr.) Der jüngst auSgegrben - Bericht de» hiesigen orthodoxen Rabbinersewinar» hat manch.

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