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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1889-01-01 · 20. Jahrgang Nᵒ 27. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
20 (1889)
Issue
20. Jahrgang Nᵒ 27.
Date
1889-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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«ichtjÜßtsche» Mitbrüder derselbe» Wohlchat cheilhasttg z» »«che». 9l vrrräth »ämlich de» Schein de« werm »tr, die wir un» selbst tu Sicherheit wisse», uu« nicht ßemühen wollten, deuselbc» Bortheil auch andere zu »erschaffe». - Zwar kSmrte» vorderhand unsere eisrigste, Bemühungen dieserhalb erfolgt»« bleibe»; aber da« giebt un« »tchl da« Recht, sie unversucht zu kaffen. Diejenigen Fachmänner, welche sich eingehend mit dieser Frage beschäftigt haben, zweifeln nicht, daß da« verhältuißwäßige Berschoutdleiden der Juden von gewiffe» Lrankheiten, z. B. der >u«zehrung, grvßtentheil« der sorgfältigen Untersuchung der «htertschea Eingeweide zogeschriebeu werden muß. Wenn wir »un sehen, daß die Au«zehrung »in« so furchtbare Geißel für unser Land ist, daß sie jährlich Tausende hinwegrafft, so müssen wir gewiß dahin streben, die Aenntniffe, welche »u« selbst zu gut« kommen, immer weiter und weiter zu oerbreiteu. Die jüdische Religio» ist nie auf« Proselyteumacheu awtgegangeu. Ihre Bekenner find schon zu friede«, m«un mau ihnen uur gestattet, in Ruhe ihre Religion«» vorschriftru zu üben, nur auf die Macht eine« guten Beispiel« vertrauen zu dürfen. Ganz bestimmt aber ist e« unsere Pflicht, um der allgemeinen Menschenwohle« willen der Welt die Bortheile zu zeigen, welche die Beobachtung derjenigen hygienische» Borschristeo, durch welche di« jüdische Raffe so widerstandsfähig geworden, im Gefolge hat. Eine geräuschlose Propaganda dieser Irt wird für un« zur unabweisbaren Pflicht, durch deren Erfüllung wir nicht« weiter beabsichtigen, al« eine» wohlthätige» Einfluß auf den Gesondheit«zustand rmserer Rebeamenschen zu üben. Gambridge. Im laufenden Jahr« fand an der hiesigen Uuivrrsität der erste Theit de« Baccalaureat»-Examrn« am Sonnabend und der zweite Theil am Wochrnfeste statt. In beiden Fällen wurde« mit Rücksicht auf die religiösen Bedeuken der jüdischen Eandidaten b.sondeic Termine angesetzt. Die Milderung der UniverfltätSgesch« mit Rücksicht auf die religiösen Bedenke» unserer jungen SlaubenSgenofsen ist eine Begünstigung, welche nicht zu unterschätzen ist und ist e« höchst interessant, von der klassischen Heimath wahrer Grlehrsamkeit und liberaler Ideen so unparcheiisch die Ziele der Bergangenheit mit den Anforderungen der Gegenwart in Liuüaug gebracht zu sehr». Kermischle und neueste Nnchrichlen. Magvrdurg. Da» »Reichsgerichthat jüngst folgende Entschetdu'g bei,eff» Störung de» Gottesdienste» erlassen. Die Störung »er Andacht einer Anzahl Personen bei» Gottesdienste ist al» Slvrung de» GoitKdiensie» lg 1K7 de» deutsche» Str^G.