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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1889-01-01 · 20. Jahrgang Nᵒ 8. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
20 (1889)
Issue
20. Jahrgang Nᵒ 8.
Date
1889-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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fa fern Farmen ,mch; ob« tea eMen ha fBcfta Zeichen, ia ha Hauptgedaikm ähnlichen, an im Rita« aerfttyckcaca Glatchenöbekrunhiiffen bei morgealSabifdpa Mterthnm« hat sich aar Eine rri» erhalten, da« ist bic hebräisch«, bi« Sehre be« alten Jehvva »ab seine« Prapheteu Mase«. Doch bo« Volk, da« ,««erwählte Bvlk brr Juden, e« hat Heimkith nnb Staats-ewalt verloren nab der ewig« gäbe ist unsterblich, immer Typ»« anb Glauben unorrfSlscht erhaltend, in alle Länder der Erbe vertheUt. Unbewußt rächt er fich dmch sein Wesen, bewußt vertritt er eine gewisse Macht, die ihm der Geist de« Morgenländer« verleiht. Da« Abendland hat ihnen Alle« genommen, sie über die Erde verstreut, doch ihr Wesen auilzumerzen war e« nicht im Etaade and so lebt da« alte vielgepüfte Voll noch heute »ab hat Anspruch auf die nntrüg» bare Weltgeschichte. Au« dem an wei«heit reichen Glauben eer Hebräer entpaad da« Jadenthum." wer über HebrServvlk und Hebräerreligiou so denkt und schreibt, muß wohl auch rin Freuub diese« Volke« sein, und die Juden atffen, daß sie in dem Kronprinzen «men Thronfolger verlor:» haben. der sichlw dem königlichen Vater in Measchenlirbe nab Milde, ia Duldnag und Gerechtigkeit aachgewandelt wäre. Ein« ähalich ehrenden Au«spruch für da« Jnbenthum hat auch jün„steu« in Wien der Direktor de« Pädagogium«, Dr. Hannock. gethau, indem er in einem Bartrage. den er über hohe Ausforbernng gegen die Sklaverei hielt, hrrvorhob, baß die Juden im Alterthum die Ersten war««, welche da« 800« der Sklaven milder gestalteten, wie Hell überstrahle» doch solche historisch wahre, den fJuden günstige Auffassungen die falschen, judeofeindlichen Darftrllnngen, wie sie fich vor.'kurzem in dem katholischen Universität«'Verein zu Salzburg breitmachtta, in welchem -«ia Redner den „Todrsnöthen-Eharakter und den Judai«ma«' an der wiearr Universität zeichnete I Und wie günstig hob fich aach jetzt Angesicht« de« niederschmetternden Ereignisse« von dem Heimgang de« Kronprinzen Manier und Pietät, 'Herz and Geist der Jade» ab von den der ikatholiken. In ganz Oesterreich-Ungarn giebt e« keine Synagoge, in welcher '«au nicht tutete und trauerte, ob orthodox oder fortschrittlich. alle vn anstalleien Trauerg,tte«dienste. während eine große Zahl von katholischen Geiftlicheir die Abhaltung ehre« Trauer» gotte«bienst>« verweigerte, pietät«lo« die Kirche den sich Heranbrängend-m versperrte, rmd zwar wegen der Tobr«art, die den Kö uigösohn au« dieser Welt in die beffcre beförderte, wegrn de« Selbstmorde«. Run da« Judeuthum begünstigt «wahrlich nicht den Selbstmord, aber e« hat eine mildere, eine menschlich fühlende Anschauung von dem Selbstmörder. Da« jüdisch« Gesetz betrachtet Jemanden, den maa tobt, er» schlagen, erhenkt rc. auffiudet. nicht al« Selbstmörder mit Bewußtsein, svndern al« eine», der die Thal de« Selbst, »orde« ia Shlnr«verwirrang and Seiste«waHa verübt und -schreibt vor, daß man einem solchen di« Ehrenbezeugungen de« Tobten nicht voreuthattea bars. Ja e« geht in der würbigans. bet menschlichen Ehrgefühl« so »eit, baß e« selbst Jemanden, der fich selbst bo« Leben nimmt, weil er eine ihm bevorstehende Schande and Entehrung nicht überleben konnte and wollt«, wie Lvnig Saul, nicht al« bewußt« - und rhretnliüßenden Selbstmörder betrachtet. Beide hier erwähnte Bschrilnkuugru schütze» den verblichenen Kronprinzen davor, baß er für einen gewöhnlichen Selbstmörder gehalten «er»«, wie immer die Todeüart war, da« Reich hat an ihm einen seidenen Fürsten, die Zukunft eiucu selten begabten König MrlortB and darum ist er in allen jüdischen Ge- > «rinden ua« volle« und tiefem Herzen betrauert worben, nab in «Lien hat eine Teputaltou der Laltuögrmeinde . nach noch dem Statthalter eine au ben Monarchea gerichtete "Beileid«adreffe übergeben, mit der Bitte, diese Trauer, kunbgrbnnz an die Stufen dt« Throne« gelangen zu lassen. Der StarihaUer nahm die Adresse entgegen und brmertte, baß die Treue und Loyalität der i«r»elitischen Lultu«. gemeiabe bekavnt ist. Möchten die« doch Ille höre», die vaa den Jaden minder patriotisch denken! ^Pteßbnrg, LS. Februar 188V. Rabbiner Dr. David. KerUIfte «»> Vsrresp*«Peiye«. Deatschlaad. Magdeöv-rg, 18. Februar. (Or.-Evrr.) Der ö. Jahre«, bericht de« Berei-« zur Unterstützuna der Schüler der Bilduug«- austalt für jüdische Lehrer zu Hannover für die Zeit vom 1. Oct. 1887 di« 30. Srp'. 1868 liegt an« vor und wir nehmen gern Veranlassung die Aufmerksamkeit weiterer Kreise auf den segensreich wirkenden B.rem zu lenken. Derselbe bezweckt, bedürftigen Schülern der B'lduag«ansialt für jüdisebe Lehrer und der dam« verbundenen Präparande Unterstützung zu gewähren und zwar durch regelmäßige oder außerordentllch: Veihülf« u. s. w. In dem verflossenen Zeitraum Häven 32 Schüler von Oct. 1887 bi« April 1888 und 31 Schüler von «pr,l bi« Oct. 1888 in Internat ihre Verpflegung gefunden. Die Aussicht im Internat führte biü vor kurzem der nach Eaffel berufene Lehrer Katz, an dessen Stelle nunmehr Lehrer Spei« getteten ist. Die Oberaufstcht ruht bekanntlich in den Händen de« rührigen Seminar» Direktor« Dr. Kr 0 ner. Im April 1888 verließen folgende 6 Schäle mit dem Zeugnitz der Lehrbesühignag die Anstatt: D.Hartmann, B.Huhn, B.Kaufmann» A.Levh, K. Stern, I. Tannenberg, von denen ouc 3 i* der Provinz Hannover ««blieben sind, wir Heden diese« hervor, um di: Gemeindevorstände resp. Mitglieder in anderen Prvoinzen anzurrgen. dem genannten Beceine Grlddeiträge zufließe» zu lassen. Derselbe zählt ui Hannover 274 und 395 au-värtige Mitzlieder, von denen Mk. 5V61.4V an Beiträgen und Geschenkm »ingeganaen find; an sonstigen Einnahmen sind zu verzeichnen 553 M. für die Professor Frensdorfs.Stiftung, für Kaddischsagea 1700 M. Bnträge der Schüler uud au» Stipendien 6029.55 M. n. s. »., so daß sich dir Summe von M. 17289,6V ergiebt. Die Aus» gaden, darunter 11061,70 M. lluterstützung au Schüler, beliefen fich auf M. 16700.5. Der Effektrnbestaad beziffert sich auf M. 2901713. Der Bericht spricht den vollkommen gerechtfertigten Wunsch au«, recht bald ia die Lage zu kommen, ein eigene« Jaternatsgedäude auzutaufea oder za erbauen, wir wollen hoffen, daß dieser schau laug gehegte Wunsch in Kürz« fich realistreu möge. Wir schltetzen hieran eine», der »Hannoverschen Schalzeitung" entuommeuen Bericht über den Ha»dfe«lgkeit«uatereicht am jüdischen Seminar. Dre Zöglinge der Prilparaadm-Anftalt und de« Seminar« «erden im Sommer mtt Gartenbau, im Winter mit Haudferttgkeit beschäftigt. Am letztere« Unterrichte nehmen auch die größere» Kaabeu der Uebuug«schule theil. Ecthrilt wird derselbe von Herrn Lehrrr Stöcker. Die Einrichtung für den Handarbeit«- unterricht der jüdischen Seminaristen» auf 15 Schüler berechnet. hat für Papparbeiten 273.80 M.. für Hotzarbeiten 517,15 M. gekostet. Znr Zett belaufen fich die Kosten pro Kopf im Winter für Unterricht, Material «ab kleme Abgaben — ohne Licht au» Heiznag — bei einem üaterricht« von 2 Stunden wöchentlich pro Stunde auf 12—18 Pf>- tn Papparbeiten. auf 21—27 Pfg. in Holzarbeiten. E« ist an« unbegreiflich, wie bei der Ueberfülle von Unterricht«grgenstänben an jüdischen Seminare» noch Zett für bi« Befchäfttgnng mtt Gartenbau deziehm»g«w«ise Handfertigkeit übrig bleiben soll. Da« jüdische Seminar h« ohnehin seine Roth bei der mangelhaften Lorbildnng bei: Seminarzöglinge, resp. der Präparaabea, hinter dev Anforderungen on die christlichen Semiuarien nicht znrückzn« bleiben. Man denke doch nur an die vielen jüdischen Unterricht«grgenftänoe. dir fast di« Hälfte der Semiaarzeit adsvrdirt und die Auforderiwgrn, die der aageublickltche Direktor

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