<B) zu bestrafen, auch wen» eine llvterbiechung, Störung k. der Funktionen de» Geistlichen tc. nicht dadurch herbei gesührt wirb. Die Mitthelluna der Störung durch taute» Plaudern, »st een« Bewußtsein, dag da» Plaudern in Berdiuduu» «it de« Gchlauder anderer, an der laut» Unterhaltung techriltgtrn Personen dt» Störung herbeiführt, macht jeden Mitwirkrndeu strafbar. Rach »ine» früheren Amschetdnng ist dt« böse Abficht nachzuwrseu nicht erforderlich, e» genügt vielmehr einfach der Nachweis de» Beamßtsetn», daß eine Störung der Andacht Anderer veranlaßt wurde. <Sröru»g de» Gottetdienfte» kann »ach t 167 «it Gesäuaniß, bi» zu drei Jahre» bestraft werden.) lmoM«. Al« ei» „Indendlatt" be^ichnet da» Stvckerblatt,^8olk" räch schon die «tnistertele „Norddemsch« Allgemein« Zeitung". «Sie ist, I» «ein« jene« Blatt, kein Haar besser, al» ander« Juden» «lütter an», und wird t» alle» nicht abhängigen »reise» auch so tazirt; st« ist t» Jrrchu», wenn sie glaubt, Achtung zu genießen." 2. Brtetz» (Srstpr.). Hier ist Herr Dr. Eppstein au» Krotoschi» »»« Rabbmer gewählt, er wird am 10. Juli hier eintreffe». Handnag» «7. Juni. Am 1b. er. fand im erleuchtet» Tempel rin« «tedächt»thfeur für Kaiser Friedrich statt, wobet Dr. Letmdöiser die Denkrede hielt, dte in den hiesige» Tagesblätter» besprach«» wurde, und in welcher der verstorben« Monarch .btoaobüuüi Liästann- »Gesalbter unserer Gerechtigkeit" genaum wurde. — Zu Sabbat Aachmu soll Herr Oberrebbiner Hirsch au» Prag in Hamburg feine Anlritt«vrrdigt in der Shaagoge halte», der neu- «rwahl!« Predch« p«r Dr. Selig «an» trM erst zu de» hohe» Feiert aaen seine Stelle au. Heuudurg. Allwöchentlich zirtzea große Schoaren paluischn «n» russischer ««»Wanderer »nrch unser« Stadt, da« rastlose Hilfscamfte« leistet ihnen sieb» möglichst«» «Äst»». Diese »Soche kamen 0«, pantsch« Israeliten hier an, die, al» di« Wirrh« ihaea Unterkunft verweigerten, wohl anch weil letz« zur geft der dtefieen Gewabeausstellu«, alle» überfällt ist, von Seiten de» Staate» in Schupp» «rtrrgebracht wurden. E» ist «in Bild entsetzlichen Elend», da« hier •cMtn wird. — Dies« Woche kamen 9 bedeutende blabbtwr au« Amerika hier durch, uw die Augehlrig« in Deutschland und Oeirrrrtch zu besuch«, darunter dir Herrn Dr. Kahnt, Dr. Köhler, Hirsch, Glück, Gonueuschetu. Dr. Kohler-New-Fork un» Htrsch-Lhieag» besnchten vorigen Sabbat unser» Tempel, Kraukfnrt a. 9t. Seit einig« Woche» befind» sich in de« hiesige» s«drn»werthen zoologischen Gert» eine Truppe So- »alt.Reger m't st Juden au« Adea. Diese Jaden habe» «In« Mischsprache von Arabisch. Hebräisch, und Englisch sie kleiden sich wie Somali »Reger d. b. sie bchrckeu fich nur mit «tr em großen weiß» Tuch«, tu da» fich jeder nach seinem Geschmack« hüllt. Ihre Gestalt unterscheidet sich tu Nicht« von den sie begleitende» Somali, sogar ihr eigen thümlicher und eigenartiger Gesick««iypa» bringt sie dieser Meuscheurassr sehr »ah». Aeußerlich stab st« kenutlich durch lang von den Schläfen herabsalleud« Lock» (Peiaus), außerdem durch eia klein es Pelzmützcheu (die Somali trag» Turbane.) Sie find ziemlich kräftig gebaut, treibea Straußenfeder- und Stlberweareahandel und sollen au« dem Inner» Arabi»» »ach Adeu etugewandett sein. Ueber ihr« religiös» Gebräuche und ihrer Stellung zu« tala »bisch» Gesetz kan» ich noch nichts genauere« bericht««. da Ich bisher keine Gelegeaheit hatte sie badet zu beobacht» Sie versteh» »atürlich kein Wort deutsch. Außerdem wlgci sie sich ungern d» Augu brr Oeffenütchkeit, fei es au» Stolz, sei e« au» Scheu. Stuttgart» stb. Juni. Anläßlich de« stüjährigen Regierung»- jnbiläum« Sr. Maj. unsere» König» Karl erhielrn Kirchenrath Dr. d. Wassermann die Krone zum Ehrenritterkri uz de» Orden» der Würit. Krone, der Privatier Ernst Pfeifer den Olgaorden. Dr. K. Steiner und Alexander Pflaum d» Titel «ne» Geheimen Kam, me.zleurath» und Kaufmann Lan daurr tu Gen bronn die landwtrthschastliche Medaille. Di« König!. Israel. Oüerkirckeabehörd« überreicht« «m« kunstvoll gefertigte Adresse und di« i»ra«l. Lehrer gemeinschaftlich eine solche «it den evangelischen und katholischen Lehrern. Sämmtlich« Tage«bläNrr berichten von der gottesdienstlichen Fein iu de» Synagogen. Pari». Einer der zahlreichen Eongreffe bei Gelezenheü »e. «u»s»ellung ist d« Sektion .Bergleichend« Reilzion" gewidmet, bei welcher Herr Adolphe Franck Präsident und perr Revtlle Bier- Änt ist Letzterer wird einen Vortrag über .Mvaolhei«mu« de» tischen Bolke»- uu» «rstrrer «incn solche« üier »die Religion der Philister, Ammonlten und Moabit««- halten. Purts. Bet der dte»jährtg«n Saloaau»st«Uung sind 66 jüdische Künstler, darunter st7 Damen vertrete«. 47 Iiu»steller haben G«- mälbe geschickt, die übrigen liefen» Skizze» tu »affersarbe. «etzzeich» nungeu und Bilbhauerarbeiten. Dem Bildhauer » Manuel Haunaux ist st. seine Grupp« „Iw drapean“ von der Aiademi« der .Matllb- L«lou»<chaadry-Prel»- zueikaant worb», Loud»». Herr Emile Worms, Profeffir der Siaawökonomte und Lorrespondent de» Belgische» Institut», ist;»x Mitglied der königlich» Akademie in vrüffel ernannt worden. Luni». Die sranzvsischen Anlisemitn Hierselbst hattm el» eigene» Pattriorga, »Laadad-. Durch da» in jüngster Zeit ftreug« vorgehm der französische» Rmierung aeae, dt« o, tisemttische Bewegung hat dcw Blatt m erscheinen «usgchört. (Nach Beriäcttu anderer Zeitung» hat jedoch die Sisttrung leid« nur t Wochen g:dauett und soll da» Blatt jesft wieder fortfahrea, dl» Judenhetz« zu bitteib». «»rrtk». Et» jä». «merttaalsche» Bim« »thälr solgeude Tharmtaetptk »er Rew-Faek» «abhium: Ittadbi gacab» Predt^» stad wie er selbst — aufrichtig »ff» nl ehrlich. «. »„mark « Predigt» zei^u. »aß derselbe ttn arüEcha Gelehet» aus «I» Gebiet» de« ^chrätsch» Wiffeuil Ist. ». >. De Sala ««»de»' PrNtigi» b) ««In «tue» sein» rag> lisch» Schl« uu» vachstglich echt jüdfich tu ihr», zauz» »es«. IL Touduhuu» hat sich bereit» i» »er Haus «stabt »»Auf etae« bedeutend» Kauzelreduer« «rward». A. Kahl» ist gelehrt, seuri, uu» »«rrsfi» «>» nimmt »wähulich Sttff« ml d» TageDsüch» zu» Text leim Aich. P. Srawae ttägt mit Rachd»ck vor, liebe all »der sehr, da» Sausa- P. «»hütest852,2sehe hetmischuu»fchstvekt dich,«lassitn (wio man zu sag« pfieg») au« de, Aeruwl» (uni «. »rachmaautst beschatd» uu» auspruchSla», aber jetn, Pnbtgt» mia» tiefe» «,chd,,I» «» »»mbnGeam Fleiß. «. »ist^Prrdigtrusiii» keust»! st» »»IdrmI uk mtüuu^mA t» «. Sttvarmau« fsthrt setuaFuhüin »«chrhcwrtscheBlume^trw,. weich, er durch helauftprllheudeSetstMchat UM erleuchte» versteht. «.H. P «,,»,»', GÄcht» siud durchau, nthadax und badet IL «att^ett st^t'di« »olden «tttelstraße tu», ,» halt» »»d Pudw immer tag mchte llünt, dies» Fm» z» tmmm. «. «allatt'6 Prißigt» stu» »ahlgemßaet, homsti» »ft talmabitchm «. 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